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Produktbild: Der Weg zur Grenze

Der Weg zur Grenze Roman

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Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB

Kopierschutz

Nein

Family Sharing

Ja

Text-to-Speech

Ja

Erscheinungsdatum

25.08.2022

Herausgeber

Ingvild Richardsen

Verlag

C.H.Beck Digital

Seitenzahl

384 (Printausgabe)

Dateigröße

1708 KB

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

EAN

9783406791079

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ePUB

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  • keine Information zur Barrierefreiheit bekannt

Erscheinungsdatum

25.08.2022

Herausgeber

Ingvild Richardsen

Verlag

C.H.Beck Digital

Seitenzahl

384 (Printausgabe)

Dateigröße

1708 KB

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

EAN

9783406791079

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Grandioses Werk mit stark autobiographischen Zügen

Buch_im_Koffer aus Münster am 27.08.2022

Bewertungsnummer: 1774872

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Grete Weil hat diesen Roman bereits 1944/45 geschrieben; veröffentlicht wurde er erst jetzt. Ein grandioses Werk, das stark autobiographische Züge trägt. Und das umso wichtiger und bedeutender wird, wenn man es im Kontext seiner zeitlichen Einordnung liest. Ich habe das Buch „chronologisch gelesen; es mag aber auch sehr aufschlussreich sein, zunächst das sehr gute und umfassende Nachwort zu lesen. 1936 ist die Jüdin Monika Merton auf der Flucht vor der Gestapo und auf dem Weg zur Österreichischen Grenze. Eher zufällig wird sie auf dem beschwerlichen Weg begleitet von dem jungen Dichter Andreas von Cornides. Ihm erzählt sie ihre Lebensgeschichte. Von ihrem Leben in der Weimarer Republik bis zur Machtergreifung Hitlers. Von ihrer Liebe zu und der Ehe mit ihrem Cousin Klaus. Von glücklichen gemeinsamen Monaten, die bereits überschattet sind vom rasanten „Aufstieg“ der Nazis. Bis hin zu Klaus‘ Verhaftung 1934 und seiner späteren Ermordung im KZ Dachau. Grete Weil hat diesen Roman in ihrem Amsterdamer Versteck verfasst, auf einer Treppe kauernd. Sie schreibt, während um sie herum das Unfassbare geschieht und sie jeden Tag mit der Angst leben muss, entdeckt und ermordet zu werden. Sie blickt zurück auf vergangene Tage. Auf eine Realität, die viel zu lange geschwiegen hat. Auf ein Leben, das viel zu lange „so schlimm wird es schon nicht werden“ gedacht hat. Auf einen Kreis lebenshungriger, intellektueller, junger Menschen, die das kulturelle und gesellschaftliche Leben der 20er und frühen 30er Jahre genießen wollten. Grete Weils Sprache ist feinfühlig und poetisch. Ihre Sätze haben viel Tiefe und Tiefgang, viele Gedankengänge sind nahezu philosophisch. Und dann, mit steigender Bedrohung, verändert sich diese Sprache. Sätze, scharf wie Messer, präzise Schilderungen unfassbarer Situationen und Momente. Mit grausamer, eindrücklicher Klarheit schildert Grete Weil Monikas, ihre innere Ohnmacht, die Angst der Ungewissheit und Hilflosigkeit. Die Emotionen und Gefühle kommen mit so viel Schmerz und Pathos daher, dass man selbst erschüttert zurückbleibt. Für mich persönlich ist dieser Roman von Grete Weil eines der wichtigsten Bücher, die ich bislang gelesen habe. Und er ist ein ganz bedeutsamer Beitrag zum Verständnis des Holocaust. Selten findet man so tiefe Einblicke und Emotionen in diese unfassbaren gesellschaftlichen und politischen Umbrüche. Das gut 40 Seiten umfassende Nachwort von Ingvild Richardsen ist dabei unglaublich hilfreich für die Einordnung des Romans in Weils Leben und die damalige Zeit, aber auch in ihre Werke und ihre Rolle als jüdische Autorin und Zeitzeugin im Nachkriegsdeutschland.

Grandioses Werk mit stark autobiographischen Zügen

Buch_im_Koffer aus Münster am 27.08.2022
Bewertungsnummer: 1774872
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Grete Weil hat diesen Roman bereits 1944/45 geschrieben; veröffentlicht wurde er erst jetzt. Ein grandioses Werk, das stark autobiographische Züge trägt. Und das umso wichtiger und bedeutender wird, wenn man es im Kontext seiner zeitlichen Einordnung liest. Ich habe das Buch „chronologisch gelesen; es mag aber auch sehr aufschlussreich sein, zunächst das sehr gute und umfassende Nachwort zu lesen. 1936 ist die Jüdin Monika Merton auf der Flucht vor der Gestapo und auf dem Weg zur Österreichischen Grenze. Eher zufällig wird sie auf dem beschwerlichen Weg begleitet von dem jungen Dichter Andreas von Cornides. Ihm erzählt sie ihre Lebensgeschichte. Von ihrem Leben in der Weimarer Republik bis zur Machtergreifung Hitlers. Von ihrer Liebe zu und der Ehe mit ihrem Cousin Klaus. Von glücklichen gemeinsamen Monaten, die bereits überschattet sind vom rasanten „Aufstieg“ der Nazis. Bis hin zu Klaus‘ Verhaftung 1934 und seiner späteren Ermordung im KZ Dachau. Grete Weil hat diesen Roman in ihrem Amsterdamer Versteck verfasst, auf einer Treppe kauernd. Sie schreibt, während um sie herum das Unfassbare geschieht und sie jeden Tag mit der Angst leben muss, entdeckt und ermordet zu werden. Sie blickt zurück auf vergangene Tage. Auf eine Realität, die viel zu lange geschwiegen hat. Auf ein Leben, das viel zu lange „so schlimm wird es schon nicht werden“ gedacht hat. Auf einen Kreis lebenshungriger, intellektueller, junger Menschen, die das kulturelle und gesellschaftliche Leben der 20er und frühen 30er Jahre genießen wollten. Grete Weils Sprache ist feinfühlig und poetisch. Ihre Sätze haben viel Tiefe und Tiefgang, viele Gedankengänge sind nahezu philosophisch. Und dann, mit steigender Bedrohung, verändert sich diese Sprache. Sätze, scharf wie Messer, präzise Schilderungen unfassbarer Situationen und Momente. Mit grausamer, eindrücklicher Klarheit schildert Grete Weil Monikas, ihre innere Ohnmacht, die Angst der Ungewissheit und Hilflosigkeit. Die Emotionen und Gefühle kommen mit so viel Schmerz und Pathos daher, dass man selbst erschüttert zurückbleibt. Für mich persönlich ist dieser Roman von Grete Weil eines der wichtigsten Bücher, die ich bislang gelesen habe. Und er ist ein ganz bedeutsamer Beitrag zum Verständnis des Holocaust. Selten findet man so tiefe Einblicke und Emotionen in diese unfassbaren gesellschaftlichen und politischen Umbrüche. Das gut 40 Seiten umfassende Nachwort von Ingvild Richardsen ist dabei unglaublich hilfreich für die Einordnung des Romans in Weils Leben und die damalige Zeit, aber auch in ihre Werke und ihre Rolle als jüdische Autorin und Zeitzeugin im Nachkriegsdeutschland.

Grandioses Werk mit stark…

Buch_im_Koffer am 27.08.2022

Bewertungsnummer: 2825379

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Grandioses Werk mit stark autobiographischen Zügen Grete Weil hat diesen Roman bereits 1944/45 geschrieben; veröffentlicht wurde er erst jetzt. Ein grandioses Werk, das stark autobiographische Züge trägt. Und das umso wichtiger und bedeutender wird, wenn man es im Kontext seiner zeitlichen Einordnung liest. Ich habe das Buch „chronologisch gelesen; es mag aber auch sehr aufschlussreich sein, zunächst das sehr gute und umfassende Nachwort zu lesen. 1936 ist die Jüdin Monika Merton auf der Flucht vor der Gestapo und auf dem Weg zur Österreichischen Grenze. Eher zufällig wird sie auf dem beschwerlichen Weg begleitet von dem jungen Dichter Andreas von Cornides. Ihm erzählt sie ihre Lebensgeschichte. Von ihrem Leben in der Weimarer Republik bis zur Machtergreifung Hitlers. Von ihrer Liebe zu und der Ehe mit ihrem Cousin Klaus. Von glücklichen gemeinsamen Monaten, die bereits überschattet sind vom rasanten „Aufstieg“ der Nazis. Bis hin zu Klaus‘ Verhaftung 1934 und seiner späteren Ermordung im KZ Dachau. Grete Weil hat diesen Roman in ihrem Amsterdamer Versteck verfasst, auf einer Treppe kauernd. Sie schreibt, während um sie herum das Unfassbare geschieht und sie jeden Tag mit der Angst leben muss, entdeckt und ermordet zu werden. Sie blickt zurück auf vergangene Tage. Auf eine Realität, die viel zu lange geschwiegen hat. Auf ein Leben, das viel zu lange „so schlimm wird es schon nicht werden“ gedacht hat. Auf einen Kreis lebenshungriger, intellektueller, junger Menschen, die das kulturelle und gesellschaftliche Leben der 20er und frühen 30er Jahre genießen wollten. Grete Weils Sprache ist feinfühlig und poetisch. Ihre Sätze haben viel Tiefe und Tiefgang, viele Gedankengänge sind nahezu philosophisch. Und dann, mit steigender Bedrohung, verändert sich diese Sprache. Sätze, scharf wie Messer, präzise Schilderungen unfassbarer Situationen und Momente. Mit grausamer, eindrücklicher Klarheit schildert Grete Weil Monikas, ihre innere Ohnmacht, die Angst der Ungewissheit und Hilflosigkeit. Die Emotionen und Gefühle kommen mit so viel Schmerz und Pathos daher, dass man selbst erschüttert zurückbleibt. Für mich persönlich ist dieser Roman von Grete Weil eines der wichtigsten Bücher, die ich bislang gelesen habe. Und er ist ein ganz bedeutsamer Beitrag zum Verständnis des Holocaust. Selten findet man so tiefe Einblicke und Emotionen in diese unfassbaren gesellschaftlichen und politischen Umbrüche. Das gut 40 Seiten umfassende Nachwort von Ingvild Richardsen ist dabei unglaublich hilfreich für die Einordnung des Romans in Weils Leben und die damalige Zeit, aber auch in ihre Werke und ihre Rolle als jüdische Autorin und Zeitzeugin im Nachkriegsdeutschland.

Grandioses Werk mit stark…

Buch_im_Koffer am 27.08.2022
Bewertungsnummer: 2825379
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Grandioses Werk mit stark autobiographischen Zügen Grete Weil hat diesen Roman bereits 1944/45 geschrieben; veröffentlicht wurde er erst jetzt. Ein grandioses Werk, das stark autobiographische Züge trägt. Und das umso wichtiger und bedeutender wird, wenn man es im Kontext seiner zeitlichen Einordnung liest. Ich habe das Buch „chronologisch gelesen; es mag aber auch sehr aufschlussreich sein, zunächst das sehr gute und umfassende Nachwort zu lesen. 1936 ist die Jüdin Monika Merton auf der Flucht vor der Gestapo und auf dem Weg zur Österreichischen Grenze. Eher zufällig wird sie auf dem beschwerlichen Weg begleitet von dem jungen Dichter Andreas von Cornides. Ihm erzählt sie ihre Lebensgeschichte. Von ihrem Leben in der Weimarer Republik bis zur Machtergreifung Hitlers. Von ihrer Liebe zu und der Ehe mit ihrem Cousin Klaus. Von glücklichen gemeinsamen Monaten, die bereits überschattet sind vom rasanten „Aufstieg“ der Nazis. Bis hin zu Klaus‘ Verhaftung 1934 und seiner späteren Ermordung im KZ Dachau. Grete Weil hat diesen Roman in ihrem Amsterdamer Versteck verfasst, auf einer Treppe kauernd. Sie schreibt, während um sie herum das Unfassbare geschieht und sie jeden Tag mit der Angst leben muss, entdeckt und ermordet zu werden. Sie blickt zurück auf vergangene Tage. Auf eine Realität, die viel zu lange geschwiegen hat. Auf ein Leben, das viel zu lange „so schlimm wird es schon nicht werden“ gedacht hat. Auf einen Kreis lebenshungriger, intellektueller, junger Menschen, die das kulturelle und gesellschaftliche Leben der 20er und frühen 30er Jahre genießen wollten. Grete Weils Sprache ist feinfühlig und poetisch. Ihre Sätze haben viel Tiefe und Tiefgang, viele Gedankengänge sind nahezu philosophisch. Und dann, mit steigender Bedrohung, verändert sich diese Sprache. Sätze, scharf wie Messer, präzise Schilderungen unfassbarer Situationen und Momente. Mit grausamer, eindrücklicher Klarheit schildert Grete Weil Monikas, ihre innere Ohnmacht, die Angst der Ungewissheit und Hilflosigkeit. Die Emotionen und Gefühle kommen mit so viel Schmerz und Pathos daher, dass man selbst erschüttert zurückbleibt. Für mich persönlich ist dieser Roman von Grete Weil eines der wichtigsten Bücher, die ich bislang gelesen habe. Und er ist ein ganz bedeutsamer Beitrag zum Verständnis des Holocaust. Selten findet man so tiefe Einblicke und Emotionen in diese unfassbaren gesellschaftlichen und politischen Umbrüche. Das gut 40 Seiten umfassende Nachwort von Ingvild Richardsen ist dabei unglaublich hilfreich für die Einordnung des Romans in Weils Leben und die damalige Zeit, aber auch in ihre Werke und ihre Rolle als jüdische Autorin und Zeitzeugin im Nachkriegsdeutschland.

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