Jessy träumt von einer Karriere als Designerin und ihrem eigenen Label. Doch schon kurz nach ihrem erfolgreichen Debüt auf der Londoner Fashion Week stellt ihr das Leben ein Bein. Ihr Vater streicht ihr die Unterstützung. London, der Modehimmel - jetzt ist beides unerschwinglich.
Jessy zieht mit ihrer besten Freundin nach Edinburgh. Zu verbissen, fast schon bissig, kämpft sie darum, in der Branche Fuß zu fassen. Sehr zum Leidwesen ihrer Freundin, die nicht länger als Fußabstreifer herhalten will. Das macht diese überdeutlich: Eine Einladung zum Treffen der Anonymen Arschlöcher flattert in Jessys Postkasten. Ein aberwitziges Zwölf-Schritte-Programm soll sie zu einem besseren Menschen machen. Und dann gibt es dort noch einen sogenannten Arsch, der ihr auf Anhieb gefällt.
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Tolle Unterhaltung
Bewertung aus Hamburg am 20.08.2022
Bewertungsnummer: 1770892
Bewertet: eBook (ePUB)
Jessy ist eine glücklose junge Designerin. Die Schuld für ihren ausbleibenden Erfolg haben natürlich alle anderen. Wie auch, wer sonst?
So läuft es ganz gut für Jessy, bis ihre beste Freundin Edie aus der gemeinsamen Wohnung auszieht. Als sie dann auch noch amtlich als Arschloch identifiziert wird, ist Jessy auf dem Boden der Tatsachen angekommen. Nun beginnt eine Geschichte auf der Suche nach dem Unheil und der Beginn ein besserer Mensch zu werden. Das dabei eine Selbsthilfegruppe mit einer verkappten Leiterin hilft, macht die Angelegenheit nicht weniger verquer.
Frech, tiefgründig, dabei sehr unterhaltsam!
jam am 07.07.2022
Bewertungsnummer: 1743130
Bewertet: eBook (ePUB)
„Heute Abend findet mein erstes Treffen mit den Anonymen Allerwertesten statt. Ja, richtig gehört. Ich gehe tatsächlich hin. Mir ist klar geworden, dass sich etwas ändern muss (…) ICH muss mich ändern!“
Jessy großer Traum scheint sich zu erfüllen, sie ist auf dem besten Weg, eine berühmte Modedesignerin zu werden. Doch ausgerechnet auf der Londoner Fashion Week bekommt sie einen herben Dämpfer. Seither quält sie sich in Mr. Taylors Herrenschneiderei… und ihre beste Freundin und Mitbewohnerin Edie mit ihren Ambitionen. Verbissen kämpft sie weiter um ihren Traum und merkt gar nicht, was dabei alles auf der Strecke bleibt.
Erst als Edie auszieht und Jessy eine Einladung zum Treffen der Anonymen Allerwertesten bekommt, merkt sie, dass sie etwas ändern muss…
Ihr ahnt es schon, die Anonymen … tragen einen eindeutig dreisteren Namen – aber da ich nicht will, dass diese Rezension auf allen Plattformen gesperrt wird, habe ich mich entschlossen, dieses Synonym, das auch in der Geschichte verwendet wird, zu benutzen.
Jessy ist eine liebe Protagonistin auf Abwegen. Aus meinem Österreich stammend, hat sie dem familiären Textilerzeugungsbetrieb den Rücken gekehrt und will in der harten Modebranche durchstarten. Dabei vergisst sie, dass auch der Weg das Ziel ist und verrennt sich immer mehr. Auch zu ihrem Vater hat sie kaum Kontakt, seit sie sich geweigert hat, den Familienbetrieb zu übernehmen. Doch erst Edies Auszug und diese Einladung bringen sie zum Nachdenken.
Erst stocksauer, beschließt sie dann doch, zu diesem Treffen zu gehen und Kursleiterin Moira erläutert ihr und den anderen Kursteilnehmer*innen ein 12-Schritte-Programm. Diese glauben erst an einen schlechten Scherz. So schräg ist Moira, ihre Treffpunkte und ihre Kursinhalte. Und doch bleiben sie dran, wachsen zusammen und ein Stück über sich selbst hinaus. Vor allem Aidan, ein weiterer Allerwertester der Runde, hat es Jessy angetan. So gern ich alle 12 Schritte kennengelernt hätte, (vielleicht schlummert ja auch in mir ein Allerwertester?!), so sehr hat es mir gefallen zu sehen, wie sich die Gruppenmitglieder gegenseitig unterstützen und ergänzen.
Bei ihren Treffen durfte ich auch ein paar Sehenswürdigkeiten von Edinburgh kennenlernen und habe das Buch tatsächlich mehrfach zur Seite gelegt, um mich mit den dazugehörigen Bildern oder auch Erläuterungen in Stimmung zu bringen.
„Himmel, A und Zwirn“ ist weniger frech, als erwartet. Verspricht der Titel und die Kurzbeschreibung Unterhaltsames, so war die Geschichte doch auch hilfreich und hat mich zum Nachdenken angeregt. Melanie Lindorfer hat mich in den Bann gezogen, ich mochte ihre Protagonist*innen und ihre Lektionen. Sie schreibt locker und unterhaltsam und ihre Botschaften kommen auch gut zwischen den Zeilen rüber.
Ein kleiner Dämpfer war für mich eine höchst vorhersehbare klassische Verstrickung, die ich nicht gebraucht hätte. Aber der Rest der Geschichte hat mich so gut unterhalten, überrascht und auch bewegt, dass ich darüber gerne hinwegsehe!
Fazit: Frech, tiefgründig, dabei sehr unterhaltsam!
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