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Lyneham Gewinner SERAPH 2026 Bestes Buch

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Beschreibung

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

15.03.2025

Verlag

Klett Cotta

Seitenzahl

496

Maße (L/B/H)

21,6/13,8/4,4 cm

Gewicht

598 g

Farbe

Dunkelgrün / Graugrün

Auflage

4. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-608-98723-2

Beschreibung

Rezension

»›Lyneham‹ ist ein herausragendes, forderndes Meisterwerk, das mit wissenschaftlicher Präzision, emotionaler Tiefe und philosophischer Wucht die dunklen Seiten menschlicher Natur schonungslos beleuchtet.« Ben Männel, Buchkomet, 17. Juni 2025
»Gigantisch. Spektakulär. Fantastisch.« Peter Pollak, Kultbote, Mai 2025 ("Kultbote")
»Dieser Science-Fiction ist ein gelungener Ritt durch Raum und Zeit. Die Ideen sind nicht nur kurze Anregungen für eine Weltraumhandlung, sondern der ganze Roman ist gehaltvoll und sehr spannend und toll erzählt. Dieser Flug geht schnell vorbei, schüttelt uns durch und hinterlässt einen Hohlraum in unserer Realität.« Hauke Harder, Leseschatz, 07. März 2025 ("Leseschatz")
»›Lyneham‹ [spannt] einen ganz weiten erzählerischen Bogen quer durchs Weltall und durch die Jahrtausende und behandelt große Fragen des Menschseins auf einer sehr persönlichen Ebene.« Jury Phantastikpreis Wetzlar, Börsenblatt, Juni 2025 ("Phantastikpreis Wetzlar")
»Science Fiction ist nie groß darin gewesen, zukünftige Entwicklungen vorauszusagen und die Folgen neuer Technik abzuschätzen. Gute Science Fiction ist durchaus ein Seismograph für die Erschütterungen der Gegenwart. ›Lyneham‹ eine große Metapher dafür, wie es sich lebt als Mensch auf der Flucht, in der Fremde.« Hartmut Kasper, Deutschlandfunk, 11. Juni 2025 ("Deutschlandfunk")
»Ein Roman, der die zentralen Fragen unserer Zeit adressiert. Das ist ein hochpolitischer Roman, der aber nicht die Wirklichkeit ausblendet, der die von Technik durchdrungenen gesellschaftlichen Bedingungen, die politischen Bedingungen mitdenkt und der in dieser Welt tatsächlich die entscheidenden Fragen stellt.« Denis Scheck, WDR3 Mosaik, 26.05.2025 ("WDR 3 Mosaik")
»Endlich mal wieder ein rundum gelungener Science-Fiction-Roman mit grandiosem Worldsetting. […] Der geneigte Rezensent fühlt sich durchaus an SF-Klassiker erinnert. Westerboers Buch könnte gut einer werden.« Stefan Rammer, Passauer Neue Presse, 26. Mai 2025 ("Passauer Neue Presse")
»Westerboer lässt den Status als Geheimtipp damit hinter sich. Er muss fortan zur ersten Reihe nicht nur der deutschen Science-Fiction-Autoren gerechnet werden.« Richard Kämmerlings, Die Welt, 15. April 2025 ("Die Welt")
»Endlich Science-Fiction aus Deutschland, die das ganze Weltall lesen sollte« Richard Kämmerlings, Die Welt, 15. April 2025 ("Die Welt")
»›Lyneham‹ ist weit mehr als nur ein Science-Fiction-Roman über die Kolonisierung eines fremden Himmelskörpers. Es ist eine tiefgehende Reflexion über die Natur der Zeit, die Bedeutung von Familie und den moralischen Preis wissenschaftlicher Fortschritte. Mit einer fesselnden Handlung, einer atmosphärisch dichten Welt und komplexen Charakteren schafft Nils Westerboer eine Geschichte, die lange nachhallt. Fans von anspruchsvoller Science-Fiction, die sowohl spannende Abenteuer als auch philosophische Fragestellungen schätzen, werden in diesem Buch eine außergewöhnliche Lektüre finden.« Tina Würz, Magie der Bücher, 22. März 2025 ("Magie der Bücher")

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

15.03.2025

Verlag

Klett Cotta

Seitenzahl

496

Maße (L/B/H)

21,6/13,8/4,4 cm

Gewicht

598 g

Farbe

Dunkelgrün / Graugrün

Auflage

4. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-608-98723-2

Herstelleradresse

Klett-Cotta Verlag
Rotebühlstr. 77
70178 Stuttgart
DE

Email: produktsicherheit@klett-cotta.de

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3 Sterne

2 Sterne

1 Sterne

Tiefgründig, faszinierend und bildreich

Bella aus Weinstadt am 29.11.2025

Bewertungsnummer: 2665878

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Die Erde ist unbewohnbar geworden. In einer letzten, verzweifelten Anstrengung schickt das Telekommunikationsunternehmen Rayser die verbliebenen Menschen in Raumschiffen zum Mond Perm. Unter den Passagieren befindet sich der zwölfjährige Henry, begleitet von seinen beiden Geschwistern und seinem Vater. Seine Mutter Mildred, eine brillante Wissenschaftlerin, ist bereits mit der Impulsmission vorausgereist, um beim Terraforming zu helfen und Perm für die Menschheit bewohnbar zu machen. Doch als Henry und seine Familie endlich ihr Ziel erreichen, ist Perm noch immer eine unwirtliche Welt, und von Mildred fehlt jede Spur. Während sie versuchen, sich in dieser neuen, feindseligen Umgebung zurechtzufinden, stoßen die Kinder auf immer mehr Ungereimtheiten und Lügen, die das wahre Schicksal ihrer Mutter und die Zukunft der Menschheit in Frage stellen. Der Autor Nils Westerboer hat mit "Lyneham" eine bildgewaltige, atemberaubende und gänzlich neue Welt erschaffen, die mich von der ersten Seite an restlos fasziniert und in ihren Bann gezogen hat. Er entführt den Leser in ein Leben, das auf völlig anderen Grundlagen fußt und sich von allem Bekannten unterscheidet. Perms Lebewesen sind befremdlich, erschreckend und gleichzeitig faszinierend und wunderschön. Die Beschreibungen sind derart eindringlich und lebendig, dass ich beim Lesen vollkommen in diese Welt eigetaucht konnte. Die Charaktere sind meiner Meinung nach sehr gut beschrieben. Vor allem die beiden Protagonisten Henry und seine Mutter Mildred, aus deren Blickwindel die Geschichte abwechselnd erzählt wird, sind vielschichtig, aber auch widersprüchlich. Die Geschichte enthüllt eindringlich das Paradox, dass selbst die edelsten Absichten auf dem Weg ihrer Verwirklichung zu ethisch fragwürdigen Entscheidungen führen können. Die Erzählung ist durchzogen von tiefgreifenden moralischen Konflikten, die immer wieder in den Mittelpunkt rücken. Sie wirft drängende Fragen auf: Dürfen wir unser Überleben über das anderer Lebewesen stellen? Und wie weit ist ein Eingriff in eine fremde Welt überhaupt vertretbar, wenn wir deren komplexe Zusammenhänge nicht erfassen und die weitreichenden Konsequenzen unseres Handelns nicht absehen können? Haben wir aus der Zerstörung der Erde überhaupt gelernt? Sind wir tatsächlich bereit für einen echten Neuanfang? Mildreds prägnante Aussage fasst diese Dilemmata zusammen: "Instinkte sind dumm, wenn du auf etwas stößt, das du nicht verstehst." Lediglich die wissenschaftlichen Erklärungen stellten an einigen Stellen eine kleine Herausforderung dar und waren für mich nicht immer leicht zu erfassen. Doch die fesselnde Spannung und erzählerische Tiefe des Buches wiegt dieses kleine Manko mühelos auf. Fazit: Ein absolut empfehlenswertes Werk, das nachhaltig beeindruckt und lange in Erinnerung bleibt.

Tiefgründig, faszinierend und bildreich

Bella aus Weinstadt am 29.11.2025
Bewertungsnummer: 2665878
Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Die Erde ist unbewohnbar geworden. In einer letzten, verzweifelten Anstrengung schickt das Telekommunikationsunternehmen Rayser die verbliebenen Menschen in Raumschiffen zum Mond Perm. Unter den Passagieren befindet sich der zwölfjährige Henry, begleitet von seinen beiden Geschwistern und seinem Vater. Seine Mutter Mildred, eine brillante Wissenschaftlerin, ist bereits mit der Impulsmission vorausgereist, um beim Terraforming zu helfen und Perm für die Menschheit bewohnbar zu machen. Doch als Henry und seine Familie endlich ihr Ziel erreichen, ist Perm noch immer eine unwirtliche Welt, und von Mildred fehlt jede Spur. Während sie versuchen, sich in dieser neuen, feindseligen Umgebung zurechtzufinden, stoßen die Kinder auf immer mehr Ungereimtheiten und Lügen, die das wahre Schicksal ihrer Mutter und die Zukunft der Menschheit in Frage stellen. Der Autor Nils Westerboer hat mit "Lyneham" eine bildgewaltige, atemberaubende und gänzlich neue Welt erschaffen, die mich von der ersten Seite an restlos fasziniert und in ihren Bann gezogen hat. Er entführt den Leser in ein Leben, das auf völlig anderen Grundlagen fußt und sich von allem Bekannten unterscheidet. Perms Lebewesen sind befremdlich, erschreckend und gleichzeitig faszinierend und wunderschön. Die Beschreibungen sind derart eindringlich und lebendig, dass ich beim Lesen vollkommen in diese Welt eigetaucht konnte. Die Charaktere sind meiner Meinung nach sehr gut beschrieben. Vor allem die beiden Protagonisten Henry und seine Mutter Mildred, aus deren Blickwindel die Geschichte abwechselnd erzählt wird, sind vielschichtig, aber auch widersprüchlich. Die Geschichte enthüllt eindringlich das Paradox, dass selbst die edelsten Absichten auf dem Weg ihrer Verwirklichung zu ethisch fragwürdigen Entscheidungen führen können. Die Erzählung ist durchzogen von tiefgreifenden moralischen Konflikten, die immer wieder in den Mittelpunkt rücken. Sie wirft drängende Fragen auf: Dürfen wir unser Überleben über das anderer Lebewesen stellen? Und wie weit ist ein Eingriff in eine fremde Welt überhaupt vertretbar, wenn wir deren komplexe Zusammenhänge nicht erfassen und die weitreichenden Konsequenzen unseres Handelns nicht absehen können? Haben wir aus der Zerstörung der Erde überhaupt gelernt? Sind wir tatsächlich bereit für einen echten Neuanfang? Mildreds prägnante Aussage fasst diese Dilemmata zusammen: "Instinkte sind dumm, wenn du auf etwas stößt, das du nicht verstehst." Lediglich die wissenschaftlichen Erklärungen stellten an einigen Stellen eine kleine Herausforderung dar und waren für mich nicht immer leicht zu erfassen. Doch die fesselnde Spannung und erzählerische Tiefe des Buches wiegt dieses kleine Manko mühelos auf. Fazit: Ein absolut empfehlenswertes Werk, das nachhaltig beeindruckt und lange in Erinnerung bleibt.

Science-Fiction nicht nur Unterhaltung, sondern auch mit Tiefgang und Hinterfragen!

Rajets Fantastische Leseseite aus Grünberg am 20.07.2025

Bewertungsnummer: 2544341

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Der Roman beginnt mit der Landung der Familie Meadows, oder wenigsten allen bis auf die Mutter Mildred. Vater Charles, Henry ist 12 Jahre alt, sein Bruder Chester ist älter und seine Schwester Loy jünger. Henry übernimmt die Rolle des Berichterstatters, er gibt die Eindrücke wieder, die wachsenden Zweifel an den Erzählungen seines Vaters. Besonders Loy, mit ihrer unerschütterlichen Logik und der Beharrlichkeit die Wahrheit zu wissen fordert Charles heraus. Auf die Kinder warten als Lehrer und Medizinische Geräte, Wesen, die ursprünglich Elektrogeräte waren. Aber anderes wie die Sauerstoff-, Wasser- und Wärmeversorgung sind nicht an den menschlichen Körper angepasst. Ob ein Leben und damit die Fortpflanzung der Menschen möglich ist, ein Thema, das kaum zum Tragen kommt – es steht das Überleben an erster Stelle. Unter der Fuchtel von Mechthilds Chef Noah herrscht auf Perm offensichtlich ein totalitäres System, dem niemand entgehen kann und auf das bereits Kinder eingeschworen werden. Besonders Henry gerät unter Druck, als er darauf beharrt, endlich zu erfahren, wo seine Mutter geblieben ist. Mildred Meadows lernen wir durch Aufzeichnungen in den Zwischenkapiteln kennen, man ahnt damit das es unterschiedliche Zeitabläufe und Handlungsstränge gibt (erklärt sich im Roman). Als Wissenschaftlerin stand Mildred in ihrer Zeit unter Druck, Verbesserung der Lebensbedingungen auf Perm, denn eine weiter Versorgung durch Güter von der Erde sind nicht zu erwarten und es gibt auch kein zurück – die Siedler, den nichts anderes sind die Menschen auf Perm sind auf sich selbst angewiesen. Duch den Wechsler der Handlungs- und Erzählstränge von Mutter und Sohn wird auch ein ethisches Problem von Mechthild deutlich. Der Forschung und Abhängigkeit von Noah, sie muss um den Platz für ihre Familie kämpfen und ihr wird auch klar welchen Preis sie und ihre Familie zahlen müssen für ein Leben auf Perm. Denn der Mond birgt noch ein Geheimnis, mit dem die Siedler, auch Noah nicht, gerechnet haben – Leben! Ich konnte den Roman nicht aus den Händen legen, gut, dass es Wochenende war und Lesezeit. Der Spannungsbogen steigt kontinuierlich an, man will erfahren welche Geheimnisse Charles und Mechthild, Noah und auch Perm verbergen. Auch fand ich die Rolle der „Strom“ (Lehrerin) und „Ronny“ (die künstliche Niere), die Intelligenz und die Vermittlung auf der einen Seite, aber auch ihre Loyalität gegenüber ihren Besitzern bemerkenswert. Dann ist eine Familie an sich schon eine eher ungewöhnliche Protagonisten Besetzung in einem Science-Fiction Roman, aber nach meiner Ansicht überaus gelungen. Loy war die Top Protagonistin für mich mit ihrer unabkömmlichen Logik, dem ständigen Hinterfragen und ihrer gnadenlosen Beharrlichkeit (ja, ich habe mich in ihr gesehen). Aber auch Henry, der doch in ein äußerst Herausfordern Lage in seinen jungen Jahren landet und wie er damit umgeht – bemerkenswert. Ein Roman der tiefer geht, was für einen Preis wären Siedler auf einer fremden Welt zu zahlen bereit? Demut und Respekt, oder gnadenloses Terraforming ohne Rücksicht auf vorhandene sich schon entwickelte Flora und Fauna – Leben? Haben wir Menschen eine zweite Chance verdient oder sind wir ein Auslaufmodell was sich nicht bewährt hat? Muss sich ein fremder Planet dem menschlichen Willen unterwerfen? Fragen die unangenehm sind aber angebracht. Der Roman verbindet aktuelle Themen wie Klimakrise und das Ende der Erde, gekonnt mit wissenschaftlichen Aspekten (verständlich) zusammen mit emotionaler Tiefe (der Frage nach der „Ethik“, muss man alles machen, was man kann!). Der Schreibstil ist trotz alledem verständlich und ansprechend, aber auch ein wenig anspruchsvoll. Die Protagonisten/innen sind glaubhaft und real dargestellt, durch den Familienverband auch ansprechend gehalten. Man kann ihre Gefühle gut nachvollziehen, ihren Ängsten und Sorgen. Ein „deutschsprachiger“ Science-Fiction Roman der mehr als nur Unterhalten will, sondern auch Fragen aufwirft deren Beantwortung jeder für sich mal andenken kann – die unbequem sind und unserer Gesellschaft (Menschen) einen Spiegel vorhält – die dunkle Seite der menschlichen Natur und ihr absoluter Egoismus allem gegenüber. Anstatt als Eroberer einen Planeten bevölkern zu wollen – vielleicht Demut, Dankbarkeit und ein Miteinander mit vorhandenem Anzustreben (ein Gedanke von Mildred Meadows). Für mich ein rundum und überraschender Science-Fiction Roman er erhält den diesjährigen Phantastik Preis der Stadt Wetzlar (Überreichung am 19.September in der Phantastischen Bibliothek Wetzlar) und wäre meiner Meinung nach ein Roman, der in den Schulunterricht gehört, vor alten Standardwerken die eigentlich keiner mag oder auch überholt sind. Von mir erhält 5 Sterne und ein klare Leseempfehlung)

Science-Fiction nicht nur Unterhaltung, sondern auch mit Tiefgang und Hinterfragen!

Rajets Fantastische Leseseite aus Grünberg am 20.07.2025
Bewertungsnummer: 2544341
Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Der Roman beginnt mit der Landung der Familie Meadows, oder wenigsten allen bis auf die Mutter Mildred. Vater Charles, Henry ist 12 Jahre alt, sein Bruder Chester ist älter und seine Schwester Loy jünger. Henry übernimmt die Rolle des Berichterstatters, er gibt die Eindrücke wieder, die wachsenden Zweifel an den Erzählungen seines Vaters. Besonders Loy, mit ihrer unerschütterlichen Logik und der Beharrlichkeit die Wahrheit zu wissen fordert Charles heraus. Auf die Kinder warten als Lehrer und Medizinische Geräte, Wesen, die ursprünglich Elektrogeräte waren. Aber anderes wie die Sauerstoff-, Wasser- und Wärmeversorgung sind nicht an den menschlichen Körper angepasst. Ob ein Leben und damit die Fortpflanzung der Menschen möglich ist, ein Thema, das kaum zum Tragen kommt – es steht das Überleben an erster Stelle. Unter der Fuchtel von Mechthilds Chef Noah herrscht auf Perm offensichtlich ein totalitäres System, dem niemand entgehen kann und auf das bereits Kinder eingeschworen werden. Besonders Henry gerät unter Druck, als er darauf beharrt, endlich zu erfahren, wo seine Mutter geblieben ist. Mildred Meadows lernen wir durch Aufzeichnungen in den Zwischenkapiteln kennen, man ahnt damit das es unterschiedliche Zeitabläufe und Handlungsstränge gibt (erklärt sich im Roman). Als Wissenschaftlerin stand Mildred in ihrer Zeit unter Druck, Verbesserung der Lebensbedingungen auf Perm, denn eine weiter Versorgung durch Güter von der Erde sind nicht zu erwarten und es gibt auch kein zurück – die Siedler, den nichts anderes sind die Menschen auf Perm sind auf sich selbst angewiesen. Duch den Wechsler der Handlungs- und Erzählstränge von Mutter und Sohn wird auch ein ethisches Problem von Mechthild deutlich. Der Forschung und Abhängigkeit von Noah, sie muss um den Platz für ihre Familie kämpfen und ihr wird auch klar welchen Preis sie und ihre Familie zahlen müssen für ein Leben auf Perm. Denn der Mond birgt noch ein Geheimnis, mit dem die Siedler, auch Noah nicht, gerechnet haben – Leben! Ich konnte den Roman nicht aus den Händen legen, gut, dass es Wochenende war und Lesezeit. Der Spannungsbogen steigt kontinuierlich an, man will erfahren welche Geheimnisse Charles und Mechthild, Noah und auch Perm verbergen. Auch fand ich die Rolle der „Strom“ (Lehrerin) und „Ronny“ (die künstliche Niere), die Intelligenz und die Vermittlung auf der einen Seite, aber auch ihre Loyalität gegenüber ihren Besitzern bemerkenswert. Dann ist eine Familie an sich schon eine eher ungewöhnliche Protagonisten Besetzung in einem Science-Fiction Roman, aber nach meiner Ansicht überaus gelungen. Loy war die Top Protagonistin für mich mit ihrer unabkömmlichen Logik, dem ständigen Hinterfragen und ihrer gnadenlosen Beharrlichkeit (ja, ich habe mich in ihr gesehen). Aber auch Henry, der doch in ein äußerst Herausfordern Lage in seinen jungen Jahren landet und wie er damit umgeht – bemerkenswert. Ein Roman der tiefer geht, was für einen Preis wären Siedler auf einer fremden Welt zu zahlen bereit? Demut und Respekt, oder gnadenloses Terraforming ohne Rücksicht auf vorhandene sich schon entwickelte Flora und Fauna – Leben? Haben wir Menschen eine zweite Chance verdient oder sind wir ein Auslaufmodell was sich nicht bewährt hat? Muss sich ein fremder Planet dem menschlichen Willen unterwerfen? Fragen die unangenehm sind aber angebracht. Der Roman verbindet aktuelle Themen wie Klimakrise und das Ende der Erde, gekonnt mit wissenschaftlichen Aspekten (verständlich) zusammen mit emotionaler Tiefe (der Frage nach der „Ethik“, muss man alles machen, was man kann!). Der Schreibstil ist trotz alledem verständlich und ansprechend, aber auch ein wenig anspruchsvoll. Die Protagonisten/innen sind glaubhaft und real dargestellt, durch den Familienverband auch ansprechend gehalten. Man kann ihre Gefühle gut nachvollziehen, ihren Ängsten und Sorgen. Ein „deutschsprachiger“ Science-Fiction Roman der mehr als nur Unterhalten will, sondern auch Fragen aufwirft deren Beantwortung jeder für sich mal andenken kann – die unbequem sind und unserer Gesellschaft (Menschen) einen Spiegel vorhält – die dunkle Seite der menschlichen Natur und ihr absoluter Egoismus allem gegenüber. Anstatt als Eroberer einen Planeten bevölkern zu wollen – vielleicht Demut, Dankbarkeit und ein Miteinander mit vorhandenem Anzustreben (ein Gedanke von Mildred Meadows). Für mich ein rundum und überraschender Science-Fiction Roman er erhält den diesjährigen Phantastik Preis der Stadt Wetzlar (Überreichung am 19.September in der Phantastischen Bibliothek Wetzlar) und wäre meiner Meinung nach ein Roman, der in den Schulunterricht gehört, vor alten Standardwerken die eigentlich keiner mag oder auch überholt sind. Von mir erhält 5 Sterne und ein klare Leseempfehlung)

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Lyneham

von Nils Westerboer

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Meinung aus der Buchhandlung

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Johannes Altenberger

Thalia Salzburg – Europark

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5/5

Entropisch unbedenklich! ;-)

Bewertet: eBook (ePUB 3)

"Lyneham" ist ein Sci-Fi-Roman mit dystopischen Elementen; authentisch, fesselnd sowie sprachlich versiert erzählt. Wir folgen der Geschichte auf zwei Zeitebenen und Unbekanntes erschließt sich somit während der Lektüre. Ein kleines Glossar am Ende des Buches schafft Abhilfe, falls der ein oder andere Begriff noch unklar sein sollte. Besonders hervorheben möchte ich, dass der wissenschaftliche Aspekt berücksichtigt wurde. So bekommt man ganz nebenbei eine Wissensauffrischung in Thermodynamik. Für mich ein rundum stimmiges und gelungenes Sci-Fi-Abenteuer, das mir sowohl großartige Unterhaltung geboten hat sowie Anstoß gegeben hat, dieses "Gedankenexperiment" weiterzuspinnen.
  • Johannes Altenberger
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"Lyneham" ist ein Sci-Fi-Roman mit dystopischen Elementen; authentisch, fesselnd sowie sprachlich versiert erzählt. Wir folgen der Geschichte auf zwei Zeitebenen und Unbekanntes erschließt sich somit während der Lektüre. Ein kleines Glossar am Ende des Buches schafft Abhilfe, falls der ein oder andere Begriff noch unklar sein sollte. Besonders hervorheben möchte ich, dass der wissenschaftliche Aspekt berücksichtigt wurde. So bekommt man ganz nebenbei eine Wissensauffrischung in Thermodynamik. Für mich ein rundum stimmiges und gelungenes Sci-Fi-Abenteuer, das mir sowohl großartige Unterhaltung geboten hat sowie Anstoß gegeben hat, dieses "Gedankenexperiment" weiterzuspinnen.

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