Produktbild: Die Aufrechte

Die Aufrechte Roman aus dem Widerstand

Aus der Reihe Romane im GMEINER-Verlag
11

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Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

13.07.2022

Verlag

Gmeiner-Verlag

Seitenzahl

512

Maße (L/B/H)

21/14,8/4,5 cm

Gewicht

708 g

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-8392-0247-0

Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

13.07.2022

Verlag

Gmeiner-Verlag

Seitenzahl

512

Maße (L/B/H)

21/14,8/4,5 cm

Gewicht

708 g

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-8392-0247-0

Herstelleradresse

Gmeiner
Im Ehnried 5
88605 Meßkirch
DE
info@gmeiner-verlag.de

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  • Bewertung

    aus Düsseldorf

    5/5

    20.09.2022

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Ein Buch über eine besondere Frau

    Meine Meinung: Es gab auch in Deutschland einen Widerstand. Einige Personen sind vielen bekannt, andere wurden gar nicht weiter hervorgehoben oder sind ganz in Vergessenheit geraten. Zum Glück haben wir Autorinnen und Autoren, die uns Claudius Crönert stellt uns in seinem Buch Felicitas von Reznicek vor. Zwölf Jahre ihres Lebens können wir sie begleiten und erfahren sehr viel über die damalige Zeit. Felicitas, die sich Fee rufen ließ, wuchs in einer Familie auf, der es in der damaligen Zeit gut ging. Ihr Vater Emil Nikolaus von Reznicek, war ein sehr bekannter deutsch-österreichischer Komponist. Ihre Mutter war eine gebürtige Schweizerin und wie es damals bedauerlicherweise behauptet wurde, eine Halbjüdin. Nun ahnt jeder bereits, dass dies zu Problemen führen würde und die Familie von Fee blieb nicht verschont und es wurde auch durchaus lebensgefährlich. Fee hat als Journalistin gearbeitet und kam dadurch wohl an mehr Informationen als manch Durchschnittsbürger. Aber auch sie gehörte zu den Leuten, die meinten, dass alles schnell vorbei ginge und es wohl nicht so schlimm werden könnte. Eine Fehleinschätzung, die viele in Gefahr brachte. Aber selbst als sie mehr Hintergründe erfahren konnte, war es nicht einfach. Zu gerne hätte sie die Familie in Sicherheit in die Schweiz gebracht. Was sich so einfach anhörte, aber nicht war. Auf die Einzelheiten möchte ich hier jetzt nicht eingehen, es würde den Rahmen sprengen und außerdem kann es ja jeder nachlesen. Fee hatte einen sehr großen Bekanntenkreis und kam auch mit anderen, die im Widerstand tätig waren zusammen. Aber nicht nur mit ihnen, leider gab es überall Parteimitglieder und es war gefährlich laut die eigene Meinung zu äußern. Ganz kritisch stelle ich mir die Situation vor, in der Fee sich in den Adjutanten von Hitler verliebt. Das schreit doch regelrecht nach einer Zwickmühle und ich machte mir Gedanken, was ich wohl an ihrer Stelle gemacht hätte. Ich erwähnte ja schon, dass der Autor uns Leserinnen und Lesern die Möglichkeit gibt, viel aus dem Familien- und Alltagsleben während der zwölf Jahre kennen zu lernen. So konnte ich erfahren, wie sich das Leben in anderen Städten abspielte, Fee durfte ja reisen. Ob nun nach Wien oder Paris oder sogar nach New York und San Francisco. Fee war Übermittlerin wichtiger Geheimnachrichten. Beruflich war es oft eine Gratwanderung, als Journalistin hätte sie gerne über bestimmte Themen geschrieben, aber auch das wurde zu gefährlich oder erst gar nicht zum Druck freigegeben. Ach, ich könnte ich noch so viel erwähnen. Zumal der Autor sehr gut recherchiert hat. Ich fand es ausgesprochen interessant, soviel aus dem Leben von Fee und ihrer Familie zu erfahren. Natürlich wollte ich über einige Personen noch mehr wissen und habe mich im Internet über sie informiert. Fazit: Ein Buch über eine besondere Frau, die aktiv im Widerstand tätig war. Aber auch nach dem Krieg war sie nicht untätig, was der Autor im Nachwort erwähnt. Gerne gebe ich eine Leseempfehlung. Das Buch vermittelt soviel wissenswertes und macht auch nachdenklich.

  • chuckipop

    aus Bünde

    5/5

    14.09.2022

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Aus dem Leben einer beeindruckenden Frau im Widerstand - fesselnd!

    "Die Aufrechte" von Claudius Crönert ist als Hardcover mit 512 Seiten beim Gmeiner Verlag erschienen. Claudius Crönert hat hier die Lebensgeschichte der Journalistin Felicitas "Fee" von Reznicek als Grundlage für seinen fesselnden Roman verwendet und mir diese beeindruckendeFrau, die mir vorher nicht bekannt war, auf unterhaltsame und informative Weise näher gebracht. Felicitas von Reznicek war eine moderne Frau, die sich stets um ihre Eltern, ihre Familie kümmerte und in vielen Dingen ihrer Zeit voraus war. Fee hatte einen großen Freundes- und Bekanntenkreis, war sehr selbständig, hatte Liebschaften und ein bewegtes Leben. Crönert schildert ihre Geschichte zwischen 1933 und 1945, bringt die spannende Biografie dieser Frau dem Leser näher. Fee von Reznicek kämpfte im Verborgenen, für den Widerstand - zugleich war sie die Geliebte von Fritz Wiedemann, einem Adjudanten des Führers - ein Tanz auf einem Drahtseil sozusagen. Fee war in Fritz verliebt, aber trotzdem blieb sie sich selbst und ihren Motiven treu, was den Titel des Romans erklärt... Der Autor schafft hier eine sehr authentische Atmosphäre, die unglaublich deutlich macht, in welcher Gefahr die Journalistin schwebte - in welcher Gefahr im Grunde genommen jeder Andersdenkende, der seinen Gedanken Taten folgen ließ und versuchte, die Welt besser zu machen, schwebte. Auch der Alltag der damaligen Zeit kommt nicht zu kurz, so daß man die Entbehrungen und Schwierigkeiten, die Ängste und Nöte der Menschen beim Lesen förmlich spüren kann. Ein fesselnder, sehr gründlich recherchierter Roman über das Leben einer beeindruckenden Widerständlerin im zweiten Weltkrieg - unbedingte Leseempfehlung!

  • Bewertung

    aus Hamburg

    5/5

    11.09.2022

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Ein Leben im Spagat...

    „Die Aufrechte“ von Claudius Crönert war für mich der erste Roman dieses Autors – und von Felicitas (Fee) von Reznicek hatte ich vorher auch noch nie gehört... Aber nun freue ich mich sehr, beide „kennengelernt“ zu haben! Ich erwähne selten die Gestaltung von Büchern (ich bin nicht so der „Cover-Typ“), aber hier muss ich es erwähnen: erschienen im Gmeiner-Verlag als Hardcover und schon die äußere Aufmachung empfand ich als ungemein ansprechend und edel gestaltet (eine Lesebändchen hätte mein Glück vollkommen gemacht!), ein schwarz-weißes Foto von Fee auf dem Cover, schlicht, aber auf jeden Fall ein echter „Hingucker“! Im Prolog lernen wir Fee und ihre Gedankenwelt im zerbombten Berlin der Nachkriegszeit kennen. Sie grübelt über das Entnazifizierungsverfahren nach, dass sie angestrebt hat, um als „unbelastet“ eingestuft zu werden. Sie hatte alle 131 Fragen sorgfältig ausgefüllt und für die Zahlung der Gebühren (1.206 Reichsmark) muss sie sich wohl von der Schmetterlingssammlung ihres Vaters trennen, aber wie konnte das auf dem Schwarzmarkt funktionieren? Das 1. Kapitel beginnt mit dem 30.Januar 1933 und wir nehmen die nächsten 12 Jahre teil an Fees Leben. Aber was hier berichten, um nicht die Spannung zu verderben? Sie erfährt an diesem Abend nicht nur, dass ihre Großmutter mütterlicherseits von den Nationalsozialisten als „Volljüdin“ eingestuft werden wird, sondern auch, dass ihr Bruder Emil bereits seit 1931 Mitglied der NSDAP ist... Ich denke, diese gegensätzlichen „Geständnisse“ bestimmen Fees Leben: sie arbeitet einerseits aktiv für den Widerstand, wird aber als Journalistin auch Mitglied in der Reichsschrifttumskammer, später sogar selbst Mitglied der NSDAP (aber eigentlich eher ein Versehen, wenn es nicht gerade DIESE Mitgliedschaft gewesen wäre, hätte ich geschmunzelt), tritt aber einige Jahre später wieder aus (ohne Konsequenzen, ich hatte schon die schlimmsten Befürchtungen). Sie bringt wichtige Informationen ins Ausland, trifft sich konspirativ mit Agenten der „feindlichen“ Mächte, schreibt provokante Leserbriefe, wird gewarnt: „Bedenken Sie, wenn Sie das nächste Mal etwas schreiben, ein KZ ist kein Erholungsort.“ (S. 242) Gleichzeitig verliebt sie sich in Fritz Wiedemann, einen Adjutanten von Adolf Hitler, der allerdings verheiratet ist… Ich habe verstanden, dass ihr Leben von zwischen 1933 bis 1945 eine ständige Gratwanderung war, quasi ein Spagat zwischen äußerlicher Angepasstheit und Widerstand, zwischen Sorge um ihre betagten (und gefährdeten) Eltern und Fritz, der Liebe ihres Lebens... Sie geht hohe Risiken ein, aber ist immer ihren Überzeugungen treu, sie bleibt „aufrecht“, deshalb finde ich den Titel des Buches auch exzellent gewählt. Der Schreibstil ist fesselnd, spannend und hat mich teilweise regelrecht in Fees Geschichte „eingesogen“, wobei ich nicht verheimlichen will, dass mir der zweite Teil noch besser gefallen hat. Ich konnte nicht alle Handlungen, Ansichten und Entscheidungen von Fee teilen, fand sie manchmal auch naiv, aber vermutlich liegt es daran, weil ich – im Gegensatz zur „damaligen“ Fee - weiß, wie sich die weitere Entwicklung fortsetzte – während Fee „mittendrin“ lebte. Man merkt, dass der Autor sorgfältig und umfangreich recherchiert hat, so dass ich aus diesem Buch viele neue Erkenntnisse ziehen konnte. Ein Nachwort rundet das Buch perfekt ab, der letzte Satz lautet: „Ihre Tätigkeit für den deutschen Widerstand ist bislang nicht gewürdigt worden.“ (S. 508). Ich finde, Claudius Crönert hat für diese Würdigung einen äußerst stabilen und ausgezeichneten Grundstein gelegt!

  • Alsterschwan

    aus Hamburg

    5/5

    11.09.2022

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Ein Leben im Spagat... „Die…

    Ein Leben im Spagat... „Die Aufrechte“ von Claudius Crönert war für mich der erste Roman dieses Autors – und von Felicitas (Fee) von Reznicek hatte ich vorher auch noch nie gehört... Aber nun freue ich mich sehr, beide „kennengelernt“ zu haben! Ich erwähne selten die Gestaltung von Büchern (ich bin nicht so der „Cover-Typ“), aber hier muss ich es erwähnen: erschienen im Gmeiner-Verlag als Hardcover und schon die äußere Aufmachung empfand ich als ungemein ansprechend und edel gestaltet (eine Lesebändchen hätte mein Glück vollkommen gemacht!), ein schwarz-weißes Foto von Fee auf dem Cover, schlicht, aber auf jeden Fall ein echter „Hingucker“! Im Prolog lernen wir Fee und ihre Gedankenwelt im zerbombten Berlin der Nachkriegszeit kennen. Sie grübelt über das Entnazifizierungsverfahren nach, dass sie angestrebt hat, um als „unbelastet“ eingestuft zu werden. Sie hatte alle 131 Fragen sorgfältig ausgefüllt und für die Zahlung der Gebühren (1.206 Reichsmark) muss sie sich wohl von der Schmetterlingssammlung ihres Vaters trennen, aber wie konnte das auf dem Schwarzmarkt funktionieren? Das 1. Kapitel beginnt mit dem 30.Januar 1933 und wir nehmen die nächsten 12 Jahre teil an Fees Leben. Aber was hier berichten, um nicht die Spannung zu verderben? Sie erfährt an diesem Abend nicht nur, dass ihre Großmutter mütterlicherseits von den Nationalsozialisten als „Volljüdin“ eingestuft werden wird, sondern auch, dass ihr Bruder Emil bereits seit 1931 Mitglied der NSDAP ist... Ich denke, diese gegensätzlichen „Geständnisse“ bestimmen Fees Leben: sie arbeitet einerseits aktiv für den Widerstand, wird aber als Journalistin auch Mitglied in der Reichsschrifttumskammer, später sogar selbst Mitglied der NSDAP (aber eigentlich eher ein Versehen, wenn es nicht gerade DIESE Mitgliedschaft gewesen wäre, hätte ich geschmunzelt), tritt aber einige Jahre später wieder aus (ohne Konsequenzen, ich hatte schon die schlimmsten Befürchtungen). Sie bringt wichtige Informationen ins Ausland, trifft sich konspirativ mit Agenten der „feindlichen“ Mächte, schreibt provokante Leserbriefe, wird gewarnt: „Bedenken Sie, wenn Sie das nächste Mal etwas schreiben, ein KZ ist kein Erholungsort.“ (S. 242) Gleichzeitig verliebt sie sich in Fritz Wiedemann, einen Adjutanten von Adolf Hitler, der allerdings verheiratet ist… Ich habe verstanden, dass ihr Leben von zwischen 1933 bis 1945 eine ständige Gratwanderung war, quasi ein Spagat zwischen äußerlicher Angepasstheit und Widerstand, zwischen Sorge um ihre betagten (und gefährdeten) Eltern und Fritz, der Liebe ihres Lebens... Sie geht hohe Risiken ein, aber ist immer ihren Überzeugungen treu, sie bleibt „aufrecht“, deshalb finde ich den Titel des Buches auch exzellent gewählt. Der Schreibstil ist fesselnd, spannend und hat mich teilweise regelrecht in Fees Geschichte „eingesogen“, wobei ich nicht verheimlichen will, dass mir der zweite Teil noch besser gefallen hat. Ich konnte nicht alle Handlungen, Ansichten und Entscheidungen von Fee teilen, fand sie manchmal auch naiv, aber vermutlich liegt es daran, weil ich – im Gegensatz zur „damaligen“ Fee - weiß, wie sich die weitere Entwicklung fortsetzte – während Fee „mittendrin“ lebte. Man merkt, dass der Autor sorgfältig und umfangreich recherchiert hat, so dass ich aus diesem Buch viele neue Erkenntnisse ziehen konnte. Ein Nachwort rundet das Buch perfekt ab, der letzte Satz lautet: „Ihre Tätigkeit für den deutschen Widerstand ist bislang nicht gewürdigt worden.“ (S. 508). Ich finde, Claudius Crönert hat für diese Würdigung einen äußerst stabilen und ausgezeichneten Grundstein gelegt!

  • Bewertung

    5/5

    20.08.2022

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Die Geschichte eienr faszinierenden Frau

    Erzählt wird die Geschichte der Berliner Journalistin Felicitas von Reznicek - einer Frau, die tatsächlich gelebt hat - in den Jahren 1933-1945. Sie arbeitete für den Widerstand, liebte aber den Hitler-Adjutanten Fritz Wiedemann. Die Spannung zwischen beiden Seiten brachte sie an ihre Grenzen. Die Geschichte, die im Roman erzählt wird, handelt von der Berliner Journalistin Felicitas von Reznicek, einer historischen Person, und spielt im Zeitraum von 1933-1945. Schon in ihrer Familie sind die Meinungen über Hit geteilt bzw. schätzt man die Lage zunächst wie die meisten anderen Menschen nicht als so gefährlich ein. Felicitas, die von allen 'Fee genannt wird, wird wider Willen Mitglied in der Partei, aber steht nicht hinter dem Programm, während ihr einer Bruder überzeugtes Mitglied der esten Stunde ist. Ihrem Vater, einem angesehenem Dirigenten geht es um seine Kunst und ihre Mutter ist Halbjüdin, was zuvor nie Thema in der Familie war. Felicitas möchte unbeschwert leben, jedoch kann sie die Augen vor den ganzen Ereignissen gerade auch als Journalistin nicht verschließen. Fee begibt sich in Gefahr, denn sie wird im Widerstand aktiv, während sie den äußeren Schein zu wahren sucht. Sie hilft ihrer jüdischen Freundin und deren Familie, überbringt Dokumente, versucht sich nicht an Mänder zu binden, doch sie verliebt sich unter anderem in den verheirateten Adjutanten Fritz Wiedemann, in dessen Brust auch mehre Herzen schlagen. Ich mochte die Art wie der Autor diese Geschichte erzählt sehr, denn ich erfahre wahnsinnig viel über das damalige Leben und Ereignisse. Mir war zum Beispiel nicht klar, dass es eine Anordnung für einen Eintopfsonntag gab. Der Autor brachte mich trotz des Ernstes der Lage zum Schmunzeln, da die Familie von Fee diese Anordnung umging und er dies sehr unterhaltsam schilderte. Die politischen Ereignisse brachte er wahnsinnig gut unter, in dem die Protagonisten sich darüber unterhielten oder es in den Medien Thema war. Fee war eine sehr taffe, mutige Frau mit vielen Ideen, einige davon hätten ihr Leben kosten können, andere haben nicht nur ihr Leben sondern auch das Leben anderer gerettet. Ich habe eine sehr gute Vorstellung auch davon bekommen, wie die anderen Weltmächte agiert bzw. nicht agiert haben. Dem Autoren gebührt großes Lob für diesen Roman, Unterhaltsam, packend und sehr informativ. Fünf Sterne*****

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