Produktbild: 'Ich habe Wut und Hass besiegt'

'Ich habe Wut und Hass besiegt' Was mich Auschwitz über den Wert der Liebe gelehrt hat

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Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB

Kopierschutz

Nein

Family Sharing

Ja

Text-to-Speech

Ja

Erscheinungsdatum

18.01.2023

Verlag

Penguin Random House

Seitenzahl

288 (Printausgabe)

Dateigröße

8194 KB

Sprache

Deutsch

EAN

9783641301149

Beschreibung

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Format

ePUB

eBooks im ePUB-Format erlauben eine dynamische Anpassung des Inhalts an die jeweilige Display-Größe des Lesegeräts. Das Format eignet sich daher besonders für das Lesen auf mobilen Geräten, wie z.B. Ihrem tolino, Tablets oder Smartphones.

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Erscheinungsdatum

18.01.2023

Verlag

Penguin Random House

Seitenzahl

288 (Printausgabe)

Dateigröße

8194 KB

Sprache

Deutsch

EAN

9783641301149

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  • Bewertung

    5/5

    09.06.2023

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Das notwendigste Buch 2023

    "Ich habe Wut und Hass besiegt" sagt alles. Die starke Rachel Hanan wurde so behutsam von Autor Thilo Komma-Pöllath zum Erzählen über ihr Leben bewegt, ein Geschenk an uns, was unbedingt gelesen und geteilt gehört. Als Leserin war für mich, mit 50 Jahren, die Motivation ausschlaggebend, mich jenseits des kollektiven Gedächtnisses über den Holocaust, individuell zu konfrontieren und einzulassen. Einzutauchen in das traumatisch Erlebte der damals jugendlichen Rachel Hanan und ihr weiteres zum Glück langes Leben. Die (hoffentlich auch heute noch obligatorischen) Bücher, wie "Das Tagebuch der Anne Frank", "Als Hitler das rosa Kaninchen stahl" und Niedergeschriebenes von Janusz Korczak, beeinflussten mein Leben als Jugendliche. Das jetzt beschriebene Buch hat es heute nach (zu) langer Zeit wieder geschafft. Das Gefühl von damals ist da, als hätte ich die Bücher als 12-15Jährige erst gestern zu Ende gelesen. Ich tauchte ein aber meine Seele wusste, dass sie nur den Platz am Beckenrand aushalten kann. Ich fühle Demut, Entsetzen und Scham, ähnlich wie damals. Heute weiß ich zwar mehr über den Umfang des Holocaust, war in Yad Vashem, schweigend an Orten der Erinnerung und an Orten der Shoah. Trotzdem werde ich zu selten laut, wenn Unrecht passiert. Thilo Komma-Pöllath ist es in der Struktur des Buches so gut gelungen, die ins Mark gehenden Berichte der Zeitzeugin Rachel Hanan auf eine Art zu komponieren, dass meine Reflexion ein Teil der Lektüre wurde. Es gibt eben kein Ausweichen, keinen Beckenrand beim Eintauchen in dieses über 90jährige Leben. Es ist notwendig, davon zu wissen. Danke Frau Hanan.

  • Bewertung

    aus Attenhofen

    5/5

    04.06.2023

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Hass darf nicht das letzte Wort haben

    An ihrem fünfzehnten Geburtstag steigt Rachel Hanan zusammen mit ihrer großen Familie aus einem Viehwaggon aus. Ausschwitz. An diesem Tag sieht sie ihre Eltern und zwei jüngsten Brüder zum letzten Mal. Rachel wird 1929 in Rumänien geboren. Zusammen mit ihren vielen Geschwistern, verlebt sie eine glückliche Kindheit. Als 1940 Nordrumänien teil von Ungarn wird, verändert sich langsam die Stimmung in dem beschaulichen Dorf ihrer Kindheit. Schleichend setzt die Verfolgung der jüdischen Bevölkerung ein. Rachel bekommt nicht viel von den großen Sorgen ihrer Eltern mit; ihr Vater ist geistlicher Vater der anderen Juden der Umgebung, und die Verantwortung für all diese Menschen lastet schwer auf ihm. April 1944 müssen alle jüdischen Bewohner ihre Heimat verlassen. Eine endlos lange Zugfahrt bringt sie nach Ausschwitz. Am Eingang wird selektiert, Rachel und ihre Schwestern dürfen leben, ihre Eltern und Brüder nicht. Nach einem Jahr in vier verschiedenen Anstalten erfolgt die Befreiung. Doch von der äußerlichen Freiheit zur inneren Freiheit ist es ein weiter Weg. Die Schrecken dieses einen Jahres lassen Rachel nie mehr los. Bis ins Alter leidet sie unter Albträumen und Ängsten. Doch ihr wird bewusst, von Hass darf sie sich nicht beherrschen lassen. „Ich hasse nicht, weil ich verstanden habe, dass Rache und Hass niemals satt machen. Hass ist wie ein gefräßiges Ungeheuer, er hat immer Hunger, das macht ihn so gefährlich und omnipräsent in der Welt.“ Dieses wichtige Buch ist sehr gut geschrieben. Es ist stellenweise erschütternd, dann wieder berührend, und immer regen Rachels weise Worte zum Nachdenken an. In der ersten Hälfte des Buchs geht es zunächst um Rachels Kindheit und Jugend, danach beschreibt sie das Unbeschreibliche. Gleichzeitig reflektiert sie das Erlebte. Was geschieht beispielsweise mit dem Geruchssinn im Elend des KZs? Warum kann sie nicht sagen, dass sie bei der Befreiung glücklich war? Wie kann man nach einem schweren Schicksalsschlag wieder glücklich und zufrieden leben? In der zweiten Hälfte erzählt Rachel von ihrem Neuanfang in Israel und ihrer langjährigen Arbeit als Sozialarbeiterin. Dabei gibt sie auf gute Weise Einblick in die Situation der Überlebenden, die sich in Israel eine neue Heimat aufgebaut haben. Fazit: Dieses beeindruckende Buch schildet die Gefühle und Gedanken einer Frau, das als junges Mädchen aus ihrer Jugend herausgerissen und in ein Vernichtungslager gesteckt wird. Sehr empfehlenswert und eine wichtige Lektüre!

  • Bewertung

    5/5

    05.02.2023

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Prädikat: Besonders wertvoll!

    Dieses Buch ist ein großes Werk. Rachel Hanan ist eine der letzten noch lebenden Holocaust-Zeitzeuginnen und die von Thilo Komma-Pöllath sehr behutsam und sorgfältig aufgeschriebene Lebensgeschichte ist in zwei Teile gegliedert. Der erste Teil handelt von der unbeschwerten Kindheit in Rumänien und der sich plötzlich und erschreckend verdunkelnden Welt einer arglosen Heranwachsenden, die verschleppt wird und an ihrem 15. Geburtstag in Auschwitz ankommt, wo sie mit ihren Schwestern Unfassbares erleiden und erleben muss. Im zweiten Teil, der die Zeit nach der Befreiung beschreibt, ordnet Rachel Hanan das Erlebte ein, lässt die Leser teilhaben an der bewegten Familiengeschichte im gerade gegründeten Israel, ihrem vielfältigen Wirken als Sozialarbeiterin, ihrem großen Engagement für das Erinnern, ihren klugen Gedanken und offenen Fragen. Man erfährt viel über den jüdischen Glauben und das Leben in einem Land, das ständig Bedrohungen ausgesetzt ist. Das Buch ergänzt mein Bild über die Judenverfolgung kraftvoll und erinnert mich an "Zwei Leben in Deutschland" von Hans Rosenthal. Es war das erste Buch zum Holocaust, das ich Anfang der achtziger Jahre im Alter von 12 las – und beide Bücher verbindet, dass sie einen gleichermaßen fassungslos machen, wie beeindrucken. Fassungslos über die Grausamkeiten und die nicht zu begreifende Unmenschlichkeit der Täter und beeindrucken angesichts des unglaublichen Überlebenswillens sowie der standhaften Vorwärtsgewandtheit der Opfer. Eine überraschende Facette bietet das Buch am Ende, wenn der Autor seinen Besuch in Oświęcim (damals Auschwitz) im Rahmen der Arbeit an diesem Buch sehr atmosphärisch beschreibt. Es sind die Tage rund um den Überfall der russischen Armee auf die Ukraine und man greift unweigerlich zum Smartphone, um auf Google Maps die beschriebenen Distanzen nachvollziehen zu können. Beim Schreiben dieser Rezension höre ich in den Nachrichten, dass Sally Perel, der "Hitlerjunge Salomon" im Alter von 97 Jahren gestorben ist. Ein weiterer Zeitzeuge, dessen Stimme nun verstummt ist.

  • Jennifer Rouget

    5/5

    30.01.2023

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    sehr lesenswert!

    Ich finde es sehr wichtig die Geschehnisse der Vergangenheit immer wieder ins Gedächtnis des Zeitgeschehens zu rufen. Aus diesem Grunde lese ich regelmäßig Zeitzeugenberichte oder Ähnliches. Es ist wichtig zu verstehen, dass sich Geschichte regelmäßig wiederholt. Es liegt an uns dem entgegenzuwirken und gleichzeitig das Leid der Opfer nicht zu vergessen. 
 Rachel Hanan berichtet von ihrem Jahr in Ausschwitz und anderen Arbeitslagern. Von der tiefsitzenden Angst, vom Verlust. Darüber hinaus endet ihre Biographie nicht mit dem Kriegsende, sondern man erfährt, wie sehr sie und ihre Familie das Erlebte geprägt hat. Sie ist eine unglaublich starke und inspirierende Frau. Das beeindruckenste für mich ist, dass all diese Zeitzeugen eins gemein zu haben scheinen: sie überfinden Wut und Hass. In all den Büchern lese ich vermehrt, dass sie nicht vergeben oder vergessen, doch dass sie an einen Punkt kamen, an dem Hass sie nicht voran bringt. Auch Rachel hat für sich gemerkt, dass Hass immer nur mehr Hass hervorruft. Dass sie am besten zeigen kann, dass sie überlebt hat indem sie ein glückliches Leben führt. Aber auch durch ihre Kinder, durch ihr soziales Engagement und durch ihr langes Leben. Ich bin sehr froh dieses Buch gelesen zu haben. Einmal mehr zeigt es mir, wie stark der Mensch sein kann und was es auch nach dem Überleben alles zu bewältigen gilt. Ihr merkt, ich kann euch das Buch wirklich nur empfehlen!

  • Isa.Literature.Love

    aus Hamburg

    5/5

    29.01.2023

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Bewegender, sehr gut geschriebener und informativer Zeitzeuginnen-Bericht & Autobiografie

    Warst Du bei der Befreiung glücklich? — »Ich kann verstehen, dass die Menschen das wissen möchten, aber sie müssen dann auch mit der Antwort leben können, die ich ihnen gegeben habe und die, die meisten schockiert hat. Zum Glücklichsein war einfach zu wenig von mir übrig geblieben.« (S.148) Rachel Hanan ist 1929 in Rumänien geboren und mit ihren Eltern und 8 Geschwistern aufgewachsen. Als sie mit 15 Jahren in das Vernichtungslager Auschwitz deportiert wird, hat sie keine Gelegenheit mehr, sich von ihren Eltern Ethel und Fivish und ihren beiden jüngsten Brüdern Zvi und Yehuda zu verabschieden. Wie durch ein Wunder überleben sie und ihre drei Schwestern gemeinsam das Konzentrationslager, das Bombardement ihres Gefangenentransports und den Todesmarsch. 1947 emigriert sie ins heutige Israel (damalige Palästina) und baut sich eine neue Existenz auf. Über das Überleben der Shoah sowie ihren Lebensweg berichtet die heute 93-Jährige in ihrer Autobiografie »Ich habe Wut und Hass besiegt — Was mich Auschwitz über den Wert der Liebe gelehrt hat« (2023) mit dem Journalisten Thilo Komma-Pöllath. In ihrem Buch schreibt sie u.a. über das Refeeding-Syndrom, die Zeit nach der Befreiung, die Auswanderung, ihre familiären Verhältnisse - gerade auch nach dem gemeinsamen Überleben der 4 Schwestern -, ihre Arbeit als Sozialarbeiterin in Haifa und Managerin einer Wohlfahrtsorganisation sowie das Leben in Israel. Auch dieser Zeitzeuginnenbericht hat mich sehr bewegt und ich kann JEDER PERSON nur sehr empfehlen sich damit auseinander zu setzen und solche wichtige Berichte, Erinnerungen und Biografien zu lesen. »Der mit Abstand wichtigste Glaube, das habe ich in Auschwitz gelernt, ist der Glaube an sich selbst, komme was mag. Wer diesen Glauben nicht aufbringen kann, der sollte an sich arbeiten, der muss ihn lernen, denn ohne ihn geht es nie. Ohne ihn lassen sich die Hürden des Lebens nun mal nicht nehmen.« (S.241)

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