Der Mensch aus dem Restaurant Roman
25,50 €
inkl. gesetzl. MwSt.,
- Kostenlose Lieferung ab 30 € Einkaufswert
- Versandkostenfrei für Bonuscard-Kund*innen
Beschreibung
Produktdetails
Einband
Gebundene Ausgabe
Erscheinungsdatum
11.10.2022
Verlag
AB - Die Andere BibliothekSeitenzahl
312
Maße (L/B/H)
21,6/12,4/2,6 cm
Gewicht
438 g
Farbe
Koralle / Anthrazit
Auflage
1. Auflage
Übersetzt von
Georg Schwarz
Sprache
Deutsch
ISBN
978-3-8477-2053-9
Warnhinweis
nicht erforderlich.
Ein Kleinod aus der russischen Erzähltradition: der Kellner von der traurigen Gestalt – eine bleibende Figur der Literatur »zwischen den Revolutionen«.
»Ich bin nicht irgendwer, sondern Kellner in einem erstklassigen Restaurant!« – Der Lakai Skorochodow weiß um seinen Wert: In langen Arbeitsschichten serviert er den vornehmen Damen und begüterten Herren allerfeinste Speisen: Ob Kapaun à la Richelieu, Chaud-froid von Wild mit Trüffeln, Kaviar oder französische Birnen – die Moskauer Hautevolee schätzt die mondäne Speisekarte.
Skorochodow und seine Kollegen, Meister ihres Faches und die aufmerksamsten Diener des Gastgewerbes, verrichten ihren Dienst tadellos. Sie kennen die Wünsche der Restaurantgäste, ihre Arbeit verrichten sie in größter Diskretion – sosehr auch bisweilen die Wünsche vor allem der reichen Männer gegen jede gute Sitte verstoßen.
Ein Kellner ist ein Mensch, der nicht Aufhebens macht um seine Person, der nie spricht, wenn er nicht gefragt wird, und der den hohen Herren und Damen nicht zur Last fällt – den Geboten seines Berufs, dem Befehl, »der Geräuschlosigkeit halber Gummisohlen zu tragen «, folgt der fromme Skorochodow klaglos, das gebietet ihm nicht zuletzt der Glaube daran, dass ein jeder seinen Platz hat. Wenn er keinen schlechten Eindruck macht, bedenken ihn die Herrentische mit großzügigem Trinkgeld, mit dem er Sohn und Tochter auf die höheren Schulen schicken kann.
Als Skorochodow jedoch eines Tages von seinem Untermieter wegen einer Nichtigkeit bei der Polizei verleumdet wird, beginnt eine Verkettung der kleinen und großen Unglücke: Aufrührerischer Gesinnung verdächtig, wird sein Sohn erst der Schule verwiesen und schließlich eingekerkert – Skorochodow, der sich bisher in sein Schicksal fügte, beginnt einen Sinn für Ungerechtigkeit und Missstände zu entwickeln.
Geschult an Puschkin, Gogol und Dostojewski, hat Iwan Schmeljow nach der gescheiterten Revolution von 1905 das Urbild des anständigen Dieners entworfen, den Kellner von der traurigen Gestalt, den elenden Arbeiter, dessen Sittlichkeitsgefühl und Güte ihn über seine Herren erhebt. Von Maxim Gorki in höchsten Tönen gelobt, wurde Schmeljow mit Der Mensch aus dem Restaurant für die Kellner und Gasthoflakaien Russlands, aber auch für die entrechteten prekären Klassen zu einem von ihnen.
Vor dem Furor der Bolschewiki floh Schmeljow 1920 nach Paris – für seine ergreifend- schöne Prosa, für seinen menschlich-zugewandten Blick war in der Sowjetära kein Platz. Zu entdecken ist eine rührend-hoffnungsvolle, engagierte Literatur aus einer Zeit, da Sozialkritik im Begriff war, in Revolution umzuschlagen.
Kundinnen und Kunden meinen
Verfassen Sie die erste Bewertung zu diesem Artikel
Helfen Sie anderen Kund*innen durch Ihre Meinung
Kurze Frage zu unserer Seite
Vielen Dank für Ihr Feedback
Wir nutzen Ihr Feedback, um unsere Produktseiten zu verbessern. Bitte haben Sie Verständnis, dass wir Ihnen keine Rückmeldung geben können. Falls Sie Kontakt mit uns aufnehmen möchten, können Sie sich aber gerne an unseren Kund*innenservice wenden.
zum Kundenservice