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Produktbild: Im Bann des Bösen

Im Bann des Bösen Ilse Koch - ein Kapitel deutscher Gesellschaftsgeschichte 1933 bis 1970

5

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Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB 3

Kopierschutz

Nein

Family Sharing

Ja

Text-to-Speech

Ja

Erscheinungsdatum

15.03.2023

Verlag

Fischer E-Books

Seitenzahl

432 (Printausgabe)

Dateigröße

6597 KB

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

EAN

9783104033983

Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB 3

eBooks im ePUB 3-Format erlauben eine dynamische Anpassung des Inhalts an die jeweilige Display-Größe des Lesegeräts. Das Format eignet sich daher besonders für das Lesen auf mobilen Geräten, wie z.B. Ihrem tolino, Tablets oder Smartphones.

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Barrierefreiheit

  • keine Information zur Barrierefreiheit bekannt

Erscheinungsdatum

15.03.2023

Verlag

Fischer E-Books

Seitenzahl

432 (Printausgabe)

Dateigröße

6597 KB

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

EAN

9783104033983

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  • Bewertung

    5/5

    22.06.2023

    eBook (ePUB 3)

    Die Täterin

    "Es geht um ein Stück Geschichte des deutschen Volkes ..." Dieses Buch hat sofort meine Aufmerksamkeit errregt. Die Biografie einer Frau, die nicht nur ihr Leben widerspiegelt, sondern auch einen Blick auf einen Großteil der damaligen Bevölkerung zeigt. Bis heute stellt sich die Frage, wie konnte das geschehen. Wie wurden die Menschen zu Tätern, Mitläufern, Opfern. Die Historikerin Alexandra Przyrembel legt hier ein beeindruckendes, aber auch bedrückendes Zeugnis, über eine ehemals kleine Stenotypistin aus Dreden ab. Sie wurde zur "Bestie von Buchenwald", eines der größten Konzentrationslager auf deutschem Boden. SIe war eine der wenigen verurteilten NS-Täterinnen. Ein Sachbuch, dass das Leben von Ilse Koch beleuchtet, ihr Privatleben und auch Einblicke in die politische Lage der Jahre 1933 bis 1970 gibt. Ein wichtiges Buch, das nicht nur zeigt, welche Schuld die Täter sich aufgeladen haben, während viele zugesehen haben. Es ist eine Mahnung, eine Erinnerung an die vielen Opfer und Stück deutscher Geschichte. Sehr informativ, sehr interessant und gut recherchiert. Das bleibt einem in Erinnerung und beschäftigt einen auch nach dem Lesen.

  • US

    aus Berlin

    5/5

    22.06.2023

    eBook (ePUB 3)

    Die Täterin "Es geht um ein…

    Die Täterin "Es geht um ein Stück Geschichte des deutschen Volkes ..." Dieses Buch hat sofort meine Aufmerksamkeit errregt. Die Biografie einer Frau, die nicht nur ihr Leben widerspiegelt, sondern auch einen Blick auf einen Großteil der damaligen Bevölkerung zeigt. Bis heute stellt sich die Frage, wie konnte das geschehen. Wie wurden die Menschen zu Tätern, Mitläufern, Opfern. Die Historikerin Alexandra Przyrembel legt hier ein beeindruckendes, aber auch bedrückendes Zeugnis, über eine ehemals kleine Stenotypistin aus Dreden ab. Sie wurde zur "Bestie von Buchenwald", eines der größten Konzentrationslager auf deutschem Boden. SIe war eine der wenigen verurteilten NS-Täterinnen. Ein Sachbuch, dass das Leben von Ilse Koch beleuchtet, ihr Privatleben und auch Einblicke in die politische Lage der Jahre 1933 bis 1970 gibt. Ein wichtiges Buch, das nicht nur zeigt, welche Schuld die Täter sich aufgeladen haben, während viele zugesehen haben. Es ist eine Mahnung, eine Erinnerung an die vielen Opfer und Stück deutscher Geschichte. Sehr informativ, sehr interessant und gut recherchiert. Das bleibt einem in Erinnerung und beschäftigt einen auch nach dem Lesen.

  • Gertie G.

    aus Wien

    5/5

    02.04.2023

    eBook (ePUB 3)

    Ein Kapitel der deutschen Gesellschaftskultur

    Autorin Alexandra Przyrembel nähert sich mit ihrem sorgfältig recherchierten Buch einer berühmt, berüchtigten Frau an: Ilse Koch. Sie gilt im Nachkriegsdeutschland als Inbegriff des Bösen, der Bestie von Buchenwald. Die Autorin beleuchtet Ilse Koch von mehreren Perspektiven. Wie kommt es, dass ein junges, in einer bürgerlichen Familie aufgewachsenes Mädchen, eine solche „Karriere“ hinlegt? Schon 1932 tritt Ilse Köhler (1906-1967) der NSDAP bei und heiratet vier Jahre später Karl Otto Koch, den späteren Kommandanten des KZ Buchenwald. Sie lebt mit ihrer Familie auf dem Gelände des KZ. Ilse Koch ist eine der wenigen Frauen, die wegen NS-Verbrechen vor Gericht gestellt und auch verurteilt worden sind. Die Revision des Urteils von 1947, in dem ihre lebenslange Haftstrafe auf vier Jahre reduziert worden ist, sorgt für Empörung. 1949 wurde Ilse Koch abermals verhaftet und diesmal unter anderem wegen Anstiftung zum Mord im Jänner 1951 zu einer lebenslangen Haftstrafe verurteilt. 1967 beging sie in der Haft Suizid. Meine Meinung: Autorin Alexandra Przyrembel hat in akribischer Kleinarbeit die Prozessakten sowie unzählige Zeitungsberichte als Quellen zu diesem Buch herangezogen. Sie rekonstruiert die Biografie jener Frau, die als „Hexe oder Bestie von Buchenwald“ traurige Berühmtheit erlangt hat. Interessant sind einige Vorwürfe, wie zum Beispiel, dass sie tätowierte Menschen gezielt töten, hat lassen, um aus deren Haut Lampenschirme anfertigen zu lassen, nicht eindeutig belegbar sind. Allein die Vorstellung, dass ein solcher existiert haben könnte, hat Ilse Kochs Ruf als Monster gefestigt. In ihrem Buch geht die Historikerin unter anderem auch der Frage nach der Rolle der Frauen in der Nazi-Diktatur nach. Frauen spielten ja in der Politik keine Rolle. Lediglich als Wählerinnen, Lieferantinnen von Söhnen und kriegswichtigen Produkten sind sie geduldet. Eine, in ihrer Boshaftigkeit herausragenden Person, wie Ilse Koch entspricht so gar nicht dem NS-Frauenbild. Koch dient in der Nachkriegszeit als eine Art negative Identifikationsfigur. Je mehr Brutalität, je mehr Gewalt oder Schuld Ilse Koch zugeschrieben werden konnte, desto mehr konnten sie andere von den Gräueltaten der Nazis distanzieren. Das Buch ist oder vielmehr muss, ob zahlreicher Gräuel sachlich verfasst werden. Methodisch nähert sich die Autorin an Ilse Koch an und entwirft mit dieser klugen Studie ein kompaktes Bild des personalisierten Bösen. Einige Fotos zeigen die scheinbare Idylle der Familie Koch und ergänzen den Blick auf eine berühmt-berüchtigte Person. Fazit: Diesem stellenweise verstörenden Buch gebe ich gerne 5 Sterne.

  • bolie

    aus Langscheid

    5/5

    01.04.2023

    eBook (ePUB 3)

    Ja, es gab wohl auch „nette“…

    Ja, es gab wohl auch „nette“ Aufseherinnen in den Konzentrationslagern. Zu denen gehörte Ilse Koch aber nicht. Das belegen die Akten amerikanischer und deutscher Gerichte. Die Historikerin Alexandra Przyrembel zeigt in dem Buch "Im Bann des Bösen" den Werdegang Kochs. Von ihrem Eintritt in die NSDAP bis zu ihrem Suizid. Diese „Hexe von Buchenwald“ war der Schrecken vieler Gefangener und lebte selbst in Luxus und Sorglosigkeit, sehr nah an den Baracken der Gefangenen. Kaum zu glauben, dass die Einwohner von Weimar damals nicht mitbekamen, was im Buchenwald vor sich ging. Zumindest die Stadtväter wussten es und es ist davon auszugehen, dass sie sich Vorteile durch ihr Schweigen erhofften. Ilse und ihr Ehemann kamen erst durch ihre Verbindungen ins Lager zu ansehnlichem Reichtum. Bis sie überhaupt heiraten durften, mussten sie ausführliche Befragungen über sich ergehen lassen. Die kamen vom „Sippenrat der SS“. Eine Institution, die ein wachsames Auge auf all ihre Mitglieder und deren hatte. Der einwandfreie Leumund und die Belege einer „reinen“ Rasse gestatten eine Heirat. Und diese durfte nicht in einer Kirche stattfinden. „Das Christentum ist die Angelegenheit erbsündiger Menschen“, so hieß es damals. Auch die Hochzeitsfeier der Kochs wurde dem Brauchtum der Kelten angelehnt und nur mit SS-Kameraden veranstaltet. Die Gerichtsverhandlungen der Angeklagten Koch waren für etliche Deutsche ein Instrument zur eigenen Entlastung. Nach dem Motto: „Nein, so schlimm war ich aber nicht, oder Schau mal, was sie den Gefangenen antat“ ließ sie denken, dass sie zu den „Guten“ oder gar zum Widerstand gegen den Diktator gehörten. Das Sachbuch hat eine sehr lange Einführung in die Geschichte. Es beleuchtet nicht nur den kleinen Kreis um Frau Koch und ihre Familie. Die ganze Situation damals wird aufgezeigt und es bedarf einer gewissen Stärke, dieses Sachbuch zu lesen. Wichtig ist es allemal. Wir, als nachfolgende Generation, dürfen nicht schweigend zusehen, wie Tendenzen rechter Gesinnung in unserer Gesellschaft Fuß fassen.

  • Mrs.Moriarty

    Thalia Book Circle Community

    4/5

    21.05.2023

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Wissenschaftlich fundiert, aber leider eher langatmig aufbereitet

    Thematisch hat es mich total angesprochen und ich finde den Ansatz der Autorin auch ziemlich gut. Es geht um die Konstruktion einer “Hexe von Buchenwald” dabei spielt auch das damalige Frauenbild eine Rolle. Es bleibt unbestritten, das Ilse Koch eine Täterin ist, es geht der Autorin aber darum, zu zeigen, wie dieses Täterbild nach 1945 in der frühen Nachkriegsgesellschaft und übrigens auch von der amerikanischen Presse gezeichnet wird und sie zu einem “Monster” hochstilisiert. Sie also entmenschlicht. Persönlich sehe ich darin auch einen Mechanismus, in dem ich etwas so dämonisiere, muss ich mich nicht damit beschäftigen das Ilse Koch ein Mensch war und mich auch nicht mit eigener Schuld auseinandersetzen, weil sie als Dämon ja viel schlimmer ist. Dabei spielt neben der Schuldfrage auch das Bild von Frauen und Müttern eine große Rolle, bei der Bewertung ihrer Person. Das geht soweit, das auch die Argumentation des Gerichts, diesen Vorstellungen folgt. Besonders interessant ist der “Fall Koch” auch deshalb, weil Ilse Koch einmal in der BRD zu einer weit höheren Strafe verurteilt wurde, als viele andere Täter, deren Schuld aus heutiger Sicht schwerer wiegt. Aber auch, weil hier DDR und BRD Geschichte aufeinander prallen. Das KZ Buchenwald lag in der Sowjetischen Besatzungszone und dann in der DDR. Beide Länder habe unterschiedliche Motive, denn Fall zu verhandeln. Klar ist, Przyrembel hat eine fundierte und wissenschaftliche Herangehensweise und ich finde ihre Argumentation auch schlüssig. Einzig… das Buch hat das typische Problem, das oft bei deutschsprachiger wissenschaftlicher Literatur eintritt: Es liest sich sehr langatmig und stellenweise dadurch ziemlich langweilig. Auch weil die Autorin oft Fremdwörter verwendet, wo es nicht notwendig wäre. Das finde ich sehr schade, da das Buch so ehrlicherweise wenig zugänglich für ein eher Sachbuchorientiertes, allgemeines Publikum ist. Wen das nicht stört, dem sei das Buch dennoch empfohlen, da ich finde, das die Autorin wichtige Aspekte in der Geschichte der frühen deutschen Nachkriegszeit aufgreift.

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