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Grenzgebiet Ein zeitgeschichtlicher Roman aus der Wendezeit

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Beschreibung

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

13.11.2023

Verlag

BoD – Books on Demand

Seitenzahl

280

Maße (L/B/H)

22/15,5/1,8 cm

Gewicht

449 g

Auflage

2. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-7562-1740-3

Beschreibung

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

13.11.2023

Verlag

BoD – Books on Demand

Seitenzahl

280

Maße (L/B/H)

22/15,5/1,8 cm

Gewicht

449 g

Auflage

2. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-7562-1740-3

Herstelleradresse

Libri GmbH
Europaallee 1
36244 Bad Hersfeld
DE

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  • Bewertung

    5/5

    05.01.2024

    Buch (Taschenbuch)

    Ein hervorragendes, niveauvolles Buch!

    Aufgrund meiner eigenen Lebensgeschichte, die scheinbar noch immer "im Untergrund" lauert, sind mir die heutzutage so irrwitzig anmutenden Repressalien und daraus resultierende Grundanspannung im gesamten Leben allzu vertraut. Eine Frage des Peter Seidel an seine regimegläubige Frau fasst das Problem treffend zusammen, sinngemäß: "was ist das für ein Land, das seine Leute mit Waffengewalt zum Bleiben zwingen muß?" Wie oft fragte ich mich das bei meinen "Ostbesuchen"? Ich liebte meine Familie dort, erlebte ihre Not mit, die ihnen der 'Arbeiter und Bauern Staat' als aktive Christ:innen variantenreich bereitete. Um sich dann selbst zu beweihräuchern als die beste aller Welten. Die Korruption und unsozialistischen Machenschaften der Machthabenden können einem noch heute zum Ko... bringen. Diese unselige Herrschaft des Machtmissbrauchs, der bewussten Täuschung wird gekonnt in diese Kriminalgeschichte eingewoben. Das war schlichtweg tragisch! Ein Dankeschön und meinen Respekt an den Autor!

  • Bewertung

    aus Oranienburg

    5/5

    10.12.2023

    Buch (Taschenbuch)

    spannender Stoff, absolute Leseempfehlung

    Zu einem Toten am Tollensesee wird die Kripo Neubrandenburg gerufen. Die männliche Leiche ist etwa 40 Jahre alt, kommt aus Niedersachsen und hat eine Kopfverletzung, die auf ein Kapitalverbrechen hindeutet. Eva Stein und ihr Kollege Sebastian Neumann beginnen mit ihren Recherchen und stellen recht bald fest, dass der Tote ursprünglich aus Neubrandenburg stammt und es Verbindungen zur Kampfhubschrauberstaffel der NVA im nahegelegenen Basepohl gibt… Ich möchte gleich zu Anfang sagen, dass mich das Buch total gefesselt hat. Dieser ständige Wechsel zwischen den aktuellen Ermittlungen von Stein und Neumann im Jahr 2020 und den Rückblenden in die 80er Jahre fand ich sehr abwechslungsreich und interessant zu lesen. Wie der Autor die Bespitzelung in der DDR durch inoffizielle Mitarbeiter der Stasi beschreibt ist sehr realitätsnah. Da ich in der DDR aufgewachsen bin und nach der Wende meine Stasiakte eingesehen habe, denke ich mir da ein Urteil erlauben zu können. Aber auch die westliche Seite steht bei ihrer Informationsbeschaffung dem in nichts nach. Auf jeden Fall ist es spannend geschildert, wie das Leben der Familie Seidel verlaufen ist. Gradlinig absolut nicht. Hauptmann Peter Seidel, leidenschaftlicher Kampfflieger, hat einen kritischen Blick auf den sozialistischen Staat, erkennt Mängel, weiß aber nicht wie er dem entgegenwirken kann. Denn selbst bei seiner Frau Sabine findet er dafür kein Verständnis. Vielleicht war das auch mit ein Grund für seinen unerlaubten Helikopterflug. Hier lässt der Autor Bewertungsspielraum für den Leser, was mich an einigen Stellen zum Nachdenken und Bewerten gebracht hat. Das Buch ist ein sehr gelungenes Zeitzeugnis des kalten Krieges und dabei auch noch ein spannender Krimi, dem ich gerne 5 Lese-Sterne gebe.

  • Kate

    5/5

    23.08.2022

    Buch (Taschenbuch)

    berührend und erschütternd zugleich

    Klappentext: Kriminalhauptkommissarin Eva Stein und ihr Kollege Neumann werden im Februar 2020 an das Ufer des Tollensesees in Neubrandenburg gerufen. Die Herkunft der aus Niedersachsen stammenden männlichen Leiche wirft zunächst einige Fragen auf. Erste Spuren führen in ein ehemaliges Kampfhubschraubergeschwader der NVA, das in der Wendezeit aufgelöst wurde. Anfängliche Recherchen deuten in die Zeit des Kalten Krieges. Mit Hilfe verfügbarer Akten des Ministeriums für Staatssicherheit der DDR und der Befragung von Zeitzeugen, können die Polizisten den Fall nach und nach aufrollen. Dabei merkt die Kommissarin spät, dass sie tiefer in die Angelegenheit verstrickt ist, als sie eigentlich wollte. Der zweite Roman des Autors führt die Leser*innen in eine Zeit, in der sich noch beide deutschen Staaten feindlich gegenüberstanden. Er beschreibt die Gedanken, Sorgen und Sehnsüchte der Menschen, die im östlichen Teil Deutschlands aufgewachsen sind. Niemand wusste, ob und wann es zu einer Wiedervereinigung kommen würde. Trotzdem haben es Menschen versucht, die DDR zu verlassen und dabei ihr Leben riskiert. Eine traurige Geschichte mit traurigem Ende, die mich sehr nachdenklich und erschüttert zurückgelassen hat. Man hat ja schon einiges gehört was so in der DDR passiert ist aber das so bildhaft mitzubekommen am Beispiel einer Familie so wie in diesem Buch hat mich sehr bewegt. Nach den ersten paar Kapiteln wusste ich noch nicht richtig was ich mit der Geschichte Anfangen soll, geschweige denn wo die Reise hingeht. Der Autor erzählt auf verschiedenen Zeitebenen und lässt den Leser unteranderem in die 80er Jahre der DDR eintauchen. Sehr bildhaft wird hier das Leben einer Familie aufgegriffen deren Schicksal sich bis in die Gegenwart hin zieht. Nach ein paar Kapiteln kann man bereits erahnen um was es hierbei geht. Ab diesem Zeitpunkt konnte ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen, ich musste unbedingt wissen warum, wieso, weshalb. Mit sehr viel Fachwissen und gut recherchiertem Hintergrundwissen kann der Leser sehr gut in die Gepflogenheiten der DDR bzw. der NVA eintauchen. Die ganze Geschichte hat mich auf jeden Fall sehr berührt und ich hätte mich tatsächlich über ein Happy End gefreut. So musste ich mir tatsächlich am Schluss ein Tränchen verkneifen.

  • Bewertung

    aus Beucha

    5/5

    31.07.2022

    Buch (Taschenbuch)

    Spannend bis zum Schluss und geschichlich sehr aufschlussreich

    Eine grandiose Geschichte eines Kampfhubschraubergeschwaders der NVA, der Familie Seidel und weiteren Beteiligten Personen. Der geschichtliche Hintergrund der DDR und der Verbrecherorganisation Stasi mit ihren unmenschlichen Taten wird hier gut verständlich beschrieben. Der mysteriöse Tod von Tim konnte aufgeklärt werden. Das Familienleben der Seidels ist hier gut aufgezeigt worden. Das viele Jahre später immernoch Leute der Ex-Stasi unterwegs sind und ihr Unwesen treiben ist krass. Peter's Vertrauen ist von Rolf bzw. Walter so missbraucht worden, dass er bis zum Schluss, als er selbst Hilfe brauchte, nach seinem Unfall allein gelassen wurde. Dass dann noch das ein oder andere aufgeklärt wird und auch Eva einen Anteil daran hat, war überraschend. Den Vater gefunden und doch wieder verloren, dafür eine Halbschwester gefunden. Die Spannung war von Anfang bis Ende präsent. Das Buchcover dunkel wie die traurige Zeit, mystisch mit dem Hubschrauber und dem Grenzstreifen, aber sehr beeindruckend. Sehr empfehlenswert.

  • kleinschorschi

    aus Schlitz

    5/5

    24.07.2022

    Buch (Taschenbuch)

    Von Ost nach West – spannende Grenzgeschichte

    Am Ufer des Tollensesees in Neubrandenburg wird im Februar 2020 eine männliche Leiche gefunden. Diese aus Niedersachen stammende Leiche wirft für Kriminalhauptkommissarin Eva Stein und ihren Kollegen Neumann einige Fragen auf. Nach ersten Ermittlungen führt es die beiden Kommissare zu dem ehemaligen Kampfhubschraubergeschwader der NVA, welches es aber nach der Wende nicht mehr gab und in die Zeit des Kalten Krieges. Mit Hilfe von Zeitzeugen und verfügbaren Akten der Stasi versuchen sie mehr um von dem Toten und der Vergangenheit zu erfahren und rollen den Fall nach und nach auf. Je weiter sie hier vorankommen, desto mehr merkt Eva, dass sie doch tiefer in diese Angelegenheit verstrickt ist, als es ihr liebe ist….. Fazit / Meinung: Das Buch hat insgesamt 280 Seiten. Es spielt abwechselnd, einmal in der Vergangenheit im Jahr 1986 und dann in der Gegenwart im Jahr 2020. Der Schreibstil ist sehr flüssig, locker und spannend. Der Autor nimmt uns hier auf eine Zeitreise in ein (noch) geteiltes Deutschland, nahe der Grenze, mit. Er beschreibt die Gedanken, Sorgen und Sehnsüchte der Menschen, die im Osten Deutschlands nahe der Grenze zum Westen gelebt haben und aufgewachsen sind. Ich bin zwar kein Kind des Ostens, aber da wir nicht weit weg von der ehemaligen Grenze wohnen, habe ich das ein oder andere doch schon mitbekommen und wahrgenommen. Wer sich für die deutsche Geschichte und den Kalten Krieg interessiert, dem kann ich dieses Buch mit sehr gutem Gewissen weiterempfehlen. Es ist sehr gut recherchiert und wiedergegeben. Von mir gibt’s eine klare Leseempfehlung und 5 Sterne!!

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