Am 10 Juli 2015, vier Tage bevor die New Horizons am Pluto eintrifft, entdeckt der Astrophysiker und Analyst Frank Navell etwas, was er nicht versteht. Bei der Analyse der letzten Daten der Voyager-2-Sonde, für die er am JPL verantwortlich ist, scheint die Sonde am äußeren Rand der Heliosphäre auf etwas gestoßen zu sein. Bevor er dem auf den Grund gehen kann, wird er in Kenntnis gesetzt, dass er sich ein neues Projekt suchen muss, doch weitere Analysen zeigen, dass die Sonde wenig später für einen Moment hinter dem Pluto wieder auftaucht und kurz darauf erneut verschwunden zu sein scheint.
Was ist passiert, ist auch die New Horizons-Mission in Gefahr? Sind die Daten fehlerhaft?
Doch startet die ESA eine Mission, um etwas ganz anderes zu untersuchen. Die Regierungen anderen Staaten schlafen nicht und schon bald entflammt das Interesse einiger mächtiger Schattenorganisationen. Die Spur führt zu einem uralten Geheimnis, das nur darauf wartet, gelüftet zu werden.
Der Beginn eines Abenteuers quer durch unser Sonnensystem, auf dessen Weg viele Hindernisse und Intrigen warten. Findet zusammen mit Leonard Braun heraus, welche Geheimnisse in unserem Universum verborgen liegen.
Kundinnen und Kunden meinen
4.5/5.0
Bewertung
4/5
02.07.2022
Buch (Taschenbuch)
Jagd nach mysteriösen Signalen
Alles startet mit der Voyager 2 Sonde, die erst merkwürdige Messdaten sendet, dann verschwindet, an einem völlig anderen Ort plötzlich wieder auftaucht nur um erneut zu verschwinden. Der verantwortliche Forscher Frank Navell erfährt im gleichen Zuge, dass sein Vertrag nicht verlängert wird, wird jedoch sogleich von einer geheimnisvollen Gesellschaft angeworben - absolutes Stillschweigen und Infos von der ESA weitergeben heißt es hier. Abgesehen von einigen Szenen, in denen er genau das tut - nämlich Informationen übermitteln -, spielt er anschließend keine große Rolle mehr.
Stattdessen wechselt der Fokus auf den Astrophysiker Leonard Braun, der an seiner Dotorarbeit über Eismonde arbeitet. Wie der Zufall es will, ist sein Vater ein hohes Tier bei der ESA. Deshalb kann er miterleben, wie auch die New Horizons Sonde erst ein merkwürdiges Signal empfängt und dann der Kontakt zu ihr abbricht.
Schließlich geht es ein drittes Mal um ein merkwürdiges Signal, das Lucy, Leonards Freundin aus Kindertagen und Datenanalystin bei der ESA in Madrid, beim Durchstöbern alter Daten findet. Sie wird ohne weitere Erläuterungen sofort aus ihrem Team abgezogen um an einem anderen Projekt der ESA zu arbeiten.
Leonard unternimmt in der Zwischenzeit erstmal eine Forschungsreise in die Antarktis mit Doktor Bishop, der einen Roboter gebaut hat, der nichtinvasive Messungen am Wostoksee vornehmen soll. Doch kaum können sie dabei Erfolge verzeichnen, werden auch sie beide abgezogen um für das ESA-Projekt zu arbeiten.
Insgesamt gibt es eine ganze Forschertruppe, die an der Mission, welche einen Raumflug beinhaltet, teilnehmen soll. Keiner von ihnen weiß allerdings etwas Genaueres darüber, während sie ihr Training absolvieren.
Ab dieser Stelle kann ich nicht mehr weiter erzählen, ohne zu spoilern, deshalb in aller Kürze: Das Team bekommt dann doch noch ein paar Infos (allerdings weniger, als man sich wünschen würde) zu ihrer Mission und fliegt schließlich ins All. Hier läuft nicht alles rund, aber sie verzagen nicht an den Herausforderungen. Schließlich gibt es auch hier wieder ein Signal, dass die gesamte Mission verändert. Ach, und dann gibt es da noch eine alte Dschungeltafel…
Insgesamt gibt es hier sehr viele lose Enden, die hoffentlich alle in Band 2 wieder aufgegriffen werden.
Die Story ist durchaus spannend, wer sich allerdings durch Zeitsprünge oder einiges Gerede über Daten, technische Fakten und kleinere wissenschaftliche Erklärungen aus dem Spannungsbogen ziehen lässt, ist hier fehl am Platz, ebenso wie Leser, die erwarten, dass das Team die ganze Zeit Enterprise-mäßig mit ihrem Raumschiff durch das Weltall kurvt. Wer jedoch Science Fiction mit wissenschaftlichenm Hintergrund und das Rätseln ob geheimer Missionen und Gesellschaften mag, wird hier fündig.
Der Schreibstil ist recht locker und hin und wieder gibt es auch mal ein Fehlerchen.
Die Charaktere verwischen nicht, ich hätte mir aber dennoch gewünscht, dass Lucys Charakter etwas ausgefeilter gewesen wäre, da sie bisher die weibliche Hauptperson ist und zumindest ein Kapitel aus ihrer Sicht war. So bleibt sie für mich die Datenanalystin und FUnkverantwortliche, die für Leonard schwärmt und durchaus zu Tränen neigt.
Insgesamt ein solider erster Band mit ein paar Schwächen.
Bewertung
4/5
11.06.2022
Buch (Taschenbuch)
gelungene Mischung aus wissenschaftlichen Fakten und Si-Fi
Die "Wächter des Wissens" ist ein vielversprechender Auftakt zu einer Reihe, die die Erforschung unbekannter Phänomene im Weltall thematisiert. Dabei werden gekonnt bereits bekannte wissenschaftliche Fakten und existierende Forschungsinstitute mit Phantasie und Möglichkeiten vermischt. Durch die gute Charakterisierung der handelnden Personen und die realen Orte auf der Erde, bekommt man fast den Eindruck: ja genauso wäre es möglich.
Der Schreibstil des Autors liest sich nach einer anfänglichen Gewöhnungsphase gut. Manchal sind die Dialoge ein wenig "flapsig". Man wird nicht mit wissenschaftlichen Ausdrücken überfordert. Abkürzungen werden erklärt. Im Nachwort erläutert der Autor die wissenschaftliche Grundlagen, auf die die Geschichte beruht.
Mir hat besonders die Mischung zwischen Details der Expedition und den Zeitsprüngen gefallen, so dass ein größerer Zeitrahmen abgedeckt wurde, aber man nie den Eindruck von Zeitlöchern hat. Die Abenteuer im Weltraum sind äußerst spannend beschrieben und so bildlich, dass sie filmreif sind. Der Bezug zur aktuellen politischen Ereignissen und die Andeutung einer Verschwörung erhöhen die Spannung des Romans und gestalten ihn interessant und abwechslungsreich.
Nicht alle Fragen, die beim Lesen aufkommen werden geklärt - da muss man auf dei Fortsetzung warten. Insgesamt gebe ich sehr solide 4 Sterne.
ech
aus Bochum
4/5
10.06.2022
Buch (Taschenbuch)
Packender Auftakt einer…
Packender Auftakt einer Science-Fiction-Reihe um eine gefährliche Weltraummission mit ungewissem Ausgang Mit diesem Buch legt der Autor David Reimer den Auftakt seiner neuen Science-Fiction-Thriller-Reihe „Die Wächter des Wissens“ vor und beschert mir damit meinen ersten Science-Fiction-Roman, der in weiten Teilen in der Vergangenheit spielt. Erst am Ende des Buches kommen wir dann im Jahr 2022 an, wo der Autor dann auch einige reale und ziemlich aktuelle Ereignisse in die Handlung einbaut. Als der Astrophysiker und Analyst Frank Navell im Jahr 2015 die letzten Daten der Voyager-2-Sonde analysiert, stößt er auf eine Anomalie, die Rätsel aufgibt. Doch bevor er der Sache weiter auf den Grund gehen kann, wird ihm mitgeteilt, dass sein Vertrag nicht verlängert wird. Als die ESA Jahre später eine Weltraummission startet, rückt auch diese Anomalie in den Blickpunkt und es beginnt ein Abenteuer, das die Mitglieder der Mission, zu denen auch der Deutsche Leonard Braun gehört, an ihre Grenzen und noch ein ganzes Stück darüber hinaus bringen wird. Denn längst sind auch andere Regierungen und eine mysteriöse Schattenorganisation auf die Sache, hinter der sich ein uraltes Geheimnis verbirgt, aufmerksam geworden und beginnen, ihr ganz eigenes Spiel zu spielen. Mit einem packenden Schreibstil und einem hohen Erzähltempo treibt der Autor seine gut aufgebaute Geschichte voran und entwirft mit viel Einfallsreichtum ein faszinierendes Setting, das die Handlung auch über die weiteren Bände tragen kann. Zudem bestückt er dieses Setting mit einer ganzen Riege gut gezeichneter und vielschichtig angelegter Protagonisten in Haupt- und vermeintlichen Nebenrollen, die immer wieder für Überraschungen gut sind. Der übliche Spagat eines Auftaktbandes, zum einen eine interessante Geschichte zu erzählen, die Lust auf weitere Bände macht, und zum anderen das Setting und die Protagonisten, die diese Geschichten tragen sollen, sorgfältig einzuführen, gelingt insgesamt sehr gut, lässt aber durchaus auch noch ein wenig Steigerungspotential für die nachfolgenden Bände. So dauert es doch recht lange, bis wir endlich ins All aufbrechen. Ein insgesamt gelungener Reihenauftakt, der Lust auf mehr macht, mich aber noch nicht komplett überzeugen konnte. Die Ansätze, das dies mit dem nächsten Band bereits gelingen kann, sind aber durchaus vorhanden.
Bewertung
aus Luckenwalde
5/5
18.11.2022
Buch (Taschenbuch)
Absolut gelungene Fortsetzung
"Die Wächter des Wissens : Der dunkle Reisende" von David Reimer ist schon der zweite Teil, der den faszinierten Leser mitnimmt in die Weiten des Weltalls.
Alle schon bekannten Personen trifft man hier wieder und auch alle Handlungsstränge werden wieder weitergeführt.
Es machte mir viel Spaß alte Bekannte wiederzusehen und ihre Entwicklung weiterzuverfolgen. Einige mochte ich jetzt mehr, andere weniger, da ich ihre Entscheidungen nicht so mittragen konnte.
In diesem Teil wird es jetzt absolut abenteuerlich und fantastisch, man wird in eine komplett fremde Welt entführt, lernt andere Lebewesen kennen, nimmt an Expeditionen teil, fiebert in spannenden Weltraumschlachten mit und verfolgt ganz nebenbei auch das weitere Geschehen und die Ereignisse auf der Erde. Auch das ist absolut nicht nebensächlich, sondern wichtig und spannend.
Der Fokus liegt hier aber im All und dem, was sie dort finden.
Keine Seite war hier langweilig, ich fühlte mich mitgenommen auf große Fahrt und warte ganz gespannt auf weiteres aus diesem Universum.
ech
aus Bochum
5/5
21.10.2022
Buch (Taschenbuch)
Mit dem zweiten Band nimmt die Reihe nun richtig Fahrt auf
Mit diesem Buch legt der Autor David Reimer den zweiten Band seiner Science-Fiction-Thriller-Reihe „Die Wächter des Wissens“ vor und bietet dabei erneut spannende Unterhaltung. Dass die Geschichte inzwischen im Jahr 2022 angekommen ist, gibt dem Autoren zudem die Gelegenheit, beim Erzählstrang, der auf der Erde spielt, einige reale und ziemlich aktuelle Ereignisse in die Handlung einfließen zu lassen.
Man kann das Buch auch ohne Vorkenntnisse aus dem ersten Band problemlos lesen und verstehen. Alle dafür erforderlichen Informationen zu den Protagonisten und ihrer Vorgeschichte werden gut in die laufende Handlung eingebunden, ohne dabei den Lesefluss zu stören. Um die Entwicklung der Figuren und die eine oder andere eingestreute Anspielung auf frühere Ereignisse in Gänze genießen zu können, empfiehlt es sich aber schon, die Bücher in der richtigen Reihenfolge zu lesen. Zudem gibt es hier einige Querverbindungen zur Reihe um den Archäologen Henry Voigt, dem Onkel von Leonard Braun, der sich an Bord der Destiny befindet. Doch auch hier sind für das Verständnis keine Vorkenntnisse erforderlich.
Als die Destiny nach einer langen Reise die Anomalie hinter der Umlaufbahn des Pluto erreicht, entpuppt sich diese als Wurmloch. Nun muss die Besatzung die Entscheidung treffen, ob sie zur Erde zurückkehren soll oder das Risiko eingeht, das Tor zu einer wahrscheinlich weit entfernten Galaxie zu durchstreiten. Doch wird von dort aus eine Rückkehr überhaupt noch möglich sein ? Währenddessen spitzt sich das Geschehen auf der Erde immer weiter zu. Welche Pläne verfolgt der geheimnisvolle Trust, der im Geheimen seine Fäden spinnt ? Und welches Geheimnis verbirgt die mysteriöse Steintafel, die Henry Voigt vor Jahren entdeckt hat ?
Mit einem packenden Schreibstil und einem hohen Erzähltempo treibt der Autor seine gut aufgebaute Geschichte voran und spinnt die unterschiedlichen Handlungsstränge, die er im Auftaktband entworfen hat, weiter. Getragen wird das Ganze von gut gezeichneten und vielschichtig angelegten Protagonisten in Haupt- und vermeintlichen Nebenrollen, die immer wieder für Überraschungen gut sind. Nachdem im Auftaktband das Setting und die Protagonisten sorgfältig eingeführt worden sind, kann sich der Autor diesmal komplett auf die Geschichte konzentrieren, was ihr ausgesprochen gut bekommt und für eine deutliche Steigerung in Sachen Spannung und Dramatik sorgt.
Eine insgesamt gelungene Fortsetzung, die Lust auf mehr macht und mich diesmal auch komplett überzeugen konnte. Die Messlatte für die nachfolgenden Bände wird hier mächtig hoch gehängt.
Kurze Frage zu unserer Seite
Vielen Dank für Ihr Feedback
Wir nutzen Ihr Feedback, um unsere Produktseiten zu verbessern. Bitte haben Sie Verständnis, dass wir Ihnen keine Rückmeldung geben können. Falls Sie Kontakt mit uns aufnehmen möchten, können Sie sich aber gerne an unseren Kund*innenservice wenden.