Produktbild: Das Medaillon

Das Medaillon Roman

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Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

01.08.2022

Verlag

Hänssler

Seitenzahl

448

Maße (L/B/H)

21,8/14,4/4,1 cm

Gewicht

680 g

Farbe

Anthrazit / Messing

Auflage

1

Originaltitel

The Medallion

Übersetzt von

Renate Hübsch

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-7751-6154-1

Beschreibung

Rezension

»Cathy Gohlke verwebt in ihrem Roman geschickt wahre Geschichten von heldenhaftem Mut und Aufopferung zu einer realistischen Darstellung aus dem Polen des Zweiten Weltkriegs. Das Medaillon ist eine atemberaubende Geschichte über unmögliche Entscheidungen und die bleibende Kraft des Glaubens und der Liebe.« LYNN AUSTIN, Bestsellerautorin

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

01.08.2022

Verlag

Hänssler

Seitenzahl

448

Maße (L/B/H)

21,8/14,4/4,1 cm

Gewicht

680 g

Farbe

Anthrazit / Messing

Auflage

1

Originaltitel

The Medallion

Übersetzt von

Renate Hübsch

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-7751-6154-1

Herstelleradresse

SCM Hänssler
Max-Eyth-Str. 41
71088 Holzgerlingen
DE

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  • Bewertung

    5/5

    14.04.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Solange Licht aufflackert im Dunkel, gibt es Hoffnung

    Schon von den ersten Zeilen packte mich der Roman von Cathy Gohlke und zog mich hinein in eine Geschichte, die ich wohl nicht so schnell wieder vergessen werde. Eine Geschichte, die in Polen und England stattfindet zur Zeit vom zweiten Weltkrieg. Eine dunkle Geschichte, in der so viel Schrecken herrschte und das Leben vieler Menschen erbarmungslos zertrümmerte. Cathy Gohlke schont ihre Leser und Leserinnen nicht, sondern hält die Taschenlampe in die dunkelsten Nischen einer Zeit, die die Würde von kostbaren Menschen auslöschte. Immer wieder ging mir die Frage durchs Herz: Wie konnte es zu so einem grausamen Millionen-Massenmord an Juden kommen? Es war schwer für mich, mich so tiefgehend mit dieser Zeit zu beschäftigen. Gleichzeitig ist die Handlung des Romans so berührend und ja, auch hoffnungsvoll. Ein kleines Mädchen wird vor dem Sterben gerettet und kommt unter neuem Namen zu einer Frau aus dem Untergrund, die das Mädchen als eigenes Kind annimmt. Die Beziehung wird so tief und liebevoll und aus zwei Fremden wird eine Mutter und Tochter. Aber was passiert mit dieser Verbindung, wenn der Krieg endlich zu einem Ende kommt? Zu wem gehört dieses Kind dann? Cathy Gohle schreibt so warm und liebevoll. Trotz der dunklen Kulisse dieser Geschichte, so lässt sie immer wieder Hoffnungslichter flackern, die Wärme ausstrahlen. Sie schreibt von Menschen, die sich in größte Gefahr begeben, um zu retten, zu helfen. Sie schreibt auf berührende Weise über die Beziehung zwischen Mann und Frau und wie stark sie sein kann, trotz furchtbarer Umstände. Ja, ich bin beeindruckt, wie sie es schafft, die Beziehung zwischen Menschen fühlbar zu machen. Auch die Beziehung zu Gott, wird für viele Juden in dieser Geschichte zu einem trostvollen Anker in schwersten Stunden. Diese Kraft der Hoffnung zieht sich durch dieses Buch, ohne, das unsäglich Schwere zu beschönigen im Gegenteil. Dadurch, dass sie von Hoffnung schreibt, die mitten im Dunklen aufflackert, wird deutlich, wie stark Hoffnung sein kann, vielleicht sogar vor allem die Hoffnung im christlichen Glauben an Gott. Dieser Roman hat mich zu Tränen gerührt, mich gestärkt, mich zum Nachdenken angeregt. Ich empfehle den Roman von Herzen weiter!

  • Kerstin1975

    aus Crailsheim

    5/5

    29.09.2022

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Erschreckend authentischer, schonungslos bedrückender Roman aus dem Warschauer Ghetto. Muss man gelesen haben!

    Buchinhalt: Polen 1939: Im Warschauer Ghetto bringt die junge jüdische Mutter Rosa eine kleine Tochter zur Welt. Im Grauen des Holocaust bleibt den Eltern keine andere Wahl: sie geben das Baby Fluchthelfern, um ihm so das Leben zu retten. Einziges Erkennungszeichen, um die Familie irgendwann wieder zu vereinen, ist ein goldenes Medaillon, dessen Hälften Mutter und Kind um den Hals tragen. Durch die Umstände von Flucht und Überleben kommt das Baby schließlich zu Sophia, die starke Gefühle für das jüdische Kind entwickelt – erst recht, als der leibliche Vater nach dem Krieg nach seinem Kind sucht.... Persönlicher Eindruck: Vorab: der Roman enthält sehr explizite Passagen des Grauens, das der Holocaust über die Juden brachte. Das sollte man vor dem Kauf wissen. Es ist ein sehr authentischer und auch schonungsloser Roman, der den Leser mitnimmt in ein dunkles Kapitel deutscher – und auch polnischer Geschichte. Zunächst beginnt das Buch mit zwei separaten Handlungssträngen, die zunächst nichts miteinander zu tun haben. Zum einen erzählt der Roman von Itzhak und Rosa, einem jüdischen Ehepaar, das hinter den Mauern des Warschauer Ghettos lebt und trotz Furcht um das eigene Lesen ein kleines Kind zur Welt bringt. Zum anderen die Geschichte von Sophia, die mit ihrer Freundin Terri heimlich Essen und Medikamente in das jüdische Ghetto schmuggelt und sich im Widerstand engagiert. Beide Handlungsstränge vereinen sich, als Sophia von einer Fluchthelferin das jüdische Baby in den Arm gedrückt bekommt. Das setzt eine Kette von Ereignissen in Gang, die schließlich bis weit nach Kriegsende nachhallen. Ich sage ganz offen: ein ähnlich schonungsloses, authentisches und mitreißendes Buch zum Thema Warschauer Ghetto und Holocaust wird es wohl kein zweites Mal geben. Die Geschichte hallt sehr lange nach und nimmt den Leser an vielen Stellen emotional mit bis an seine Grenzen. Dabei ist man als Leser ständig angehalten, zu reflektieren, wie man selbst wohl in einer solchen Situation entschieden hätte. Der christliche Aspekt ist dabei angenehm dezent und dennoch tragend in den historischen Kontext eingeflochten und beleuchtet Themen wie Nächstenliebe, Mitgefühl, Gottvertrauen und Hoffnung in einer Welt voll Hoffnungslosigkeit, Leid und Angst. Die Entscheidung, wie weit jeder Einzelne bereit ist, für die Angehörigen oder aber auch vollkommen Fremde zu gehen und das eigene Schicksal hinten anzustellen, zieht sich durch den Roman wie ein roter Faden. Ohne zu viel verraten zu wollen endet die Geschichte versöhnlich und gut, auch wenn die Brisanz und die Schrecken des Naziterrors für die jüdische Bevölkerung mich davon abhalten, von einem Happy End im klassischen Sinne zu sprechen. Der Schluss ist rund, aber dennoch so weit offen, um weiterführenden Gedanken Raum und dem Leser Stoff zum Nachdenken zu geben. Für mich ein wahres, wenn auch erschreckend-bedrückendes Lesehighlight, das im Kern auf mehreren wahren Begebenheiten fußt und das man unbedingt gelesen haben muss!

  • Bewertung

    aus Brienz BE

    5/5

    13.09.2022

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Herzzerreissend und erschütternd

    "Wer dagegen verstieß, wurde erschossen. Aber die Gadomskis schienen auf einer anderen Ebene zu leben, sie gingen Risiken ein und ignorierten Gesetze, die ihnen nicht gefielen. Sie waren weder furchtlos noch leichtsinnig, aber manchmal taten sie so, als ob die neuen Gesetzte für sie nicht gelten würden." Buchauszug S. 30 Inhalt: Als Rosa und Itzhak sich im Sommer 1938 in Warschau voller Liebe und Zuneigung, das Eheversprechen gaben, hatten sie keine Vorstellung davon, in welchen Umständen, sie ihre Familie gründen würden. Mitten im zweiten Weltkrieg kommt ihr langersehntes Wunder Ania in einem heruntergekommenen Ghetto zur Welt. Aber schon bald muss Rosa ihre geliebte Tochter loslassen, um ihr die Chance auf das Leben zu geben. Werden Mutter und Tochter sich jemals wiedersehen? Auf der anderen Seite der Ghettomauer lebt Sophie, eine Engländerin. Ihr polnischer Mann kämpft als Kampfpilot gegen die Deutschen. Auf sich allein gestellt trifft Sophie eine wahnsinnig mutige aber auch lebensbedrohliche Entscheidung. Meine Eindrücke: Obwohl dies nicht mein erstes Buch über den Zweiten Weltkrieg und insbesondere die Judenverfolgung war, hatte ich wirklich etwas Angst vor dieser Geschichte. Und tatsächlich hat Cathy Gohlke einen wahnsinnig herzzerreißenden und aufwühlenden Roman vorgelegt. Die Handlung konnte mich sehr schnell fesseln und auch die Buchfiguren sind mir in Rekordzeit ans Herz gewachsen. Jeweils im Wechsel wird die Geschichte von Rosa und Sophie erzählt. Das Leben der beiden Frauen läuft zunächst parallel, bis sich die beiden Handlungsstränge irgendwann kreuzen. Die Kapitel sind relativ kurz gehalten und durch den jeweiligen Umschwung, auch viel besser zu ertragen. Denn der Autorin ist es besonders eindrucksvoll gelungen, dem Leser die Gefühle, ihrer Protagonisten nahe zu bringen. So füllte sich mein Herz mit Freude, über die Geburt von Rosas Tochter, und zog sich im gleichen Moment schmerzlich zusammen. Da ich ja bereits über den Klappentext wusste, dass sie das Kind irgendwann würde abgeben müssen. Auch die Gefahr durch Sophies Arbeit war regelrecht spürbar. Während des Lesens saß mir die Angst die ganze Zeit im Nacken und griff nach meinem Herz. Immer wieder kam mir der Gedanke, dass es tatsächlich so gewesen war. Cathy Golke hat die historischen Begebenheiten äußerst geschickt und glaubwürdig in ihre Geschichte aufgenommen. Durch die liebgewonnenen Charaktere wird das schreckliche Geschehen im zweiten Weltkrieg noch greifbarer. Man hofft und bangt unweigerlich mit. Und mit Schrecken stellt man an Hand der Jahrzahlen fest, wie lange der Krieg noch andauerte. Ich hatte ja keine Ahnung wie schlimm der Zweite Weltkrieg in Polen war. Die Buchseiten nahmen mich nur so gefangen und ich konnte nicht anders als dieses Werk zu verschlingen. Abschließend kann ich sagen, dass es wirklich keine leichte Kost war und einige Szenen sehr schmerzlich zu lesen waren. Man kann sich nur wünschen, dass man selbst richtig gehandelt hätte und so etwas nie wieder geschehen wird. Tatsächlich hat die Autorin das Unmögliche möglich gemacht und die Geschichte trotz des ganzen Leides und Grauens zu einem würdigen, hoffnungsvollen und bewegenden Ende gebracht. Mein Fazit: Ein Buch, dass einem sehr bewegt und nachdenklich zurück lässt. Diese Geschichte geht in die Tiefe des Herzens und man wird sie nicht so schnell wieder vergessen. Dankbar diese Zeit nicht erlebt zu haben, aber dankbar für diese starken Vorbilder von Frauen und Männer. Menschen, die bedingungslos liebten, unfassbar mutig waren, und die schwersten Entscheidungen ihres Lebens getroffen haben. Für dieses unglaublich mitreißende Buch kann ich gar nicht anders als 5 Sterne zu vergeben.

  • TochterAlice

    aus Köln

    5/5

    12.09.2022

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Da, wo es am meisten wehtut…

    Da, wo es am meisten wehtut Man könnte auch sagen: da, wo es den meisten weh tat - in der Zeit, als die Nationalsozialisten an der Macht waren. Oh, sie haben den Menschen vielerorts sehr viel Leid zugefügt, aber es gibt durchaus einen Flecken Erde, wo sie von Anfang bis zum Ende zugange waren und besonders fies wüteten. Und das ist Polen. Dort ging es schon vor dem Krieg zur Sache, was Jagd auf Menschen und auf die Macht anging, der Krieg wurde dort angezettelt, die schlimmsten Konzentrationslager befanden sich dort und als ob das nicht ausreichte, ließen sich die Nazis weitere perfide Sammlungsformen, in denen sie vor allem Juden wie auch andere in ihren Augen unliebsame Zeitgenossen einsperren und quälen konnten einfallen. Allen voran das Warschauer Ghetto als Vorstufe zu den Lagern - das ist hier im Roman auch eine zentrale Handlungsebene. Dorthin wird das Ehepaar Rosa und Itzhak samt Rosas Mutter geschickt, dort wird ihre kleine Tochter Ania geboren und dort trennen sich die Wege der Familie wieder und verbinden sich mit denen der Engländerin Sophie, die quasi in Warschau festsitzt - ihr polnischer Ehemann Janek ist schon seit Jahren fort und sie hat keine Ahnung, ob sie ihn wiedersehen wird. Ihre eigene Familie, das ist in dieser grausamen Zeit ihr Antriebsmittel zum Überleben. Den Abschluss findet der Roman in England kurz nach dem Krieg, wo alle Fäden zusammenlaufen. Es ist ein ebenso schmerzhafter wie eindringlicher Roman, der uns nicht nur nach Polen, sondern auch nach Litauen führt und uns Lesern das ganze Grauen des Naziregimes offenbart. Aber die Autorin Cathy Gohlke schreibt auch von Menschlichkeit, Wärme und Gnade. Diese und viele andere Emotionen werden Leser durchleben, die bereit sind, sich dem Roman zu stellen. Was wirklich sehr viel Mut erfordert.

  • Klaudia K.

    aus Emden

    5/5

    12.09.2022

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Das Schicksal der Juden in Warschau

    Mit dem Roman "Das Medaillon" beschreibt Cathy Gohlke in einer zu Herzen gehenden Geschichte, das Schicksal der Juden in Warschau. Die Handlung setzt in Warschau um das Jahr 1939 ein. Sophie Kumiega ist eine in Polen lebende Engländerin. Ihr polnischer Ehemann Janek ist Kampfpilot. Mit Beginn des Krieges ist sie auf sich gestellt. Bei der Bombardierung Warschaus verliert sie nicht nur ihr ungeborenes Kind sondern auch einige wichtige Freunde. Als Engländerin bekommt sie beim Einmarsch der Nazis in Polen einen Unterschlupf und eine neue Identität. Als klar wird, dass ganz besonders die Juden unter der deutschen Besatzungsmacht leiden versucht Sophie einige Juden zu schützen. Die Nazis bauen speziell für die jüdische Bevölkerung ein Ghetto über das die Abtransporte nach Treblinka organisiert werden. Viele wissen nicht was dies bedeutet und so nimmt das Schicksal der Juden seinen schrecklichen Lauf. Rosa und Izhak sind Juden, die auch in diesem Ghetto wohnen müssen. Mit großen Entbehrungen lebt die kleine Familie als die hoch schwangere Rosa ihre kleine Tochter Ania zur Welt bringt. Izhak macht sich Sorgen um seine Eltern in Vilnius - Litauen, darum möchte er Frau und Kind nur für kurze Zeit verlassen, um nach dem Rechten zu sehen. Als er jedoch nicht wiederkehrt ahnt Rosa Schlimmes und sieht gleichzeitig, dass immer mehr Menschen abtransportiert werden. Sie ahnt, dass auch sie nicht verschont sein wird und trifft eine schmerzliche Entscheidung... Cathy Gohlke beschreibt auf eindrucksvolle Weise besonders die schlimmen Zustände zu Beginn des Einmarsches deutscher Truppen in Polen und die Brutalität, welche die Deutschen gegenüber der jüdischen Bevölkerung an den Tag legen. Die Armut und das Aushungern der Bevölkerung ist ein unerträgliches Vorgehen der Deutschen, das die Autorin solide und mit bester Recherche untermauert auf eindrucksvolle Weise dokumentiert. So beruhen große Teile des Romans auf schrecklichen Tatsachen. Ania, das Kind, hat von nun an zwei Elternpaare die sie von Herzen lieben. Sie ist ein Beispiel für viele Kinder die von ihrer Mutter lieber für eine kurze Zeit weggegeben wurden als sie dem sicheren Tod auszuliefern. Dieser Roman erzählt eine zu Herzen gehende Geschichte, in die viele wertvolle christliche Gedanken und Gebete eingewoben sind. Vergebung und Neuanfang aber auch eine große Barmherzigkeit und Hilfsbereitschaft gegenüber der jüdischen Bevölkerung ist eines von vielen beeindruckenden und wertvollen Themen dieses sehr schönen Romans. "Das Medaillon" ist ein hervorragendes Werk von Cathy Gohlke, das durch seine fundierte Recherchearbeit überzeugt und das ich uneingeschränkt empfehlen kann.

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