Köln, 1881: Therese Stollwerck ist stolz auf die prosperierende Schokoladenfabrik ihrer Familie, zu deren Erfolg auch sie einen Beitrag leisten will. Doch von ihrer Idee, Werbesprüche für das Unternehmen zu dichten, wollen die Gebrüder nichts wissen - und ihre Schwester lieber an einen Geschäftspartner verheiraten. Therese jedoch gibt ihren Traum, die Hauspoetin der Schokoladenfabrik zu werden, nicht auf und verweigert sich einer Heirat. Schließlich ist es einzig der feinsinnige Künstler Emil Doepler, der ihr Herz höherschlagen lässt und der sie ermutigt, ihre Texte unter Pseudonym einzureichen ...
Das große Finale der Erfolgssaga über die Schokoladenfabrik der Kölner Familie Stollwerck
Kundinnen und Kunden meinen
4.3/5.0
Bewertung
5/5
23.11.2024
eBook (ePUB 3)
Familienunternehmen
Diese 3teilige Reihe über die Schokoladenfabrik und der Geschichte über das Familienunternehmen fand ich sehr interessant und hat mich gepackt. Die Bücher konnte ich kaum aus der Hand legen
Leseratte-Y
4/5
10.07.2023
eBook (ePUB 3)
gelungener Abschluss einer spannenden Familiengeschichte
In Teil 3 steht dieses Mal die jüngste Tochter der Familie Stollwerk - Therese - im Mittelpunkt. Gern möchte auch sie ihren Beitrag zum Familienunternehmen leisten. Doch Frauen zu der Zeit gehören nicht in eine Firma. Ihre Brüder möchten sie verheiraten und haben da auch schon so ihre Vorstellungen, was gut für die Schokoladenfabrik wäre. Aber sie haben nicht mit dem starken Willen von Therese gerechnet … Auch wenn sie immer wieder dem Druck ihrer Brüder nachgeben muss, lässt sie sich nicht unterkriegen. Unter Pseudonym schreibt sie Werbetexte und Geschichten für die Fabrik. Wird sie dieses und noch einige andere Geheimnisse geheim halten können? Und wie ergeht es den anderen Familienmitgliedern eigentlich?
Die Schreibweise von Rebekka Eder ist flüssig. Die Charaktere wurden wieder sehr anschaulich dargestellt und auch die historischen Ereignisse wurden gut eingearbeitet. Gefallen hat mir die Darstellung der Standesunterschiede und die Rolle der Frauen mit ihrem Kampf um Gleichberechtigung. Obwohl ich die beiden Vorgängerbände gelesen habe, fiel es mir am Anfang schwer, wieder in die Geschichte reinzukommen. Die Handlung zog sich aus meiner Sicht. Später fiel es mir jedoch schwer, das Buch aus der Hand zu legen. Gern empfehle ich es weiter, aber bitte vorab die Vorgängerbände lesen. Dies ist zur Übersicht und für den Lesegenuss besser.
Bewertung
aus Gudensberg
5/5
15.08.2023
Buch (Taschenbuch)
Toller Auftakt
Der dritte Teil dieser spannenden und mitreißenden Saga hat alle Vorstellungen übertroffen.Man legt das Buch erst weg wenn man es durch gelesen hat.Ein Glückwunsch an die junge Schriftstellerin ich werde weitere Werke von ihr lesen.
Verena B.
aus Köln
5/5
15.08.2023
Buch (Taschenbuch)
Ein toller Roman über eine starke Frau - gelungenes Finale
"Der Traum der Poetin" ist nun bereits der dritte und leider auch der letzte Band der Reihe "Die Schokoladenfabrik" aus der Feder von Rebekka Eder! Wie auch die ersten beiden Bücher reiht sich auch dieser dritte Band optisch gut in den Zeitraum des 19. Jahrhunderts ein. Wie auch bei "Die Tochter des Apothekers" und "Das Geheimnis der Erfinderin" findet sich auf dem wunderschön gestalteten Cover ein Ausschnitt Kölns wieder, im Mittelpunkt das Wahrzeichen der Stadt, der Kölner Dom! Ebenso ziert das Cover eine junge Frau, die, meines Erachtens, für die Protagonistin des Buches stehen soll, Therese Stollwerck!
Nun aber zum Buch:
Therese steht in Klugheit, Mut, Geschick und Dickköpfigkeit ihrer Mutter Anna Sophia und ihrer Tante Apollonia in nichts nach. Beide verkörperten in den ersten beiden Büchern die Protagonistinnen und Heldinnen der Geschichte. Nun ist es Therese, die sich gerne mehr in die Firma einbringen möchte. Aber ihre Onkel haben andere Pläne mit ihr und sehen gar nicht ein, sie, als Frau, ernsthaft in die geschäftlichen Belange mit einzubeziehen. Therese, ganz die Tochter ihrer Mutter, geht daraufhin ihren eigenen Weg, auch wenn der Preis, den sie zu zahlen hat sehr hoch ist...
Aber auch eine weitere starke Frau ist in den Mittelpunkt gerückt: Sophie. Sie ist die Tochter von Heinrich und somit die Nichte von Therese. Auch sie sprüht nur so vor Ideen und sie hat die Gabe ihrer Mutter Apollonia geerbt, Maschinen planen und konstruieren zu können! Aber auch ihr werden schwere Steine in den Weg gelegt und mit einer Heirat wird ihr Schicksal fürs erste besiegelt...
Man mag meinen, die Gebrüder Stollwerck wären nicht besonders schlau, aber vielmehr ist es so, dass sie das Gefühl von Macht gerne auskosten und ihnen das Bild, das sie in der Öffentlichkeit abgeben, wichtiger ist als familiärer Zusammenhalt! Das einzige was zählt, ist die Firma! So erziehen sie auch ihre Söhne, deren einzige Aufgabe es ist und sein wird, das "Imperium" fortzuführen und zu vergrößern!
Mit dieser Einstellung sind sie aber nicht mehr auf Höhe ihrer Zeit, in der Frauen immer mehr in den Vordergrund rücken und mehr Mitsprache- und Entscheidungsrecht haben wollen und dieses auch einfordern! Auch wenn es sich hier nur um eine fiktive Geschichte handelt gekoppelt an reelle historische Fakten, ist das Bild, das Rebekka Eder uns vermittelt, durchaus realitätsnah.
Es war wieder sehr interessant mitzuverfolgen, was sich die Familie Stollwerck alles hat einfallen lassen, um ihre Schokoladen, ihre Produkte bekannter und auch für jedermann erschwinglich zu machen. In dieser Hinsicht gehen sie sehr mit der Zeit und erschaffen ein Automatenrestaurant und nutzen die Technik des Cinématopraphen. Dies ist Fakt und wissenschaftlich belegt! Umso beeindruckender ist es, wie es Rebekka Eder geschafft hat, um diese Firma, diese Familie herum eine tolle, faszinierende und durchaus glaubwürdige Geschichte zu spinnen! :-)
Dieses Mal ging sie mir auch sehr ans Herz! Therese ist eine tolle und starke Figur in diesem männerdomestizierenden Haus, in dem der individuelle Charakter und das individuelle Können eines jeden nicht zählt - weder beim Mann noch bei der Frau! Das bekommt auch ihr Bruder Albert zu spüren... Therese gibt alles für die Familie! Da sie auch noch von ihrer großen Liebe enttäuscht wird, erkennt sie, dass sie als Frau hier nicht weiterkommt und geht ihren eigenen Weg, der so verrückt wie leichtsinnig ist! Sie begibt sich auf ein Terrain, das widersprüchlicher zu ihrer Herkunft nicht sein könnte und findet dort doch ein wenig Glück und Liebe!...
Ich möchte so gerne noch so viel zum Buch sagen, möchte aber natürlich auch nicht spoilern! Daher halte ich mich ein wenig zurück und sage nur, dieses Buch, diese Buchreihe ist es wert, gelesen zu werden! Nicht nur von Kölnern und Kölnliebhabern! ;-) Rebekka Eder schreibt so wunderbar, so leicht, so einnehmend, dass man das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen mag! Und ich war und bin wirklich traurig, dass diese lange Reise mit den Stollwercks nun zu Ende ist!...
Von Anfang an habe ich Franz und Anna Sophia begleitet, wie sie ihre Schokoladenfabrik gegründet haben! Ich war dabei, als Apollonia in die Familie Stollwerck eingeheiratet hat und mit ihrem Erfindungsreichtum der Firma den nötigen Schub verpasst hat, sich in der Welt zu platzieren. Und auch Therese und Sophie sind zwei ganz tolle Frauen, die es wirklich nicht leicht hatten und die beweisen, dass man Frauen zu keiner Zeit unterschätzen sollte!...
"Die Schokoladenfabrik - Der Traum der Poetin" ist ein bezauberndes Buch, so zauberhaft wie Thereses Geschichten, die sie schreibt! Wer sich für Drama, Romantik, Historisches, Köln und Schokolade interessiert, der kommt an dieser Buchreihe nicht vorbei! :-) Rebekka Eder hat sehr gut recherchiert und hier und da auch ein wenig Unterstützung von Mitgliedern der immer noch existierenden Familie Stollwerck erhalten ( auch wenn diese sich schon längst aus dem Schokoladengeschäft herausgezogen haben ). Außerdem ist Rebekka Eders Schreibe so mitreißend, dass es fast unmöglich wird, die Bücher auch nur eine Sekunde beiseitezulegen! :-)
Ich werde diese Reihe mit Sicherheit rereaden, denn ich habe sie sehr lieb gewonnen! :-) So tolle Charaktere, so gut gezeichnet - auch die Bösewichte - , da muss man mehr als einmal reinlesen! :-) Nach wie vor bin ich fasziniert von dieser Familiensaga, mit all diesen starken Frauen, in der es um meine liebste Süßigkeit geht, der Schokolade! :-)
Shilo
aus Ulm
4/5
03.07.2023
Buch (Taschenbuch)
Ein gelungener Abschluss der Reihe
In diesem dritten Teil der Stollwerk-Saga geht es um Therese, der Schwester von Apollonia. Auch sie muss gegen Vorurteile und die damit verbundenen Widerstände kämpfen. Ebenso bleiben ihr Schicksalsschläge nicht erspart.
Wieder Mal hat es die Autorin geschafft, historische und fiktive Ereignisse gekonnt zu verweben. Die verschiedenen Protagonisten sind realistisch und nachvollziehbar. Was habe ich mit Therese mitgelitten und mitgefiebert. Ebenso sind die Verhältnisse des ausgehenden 19. Jahrhundert eindrucksvoll beschrieben. Die Handlung ist voller Spannung und so habe ich dieses Buch mit nur einer einzigen Unterbrechung verschlungen.
Mein Fazit:
Da alle drei Teile aufeinander abgestimmt sind, ist es ratsam, mit dem ersten Band zu beginnen, um die Zusammenhänge verstehen zu können. Gerne empfehle ich die Stollwerk-Saga weiter und vergebe 4 Sterne.
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