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Was der Tag bringt Eine brillante Groteske über unsere postpandemische Gegenwart — Roman

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Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

26.04.2023

Verlag

Kiepenheuer & Witsch

Seitenzahl

304

Maße (L/B/H)

20,4/12,9/3,7 cm

Gewicht

423 g

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-462-00408-3

Warnhinweis

nicht erforderlich.

Beschreibung

Rezension

»Schalko schafft es jedoch grandios, Felix, der qua Vorname ein Glücklicher sein müsste, in seiner Perspektivlosigkeit zu beschreiben [...]. Keine leichte Sommerlektüre, aber ein Buch zum Abtauchen in die dunkle Gefühlswelt eines jungen Mannes, vielleicht sogar sinnbildlich für eine ganze Generation, um nach dem Auftauchen wieder die schönen Seiten der Welt genießen zu können.« ("Handelsblatt")
»Schalkos Bankrotteur ist eine faszinierende Gestalt, ein Musil’scher 'Mann ohne Eigenschaften' im digitalen Zeitalter, der sich in einen Roman von Franz Kafka verirrt hat. Brillant, kurzweilig, verblüffend.« ("News")
»Der Roman geizt nicht mit grotesken Szenen.« ("Wiener Zeitung")
»Das ist trotz einigen Humors ein zutiefst melancholisches Porträt unserer entfremdeten Gesellschaft – das treffend bemerkt, dass die meisten Probleme schon vor der Pandemie da gewesen sind.« ("Kulturnews")
»Dicht erzählt, humorvoll und entlarvend erzählt Schalko von einem, der sich selbst sucht, dabei jedoch immer mehr verliert.« ("Das Stadtmagazin für Cloppenburg & umzu")
»Mit aller Schonungslosigkeit erzählt Schalko von der fortwährenden Suche nach Halt und von der tiefen Einsamkeit in unserer gegenwärtigen Gesellschaft. Schalkos Roman ist dystopisch, desillusioniert [...] eine teils skurrile Odysee.« ("Aachener Zeitung")
»Mit 'Was der Tag bringt' hat David Schalko einen humorvollen, thematisch klug und szenisch reich gestalteten Gesellschaftsroman geschrieben, in dem es vor allem um Freiheit geht.« ("NDR Kultur")
David Schalko »ist [...] eine bestechende Analyse unserer Zeit gelungen« ("WDR Kultur")
»Sein oder nicht sein - das ist keine Frage mehr in einer Gesellschaft, in der es ums Vorankommen und Dauerfunktionieren geht. [...] Ein schönes, wenn auch zynisches Bild in einer Geschichte über einen, der sich allmählich auflöst« ("stern")
»David Schalko hat mit 'Was der Tag bringt' einen schonungslosen und humorvollen Gesellschaftsroman geschrieben, der thematisch klug und szenisch reich gestaltet von der Sehnsucht nach zwischenmenschlicher Berührung erzählt« ("WDR 1")

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

26.04.2023

Verlag

Kiepenheuer & Witsch

Seitenzahl

304

Maße (L/B/H)

20,4/12,9/3,7 cm

Gewicht

423 g

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-462-00408-3

Herstelleradresse

Kiepenheuer & Witsch GmbH
Bahnhofsvorplatz 1
50667 Köln
DE

Email: produktsicherheit@kiwi-verlag.de

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  • Bewertung

    4/5

    27.06.2023

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Sinn und Suche

    David Schalko spielt das Leben eines Mannes durch, der alles verliert: Job, Perspektive und Privatleben. Die guten Beobachtungen bricht er mit zum Teil sehr absurden Szenen. Da der Autor auch als Theaterregisseur arbeitet, könnte man den Roman als Arbeitsversuch für die Bühne lesen. Aber egal wie: es gibt für die Leser:innen viel zum Nachdenken und eventuell auch zu diskutieren.

  • Hornita

    aus Augsburg

    4/5

    27.04.2023

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Durchwachsen; Für mich war es…

    Durchwachsen; Für mich war es das erste Buch dieses Autors und der Klappentext hat mich neugierig gemacht. Der Schreibstil ist angenehm und nicht zu beanstanden. Nicht nur die Hauptfigur Felix hat Probleme einen Platz im Leben zu (wieder zu) finden und mit Langeweile, Daseinsberechtigung, identitätsstiftenden Tätigkeiten für sich einen Sinn zu finden. Allerdings war mir Felix aufgrund seiner Passivität unsympathisch, da er keinerlei Eigeninitiative oder Antrieb entwickelt. Es geht ihm vergleichsweise gut, aber er kommt nur auf passive Lösungen für seine Probleme. Er kommt gar nicht auf die Idee, irgendetwas zu arbeiten, um seine Eigentumswohnung nicht vermieten zu müssen. Die erste Hälfte des Buches war trotzdem interessant, dann aber wurde es mir zu metaphorisch und abgedreht. Vieles blieb unklar und es gibt wenig Lösungen für die Figuren und ihre Probleme, obwohl mir ad hoc ein ganzer Strauß an Möglichkeiten einfallen würde. Die erste Hälfte bekommt von mir vier Sterne, die zweite drei; und bei einer Entscheidung für volle Sterne habe ich aufgerundet, da ich die Idee und das Thema sehr interessant fand.

  • Hornita

    aus Augsburg

    4/5

    27.04.2023

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Durchwachsen

    Für mich war es das erste Buch dieses Autors und der Klappentext hat mich neugierig gemacht. Der Schreibstil ist angenehm und nicht zu beanstanden. Nicht nur die Hauptfigur Felix hat Probleme einen Platz im Leben zu (wieder zu) finden und mit Langeweile, Daseinsberechtigung, identitätsstiftenden Tätigkeiten für sich einen Sinn zu finden. Allerdings war mir Felix aufgrund seiner Passivität unsympathisch, da er keinerlei Eigeninitiative oder Antrieb entwickelt. Es geht ihm vergleichsweise gut, aber er kommt nur auf passive Lösungen für seine Probleme. Er kommt gar nicht auf die Idee, irgendetwas zu arbeiten, um seine Eigentumswohnung nicht vermieten zu müssen. Die erste Hälfte des Buches war trotzdem interessant, dann aber wurde es mir zu metaphorisch und abgedreht. Vieles blieb unklar und es gibt wenig Lösungen für die Figuren und ihre Probleme, obwohl mir ad hoc ein ganzer Strauß an Möglichkeiten einfallen würde. Die erste Hälfte bekommt von mir vier Sterne, die zweite drei; und bei einer Entscheidung für volle Sterne habe ich aufgerundet, da ich die Idee und das Thema sehr interessant fand.

  • gaia

    3/5

    10.05.2023

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Was der Roman bringt? Keine Ahnung.

    Felix ist schon vielen berufliche Ideen in seinem Ende 30jährigem Leben nachgejagt. Auch seine letzte Unternehmung, „Wastefood“ ein kulinarisches Experiment mit entsorgten Lebensmitteln, entwickelt sich nicht so, wie er sich das noch vor der Corona-Pandemie überlegt hatte. Wie viele kleine Unternehmen geht auch dieses den Bach hinunter und Felix sieht sich als einzigen Besitz auf die schicke, geerbte Altbauwohnung der Großeltern in Berlin zurückgeworfen. Um weiterhin finanziell über die Runden zu kommen, entscheidet er sich dazu, ab sofort einmal im Monat für acht Tage seine Wohnung an Touristen zu vermieten. In diesen Tagen muss er andernorts unterkommen und erlebt hierdurch die ein oder andere Wendung, grundsätzlich geht es aber tendenziell bergab mit ihm. Der Plot dieses Romans hat zwei Gedanken bei mir ausgelöst: Zum einen fühlte ich mich zunehmend an Knut Hamsuns „Hunger“ erinnert, ein Nobelpreis-Klassiker, in welchem ein Mann Ende des 19. Jahrhunderts in Oslo umherirrt, versucht zu Geld und Essen zu kommen, es aber immer wieder durch eigene Animositäten verspielt und während er immer weiter in den Strudel von Armut und Hunger gerät, im wilden Galopp auf den Wahnsinn zurennt. Man könnte jetzt denken: Oh, ein Vergleich mit einem Klassiker, dann scheint „Was der Tag bringt“ ja großartig zu sein. Nein, denn hier kommt Zweitens: Ich habe schon „Hunger“ nicht sonderlich gemocht, und so ist es auch mit dem vorliegenden Roman. Die Grundprämisse scheint dieselbe. Ein Mensch, der es eigentlich nicht so ganz nötig hat, kämpft gefühlt überdramatisch ums Überleben in der Großstadt. Ein Plot, der mich zu Beginn noch mitnehmen konnte, hat mich im Verlauf immer mehr verloren. Spätestens wenn Felix nach einigem Auf und Ab – zwischenzeitlich kommt er unverhofft zu unendlichem Reichtum – sich einen High End Outdoor Schlafsack kauft, nur um sich dann bei den obdachlosen Menschen unter einer Fußgängerunterführung einzuquartieren, ist das Maß voll. Zwischendurch, oder eigentlich fast immer, wird wild rumphilosophiert, merkwürdige Metaphern überstrapaziert und leider wenig Ironie an den Tag gelegt. Diese Ironie bzw. etwas mehr Humor wären nötig gewesen, um diese Groteske interessant zu machen. Hier wird der Sinn gesucht und nicht viel gefunden. So verliert sich die Geschichte in anstrengenden Überlegungen, die aber nicht sonderlich anspruchsvoll sind, sondern nur etwas affektiert so wirken, wie hier aus Seite 219: „Er blies den Rauch in Richtung der unscharfen Verläufe des Wasser. Stundenlang hatte er zugesehen, wie es die Scheiben mit einem Netz aus Rinnsalen überzog. Hatte den Rauch beobachtet, der von der Scheibe abgewiesen wurde. Ohne dass es etwas erzählte. Ohne Sinn. Eine leere Wiederholung, die Realität wurde, weil er sie ohne Unterlass exerzierte. Ohne Grund. Außer der Schönheit. Der nutzlosen Schönheit. Die wuchs, je länger er die Geste wiederholte. Die ihn immer weiter wegtrug von sich selbst. Nur noch Betrachter sein. War das der Sinn? Zeuge einer nutzlosen Schöpfung zu werden? Endlich die Schönheit des Nutzlosen genießen. Sich aus der Sklaverei des Zwecks befreien? Der Zweck, der Sinn simulierte. Ein Manöver, das vom Unwesentlichen ablenkte. Das die Magie verbot. Weil sie die Aufmerksamkeit von der Fremdbestimmung befreite.“ Spätestens an dieser Stelle, verließ mich die Lust auf das Buch. Es ist zwar grundsätzlich solide geschrieben, hat auch an der ein oder anderen Stelle eine kreative Idee, was alles Felix zustoßen könnte – nein falsch, das ist zu passiv, besser: in welche Situationen sich Felix hineinbugsiert, wird sogar mal ein wenig zärtlich, wenn es um die Beziehung zwischen Felix und seinem Vater geht, insgesamt fehlt mir aber eine Aussage. Wie kann ich einen Roman ernst nehmen (denn humoristisch scheint er ja nicht angelegt zu sein), in dem ein Mann vor sich hin leidet, während er , die geneigten Leser:innen wissen es nach wenigen Seiten, einfach nur seine schicke Berliner Altbauwohnung verkaufen müsste, um wieder aus den roten Zahlen zu kommen. Etwas, was er sowieso tun müsste, wenn er Hartz IV – ähm Pardon – Bürgergeld beantragen würde. Doch er schlägt objektiv nie auf dem harten Boden der Realität auf, sondern immer nur subjektiv und wird dabei immer verrückter. Was der Tag bringt? Was der Roman bringt? Ich weiß es wirklich nicht. Er hält als Momentaufnahmen durchaus das ein oder andere post-pandemische Szenario der mitteleuropäischen Mittelschicht fest, mehr aber auch nicht. 2,5/5 Sterne

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