Freie und demokratische Gesellschaften können unter bestimmten Bedingungen rasch unfrei und totalitär werden. Wir sind Zeitzeugen eines solchen Wandels. Fast alle westlichen Regierungen konnten in nur wenigen Monaten beinahe ohne Widerstand durchsetzen, dass Freiheit und Persönlichkeitsrechte, Datenschutz und Selbstbestimmung außer Kraft gesetzt wurden. All das schien zuvor undenkbar. Es geschah scheinbar zum Wohle der Menschheit. Doch sind Restriktionen wirklich gerechtfertigt, oder dienen sie vielmehr den Eliten dazu, ihre Idee einer "besseren" Welt durchzusetzen? Die Autorin liefert dazu aus ihrem Insiderwissen als Journalistin hochbrisante Fakten und neue Erkenntnisse. Die Mechanismen, wie aus einer freien und offenen Gesellschaft eine unfreie und geschlossene werden kann, sind nicht neu. Diese Muster finden sich in der Geschichte immer wieder. Schon der griechische Philosoph Platon entwarf in seiner berühmten Schrift "Der Staat" eine derartige Gesellschaft. Ende des 19. Jahrhunderts führte der Nationalismus, der in anderen Nationen Feinde erblickte, in die Katastrophe des Ersten Weltkriegs. Der Kommunismus und die Spielarten des Faschismus etablierten totalitäre Systeme, die in Unterdrückung und Kriege mündeten.
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5.0/5.0
Bewertung
aus Wien
5/5
16.05.2022
Buch (Gebundene Ausgabe)
Sehr empfehlenswert
Ein Buch, das jeder lesen sollte, der sich grundlegende Fragen in den letzten Jahren gestellt hat und dem man vor Jahrzehnten in der Schule noch das Denken beigebracht hat. Gudula Walterskirchen hat ein tiefes historisches Wissen, kann die Zusammenhänge noch sehen und besitzt die Fähigkeit die Zeichen der Zeit zu deuten. Vor allem ist sie mutig und entschlossen. Danke dafür!
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