Apokalypse und Advent Warum wir dagewesen sein werden
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Beschreibung
Produktdetails
Einband
Paperback
Erscheinungsdatum
15.08.2022
Verlag
SonderzahlSeitenzahl
192
Maße (L/B/H)
20,7/13,3/1,4 cm
Gewicht
275 g
Auflage
1
Sprache
Deutsch
ISBN
978-3-85449-607-6
Von den zahlreichen Büchern, die der Philosoph Peter Strasser im Laufe seines Lebens geschrieben hat, ist
Apokalypse und Advent
sicherlich sein persönlichstes. Befreit von akademischen Anforderungen, die immer auch Fesseln sind, scheut er sich nicht, die Ich-Form zu verwenden, ein Ich ins Spiel zu bringen, das sich nicht als ein
Anderer
versteht – und das eigene Schreiben prüfend zu reflektieren: »Oft schon habe ich versucht, mich, in meiner Grübelei, meinem Schreibfluss innehaltend, von mir selbst zu distanzieren. Immer schwerer wog der Verdacht, der mir beim Schreiben folgte wie ein böser Schatten: Waren nicht gerade meine zentralen Überzeugungen, statt Ausdruck einer tieferen, geistigen Realität zu sein, bloß
herbeigeschrieben
?«Natürlich bleibt Peter Strasser auch in diesem Werk seinem zentralen Thema verbunden: einen Ausweg aus dem Gefängnis der Immanenz und dem Irrgarten der Transzendenz zu finden. So kreist sein Denken um Begriffe, die wie aus der Zeit gefallen scheinen: Schöpfung – Paradies – unbefleckte Empfängnis – Blickwinkel Gottes … und die Unausweichlichkeit der Mythen, die sich wie ein roter Faden durch sein Werk ziehen: »Durch die Vermittlung des Mythos, der alle Zeit aufhebt, entsteht uns eine Ahnung«. Die Wendung »wie aus der Zeit gefallen« lässt sich mit den Worten Peter Strassers somit auch ins Poetische übersetzen: »Es ist, als ob die Zeit den Atem anhielte.«Der Untertitel von
Apokalypse und Advent
hebt mit einem Fragewort an: Warum – endet aber nicht fragend mit einem Fragezeichen, sondern präsentiert sich als eine in einer vergangenen Zukunft endenden Mutmaßung:
Warum wir dagewesen sein werden
– ohne Punkt, ohne Ausrufezeichen. Peter Strasser stellt sich eben nicht die naheliegendere, aber letztendlich bedeutungslose Frage
Wozu?
, sondern sucht einen Sinn unserer Existenz über unsere Endlichkeit hinaus, ja über die Endlichkeit unserer gesamten Gattung, über die Endlichkeit des Kosmos hinweg. Für Strasser ist der Advent des Philosophen eine Zeit des Ahnens, eines Ahnens jedoch, das nicht bloß herbeigeschrieben oder gewünscht wird, sondern unserer ambivalenten Gegenwart abgelauscht ist. Für den Grazer Philosophen bestimmt die Tragweite der Fragestellung bereits über die Möglichkeit eines Antwortens: »Erst unter einer solcherart heilsgeschichtlichen Perspektive werden wir wahrhaft dagewesen sein.«
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