Tohru Nakamura leistet für die japanische Küche im deutschsprachigen Raum das, was Yotam Ottolenghi für die israelisch-arabische Küche geschafft hat: Mit 60 nachkochbaren Rezepten baut er Berührungsängste ab, zeigt kreative Gemeinsamkeiten mit der deutschen Küche und weckt Freude an neuen Produkten. Der Sternekoch macht uns vertraut mit japanischen Aromen, zeigt uns den entspannten Umgang mit typischen Zutaten, stellt japanisches Soulfood vor und gibt einen Einblick in seine bayerisch-japanische Seele. Mit ihm reisen wir auf den Spuren Japans zum Kirschblütenfest in Düsseldorf, genießen eine Teezeremonie im japanischen Teehaus in München und erfahren, dass das ferne Japan auch hierzulande sehr nah sein kann - nicht nur kulinarisch
Kundinnen und Kunden meinen
4.0/5.0
bookloving
5/5
24.11.2022
eBook (ePUB)
Empfehlenswertes Kochbuch
In seinem im Gräfe und Unzer Verlag erschienenen neuen Kochbuch „Tohrus Japan - Alles außer Sushi“ bringt uns der äußerst sympathische Zwei-Sterne-Koch Tohru Nakamura nicht nur die exotische Küche seiner zweiten Heimat Japan näher, sondern gibt uns zudem sehr aufschlussreiche und persönliche Einblicke in seinen spannenden Werdegang. Es ist ein hochinformatives und sehr überzeugendes Buch mit tollen bodenständigen Rezepten, das ich jedem an japanischer Küche Interessierten sehr ans Herz legen kann.
Bevor wir uns also im eigentlichen Rezeptteil auf eine fesselnde kulinarische Reise ins ferne Land seiner japanischen Vorfahren begeben und erfahren, wie die exotische Aromenwelt Japans mit typischen Zutaten auch unsere heimische Küche bereichern kann, gibt es zunächst eine hochinteressante Einleitung, in der Tohru Nakamura uns ermuntert, unbekannte Gerichte auszuprobieren und mit fremden Zutaten und Gewürzen zu experimentieren.
Der erfolgreiche Spitzenkoch, der inzwischen mit seinem Münchner Restaurant „Tohru in der Schreiberei“ einen Traum realisieren konnte, ist als Deutsch-Japaner mit zwei Kulturen, zwei Sprachen und zwei völlig verschiedenen Küchen aufgewachsen. So liegt es ihm auch am Herzen, eine Brücke zwischen japanischer und europäischer Küche zu schlagen, was beispielsweise sehr schön Niederschlag findet in seiner japanischen Interpretation von traditionellen Baden-Württembergischen Spezialitäten seiner Mutter und Oma wie Maultaschen oder Spätzle oder aber auch in seiner kreativen japanischen Version des bayerischen Obatzda.
Im Kapitel „Japan in Deutschland entdecken“ nimmt uns Tohru Nakamura mit auf eine spannende Entdeckungstour, auf der er uns Orte in Deutschland zeigt, wo wir ein Stück Japan ganz authentisch vor unserer eigenen Haustür erleben können. An seiner Seite besuchen wir den Japanischen Garten in Kaiserslautern, erleben LITTLE TOKYO in Düsseldorf oder die Kirschblüte in der Bonner Altstadt, erfahren, was es in Berlin mit WEDDING MIMIFERMENTS auf sich hat und gelangen schließlich nach München, Tohrus Heimatstadt, die auch einige interessante, japanisch geprägte Orte zu bieten hat wie beispielsweise eine Teezeremonie im japanischen Teehaus in München. Äußerst spannend fand ich auch die interessanten Schilderungen in „Von der Berufung zum Beruf" zu lesen. Hierin geht er sehr ausführlich auf seinen Werdegang ein - beginnend mit seinen zaghaften kulinarischen Anfängen, über die verschiedenen Stationen auf seinem weiteren Werdegang bis hin zu seinen Erfolgen als begnadeter Spitzenkoch – und gewährt uns zudem spannende Einblicke in seine bayerisch-japanische Seele.
Im Rezeptteil findet sich eine spannende Zusammenstellung von 60 alltagstauglichen Rezepten, deren Zubereitung sehr verständlich und Schritt für Schritt nachvollziehbar beschrieben werden, so dass auch Hobbyköche keine Probleme beim Nachkochen haben dürften. Zu jedem Rezept findet sich eine übersichtliche, für 4 Personen ausgelegte Zutatenliste und ein ganzseitiges, appetitanregendes Foto von den kreativ angerichteten Gerichten, wundervoll in Szene gesetzt vom Fotografen und Filmemacher Hoang Dang. Die Zubereitungen erfordern keine große Kocherfahrung und sind trotz ihrer Raffinesse sehr einfach und schlicht gehalten, so dass man mit wenigen Zutaten auskommt. So kommen gewisse Berührungsängste erst gar nicht auf und man kann es kaum abwarten, die ersten Rezepte zu japanischem Soulfood nachzukochen.
Ob nun Flammkuchen mit Shiitake-Pilzen, Compté und Miso, SPÄTZLE aus Ei , Butter & Tofu, SCHOKOLADEN-COOKIES mit weißer Schokolade, Walnuss & Kombu oder japanische Traditionsgerichte wie klassisches RAMEN, OKONOMIYAKI oder GESCHMORTER CHINAKOHL mit Dashi & Sesamsauce – die Auswahl an leichten, gesunden Rezepten ist äußerst vielfältig, die Zubereitung unkompliziert und die Resultate sind zudem absolut köstlich!
Sehr gelungen finde ich übrigens die etwas ungewöhnliche Einteilung, die sich nach den 10 Haupt-Zutaten richtet und die beginnend mit den Kapiteln Sesam, Ei, Koji, Reis über KATSUOBUSHI, UMEBOSHI, MISO, SHOYU, TOFU, ALGEN bis schließlich zu dem Kapitel BASICS reicht. Den eigentlichen Rezepten ist eine sehr informative Warenkunde vorangestellt, in der nicht nur viel Wissenswertes zur jeweiligen japanischen Grundzutat nachzulesen ist, sondern auch hilfreiche Tipps beispielsweise zu Alternativen und Variationen, persönliche Anmerkungen und kleine Anekdoten zu finden sind.
Am Ende des Buchs findet sich noch ein übersichtliches alphabetisches Glossar, in dem sich die vielen exotisch klingenden, japanischen Zutaten nachschlagen lassen und verständlich erklärt werden.
Hervorragend hat mir auch die übersichtliche und ansprechende Gestaltung des Buchs gefallen sowie die stimmungsvolle Bebilderung des einleitenden Teils und die natürlich wirkenden, Appetit-anregenden Fotos der einzelnen Gerichte.
FAZIT
Ein hochinformatives und rundum gelungenes Buch, das uns mitnimmt auf eine spannende kulinarische Reise in ein fernes Land! Wer sich für authentische japanische Gerichte interessiert, eine unendliche Geschmackvielfalt erkunden und kreative Gemeinsamkeiten mit der deutschen Küche entdecken möchte, sollte unbedingt Tohrus Japan zur Hand nehmen! Eine absolute Empfehlung von mir für Fans der japanischen Küche und alle die es noch werden wollen!
Juli
4/5
24.10.2022
eBook (ePUB)
Authentisch, aber nicht alltagstauglich
Tohru Nakamura bringt mit seinem Kochbuch die Kulinarik Japans in deutsche Küchen. Neben zahlreichen Rezepten entführt uns der Autor zunächst in sein persönliches Japan und seine Heimat hier in Deutschland. Sehr ausführlich und bebildert erzählt er über seinen Werdegang, seine Herkunft und seine Liebe zur japanischen Küche und zum Kochen. Diese Seiten habe ich gern gelesen, denn sie waren durch und durch authentisch und machten mir den Autor sehr sympathisch. Ich hatte nach dem Lesen direkt das Gefühl: Dieser Mann hat sehr viel Ahnung von der japanischen Küche, das muss ein gutes Kochbuch sein. Doch mehr als eine gute Einleitung zählen bei einem Kochbuch natürlich die Rezepte. Dabei ordnet Tohru diese nach ihren Zutaten, so gibt es beispielsweise ein Kapitel mit Rezepten mit Miso oder Reis. Auch ganz typische Rezepte wie Ramen findet man in diesem Buch. Leider habe ich für mich persönlich jedoch nicht viele interessante Rezepte zum Nachkochen gefunden, denn das Manko ist: Tohrus Japanküche ist nicht gerade alltagstauglich. Nebst einigen Zutaten, die man nur in gut sortierten Asialäden findet, beinhalten viele Rezepte auch Basics, die man ebenfalls vorab erst Anrühren/Kochen etc. muss, und für die es ebenfalls Rezepte mit noch mehr seltenen Zutaten auf den letzten Seiten gibt. Zusammengefasst also geht die authentische japanische Küche in die Zeit und ins Geld. Die wenigen Rezepte, die ich für mich finden konnte, haben mich aber überzeugt, weshalb ich vier Sterne gebe.
Kunde
4/5
16.10.2022
eBook (ePUB)
Mehr als nur kochen.
Die japanische Küche ist für mich eher fremdes Land.
Daher war ich sehr gespannt auf dieses Kochbuch.
Die hochwertige Gestaltung finde ich sehr ansprechend. Schöne Fotos und Illustrationen runden das Ganze ab.
Den ersten Teil des Buches finde ich sehr informativ. Die kleine Japanreise durch Deutschland ist ebenso interessant, wie die persönlichen Einblicke in Thoeu Nakamuras Leben.
Die Warenkunde zu den verschiedenen Lebensmittel ist sehr hilfreich.
Einiges davon kannte ich bisher gar nicht, Miso zum Beispiel.
Die Vielfalt der Rezepte hat mich überrascht. Dank der Fotografien kann man sich ein besseres Bild davon machen.
Die Zutatenlisten sind zum Glück nicht sehr ausgefallen. Nur beim Fleisch (Wagyu-Rind) oder Fisch könnte es vielleicht etwas schwieriger bzw teurer werden.
Für Freunde der japanischen Küche ein gutes Kochbuch!
Klara
4/5
16.10.2022
eBook (ePUB)
Japanisches Ambiente in (m)einer deutschen Küche
Ich besitze eine reichhaltige Kochbuchbibliothek und habe noch kein Kochbuch, das so ist wie "Tohrus Japan - Alles außer Sushi" des Sternekochs Tohru Nakamura. Das ausgesprochen ansprechende, mit attraktiven Fotos der verschiedenen Gerichte bebilderte Kochbuch aus dem Gräfe und Unzer Verlag ist von der Gestaltung her hervorragend gelungen. Der Leser erfährt sehr viel aus dem Leben des Sternekochs, und dieser nimmt dem Hobbykoch gleich in seinem Vorwort die Angst, dass man ein Profikoch sein muss, um mit unbekannten Gewürzen unbekannte Gerichte zu kochen. „Mut dagegen ist beim Kochen ganz essenziell.“ (S. 9) Da bin ich dabei. Das Rezeptregister ist bei diesem Kochbuch anders gegliedert, als man es sonst gewohnt ist. Die Unterteilung erfolgt nach den Zutaten, so z.B. Sesam, Ei, Koji, Reis, Katsuobushi und jeder Rezeptteil beginnt mit der Warenkunde. Dies ist ausgesprochen hilfreich, da in meiner Küche sehr wenig z.B. mit Koji - eine Art Schimmelpilzkultur - gearbeitet wird. Die 60 Rezepte sind beeindruckend, die Erklärungen zur Zubereitung sind gut verständlich, jedoch wie ich finde, nicht in Windeseile auf den Teller gezaubert. Hier sind erst umfangreiche Vorarbeiten notwendig, da einige Zutaten wie u.a. Hijiki-Algen oder Bonitoflocken bei mir nicht auf Vorrat liegen. Wenn man sich als Hobbykoch etwas Zeit nimmt, die Einkäufe gut plant und sich dann an das Nachkochen heranwagt, bin ich mir sicher, wird sehr schmackhaftes und ausgefallenes Essen auch zu Hause gut gelingen. Dieses etwas andere Kochbuch gefällt mir ausgesprochen gut.
Hornita
aus Augsburg
5/5
30.11.2022
Buch (Gebundene Ausgabe)
Authentisch und modern; Die…
Authentisch und modern; Die relativ ausführlichen Kapitel zur Einführung sind für ein Kochbuch unerwartet, aber sehr gelungen. Tohrus Lebenslauf ist interessant und man nimmt ihm die Begeisterung fürs Kochen und die Produkte sofort ab. Auch die Hinweise darauf, wo man in Deutschland Japan entdecken kann, haben mir sehr gut gefallen. Dann geht es ans Eingemachte und anhand einiger Hauptzutaten sind die Rezepte in Kapiteln zusammengefasst. Es gibt zu jedem Thema einige einführenden Worte, was wirklich sehr hilfreich ist. Die Rezepte wirken organisch, d.h. dass die Zusammenführung deutscher und japanischer Zutaten und Rezepte wie aus einem Guss wirken und auch für mich als Kochamateur Sinn machen. Besonders gefallen hat mir die neue Variante des bayerischen Obatzten und die Japanische Carbonara sowie das Kapitel über Tofu. Die Informationen zum Fermentieren und zu Bezugsquellen sind besonders interessant und haben meinen Horizont erweitert. Insgesamt wirkt das Buch sehr authentisch und zugleich modern.
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