GOOD MORNING AMERICA BOOK CLUB PICK! • Ray McMillian is a Black classical musician on the rise—undeterred by the pressure and prejudice of the classical music world—when a shocking theft sends him on a desperate quest to recover his great-great-grandfather’s heirloom violin on the eve of the most prestigious musical competition in the world.
“I loved The Violin Conspiracy for exactly the same reasons I loved The Queen’s Gambit: a surprising, beautifully rendered underdog hero I cared about deeply and a fascinating, cutthroat world I knew nothing about—in this case, classical music.” —Chris Bohjalian, #1 New York Times bestselling author of The Flight Attendant and Hour of the Witch
Growing up Black in rural North Carolina, Ray McMillian’s life is already mapped out. But Ray has a gift and a dream—he’s determined to become a world-class professional violinist, and nothing will stand in his way. Not his mother, who wants him to stop making such a racket; not the fact that he can’t afford a violin suitable to his talents; not even the racism inherent in the world of classical music.
When he discovers that his beat-up, family fiddle is actually a priceless Stradivarius, all his dreams suddenly seem within reach, and together, Ray and his violin take the world by storm. But on the eve of the renowned and cutthroat Tchaikovsky Competition—the Olympics of classical music—the violin is stolen, a ransom note for five million dollars left in its place. Without it, Ray feels like he's lost a piece of himself. As the competition approaches, Ray must not only reclaim his precious violin, but prove to himself—and the world—that no matter the outcome, there has always been a truly great musician within him.
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spannend, mitreissend, ungewöhnlich
Bewertung aus Oberursel am 28.11.2023
Bewertungsnummer: 2077663
Bewertet: Buch (Taschenbuch)
Auf dieses Buch bin ich durch Instagram aufmerksam geworden, und tatsächlich hat das mich nur deshalb angesprochen, weil ich selbst Geige spiele. Ich fand dann auch die Idee irgendwie sehr cool, dass ein junger schwarzer musikalischer Underdog aus North Carolina eines Tages feststellt, dass die Geige, auf der er spielt, das Familienerbstück, eine Stradivari ist. Also, ich war neugierig und hab das Buch bestellt.
Zu dem Buch gibt es bei Spotify übrigens auch eine Playlist (tatsächlich nicht vom Verlag aus, da hat sich ein Fan die Mühe gemacht, diese Playlist zu erstellen), und wer klassische Musik liebt, muss die Playlist anhören – sie ist wunderschön. Ich glaub, bis ich angefangen habe zu lesen, habe ich die Musik schon rauf und runter gehört .
Aber hey, es geht schließlich um Musik. Musik ist für Ray McMillan, unseren Helden, die Luft zum Atmen. Er wächst in einer armen Gegend auf, seine Familie ist leicht bis mittelschwer dysfunktional, und eigentlich ist es nur seine Oma, und später eine seiner Tanten, die Ray so etwas wie familiäre Nähe bedeuten. Seine Mutter versteht ihn nicht, und kann mit Rays Musikalität nichts anfangen. Ray übt auf einer Leihgeige seiner Schule, und kann sich keinen Privatunterricht leisten. Und trotzdem: Ray hat Talent und Ehrgeiz, und macht somit auf sich aufmerksam. Eines Tages schenkt ihm seine Großmutter die alte Geige, auf der schon Rays Ur-Ur-Opa spielte – ein Sklave auf einer Baumwollfarm, der mit seinem Spiel einst sein Leben rettete. Für Ray hat diese Geige eine ganz besondere emotionale Bedeutung, sie ist seine Verbindung zu seiner Großmutter und seinen Vorfahren.
Ein paar Jahre später im College stellt er fest, dass besagtes Familienerbstück eine Stradivari ist – und das soll sein Leben komplett auf den Kopf stellen. Eine 10-Millionen-Geige bei Ray? Die Verwandtschaft dreht durch und will ein Stück vom Kuchen abhaben. Und plötzlich sind auch ganz andere Leute auf dem Plan: tatsächlich stellen die Nachkommen der Sklavenhalter ebenfalls Besitzansprüche. Und dann wird die Geige plötzlich gestohlen – gerade als Ray sich auf den wichtigsten Wettbewerb in seinem Leben vorbereitet…..
Der Roman wird auf zwei Zeitebenen erzählt: auf der einen Zeitschienen sind wir ihm hier und jetzt, wo der erwachsene Ray sich auf die Tchaikowski Competition vorbereitet und seine Geige gestohlen wird, und in einer zweiten Ebene rillen wir die Lebensgeschichte von Ray und seiner Geige auf. Die beiden Zeitschienen treffen sich zum Ende hin natürlich, und die Geschichte ist komplett aufgerollt, aber bis dahin fiebern wir mit Ray durch sein Leben.
Ich habe die Geschichte echt geliebt. Das war mal was komplett anderes. Super spannend geschrieben, man konnte durch die Seiten fliegen. Wobei ich sagen muss, der Roman ist natürlich irgendwo special interest. Wenn man mit Klassischer Musik und speziell mit dem Instrument Geige nichts anfangen kann, dann ist man hier leicht fehl am Platz. Der Autor ist selbst Musiker, und kann daher super authentisch aus dieser Szene erzählen, aber wie gesagt, man muss ein bissel Interesse schon mitbringen, sonst kann es hier zäh werden.
Was ich nicht gar nicht erwähnt habe, was mir aber beim Lesen zwischendurch immer wieder das Herz zerrissen hat: dieser Roman dreht sich auch um Rassismus. Den ganz alltäglichen Rassismus, dem Schwarze permanent ausgesetzt sind. Ray ist schwarz, er hat keine guten Startbedingungen, und als schwarzer Musiker wird er oft nicht ernst genommen. Im Nachwort berichtet der Autor, das ihm selbst diese Dinge auch ständig widerfahren sind, und da musste ich echt öfters mal schlucken.
Vor allem der Part, wenn es um die Provenienz der Geige ging und sich die Nachfahren der Sklavenhalter ins Spiel gebracht haben, war ich echt geschockt. Die Sklaverei in Amerika ist noch gar nicht so lange her, es sind nur einige wenige Generationen seither vergangen (Rays Ururopa wurde noch in der Sklaverei geboren), und die Traumata sind noch sehr lebendig.
Ich war gefesselt und begeistert, und vergebe volle Punktzahl! Sehr coole Story.
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