Wieder einmal muss sich Irene Winters, die unerschrockene Agentin der unsichtbaren Bibliothek, in Gefahr begeben. Dies ist nicht das erste Mal, aber was, wenn es das letzte Mal ist? Allein auf sich gestellt muss sie sich einem alten Feind stellen. Doch es gibt noch weitere schlechte Nachrichten. Mehrere Parallelwelten sind auf unerklärliche Weise verschwunden - und die Bibliothek könnte etwas damit zu tun haben. Irene und ihre Freunde müssen tief in die noch unerforschten Gebiete der Bibliothek eintauchen, wenn sie das Rätsel um die verschwindenden Welten lösen wollen. Und das, was sie herausfinden, stellt alles infrage, was sie je dachten, über die Bibliothek zu wissen ...
Kundinnen und Kunden meinen
4.7/5.0
Talaith
aus Rheine
5/5
29.11.2022
eBook (ePUB)
großartiger Abschluss mit winzigen Schwächen
Dieser achte Band ist der letzte der Bibliothekare-Reihe. Man kann ihn einzeln und ohne Vorkenntnisse lesen, allerdings führt er ziemlich viele Fäden aus den letzten Bänden zusammen, sodass man definitiv glücklicher mit dem Buch wird, wenn man die Vorgängerbände gelesen hat. Bei den vorangegangenen Büchern ist das zwar eingeschränkt auch schon so, bei diesem Abschluss würde man meiner Meinung nach aber noch viel mehr etwas verpassen, wenn man die Vorgeschichte(n) nicht kennt.
Das Buch beginnt damit, dass Irene als Repräsentantin der Bibliothek für den Friedensvertrag zwischen den Drachen und den Elfen zu Gast ist bei einem Elfen in irgendeiner Welt in Russland. Dort muss sie (mal wieder) überstürzt flüchten, weil ein Überfall stattfindet. Schon in den letzten Büchern zeichnete sich ab, dass es ein Geheimnis um die Gründung der Bibliothek gibt, nicht nur ein kleines, sondern ein existenzielles, das Irenes Weltbild auf den Kopf stellen könnte. Gemeinsam mit ihrem Geliebten Kai, ihrer Auszubildenden Catherine und ihrem Freund, dem Privatdetektiv Vale macht sie sich auf den Weg durch verschiedene Welten, das tiefste Geheimnis der Bibliothek zu ergründen.
Die Figuren sind größtenteils schon aus den letzten Büchern bekannt, und genauso, wie man sie kennen- und lieben gelernt hat, verhalten sie sich weiter. Die Interaktionen fügen sich so wunderschön zusammen, jeder Charakter ist individuell ausgeformt, einzigartig und überhaupt nicht schablonenhaft. Die Gedanken, Kommentare und Gespräche bringen mich regelmäßig., trotz teilweise wirklich ernsten und gefährlichen Situationen, zum Lachen.
Was mich wirklich beeindruckt ist, dass die Autorin es schafft, vollkommen unerwartete Wendungen einzubauen. Es passieren Dinge, mit denen man größtenteils überhaupt nicht rechnet, die überraschend und unvorhersehbar sind und das Buch deshalb so spannend machen. Dabei wirkt das ganze aber nicht künstlich, gezwungen oder an den Haaren herbeigezogen, sondern fühlt sich, nachdem man den ersten Schock überwunden hat, absolut logisch und passend an, weil die ganze Zeit kleine Hinweise gestreut werden, die man nur im Eifer des Gefechts übersieht, weil so viel anderes passiert, was gerade viel wichtiger erscheint.
Insgesamt halten sich auch Verluste in Grenzen. Es müssen Opfer gebracht werden, aber sie sind nie so groß, dass sie vollkommen unverhältnismäßig zum erreichten Ziel wären, auch wenn es ein bisschen schmerzt, liebgewonnene Figuren zu verlieren.
Der einzige Kritikpunkt, den ich habe, bezieht sich auf das Ende: Ich fand es zu simpel und rund. Absolut, im Vergleich zu anderen Büchern, war das ein ordentliches Ende, relativ im Vergleich zu den anderen Werken dieser Reihe war es weniger episch als die anderen, zu rund, einfach, geradeaus (es muss ja nicht gleich so unfassbar episch sein wie das Ende des fünften Bandes, man muss ja nicht die real gewordene Utopie als Maßstab nehmen, aber ein bisschen Potential war noch da für dieses Buch). Am Ende war es etwas zu einfach dafür, dass dieses der Abschluss der Reihe ist.
Eine kleine Anmerkung der Danksagung hat mich riesig gefreut: Die Autorin bezeichnet diese Oktalogie als „erste Staffel“ und erwähnt ausdrücklich die Möglichkeit, dass Charaktere zurückkommen. Das heißt, dass die Geschichte hier nicht zwangsläufig abgeschlossen ist, dass vielleicht irgendwann in ferner Zukunft nochmal etwas dazu kommt, und das wäre großartig. Das bedeutet dann nämlich, dass dieses Buch nicht der „Abschied für immer“ von der Welt und den Figuren ist (sowieso kann man die Bücher mehrfach lesen), sondern dass die Hoffnung besteht, dass irgendwann nochmal etwas kleines Neues kommt. So hat man noch etwas, auf das man sich freuen kann, auch wenn dieses Buch einen absolut runden Abschluss darstellt.
Christiane K.
aus Swisttal
5/5
23.11.2022
eBook (ePUB)
Würdiger Abschluss der Reihe
Inhalt: Irene Winters versucht das Rätsel um die verschwundenen Welten zu lüften und dafür muss sie in die unerforschten Gebiete der geheimen Bibliothek vordringen. Dort entdeckt sie nicht nur Geheimnisse zur Bibliothek, sondern auch zu ihrer eigenen Vergangenheit. Auch ihr alter Feind ist wiedergekommen.
Meine Meinung: Der letzte Band der Reihe um Irene Winter und die geheime Bibliothek bringt viel Action und Spannung mit sich und ist ein gelungener Abschluss der Reihe.
Die Charaktere sind wieder gelungen und knüpfen sehr schön an den vorangegangenen Bänden an. Ich persönlich mag die Darstellung der Charaktere sehr gerne und sie werden sehr lebendig beschrieben.
Von Beginn an ist der Spannungsbogen sehr schön, mit kleinen Verschnaufpausen, bevor es dann zum nächsten Showdown geht. Es gibt auch inhaltlich viele Wendungen, die ich zum Teil so nicht erwartet hatte und die mich noch überraschen konnten. Die Auflösung finde ich gut gelungen und auch, dass die Fragen aus der gesamten Reihe hier einen würdigen Abschluss gefunden haben. Daher macht es für mich definitiv Sinn die vorherigen Bände zu lesen, auch wenn es auch ohne Vorwissen bestimmt eine unterhaltsame Geschichte ist.
Fazit: Spannungsreicher Abschluss einer tollen Reihe, die für mich keine Fragen offengelassen hat.
Gavroche
5/5
15.11.2022
eBook (ePUB)
Staffelende
Ich liebe diese Reihe und war erst ganz traurig, als ich gelesen habe, dass dies der letzte Band der Reihe sein wird. Doch dann hat mich das Nachwort ein wenig versöhnt, denn die Autorin bezeichnet dieses Buch als "Staffelende" und so können wir hoffen, dass es weitere Mysterien und Abenteuer rund um die Bibliothek, Drachen und Elfen geben wird.
Dieses Buch schließt zeitlich an den Vorgänger an und beginnt auch wieder mit einem geheimnisvollen Brief bevor Irene sich auf einem eher langweiligen Auftrag befindet und sich wie auf dem Abstellgleis fühlt. Aber das bleibt natürlich nicht lange so und schnell überschlagen sich wieder einmal die Ereignisse.
Wird nun wirklich das Geheimnis um Irenes leibliche Mutter gelüftet? Und vor allem das Geheimnis um die Bibliothek und wie sie entstanden ist. Auf der Suche nach den Ursprüngen erhält Irene keine Untertstützung von der Bibliothek, wird sogar gesucht. Dafür kann sie auf Vale und Kai zählen und auch ihre neue Auszubildende Catherine ist wieder mit dabei.
Ein spannender Roman, der viele Fragen beantwortet, die seit mehreren Bänden unbeantwortet blieben. Es gibt viele Überraschungen und so manch ein Detail muss neu überdacht werden.
Wieder einmal ein phantasievoller Band mit einer tollen Geschichte - und nun heißt es Warten auf die nächste Staffel.
Tanja
aus Bayern
5/5
14.11.2022
eBook (ePUB)
Klasse diese Irene Winters
Nun ist also so soweit. Die unsichtbare Bibliothek mit der bewundernswerten Irene Winters hat eine Ende. Mit dem 8. Band
"Das verbotene Kapitel" schließt die Reihe.
Ich bin ein bisschen traurig, die Bücher haben mich über einige Jahre wunderbar unterhalten.
Dennoch ist es gut, Genevieve Cogman hat ein zufriedenstellendes Ende gefunden.
Ich bin nicht mit allen Szenen einverstanden, bei manchen ist die Fantasie der Autorin stark. Im Gesamtpaket gesehen, ist die unsichtbare Bibliothek eine phänomenale Reihe. Ich war die ganzen Jahre dabei und habe mit Irene mit gelitten und gefiebert. Sie war mit vom ersten Buch an sehr sympathisch. Die Idee mit der "Sprache" ist genial, ich habe es immer gerne gelesen und verfolgt, wenn Irene sie eingesetzt hat. Die Konsequenzen der "Sprache" sind fast immer Kopfschmerzen, was ich logisch finde.
Gut durchdacht und phantastisch zu Papier gebracht, Genevieve Cogman hat es drauf.
Ich bin sehr gespannt auf ihr nächstes Projekt.
Zum Inhalt möchte ich nicht viel schreiben, sonst geht der Zauber verloren.
Welten verschwinden, diese Gefahr ist groß und die Bibliothek könnte mit drin stecken. Irene hat alle Hände voll zu tun, um diesen Schlamassel zu bereinigen. Wem kann sie trauen? Auf jeden Fall dem Drachen Kai und Detektiv Vale, diese Freunde stehen zu ihr.
Lord Silver kann hilfreich sein, doch er ist gefährlich. Mit seinem betörenden Charme, kann er Irene um den Finger wickeln.
Also muss sich Irene nicht nur um ihre eigene Sicherheit kümmern, auch die Bibliothek gilt es zu erforschen. Es gibt Bereiche, die ihr völlig fremd sind und zu denen Irene bislang keinen Zutritt hatte.
Unerschrocken und mutig schreitet sie voran. Kein Schrecken hält Irene auf. Wird es ihr gelingen, dem Geheimnis der Bibliothek auf die Spur zu kommen?
Auch wenn es heißt, dieser Abschlussband kann unabhängig von den anderen sieben Vorgängern gelesen werden, ich kann dies nicht bestätigen. Ohne Vorkenntnisse halte ich das Personenverständnis für schwierig.
Außerdem macht die Reihe viel Spaß, daher wäre es ein Zugewinn, alle Bände zu lesen.
Allein die Cover sind ein Hinblick, da jedes Buch eine andere Farbe hat.
Die unsichtbare Bibliothek ist ein phantastisches Abenteuer mit genialen Charakteren.
Bewertung
aus Eisenach
5/5
29.10.2022
eBook (ePUB)
Das Vermächtnis der Gründer
Irene hat erfahren, dass einer ihrer erbittertsten Gegner und Feind der Unsichtbaren Bibliothek ihr leiblicher Vater ist. Schlimmer noch: Ihre Vorgesetzten setzen sie unter Druck, für seinen schnellstmöglichen Tot zu sorgen. Als Irene gemeinsam mit ihren Freunden versucht, eine Spur zu finden, werden sie allerdings auf hochgradig verdächtige Aktivitäten innerhalb der Bibliothek aufmerksam. Selbst einige der Leitenden Bibliothekare scheinen in die Angelegenheit verwickelt zu sein.
Ich muss zugegen, dass ich bei Genevieve Cogmans Fantasy-Reihe „Die Bibliothekare“ eher zu den Gelegenheitslesern gehöre. Erst bei Band 4 („Das dunkle Archiv“) stieß ich auf die Reihe, las dann auch Band 5 („Das tödliche Wort“) – und verlor sie dann wieder aus den Augen. Jetzt liegt schon der 8. Band vor, der zur Abwechslung mal wieder den Weg in meine Hände fand. Während zumindest in den mir bisher bekannten Bänden vornehmlich um die Beschaffung wichtiger Bücher und die Probleme zwischen Menschen, Drachen und Elfen ging, stehen diesmal die Unsichtbare Bibliothek selbst und ihre Hintergründe im Fokus der Handlung. Natürlich finden auch wieder Reisen in Parallelwelten statt, doch dienen die hauptsächlich der Hintergrundgeschichte um den leiblichen Vater der Protagonistin. Auf die Welten wird kaum näher eingegangen, zumal sie zumindest teilweise Protagonistin und Lesern schon bekannt sind. Obwohl es zwischenzeitig recht unüberschaubar wird – was allerdings Teil der Handlung ist –, kann auch dieser Band wieder überzeugen.
Wie gewohnt schilder die Autorin die Ereignisse wieder aus Beobachter-Perspektive.
Fazit:
Bücher und (Parallel-)Welten spielen im mittlerweile 8. Band der Fantasy-Reihe um „Die Bibliothekare“ eher eine Nebenrolle.
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