Pori, Finnland. An einem stürmischen Herbsttag wird ein sturzbetrunkener Mann mit mehreren Messerstichen in einem Holzhaus ermordet. Ein typisch finnischer Mord - so der lakonische Kommentar der hinzugerufenen Kommissare. Der Fall scheint zunächst schnell gelöst: Im nahe gelegenen Wald wird noch am gleichen Abend ein verdächtiger Mann festgenommen. Doch für den Ermittler Jari Paloviita entpuppt sich der Mord als schwierigster Fall seines Lebens. Der Verdächtigte war in der Jugend sein allerbester Freund, dem er bedingungslos vertrauen konnte. Und Jari Paloviita verdankt ihm sein Leben. Was ist er nach so langer Zeit noch bereit für ihn zu tun?
Kundinnen und Kunden meinen
4.2/5.0
Bewertung
5/5
12.05.2026
Buch (Taschenbuch)
Besser geht fast nicht
"Was wir verschweigen" wurde mir zum Schlüssel in die finnische Literatur. Es ist mir Mal um Mal eine pure Freude, diese Seiten zu inhalieren und auf mich wirken zu lassen. Selbst beim vierten, fünften Mal wird es einfach nicht langweilig, und man entdeckt immer wieder neue Details, die man überlesen hat. Ich habe dieses Buch am Telefon einer guten Freundin vorgelesen. Leider ist sie nicht mehr am Leben, aber das verbinde ich mit diesem Buch. Außerdem war ich persönlich in Pori und habe viele der Handlungsorte live gesehen und kann sagen: Arttu Tuominen hat eine Punktlandung in den Schilderungen geschafft. Drittens ist noch zu erwähnen: Nachdem ich Band 1 mehrfach im Deutschen durch habe, habe ich mir im letzten Sommer "Was wir verschweigen" auch im Original gekauft und lese es nun auch auf Finnisch. Dieses Buch verdient, ohne mit der Wimper zu zucken, die volle Punktzahl.
Bewertung
5/5
20.01.2026
Buch (Taschenbuch)
Nach Hjorth und Rosenfeldt die genialste Krimireihe aus dem hohen Norden
Ich war von Band 1 an gefesselt, speziell im Bezug auf die Figuren (Jari, Oksman, Linda, etc.) und deren persönliche Geschichte. Zudem ist die Spannung kaum auszuhalten, ich habe die Reihe bis Band 5 quasi weg-inhaliert ! Warte sehnsüchtig auf Band 6...
Bewertung
5/5
11.08.2024
Buch (Taschenbuch)
Fesselnder Finnenkrimi
Von der ersten Seite an faszinierend. Ich bin eigentlich kein Krimileser, aber dieses Buch ist eine absolute Empfehlung. Ohne zu spoilern: wahre Freundschaft über Jahrzehnte berührt tief.
Bewertung
5/5
18.03.2024
Buch (Taschenbuch)
Traumhaft!!!
Ehrlich gesagt, habe ich mir schon oft Krimis gekauft, aber nie die Motivation und die Lust gefunden sie zu lesen. Beim packen meines Rucksacks für den Urlaub am Strand in Spanien, dachte ich, ich könnte am Strand ein wenig lesen. Im Flugzeug angefangen fesselte mich das Buch schon zu Beginn. Unglaublich fesselnd, fand ich die Sprünge zwischen Vergangenheit und Gegenwart. Nach einer Woche klappte ich das Buch durchgelesen zu und steckte es zurück in meinen Rucksack und war absolut fasziniert, was das Lesen eines absolut fesselnden Buchs in einem auslösen kann. Der Einstieg in die Lesewelt war somit gesichert.
Ich kann dieses Buch wirklich nur empfehlen. Das einzig negative was ich sagen könnte, sind die schwedischen Namen der Städte oder einzelnen Personen, bei denen ich als deutsche Kartoffel Probleme bei der Aussprache hatte (ich weiß immer noch nicht wie man die Namen richtig ausspricht). Aber das ist ja wohl kein Problem.
sleepwalker
5/5
11.01.2023
Buch (Taschenbuch)
„Was wir verschweigen“ ist…
„Was wir verschweigen“ ist der erste Teil von Arttu Tuominens auf sechs Teile angelegte Delta-Reihe. Das Buch wurde 2020, meiner Meinung nach völlig zu Recht, als bester Kriminalroman Finnlands ausgezeichnet. „Kriminalroman“ steht auf dem Cover, aber es ist so viel mehr als ein reiner Krimi. Natürlich geht es um einen Mord, aber im Hintergrund beinhaltet das Buch noch eine psycho-soziale Komponente, die für mich die Mordermittlungen fast zur Nebensache gemacht hat. Die ethisch-moralischen Fragen „Wie weit würdest du gehen, um ein Leben zu retten. Was würdest du um einer alten Freundschaft Willen tun?“ sind ein elementarer Teil des Buchs und machten es für mich zu einem absoluten Pageturner. Aber von vorn. In einem Wochenendhaus im finnischen Küstenort Pori trifft sich eine Gruppe Menschen zu einem ausufernden Saufgelage. Am Ende ist einer der Teilnehmer tot. Erstochen mit mindestens sechs Messerstichen in Rücken und Hals. Nach unbefriedigenden Befragungen möglicher Augenzeugen (sie können sich nicht erinnern, sind verkatert und unkooperativ, sogar beleidigend), finden die Ermittler mit Antti Mielonen einen Verdächtigen mit blutiger Kleidung im Wald. Der vorübergehende Leiter der Mordkommission Kommissar Jari Paloviita übernimmt die Ermittlungen eher widerwillig. Er ist in seiner neuen Position nicht glücklich und noch dazu kriselt es in seiner Ehe. Als er dann noch feststellt, dass der einzige Verdächtige im Fall sein bester Freund aus der Schulzeit ist, sieht er sich in einem Dilemma: wie weit darf seine Loyalität gehen, schließlich hat er Antti vor gut 30 Jahren ewige Freundschaft geschworen. Und schließlich ist auch das Opfer Rami Nieminen für ihn kein Unbekannter. Da Finnisch wirklich nicht meine Sprache ist, tue ich mich zugegebenermaßen mit den Namen im Roman ein bisschen schwer. Generell brauche ich bei finnischen Büchern etwas länger, um mich „einzulesen“, auch wenn die Übersetzung sehr gut ist. Dennoch kann ich bei „Was wir verschweigen“ nur sagen, dass mich das Buch schlichtweg gefesselt hat. Die Spannung baut sich kontinuierlich auf und wird nur durch die Ausflüge ins Privatleben der Ermittler unterbrochen. Wobei die schwierige Ehe von Jari Paloviita und das exzessive Sportprogramm von Hendrik Oksman zu keiner Zeit Langeweile aufkommen lassen, eher willkommene „Verschnaufpausen“ sind. Die Charaktere Jari Paloviita, Linda Toivinen und Hendrik Oksman fand ich gut ausgearbeitet und die Geschichte hervorragend konzipiert. Die beiden Zeitebenen, auf denen der Autor sie erzählt, sind klar voneinander abgegrenzt, man weiß als Leser:in immer, wo man sich befindet. Was mich neben dem angenehm ruhigen, fast sachlichen Schreibstil des Autors aber wirklich beeindruckt hat, ist die Tiefe, mit der er die ethischen Fragen von Schuld, Freundschaft und Loyalität behandelt. Die Zwickmühle, in der sich Jari Paloviita befindet, war für mich fast körperlich fühlbar. Seine Zerriebenheit zwischen Pflichterfüllung seinem Arbeitgeber gegenüber und Verbundenheit mit dem Freund aus Kindertagen brachte mich immer wieder zum Nachdenken und zur Frage „Was hätte ich an seiner Stelle gemacht“. Dazu kommen noch weitere Aspekte, die dem Buch noch mehr Facetten verleihen, wie beispielsweise die unterschiedlichen soziale Schichten, aus denen Protagonisten kommen. Jari kommt aus einer Akademikerfamilie und lebt auch jetzt in vermeintlichem Wohlstand. Antti hingegen kommt aus einem gewalttätigen Elternhaus mit einem sehr aggressiven Vater und wurde als Jugendlicher aus der Familie genommen, womit auch die Freundschaft zu Jari endete. Trotz der Vielzahl der Themen schafft Arttu Tuominen es, das Buch zu einem stimmigen Ganzen zu verarbeiten, einem Buch, das Lust auf mehr macht. Von mir ganz klare fünf Sterne und eine Lese-Empfehlung für alle, die Krimis mit einem gewissen Extra mögen.
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4/5
13.11.2024
Buch (Taschenbuch)
Guter Start einer Reihe, die aufgrund...
Guter Start einer Reihe, die aufgrund der interessanten Charaktere und deren Backround allerhand Stoff für weitere Teile liefert. Für „Skandinavien“ Fans eine gute Alternative. „ Das X markiert den Schatz“ (Zitat aus dem Buch). In diesem Fall, einen Bücherschatz!
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