Produktbild: Die Mutter
Band 19

Die Mutter Neuübersetzung von Ulrike Lemke

2

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Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

01.06.2022

Abbildungen

5, Fotos der Originalausgabe im bibliophilen Rückblick

Illustriert von

Ralf Plenz

Herausgeber

Ralf Plenz

Verlag

Input-Vlg

Seitenzahl

192

Maße (L/B/H)

20,6/12,3/1,4 cm

Gewicht

280 g

Auflage

1

Originaltitel

La Madre

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-941905-53-5

Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

01.06.2022

Abbildungen

5, Fotos der Originalausgabe im bibliophilen Rückblick

Illustriert von

Ralf Plenz

Herausgeber

Ralf Plenz

Verlag

Input-Vlg

Seitenzahl

192

Maße (L/B/H)

20,6/12,3/1,4 cm

Gewicht

280 g

Auflage

1

Originaltitel

La Madre

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-941905-53-5

Herstelleradresse

Input Verlag
Schmarjestraße 42
22767 Hamburg
DE

Email: info@input-verlag.de

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Eine wiederentdeckte Perle -…

Circlestonesbooks.blog am 16.05.2023

Bewertungsnummer: 2801918

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Eine wiederentdeckte Perle - sprachlich und auch optisch „Alles sprach zu ihm: der Wind draußen, der ihn an die lange Einsamkeit seiner Jugend erinnerte, und drinnen die traurige Gestalt der Mutter, das Knarren seiner Schritte, sein eigener Schatten.“ (Zitat Seite 49) Inhalt Viele Jahre lang hat sie als Dienstmagd gearbeitet, sich nie etwas gegönnt, nur für ihren Sohn Paulo und dessen Ausbildung zum Priester gelebt. Vor sieben Jahren war Paulo dann als neuer Pfarrer in die kleine Gemeinde Aar auf Sardinien gekommen und seine Mutter mit ihm. Seit sieben Jahren lebt sie hier nun glücklich und zufrieden mit Paulo, sorgt für ihn. Doch nun könnten alle ihre Opfer umsonst gewesen sein, denn Paulo hat sich in die junge Witwe Agnes verliebt, ist dabei, sein Gelübde als katholischer Priester zu brechen und sich auch dem Einfluss seiner Mutter zu entziehen. Agnes ist allein, reich und unabhängig und will Paulo überreden, mit ihr zusammen heimlich das Dorf zu verlassen und irgendwo als Mann und Frau zu leben. Noch kam nur seine Mutter hinter sein Geheimnis, doch es ist eine sehr kleine Dorfgemeinschaft und so muss Paulo sich rasch entscheiden. Thema und Genre La Madre wurde 1920 veröffentlicht und handelt von dem Leben in einem abgeschiedenen, kleinen Dorf auf Sardinien, von den Menschen und ihren Problemen. Im Mittelpunkt jedoch steht der schwere Gewissenskonflikt eines jungen Priesters zwischen Liebe und Zölibat. Charaktere Die beiden Hauptfiguren sind die Mutter, die für ihren Sohn lebt, fürsorglich bis zur emotionalen Umklammerung, durch ihn wird sie als Mutter des Pfarrers endlich in diesem Dorf anerkannt. Paulo will aus genau dieser Enge des Dorflebens fliehen, fühlt sich jedoch seiner Mutter gegenüber wegen ihrer Opfer zur Dankbarkeit verpflichtet. Vor allem jedoch steht er vor einem möglichen Wendepunkt in seinem Leben, er muss sich zwischen der Frau, die er liebt, und seinem Priesteramt mit dem damit untrennbar verbundenen Zölibat entscheiden. Handlung und Schreibstil Die Geschichte wird auf nur 174 Seiten erzählt, doch es ist gerade diese Dichte, die diese Ereignisse von nur wenigen Tagen mit Intensität füllt. Die Schriftstellerin beschreibt lebhaft das Dorfleben der damaligen Zeit. Es sind die Menschen, über die sie schreibt, ihre Gedanken, Gefühlte, ihren tiefen Glauben, aber auch den ebenso präsenten Aberglauben. Daraus ergibt sich der tiefe Konflikt, den ihre Hauptfigur, der junge Priester Paulo, durchlebt. „Er litt, weil der natürliche Zweck des Lebens darin besteht, das Leben fortzusetzen, und er daran gehindert wurde; und diese Verhinderung verstärkte noch den Drang seines Bedürfnisses.“ (Zitat Seite 67) Am Beginn des Buches steht ein Vorwort der Übersetzerin, am Buchende ein bibliophiler Rückblick mit Fotos auf die Ausgabe aus dem Jahr 1928, auf welcher diese Neuübersetzung basiert. Fazit Ralf Plenz hat in seinem Input-Verlag diese Neuübersetzung des alten Textes als Band 19 der „Perlen der Literatur“ des 19. und 20. Jahrhunderts wiederveröffentlicht. Eine sehr schön gestaltete und gebundene Neuausgabe, deren optisches und haptisches Vergnügen das Lesevergnügen der Sprache und der eindrücklichen Geschichte perfekt ergänzt.

Eine wiederentdeckte Perle -…

Circlestonesbooks.blog am 16.05.2023
Bewertungsnummer: 2801918
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Eine wiederentdeckte Perle - sprachlich und auch optisch „Alles sprach zu ihm: der Wind draußen, der ihn an die lange Einsamkeit seiner Jugend erinnerte, und drinnen die traurige Gestalt der Mutter, das Knarren seiner Schritte, sein eigener Schatten.“ (Zitat Seite 49) Inhalt Viele Jahre lang hat sie als Dienstmagd gearbeitet, sich nie etwas gegönnt, nur für ihren Sohn Paulo und dessen Ausbildung zum Priester gelebt. Vor sieben Jahren war Paulo dann als neuer Pfarrer in die kleine Gemeinde Aar auf Sardinien gekommen und seine Mutter mit ihm. Seit sieben Jahren lebt sie hier nun glücklich und zufrieden mit Paulo, sorgt für ihn. Doch nun könnten alle ihre Opfer umsonst gewesen sein, denn Paulo hat sich in die junge Witwe Agnes verliebt, ist dabei, sein Gelübde als katholischer Priester zu brechen und sich auch dem Einfluss seiner Mutter zu entziehen. Agnes ist allein, reich und unabhängig und will Paulo überreden, mit ihr zusammen heimlich das Dorf zu verlassen und irgendwo als Mann und Frau zu leben. Noch kam nur seine Mutter hinter sein Geheimnis, doch es ist eine sehr kleine Dorfgemeinschaft und so muss Paulo sich rasch entscheiden. Thema und Genre La Madre wurde 1920 veröffentlicht und handelt von dem Leben in einem abgeschiedenen, kleinen Dorf auf Sardinien, von den Menschen und ihren Problemen. Im Mittelpunkt jedoch steht der schwere Gewissenskonflikt eines jungen Priesters zwischen Liebe und Zölibat. Charaktere Die beiden Hauptfiguren sind die Mutter, die für ihren Sohn lebt, fürsorglich bis zur emotionalen Umklammerung, durch ihn wird sie als Mutter des Pfarrers endlich in diesem Dorf anerkannt. Paulo will aus genau dieser Enge des Dorflebens fliehen, fühlt sich jedoch seiner Mutter gegenüber wegen ihrer Opfer zur Dankbarkeit verpflichtet. Vor allem jedoch steht er vor einem möglichen Wendepunkt in seinem Leben, er muss sich zwischen der Frau, die er liebt, und seinem Priesteramt mit dem damit untrennbar verbundenen Zölibat entscheiden. Handlung und Schreibstil Die Geschichte wird auf nur 174 Seiten erzählt, doch es ist gerade diese Dichte, die diese Ereignisse von nur wenigen Tagen mit Intensität füllt. Die Schriftstellerin beschreibt lebhaft das Dorfleben der damaligen Zeit. Es sind die Menschen, über die sie schreibt, ihre Gedanken, Gefühlte, ihren tiefen Glauben, aber auch den ebenso präsenten Aberglauben. Daraus ergibt sich der tiefe Konflikt, den ihre Hauptfigur, der junge Priester Paulo, durchlebt. „Er litt, weil der natürliche Zweck des Lebens darin besteht, das Leben fortzusetzen, und er daran gehindert wurde; und diese Verhinderung verstärkte noch den Drang seines Bedürfnisses.“ (Zitat Seite 67) Am Beginn des Buches steht ein Vorwort der Übersetzerin, am Buchende ein bibliophiler Rückblick mit Fotos auf die Ausgabe aus dem Jahr 1928, auf welcher diese Neuübersetzung basiert. Fazit Ralf Plenz hat in seinem Input-Verlag diese Neuübersetzung des alten Textes als Band 19 der „Perlen der Literatur“ des 19. und 20. Jahrhunderts wiederveröffentlicht. Eine sehr schön gestaltete und gebundene Neuausgabe, deren optisches und haptisches Vergnügen das Lesevergnügen der Sprache und der eindrücklichen Geschichte perfekt ergänzt.

Furioser Schicksalsroman

Bewertung am 04.03.2023

Bewertungsnummer: 1893124

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Grazia Deledda erhielt 1926 als zweite Frau den Nobelpreis für Literatur und ist in Italien bis heute (wieder) viel gelesen. In ihren späten Jahren neigte sich die größte Tochter Sardiniens leider dem Diktator Benito Mussolini zu und ließ sich und ihrem Ruhm vereinnahmen, bevor sie 1936 im Alter von 64 Jahren verstarb. Wir kannten noch keines ihrer Bücher und durften ihr Werk daher mit ihrem zentralen Roman La Madre (Die Mutter) erstmals entdecken. Die Mutter ist ein dramatischer Kurzroman, der an einem Wochenende in einem kleinen italienischen Dorf handelt und dabei die Geschichte eines Priesters erzählt, der zwischen seiner Liebe für eine Witwe und dem Zölibat zerrieben zu werden droht. Die titelgebende Mutter ist dabei Dreh- und Angelpunkt der Handlung, redet sie doch ihrem Sohn, dem Priester Paulo, ihrem ganzen Stolz, ins Gewissen, die Affäre zu beenden. Damit werden Ereignisse in Gang gesetzt, die in einem furiosen Finale kulminieren. Eindrücklich erzählt Deledda von dem Gewissenskonflikt Paulos und dem Leben und (Aber-)Glauben der Dorfgemeinschaft. Deleddas Schicksalsroman ist auch sprachlich ein großes Vergnügen und eine klare Leseempfehlung.

Furioser Schicksalsroman

Bewertung am 04.03.2023
Bewertungsnummer: 1893124
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Grazia Deledda erhielt 1926 als zweite Frau den Nobelpreis für Literatur und ist in Italien bis heute (wieder) viel gelesen. In ihren späten Jahren neigte sich die größte Tochter Sardiniens leider dem Diktator Benito Mussolini zu und ließ sich und ihrem Ruhm vereinnahmen, bevor sie 1936 im Alter von 64 Jahren verstarb. Wir kannten noch keines ihrer Bücher und durften ihr Werk daher mit ihrem zentralen Roman La Madre (Die Mutter) erstmals entdecken. Die Mutter ist ein dramatischer Kurzroman, der an einem Wochenende in einem kleinen italienischen Dorf handelt und dabei die Geschichte eines Priesters erzählt, der zwischen seiner Liebe für eine Witwe und dem Zölibat zerrieben zu werden droht. Die titelgebende Mutter ist dabei Dreh- und Angelpunkt der Handlung, redet sie doch ihrem Sohn, dem Priester Paulo, ihrem ganzen Stolz, ins Gewissen, die Affäre zu beenden. Damit werden Ereignisse in Gang gesetzt, die in einem furiosen Finale kulminieren. Eindrücklich erzählt Deledda von dem Gewissenskonflikt Paulos und dem Leben und (Aber-)Glauben der Dorfgemeinschaft. Deleddas Schicksalsroman ist auch sprachlich ein großes Vergnügen und eine klare Leseempfehlung.

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Die Mutter

von Grazia Deledda

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