Maxima ist fünfzehn Jahre alt. In der Schule wird sie oft geärgert. Deshalb ist sie sehr still. Sie möchte am liebsten unsichtbar sein.
Aber dann kommt Bastian in ihre Klasse. Er hat eine Körperbehinderung. Und er spricht mit einem Sprachcomputer.
Maxima muss mit Bastian zusammenarbeiten. Alle gucken auf Bastian. Und auf Maxima. Sie kann sich nicht mehr verstecken.
Maxima und Bastian werden Freunde. Sie verbringen viel Zeit miteinander. Zeit in der Schule. Und Zeit in der Rollenspiel-Welt. Dort sind sie Magier zwischen Elben und Orks.
Maxima wird immer selbstsicherer. Bastians Behinderung wird für sie immer unwichtiger.
Aber dann gibt es in beiden Welten Probleme.
Werden sie es schaffen, die Probleme zu lösen?
*****
Maximal unsichtbar ist ein tolles Buch.
Es ist ein Buch über besondere Menschen.
Es ist ein Buch mit Humor.
Es ist ein Buch, an das man lange denkt.
Stefan Gemmel, Bestseller-Autor (z. B. „Schattengreifer“) und mehrfacher Lese-Weltrekordler
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Bewertung am 08.08.2022
Bewertungsnummer: 1763243
Bewertet: Buch (Taschenbuch)
Schon der Titel zeigt, dass die Autorin mit Sprache umgehen kann. Maxima, eine der Hauptprotagonisten der Geschichte, ist ein schweigsames Mädchen, das super darin geworden ist, sich unsichtbar zu machen. Nicht zuletzt wegen der dummen Sprüche, die sie sich von den Mitschülern anhören muss:
"Hey! Maxi!", sagt er, als ich in Hörweite bin. "Hab' ich dir schon gesagt, dass du voll schön geworden bist in den Ferien?" [...] "Falls ja", ruft Marvin mir hinterher, "dann war das maximal gelogen!"
Doch Maxi scheitert immer mehr an ihren Versteckversuchen, als Bastian in ihre Klasse kommt. Er ist körperbehindert und spricht mithilfe eines Sprachcomputers, den er mit den Augen steuern kann.
Der selbstbewusste Bastian, der von der Geburt an nicht sprechen kann, aber gewillt ist mit seiner Umwelt zu kommunizieren und der geduldig, humorvoll und verständnisvoll mit allen umgeht, die mit seiner Behinderung konfrontiert werden, dieser Bastian trägt dazu bei, dass Maxi immer mehr zu ihrer eigenen Stimme findet.
Den Roman könnte man als einen Schulroman, Inklusionsroman o.ä. bezeichnen, aber wie die Protagonisten, passt er nicht in die Schubladen - sein Wirkungskreis reicht viel weiter: es ist ein Entwicklungsroman, der nebenbei und sehr spannend uns zwar auch die Angst vor Inklusion nimmt, aber vor allem davon handelt, dass jeder von uns die Wahl hat, wo er sich einordnet, wie er sich verhält und ob er das Spiel, mit den vermeintlichen "Schubladen" und "Ligas" überhaupt mitspielen will.
Eine klare Empfehlung nicht nur für Lehrer:innen und Schüler:innen, nicht nur für die, die mit Inklusion schon direkt zu tun haben oder es noch haben werden, sondern für alle, die an den existentiellen Themen interessiert sind: Sichtbarkeit, Verantwortung, Freundschaft :-) ...
Zudem ist die Geschichte unglaublich tief und sehr spannend erzählt. Während man Seite für Seite umblättert, die Zeit vergisst und gar nicht merkt, dass die Welt da draußen sich weiterdreht, spürt man auch, dass die Geschichte einen irgendwie verändert. Mehrmals Gänsehaut und Tränen in den Augen am Ende des Buches. Mehr verrate ich nicht ;-) Lest selbst!
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