Der Komplex "Schluss mit dem Schuldbekenntnis". Die Verschiebung des Sagbaren im erinnerungspolitischen Diskurs durch die "Neuen Rechten"
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Form:Einzelkauf Download
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Sprache:Deutsch
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Produktdetails
Format
Kopierschutz
Nein
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Nein
Text-to-Speech
Nein
Erscheinungsdatum
25.04.2022
Verlag
GRINSeitenzahl
19 (Printausgabe)
Dateigröße
464 KB
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
EAN
9783346633149
Auf Einladung des Verbandes Sozialistischer Studenten Österreichs hielt Theodor W. Adorno am 6. April 1967 an der Wiener Universität einen Vortrag, der im Hinblick auf die jüngsten Wahlerfolge der extrem rechten Partei Alternative für Deutschland erschreckend aktuell wirkt. Adorno attestierte den Menschen in Deutschland eine "immerwährende [...] Angst um ihre Nationale Identität" und einen "Komplex Schluss mit dem Schuldbekenntnis".
Diese Diagnose scheint heute genauso auf die sogenannte "Neue Rechte" und ihren parlamentarischen Arm, die AfD, zuzutreffen. Zentral für das politische Profil der Partei sind seit der Einreise von mehr als einer Million Schutzsuchenden in den Jahren 2015 und 2016 vor allem offene Xenophobie und gebetsmühlenartige Kritik an der deutschen Migrationspolitik. Mit dieser Kritik geht neben der Diffamierung der "Altparteien" auch eine Forderung nach einem patriotischen Nationalbewusstsein einher, die häufig sekundär antisemitisch ist.
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