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Produktbild: Chamäleon

Chamäleon Roman

4

14,99 €

inkl. gesetzl. MwSt.

Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB

Kopierschutz

Nein

Family Sharing

Ja

Text-to-Speech

Ja

Erscheinungsdatum

26.08.2022

Verlag

Eichborn

Seitenzahl

286 (Printausgabe)

Dateigröße

1663 KB

Auflage

1. Auflage 2022

Sprache

Deutsch

EAN

9783751720564

Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB

eBooks im ePUB-Format erlauben eine dynamische Anpassung des Inhalts an die jeweilige Display-Größe des Lesegeräts. Das Format eignet sich daher besonders für das Lesen auf mobilen Geräten, wie z.B. Ihrem tolino, Tablets oder Smartphones.

Kopierschutz

Nein

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Ja

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Barrierefreiheit

  • keine Information zur Barrierefreiheit bekannt

Erscheinungsdatum

26.08.2022

Verlag

Eichborn

Seitenzahl

286 (Printausgabe)

Dateigröße

1663 KB

Auflage

1. Auflage 2022

Sprache

Deutsch

EAN

9783751720564

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In ihrem autobiografisch grundierten...

Bewertung am 01.02.2023

Bewertungsnummer: 1871022

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

In ihrem autobiografisch grundierten Debütroman schildert Annabel Wahba das Wandern ihrer Familie, v.a. der 4 Geschwister, durch drei Kontinente und Kulturen - wie Chamäleons - rückblickend am Sterbebett ihres Bruders. Historisch fundiert und ergreifend erzählt.

In ihrem autobiografisch grundierten...

Bewertung am 01.02.2023
Bewertungsnummer: 1871022
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

In ihrem autobiografisch grundierten Debütroman schildert Annabel Wahba das Wandern ihrer Familie, v.a. der 4 Geschwister, durch drei Kontinente und Kulturen - wie Chamäleons - rückblickend am Sterbebett ihres Bruders. Historisch fundiert und ergreifend erzählt.

Leben zwischen den Kulturen

Bewertung am 12.10.2022

Bewertungsnummer: 1804107

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

„In dem Augenblick, wo ein Mensch stirbt, den man liebt, schaut man nicht mehr so sehr nach vorne, sondern man schaut mehr zurück: Woher kommt man eigentlich.“ Sagt die Journalistin Annabel Wahba, die jüngste der 4 Geschwister, die einen ägyptischen Vater und eine deutsche Mutter haben. Der traurige Anlass für den autofiktionalen Roman ist der Tod ihres Bruders André, der einen Tumor hat und im Streben liegt. Dennoch ist das Buch nicht traurig, sondern warmherzig und voller lebendiger Anekdoten. »Es ist ungefähr tausendundeine Nacht har, dass wir von deiner Krankheit erfahren haben. Scheherazade erzählte um ihr Leben. ... Wenn ich nun an deinem Bett sitze, ... erzähle ich nicht um mein Leben, sondern gegen deinen Tod.« Wahba erzählt von der Suche nach ihrer Identität, dem Leben zwischen den Kulturen, das jeder ihrer Geschwister anders erlebt und gelebt hat. André war der Einzige, der in Ägypten geboren wurde, aber nie dorthin zurückgekehrt ist. Annabel kam in Deutschland zur Welt und hat immer nach ihren Wurzeln gesucht. Was ist der ägyptische Teil, und was der deutsche Teil in ihr. Die Geschichte beginnt mit ihrer Oma in Erding, schildert die Kriegserlebnisse der Familie, die Kindheit ihrer Mutter, die als junge Frau in die USA geht und später ihren Mann Amir in München kennenlernt. Hochschwanger geht sie mit ihm und ihren zwei Kindern in seine Heimat, wo er als Dozent an der Uni in Kairo arbeitet. Wir erfahren dann viel von dem schwierigen Leben in Ägypten und Amirs Familie. Doch der Sechstagekrieg zerstört ihre Pläne. Ende der 1960er kehren sie mit viel Glück nach Deutschland zurück. Annabel Wahba erinnert sich, wie jeder Einzelne zwischen den Kulturen lebte, hier wie dort. Sich nicht fremd fühlen und doch anders sein. Ihr Leben war geprägt von Ablehnung und Vorurteilen, von Kriegen und Ängsten aber vor allem von Warmherzigkeit und Liebe. Vereint hat die Eltern immer ihr Glaube, die hohen Werte der Familie und die Sorge um die Kinder. Ein wahres Zeitzeugnis, das immer wieder zeigt, wie Menschen anderer Herkunft den Vorurteilen und Repressalien ausgesetzt waren. In Ägypten darf die Familie das Land nicht verlassen, in Deutschland leben sie in ständiger Angst vor der Abschiebung. Politische Auseinandersetzungen verändern ständig ihr Leben. Die Geschwister haben ihre eigenen Wege gefunden, damit umzugehen. Auch Anouk ist nie zurückgekehrt nach Ägypten, was Annabel immer beschäftigt hat. Anouk: »... es zieht mich einfach nichts dahin.« Und wenn es wirklich so banal ist? Warum sollte man in ein Land reisen, bloß weil der Vater dort zufällig geboren ist, bloß weil man selbst ein paar Jahre verbracht hat? Dieses Beschäftigen mit der Identität, sollte das am Ende völlig überbewertet sein? Mache ich mich zur Gefangenen meiner Herkunft, und Anouk ist wahrhaft frei?« Ich wurde auf das Buch aufgrund des Covers aufmerksam. Erst auf den zweiten Blick erkennt man, dass vor den bayrischen Alpen Palmen sind. Es mag auf den ersten Blick schrill erscheinen, spiegelt aber das Leben eines Chamäleons wieder, so wie die Autorin ihr Leben sieht. Mit dem Schreibstil wurde ich sofort warm, auch wenn ich anfangs Zweifel hatte, dass mich die Geschichte packen würde. Gerade die Erinnerungen an ihre deutschen Großeltern sind ein Thema, dass ich wohl zum tausendsten Mal, wenn auch in anderer Form, gelesen habe. Interessanter wurde es dann, als die Familie nach Ägypten ging. Denn was wissen wir schon von dem Land, in dem die Pyramiden stehen, das von politischen Unruhen und Krieg geprägt ist? Wie wächst man als begabtes Kind dort auf? Wie lebt es sich dort als Chamäleon-Familie? Nach und nach verflochten sich die Geschichten und machten immer mehr Sinn. Dass das, was auf den ersten Blick so grundverschieden scheint, am Ende sich doch sehr ähnelt. In der zweiten Hälfte des Buchs hatte es mich dann vollends gepackt. Der Tod des Bruders bildet nur den Rahmen der ergreifenden Familiengeschichte. Ich empfand es nur stellenweise traurig, denn die vielen Szenen und Stationen der Geschichte haben mich auch viel schmunzeln lassen. Aber es hat mich auch nachdenklich gestimmt. Wie hat sich in all den Jahren unsere Einstellung zu Migranten verändert, zu Integration? Oder zu multikulturellen Familien? Annabel hat einmal zu hören bekommen, sie sein »eine schöne Mischung.« Das lass ich jetzt einfach so stehen. Ich möchte jedem das Buch ans Herz legen, die sich für das Leben zwischen den Kulturen und deren Familien interessieren. Mich hat das Buch sehr bereichert in meinem Denken und meine Neugier auf die ägyptische Kultur.

Leben zwischen den Kulturen

Bewertung am 12.10.2022
Bewertungsnummer: 1804107
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

„In dem Augenblick, wo ein Mensch stirbt, den man liebt, schaut man nicht mehr so sehr nach vorne, sondern man schaut mehr zurück: Woher kommt man eigentlich.“ Sagt die Journalistin Annabel Wahba, die jüngste der 4 Geschwister, die einen ägyptischen Vater und eine deutsche Mutter haben. Der traurige Anlass für den autofiktionalen Roman ist der Tod ihres Bruders André, der einen Tumor hat und im Streben liegt. Dennoch ist das Buch nicht traurig, sondern warmherzig und voller lebendiger Anekdoten. »Es ist ungefähr tausendundeine Nacht har, dass wir von deiner Krankheit erfahren haben. Scheherazade erzählte um ihr Leben. ... Wenn ich nun an deinem Bett sitze, ... erzähle ich nicht um mein Leben, sondern gegen deinen Tod.« Wahba erzählt von der Suche nach ihrer Identität, dem Leben zwischen den Kulturen, das jeder ihrer Geschwister anders erlebt und gelebt hat. André war der Einzige, der in Ägypten geboren wurde, aber nie dorthin zurückgekehrt ist. Annabel kam in Deutschland zur Welt und hat immer nach ihren Wurzeln gesucht. Was ist der ägyptische Teil, und was der deutsche Teil in ihr. Die Geschichte beginnt mit ihrer Oma in Erding, schildert die Kriegserlebnisse der Familie, die Kindheit ihrer Mutter, die als junge Frau in die USA geht und später ihren Mann Amir in München kennenlernt. Hochschwanger geht sie mit ihm und ihren zwei Kindern in seine Heimat, wo er als Dozent an der Uni in Kairo arbeitet. Wir erfahren dann viel von dem schwierigen Leben in Ägypten und Amirs Familie. Doch der Sechstagekrieg zerstört ihre Pläne. Ende der 1960er kehren sie mit viel Glück nach Deutschland zurück. Annabel Wahba erinnert sich, wie jeder Einzelne zwischen den Kulturen lebte, hier wie dort. Sich nicht fremd fühlen und doch anders sein. Ihr Leben war geprägt von Ablehnung und Vorurteilen, von Kriegen und Ängsten aber vor allem von Warmherzigkeit und Liebe. Vereint hat die Eltern immer ihr Glaube, die hohen Werte der Familie und die Sorge um die Kinder. Ein wahres Zeitzeugnis, das immer wieder zeigt, wie Menschen anderer Herkunft den Vorurteilen und Repressalien ausgesetzt waren. In Ägypten darf die Familie das Land nicht verlassen, in Deutschland leben sie in ständiger Angst vor der Abschiebung. Politische Auseinandersetzungen verändern ständig ihr Leben. Die Geschwister haben ihre eigenen Wege gefunden, damit umzugehen. Auch Anouk ist nie zurückgekehrt nach Ägypten, was Annabel immer beschäftigt hat. Anouk: »... es zieht mich einfach nichts dahin.« Und wenn es wirklich so banal ist? Warum sollte man in ein Land reisen, bloß weil der Vater dort zufällig geboren ist, bloß weil man selbst ein paar Jahre verbracht hat? Dieses Beschäftigen mit der Identität, sollte das am Ende völlig überbewertet sein? Mache ich mich zur Gefangenen meiner Herkunft, und Anouk ist wahrhaft frei?« Ich wurde auf das Buch aufgrund des Covers aufmerksam. Erst auf den zweiten Blick erkennt man, dass vor den bayrischen Alpen Palmen sind. Es mag auf den ersten Blick schrill erscheinen, spiegelt aber das Leben eines Chamäleons wieder, so wie die Autorin ihr Leben sieht. Mit dem Schreibstil wurde ich sofort warm, auch wenn ich anfangs Zweifel hatte, dass mich die Geschichte packen würde. Gerade die Erinnerungen an ihre deutschen Großeltern sind ein Thema, dass ich wohl zum tausendsten Mal, wenn auch in anderer Form, gelesen habe. Interessanter wurde es dann, als die Familie nach Ägypten ging. Denn was wissen wir schon von dem Land, in dem die Pyramiden stehen, das von politischen Unruhen und Krieg geprägt ist? Wie wächst man als begabtes Kind dort auf? Wie lebt es sich dort als Chamäleon-Familie? Nach und nach verflochten sich die Geschichten und machten immer mehr Sinn. Dass das, was auf den ersten Blick so grundverschieden scheint, am Ende sich doch sehr ähnelt. In der zweiten Hälfte des Buchs hatte es mich dann vollends gepackt. Der Tod des Bruders bildet nur den Rahmen der ergreifenden Familiengeschichte. Ich empfand es nur stellenweise traurig, denn die vielen Szenen und Stationen der Geschichte haben mich auch viel schmunzeln lassen. Aber es hat mich auch nachdenklich gestimmt. Wie hat sich in all den Jahren unsere Einstellung zu Migranten verändert, zu Integration? Oder zu multikulturellen Familien? Annabel hat einmal zu hören bekommen, sie sein »eine schöne Mischung.« Das lass ich jetzt einfach so stehen. Ich möchte jedem das Buch ans Herz legen, die sich für das Leben zwischen den Kulturen und deren Familien interessieren. Mich hat das Buch sehr bereichert in meinem Denken und meine Neugier auf die ägyptische Kultur.

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Chamäleon

von Annabel Wahba

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