Produktbild: Vielleicht Esther
Band 4826
Artikelbild von Vielleicht Esther
Katja Petrowskaja

1. Vielleicht Esther

Vielleicht Esther Ungekürzte Lesung mit Meike Rötzer (1 mp3-CD)

Aus der Reihe suhrkamp pocket
Gesprochen von
9

24,99 €

inkl. gesetzl. MwSt., zzgl. Versandkosten


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Beschreibung

Produktdetails

Gesprochen von

Meike Rötzer

Spieldauer

7 Stunden und 7 Minuten

Erscheinungsdatum

19.10.2022

Hörtyp

Lesung

Medium

Audio

Verlag

Der Audio Verlag

Sprache

Deutsch

EAN

9783742426352

Beschreibung

Produktdetails

Gesprochen von

Meike Rötzer

Spieldauer

7 Stunden und 7 Minuten

Erscheinungsdatum

19.10.2022

Hörtyp

Lesung

Medium

Audio

Verlag

Der Audio Verlag

Sprache

Deutsch

EAN

9783742426352

Herstelleradresse

Der Audio Verlag GmbH
Hardenbergstr. 9a
10623 Berlin
Deutschland
Email: info@der-audio-verlag.de
Url: www.der-audio-verlag.de
Telephone: +49 30 31998280
Fax: +49 30 319982811

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  • LiteraTüren

    5/5

    01.01.2024

    Hörbuch (CD)

    Wiederholende Vergangenheit

    Katja Petrowskaja: Vielleicht Esther Flucht, Krieg, Massenmord aber auch die Berufung, Kindern mit Beeinträchtigungen zu helfen. Katja Petrowskaja erzählt in „Vielleicht Esther“ eine alte, moderne Familiengeschichte. Vorgetragen von Meike Rötzer. Wiederholende Vergangenheit Befinden wir uns in einem Zeit-Hamsterrad? Muss die Menschheit ihre Fehler beständig wiederholen? An diesen Fragen kommt man nicht vorbei, wenn man „Vielleicht Esther“ von Katja Petrowskaja gehört (oder gelesen) hat. Nicht, dass diese Botschaft Inhalt des Hörbuches ist, mitnichten. Katja Petrowskaja fahndet in sechs Kapitel und mehr als 70 Geschichten nach den Spuren, den Wurzeln ihrer Familie. Das Hörbuch wird von Meike Rötzer vorgetragen. Bei mehr als 70 beinahe episodenhaften Geschichten liegt ein Bild nahe: Puzzle. Von Berlin nach Europa Es ist nicht nur eine Zeitreise, auf die uns Petrowskaja mitnimmt. Es geht auch durch halb Europa. Kiew, immer wieder Kiew, aber auch Mauthausen, Wien, Warschau, Polen, Russland, Österreich, Ukraine und Deutschland. Diese Aufzählung lässt auf die Themen schließen: Na klar, es geht um Flucht, um Krieg; und diese Themen beschäftigen uns auch heute prägnant und nachhaltig. Hinzu kommt bei „Vielleicht Esther“ Massenmord und Diskriminierung. Ganz überraschend aber auch die ungewöhnliche Berufung, die fest in der Familie verankert scheint, Kindern mit Beeinträchtigungen ein Zuhause zu bieten. Nominierung Man muss nicht lange nach den Gründen fahnden, die dieses Hörbuch auf die Shortliste des Deutschen Hörbuchpreises 2023 brachten. Es ist eine alte Geschichte, eine alte Familiengeschichte, die von der Zeit wiederholt, modernisiert wird und wie gerne hätten wir es als Vergangenheit gesehen. Es ist eine fast episodenhafte Geschichte, die eine Weite und Tiefe von Gefühlen erreicht, und dazu von einer wunderbaren Meike Rötzer vorgetragen wird, die Emotionen für sich selbst sprechen lässt. Katja Petrowskaja: Vielleicht Esther Gesprochen von Maike Rötzer Der Audio Verlag 2023

  • beagline

    5/5

    19.01.2023

    Hörbuch (CD)

    Ergreifende osteuropäisch-jüdische Familiengeschichte

    Frau Petrowskaja erzählt hier von ihren Bemühungen und Ergebnissen, etwas Licht in ihre verworrene Familiengeschichte im letzten Jahrhundert zu bringen. Ich reise mit ihr zu verschiedenen Orten, wo Teile ihrer Familie gelebt haben ( sollen ) , zb Kiew, Warschau, Mauthausen und Wien und erfahre so immer ein wenig mehr von den furchtbaren, traumatischen aber manchmal auch einfach informativen Erlebnissen ihrer Vorfahren. Wie bei einem Puzzle arbeiten wir uns immer weiter. Es ist für mich zum Teil schwer verstörend, aber gleichzeitig auch wichtig gewesen, zuhören zu dürfen, wo ich doch definitiv zur Kriegsenkel-Generation gehöre und mich damit immer noch mitschuldig fühle. Für mich ist das Hörbuch in diesem Fall eindeutig die bessere Wahl gewesen. Das Buch hätte ich vermutlich zur Seite gelegt. So aber konnte ich der äußerst angenehmen Stimme von Frau Rötzer folgen, wie sie die osteuropäischen und auch jiddischen Namen der Personen, Straßen usw. aussprach, was ich absolut liebe. Ich bin sicher, dass mir die Geschichte durch das Hörbuch viel intensiver nähergebracht wurde, als wenn ich es selbst gelesen hätte. Ich habe mit Tränen in den Augen zugehört, sprachlos, kopfschüttelnd und bin dankbar, dass Frau Petrowskaja ihre Familienrecherche mit mir geteilt hat, denn so werden ihre Vorfahren, stellvertretend für alle anderen, nicht anonym bleiben und vergessen, sondern im Gedenken in Erinnerung bleiben.

  • Bewertung

    5/5

    01.04.2022

    Buch (Taschenbuch)

    Vielleicht Esther

    Das Thema ist höchst interessant, zurzeit leider auch sehr aktuell. Sprachlich ist das Buch ausgezeichnet geschrieben, durch die kurzen Kapitel ist es auch relativ leicht lesbar. Für Geschichtsinteressierte ist es sehr empfehlenswert.

  • Miri

    5/5

    17.11.2018

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    "...dieser Krieg (ist) dein Ursprung..., deine Geschichte, deine Antike (...)." (321)

    Ich-Erzählerin Katja, begibt sich auf die Suche nach ihren Verwanden/ihrem Stammbaum. Viele Fragen bleiben jedoch unbeantwortet, da der Großteil der Familie schweigt, verschollen bleibt oder nicht mehr am Leben ist. Ihr bleibt nichts anderes übrig als in Archiven und an Gedenkstätten ihren Drang nach „(Ge-)Wissen“ zu befriedigen/zu stillen. Als sie die Orte betritt, wo unzählige Menschen ermordet wurden, plagt sie der Gedanke der Kontaminierung/Überschreibung und Selektion. Sowie ihre fast blinde Oma manchmal das Blatt beim Niederschreiben ihrer Memoiren nicht gewechselt hatte und einfach das Vorige mit Neuem überschrieben hatte, so findet sie auch diese Orte vor (Bahnhof Berlin, Babij Jar - Kiew, Mauthausen, St.Johann und viele andere). „Bleibt ein Ort derselbe Ort, wenn man an diesem Ort mordet, (…), später zehn Mahnmale errichtet, der eigenen Opfer einmal pro Jahr gedenkt oder meint, man habe damit nichts zu tun?“ (224). „Zehn Denkmäler, aber keine gemeinsame Erinnerung, sogar im Gedenken setzt die Selektion sich fort. Was mir fehlt, ist das Wort Mensch.“ (234). Sie realisiert, dass ohne Krieg, auch sie keine Geschichte hätte. Toll geschrieben. Man spürt die Verzweiflung beim Lesen. Viele Stellen bringen einen zum Nachdenken und Innehalten. Wir alle sind durch den Krieg geformt, der weder Verlierer noch Gewinner hatte/hat (so scheint es mir), weil durch die unzähligen Toten an beiden Seiten, hat die ganze Menschheit verloren. Unmenschlichkeit der Menschlichkeit. Ein tolles Werk, das zeigt wie die Sowjets den Krieg gedenken dürften - nur Helden wurden geehrt, Kriegsgefangene und Opfer des Holocausts (Zigeuner, Behinderte, Juden...) dürften noch viele Jahre nach dem Krieg kein Teil der Erinnerung und Huldigung sein. Werk, das mahnt und auch die absichtlich vergessenen Opfer ehrt. Sehr lesenswert. Meine absolute Empfehlung.

  • Bewertung

    aus Löhne

    5/5

    03.04.2014

    eBook (ePUB)

    Ein sehr bewegendes Buch

    Wer sich für Geschichte und Schuld, aber auch für Sprache interessiert, muss dieses Buch einfach gelesen haben. Ich verneige mich vor dieser Autorin und ihrem faszinierenden Stil, die jeden, der Sprache liebt und vor der jüngeren deutschen Geschichte nicht die Augen verschließt, nach wenigen Seiten in ihren Bann zieht.

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