Produktbild: Die Nacht der Versprengten

Die Nacht der Versprengten Die wahre Geschichte einer Christnacht im Krieg

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Beschreibung

Produktdetails

Gesprochen von

Bodo Krumwiede

Spieldauer

3 Stunden und 30 Minuten

Erscheinungsdatum

01.10.2022

Hörtyp

Lesung

Medium

CD

Verlag

Fontis

Sprache

Deutsch

EAN

9783038488347

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Bodo Krumwiede

Spieldauer

3 Stunden und 30 Minuten

Erscheinungsdatum

01.10.2022

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Fontis

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Deutsch

EAN

9783038488347

EU-Ansprechpartner

Fontis Media GmbH
Baukloh 1|58515|Lüdenscheid|DE
fontis@fontis-media.de

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Fontis AG
Steinentorstr. 23|4051|Basel|CH
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  • Nicole

    aus Nürnberg

    5/5

    28.12.2015

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    WOW

    Meine Meinung zum Buch: Die Nacht der Versprengten Aufmerksamkeit und Erwartung: Diesen Punkt beantworte ich euch, wie stets auf meinem Blog :) Inhalt in meinen Worten: Fritz, ein 12 jähriger Junge, und seine Mutter leben in einer Hütte. Es ist der zweite Weltkrieg. Sie flüchten vor der Hitlerjugend. Denn Fritz Mutter möchte Ihren Sohn beschützen. Doch dann kommt das unerwartete: Amerikanische Soldaten bitten um Einlass für die Nacht, mit einem schwer verletzten. Wenig später kommt die nächste Gastgruppe. Doch wird das gut gehen? Und wird Fritz durch diese Begegnung reifer werden? Oder was wird passieren. Diese Fragen beantwortet dieses Buch. Um eines vorweg zu nehmen: Dieses Buch ruht auf wahren Begebenheiten. Wie wirkte das gelesene auf mich? Mit Vorsicht wirft mich Iris in ihre Geschichte. Dabei malt sie mir die Kulisse des Handlungsortes fabelhaft vor die Augen. Mit Sprachgewandtheit schafft Sie es, mich wieder in ihr Abenteuer mit zu ziehen, und auch gespannt, Seite für Seite zu lesen. Handlung: Nachdem Iris meist so schreibt, dass ich als Leserin in die Geschichte eintauchen kann, dabei aber selbst noch mitfühlen und fiebern darf, ist es einfach immer wieder interessant, wo hin mich die Autorin führt. Dieses mal in eine Geschichte, die für mich persönlich viele Fragen aufwirft. Würde ich so wie Fritz Mutter handeln? Wäre ich diesem ganzen gewachsen? Zwei verfeindete Gruppen in meinem Haus aufzunehmen, und ein schönes Weihnachtsessen mit dem wenigsten was ich besitze zu zaubern? Wie ist es für mich, selbst in die Schusslinie zu geraten? Ich weiß nicht ob ich so "ruhig" geblieben wäre oder nicht total panisch reagiert hätte, und damit vielleicht alles verschlimmert hätte. Doch die Mutter von Fritz blieb ruhig. Auch weil es eine wahre Geschichte ist, setzt das gelesen noch einmal einen anderen Fokus. Zitat aus dem Buch: "In gewissen Situationen ist es unsere Aufgabe, mit dem Herzen zu denken, nicht rational." Seite 164, Humor? Obwohl es eine so tragische und schwere Geschichte ist, steckt eine Menge Humor in dieser Geschichte, der es wert ist, entdeckt zu werden. Spannung: Für mich war die Geschichte in der Tat spannend, denn es hätte ja immer noch eine andere Wendung kommen können, als das es letztlich dazu kam. Charaktere: Sind von Iris Detailgetreu und liebevoll in die Szene gesetzt worden. Fritz, die Soldaten, die Mutter, letztlich sogar der Winter. Kann ich euch das Buch empfehlen? Ja! Nicht nur weil Iris sehr schön schreiben kann, nein, man kann aus dieser Geschichte wirklich noch eine Menge lernen. Sei es die Ruhe zu bewahren, den Mut eines einzelnen zu erkennen, egal in welcher Position man steht, Frieden zu halten, auch wenn man sich eigentlich hassen sollte. Fazit: Ein Buch, dass etwas kurz an den Seiten ist aber intensiv in den Gefühlen und reich an Mut steckt. Sterne: Ich vergebe 5.

  • vielleser18

    aus Hessen

    5/5

    17.12.2015

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Eine ganz besondere Nacht

    "Fröhliche Weihnachten ", sprach sie in gespielter Gelassenheit, während ihr Inneres vibrierte. Die Stimme der Frau und ihr Friedenswunsch durchfuhren die Männer wie ein Blitzschlag. (Zitat, S. 63) Heiligabend, 1944. Eine kleine Hütte mitten im Wald, im Niemandsland zwischen den Fronten, zwischen amerikanischen und deutschen Soldaten, in den Ardennen. Hier wohnt Elisabeth Vincken und ihr zwölfjähriger Sohn Fritz, nachdem sie in Aachen ausgebombt worden sind. Es ist eine eisige Nacht, sie erwarten eigentlich den Ehemann und Vater, der als Bäcker für die deutsche Wehrmacht arbeitet, aber es sind drei Amerikaner, einer von ihnen ist schwer verletzt, die an diesem Abend vor ihrer Türe stehen. Elisabeth Vincken ist es mulmig zumute, aber dennoch obsiegt ihre Menschlichkeit und Hilfsbereitschaft, als sie den Feinden die Türe öffnet. Etwas später spitzt sich die Lage dramatisch zu, als vier deutsche Soldaten vor der Türe stehen...... Diese Begegnung in der Weihnachtsnacht 1944 hat es wirklich gegeben. Fritz Vincken hat sie überliefert und diese Geschichte wurde in Amerika berühmt. Iris Muhl hat den Personen Gesichter gegeben, hat dieses Ereignis lebendig erzählt. Ein Stück Frieden im Krieg, Eine Nacht, die zeigt, dass hinter jedem Soldat auch ein Mensch steckt. Iris Muhl hat in diese kleine Geschichte viel verpackt. Sie hat die Courage der Elisabeth Vincken beschrieben, sie hat die Menschen beschrieben, die sich hier für eine Nacht angenähert haben, sie hat gezeigt, wie sie über ihre Schatten gesprungen sind. Keine einfache Nacht, keine alltägliche Situation. Und dennoch, es gab in dieser Nacht nicht nur besinnliche Stunden, die unterschwellingen Spannungen mussten überwunden werden, es gab auch einige sehr brennzlige Situationen. Das schöne an dieser Geschichte ist auch, dass hier nicht nur Elisabeth Vincken und ihr Sohn "zu Wort " kommen, sondern dass die Perspektive häufig wechselt und so lässt uns die Autorin auch hinter die Fassaden der Soldaten schauen, sie bleiben nicht nur Soldaten, sondern auch sie haben Familie, Mütter, haben Wünsche und vor allem Ängste. Der Kern dieser Nacht ist wahr und das gibt dieser Geschichte eine sehr bedeutsame Tiefe. Es regt zum Nachdenken und Innehalten ein. Der Autorin ist es gelungen, diese besondere Nacht wieder zum Leben zu erwecken. Eine sehr beeindruckende Geschichte, spannend erzählt.

  • Klaudia K.

    aus Emden

    5/5

    14.12.2015

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Heilige Nacht im Krieg

    Dieses Buch von Iris Muhl basiert auf atemberaubenden Tatsachen, die sich während des zweiten Weltkrieges an einem Heiligen Abend ereignet haben. Die Geschichte spielt im Jahr 1944 in Hürtgenwald an der Grenze zu Frankreich. Frau Vincken wartet mit ihrem zwölfjährigen Sohn Fritz auf ihren Ehemann. Er arbeitet als Bäcker in der grenznahen Region in welcher zu dieser Zeit bereits heftige Kämpfe stattfinden können. Er wollte für seine Familie noch einige Lebensmittel für das bevorstehende Weihnachtsfest besorgen gehen. Da klopft es plötzlich an der Tür und drei durchfroren wirkende amerikanische Soldaten stehen vor der Türe. Einer der Kameraden ist ganz offensichtlich lebensgefährlich verletzt. Die drei Menschen bitten um Einlass in das warme, schützende Haus. Frau Vincken weiß, dass es eigentlich nicht erlaubt ist Feinden zu helfen doch ihr unerschütterlicher Glaube und die Erinnerungen an die eigene Kindheit lassen sie kaum zögern, diese Menschen einzulassen. Sie überlässt dem schwer Verletzten sogar ihr Bett und kümmert sich fürsorglich um alle Anwesenden. Wenig später erhält Frau Vincken erneut Besuch, nun allerdings von vier deutschen Soldaten, die ebenfalls darum bitten die Nacht im Warmen verbringen zu dürfen. Nun sieht sich Frau Vincken vor einer schweren und zugleich sehr heiklen Aufgabe gestellt. Es gelingt ihr jedoch diese bravourös zu meistern. Aus Liebe zu den Menschen und dem tiefen Glauben an Gott erweist sich ihre Menschlichkeit als einzig richtiger, wenn auch sehr gefahrvoller Weg. Nur der deutsche Soldat Peters begegnet ihrem Engagement hart und kalt. Frau Vincken hat alle Mühe damit, die Anwesenden, sich am Anfang mit wenig Respekt begegnenden, Charaktere mit ihrer großen Herzenswärme und ihrem starken Glauben am Heiligen Abend nicht nur am Tisch zu vereinen. Der Autorin gelang es sehr geschickt, durch kurze scheinbar auf das Geschehen fixierte Kapitel, eine notwendige innerliche Distanz zu den Protagonisten zu schaffen. Gerade dieser nicht leicht zu entdeckende Kniff ist notwendig, um den Leser über diese Distanz ein Gesamtbild auf den Menschen und nicht auf die politisch verfeindeten Parteiideologien zu ermöglichen. Der Leser beschäftigt sich so viel näher mit den Charakteren des Menschen als es eine andere Schreibweise je vermocht hätte. Ein für mich überraschendes und besonders eindrucksvolles stilistisches Mittel. Der Autorin Iris Muhl gelingt es damit den Leser, der das Geschehen aus einer übergeordneten Beobachterrolle noch stärker zu berühren. Die ruhige, angenehm zu lesende, an vielen Stellen durch Gedanken und Erinnerungen der Protagonisten spannend untermalte Story lässt das Buch über seinen perfekt in Szene gesetzen Inhalt und seine menschlich weit reichende Botschaft zu einem wertvollen literarischen Kleinod für mich werden. Es zeigt uns die besten, wesentlichen und wirksamsten Massstäbe auf, die uns Menschen als solches ausmachen sollten: Vergebung, Liebe und Miteinander ist überall möglich. Egal welcher Nationalität wir angehören, als wahre Menschen können wir uns immer die Hand reichen. Wäre dies nicht ein erstrebenswertes Ziel oder bleibt es, durch Egoismen und Machtgelüste verbaut, nur ein Traum der Menschheit für immer in Frieden miteinander zu leben. Zum Schluß sei noch eine Anmerkung gestattet: Diese Geschichte ist - ganz sicher wegen der außergewöhlich tiefgründigen Botschaft - auch verfilmt worden. Der Titel des Filmes lautet "Stille Nacht". Der Protagonist Fritz ist übrigens nach dem Krieg nach Amerika ausgewandert und hat dort zwei der im Buch erwähnten amerikanischen Soldaten wieder getroffen.

  • smillas_bookworld

    aus Rheinland Pfalz

    5/5

    28.10.2015

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Total spannend!

    „Stille Nacht, Heilige Nacht...“, begann Lehnert auf einmal leise zu singen. (...) „Silent Night...“, stimmte nun auch Landers in den Gesang mit ein. War die Nacht tatsächlich still? Verrückt war sie jedenfalls, ja, geradezu unglaublich war sie. (S. 108/109) Iris Muhl hat eine bekannte Geschichte, die einige durch den Kinofilm „Stille Nacht – das Weihnachtswunder“ kennen, aufgeschrieben. Ich habe den Film noch nicht gesehen und war sehr neugierig auf diese wundersame Weihnachtsnacht gegen Ende des 2. Weltkrieges, die auf einer wahren Begebenheit beruht. Elisabeth Vincken und ihr Sohn Fritz bereiten sich auf den Weihnachtsabend in ihrer einsam und abseits gelegenen Jagdhütte mitten im Wald vor. Plötzlich stehen drei amerikanische Soldaten vor ihrer Tür, einer davon lebensgefährlich verletzt. Elisabeth zögert nicht lange, gewährt den Dreien Unterschlupf und versorgt den Verletzten. Kurze Zeit später stehen vier weitere Soldaten vor Tür – diesmal deutsche, die ihre Truppen verloren haben. Auch ihnen gewährt Elisabeth Einlass, allerdings ist die Begegnung aller Soldaten von Misstrauen geprägt, schließlich ist man ja verfeindet. Man vereinbart einen Waffenstillstand untereinander, aber wird sich jeder daran halten? Diese Erzählung hat mich unglaublich gefesselt! Ich hätte nicht gedacht, dass sie eine solche Dramatik und Spannung beinhalten würde. Wechselnde Perspektiven machen deutlich, wie brenzlig die Situation damals gewesen sein muss. Die Ängste der einzelnen Personen werden regelrecht greifbar. Die Kapitel sind recht kurz, so dass man nur so durch die Geschichte fliegt, weil man denkt: „Ach, ein Kapitel geht noch.“ Im Vordergrund steht natürlich Elisabeth, eine mutige und instinktiv handelnde Frau. Doch auch die Soldaten und deren Vergangenheit werden beleuchtet. Man taucht in die Gefühls- und Gedankenwelt jeder einzelnen Romanfigur ein, worin auch die Spannung dieses Büchleins begründet ist. Der Glaube an Gott – so schwer es auch in dieser schweren Zeit gewesen sein muss, an Gott zu glauben – spielt ebenfalls eine Rolle durch Elisabeths Äußerungen und Gedankengänge. Im Anhang des Büchleins erfährt man die geschichtlichen Hintergründe, vorne gibt es ein Personenregister. Die Ausstattung des Buches gefällt mir ebenfalls sehr gut: Es hat einen Leineneinband, goldene Vorsatzblätter und schöne, schnörkelige Initialen zieren die Kapitelanfänge. Fazit: Eine mitreißende Weihnachtsgeschichte, die mich überrascht hat!

  • LEXI

    4/5

    13.12.2015

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    At home. At home like never before.

    „In gewissen Situationen ist es unsere Aufgabe, mit dem Herzen zu denken, nicht rational.“ Iris Muhl hat es geschafft, aus einer wahren Begebenheit einen Roman zu machen, der tief berührt und den Leser sehr nachdenklich zurücklässt. Eine Begebenheit, die von Mut und sehr viel Nächstenliebe zeugt, die jedoch auch mit großem Risiko verbunden ist. Denn als die Bäckersgattin Elisabeth Vincken mit ihrem zwölfjährigen Sohn Fritz drei völlig durchfrorenen amerikanischen Soldaten Einlass in ihre Jagdhütte gewährt, ist ihr sehr wohl bewusst, dass es sich hierbei im Grunde um den „Feind“ handelt. Für die gastfreundliche und großzügige Frau sind es jedoch in erster Linie hilfesuchende Menschen, die frieren, hungrig und verletzt sind. Der Krieg hatte zwar ihr Leben durcheinander gebracht, Elisabeth verstand jedoch das Wesentliche: Menschen brauchen Essen, Wärme und eine helfende Hand. Und diese bot sie ihnen. Als jedoch kurze Zeit später erneut deutsche Soldaten auftauchen und ebenfalls Einlass begehren, scheint die Situation kurzfristig zu eskalieren… Ein kleines Büchlein mit großem Inhalt, in dem die Autorin von den furchtbaren Entbehrungen des Krieges, dem Not und Elend der Bevölkerung, aber auch jenem der Soldaten berichtet. Die Geschichte der Elisabeth Vincken klingt unglaublich, und ist dennoch wahr. Mitten im Kriegsgebiet, umhüllt von dem fernen Bombengrollen, finden feindliche Parteien zueinander, sitzen zu Weihnachten am selben Tisch und lassen den Krieg vor der Haustüre zurück. Die Autorin vermochte es, die unterschwellige Spannung dieser Situation derart greifbar zu machen, dass man mit Herzklopfen weiter las, beinahe schon eine Eskalation befürchtete. „Die Nacht der Versprechen“ war eine beeindruckende Lektüre, die man zwar aufgrund der geringen Seitenanzahl relativ rasch gelesen hat, aber sehr lange nicht vergisst. Eine Geschichte, die nachwirkt.

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