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Produktbild: Die Welt gehört uns - Eine unmögliche Freiheit -
Band 2
Artikelbild von Die Welt gehört uns - Eine unmögliche Freiheit -
Julia Kröhn

1. Die Welt gehört uns - Eine unmögliche Freiheit -

Die Welt gehört uns - Eine unmögliche Freiheit -

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Beschreibung

Produktdetails

Family Sharing

Ja

Gesprochen von

Christiane Marx

Spieldauer

12 Stunden und 34 Minuten

Abo-Fähigkeit

Ja

Erscheinungsdatum

16.01.2023

Hörtyp

Lesung

Fassung

ungekürzt

Medium

MP3

Anzahl Dateien

159

Verlag

Random House Audio

Sprache

Deutsch

EAN

9783837162356

Beschreibung

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Ja

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Gesprochen von

Christiane Marx

Spieldauer

12 Stunden und 34 Minuten

Abo-Fähigkeit

Ja

Erscheinungsdatum

16.01.2023

Hörtyp

Lesung

Fassung

ungekürzt

Medium

MP3

Anzahl Dateien

159

Verlag

Random House Audio

Sprache

Deutsch

EAN

9783837162356

Herstelleradresse

Random House Audio [9]
Neumarkter Str. 28
81673 München
Deutschland
Email: info@service.penguinrandomhouse.de
Url: www.penguinrandomhouse.de
Fax: +49 89 41363333

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Zeiten im Zeichen der Aufstände und Unruhen

Büchertanz.de aus Freiburg am 09.02.2023

Bewertungsnummer: 1876103

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Das Buch „Die Welt gehört uns – Eine unmögliche Liebe“ von Julia Kröhn ist der zweite und abschließende Band der Reihe der ‚Buchhändlerinnen von Frankfurt‘ und handelt unter anderem von der Westdeutschen Studentenbewegung in den 1960er Jahren. Frankfurt im Jahr 1965: Zwanzig Jahre sind vergangen, seit Ella die Verlagsbuchhandlung „Bücherreich“ ihrer Eltern aus dem Nichts wieder aufgebaut hat – und das mit Erfolg. Ihre deutlich jüngere Schwester Luise geht sogar bei ihr in die Lehre – doch es kommt zu einem großen Streit: Luise hat genug davon, dass in der Buchhandlung nur noch seichte Bücher angeboten werden. Sie möchte etwas bewegen und wird von dem politisch aktiven Studenten Thilo zu neuen Ideen und Denkweisen angestiftet. Während Luise mit ihren Freunden die politischen und sozialen Verhältnisse verändern will, stellt sich Ella ihrer Vergangenheit: Ari ist nach Frankfurt zurückgekehrt und Ella erinnert sich, dass sie mit ihren Büchern einst die Menschen aufrütteln und damit auch die Welt ein wenig verändern wollte. Zwischen all diesem Trubel sucht Ella dann auch ihr privates Glück, welches ihr immer wieder entgleitet. Schon seit einigen Jahren gehört Julia Kröhn zu meinen Lieblingsautorinnen, da sie mich mit ihren tiefgängigen Geschichten immer sehr berührt und bestens unterhält. So konnten mich die „Riviera-Saga“, welche 2020 erschien und auch die „Lehrerin von Hamburg – Reihe“ von 2021 völlig begeistern. Die Handlung des Buches gliedert sich in insgesamt 15 Kapitel und vier Teile auf: ‚1965‘, ‚1966‘, ‚1967‘ und ‚1968‘. Es folgen die historischen Anmerkungen und eine Leseprobe zu „Das Modehaus – Töchter der Freiheit“ von Julia Kröhn, welches im Februar 2019 im Blanvalet Verlag erschienen ist. Im Mittelpunkt der Geschichte steht die, noch immer etwas undurchsichtige Buchhändlerin Ella Reichenbach, welche mir viel Herzblut, Engagement und Mut die Buchhandlung ihrer Eltern mit Nichts wieder aufgebaut hat. Während ihre um einiges jüngere Schwester Luise im ersten Band noch ein kleines Kind war, ist sie in dem hier vorliegenden Band bereits zu einer jungen Frau herangewachsen, welche zu Beginn des Buches ihren Platz im Leben noch nicht gefunden hat. Sie weiß nicht, welchen beruflichen Weg sie einschlagen soll, fühlt sich auch in der Ausbildung zur Buchhändlerin nicht wirklich wohl und wächst auch etwas isoliert, doch sehr liebevoll bei und mit ihrer Schwester auf. Als sie dann aber auf den jungen charismatischen und politisch aktiven Studenten und seine Freunde trifft, geht ihre Wandlung voran. Von Thilo angestiftet ändert sie ihre Denk- und Sichtweisen und scheint auf einmal eine Aufgabe, einen Sinn in ihrem Leben zu haben. Auch wenn sie sich damit von ihrer Schwester distanziert, zu der sie eigentlich zeitlebens mit einem festes Band verbunden war. Mitunter wirkt Luise in ihrem Handeln und Denken etwas naiv – doch ihre Wandlung hat Julia Kröhn sehr authentisch herausgearbeitet. Auch ihre mitunter etwas chaotische Gefühlswelt und die daraus resultierenden Fehler, machten Luise zu einem sehr eindrücklichen und lebensechten jungen Frau, welche ich gerne ab und zu einfach fest in den Arm nehmen wollte. Sie ist keine blinde Mitläufern und stellt Sachen auch gerne mal in Frage. Ella ist Luises große Schwester und tritt in diesem Band etwas hinter die Geschichte von Luise. Trotzdem haben mich ihre Geschichte, ihre Gefühle und ihre Entwicklung ebenfalls sehr beeindruckt. Während ich ihr im ersten Band nicht so richtig nahe kam, hatte ich das Gefühl, dass ich hier Ella näher kam und sie noch einmal besser und intensiver kennengelernt habe. Es gibt noch eine Vielzahl an weiteren Figuren, auf welche ich aber nicht einzeln eingehen möchte, da ich sonst zu viel von der Geschichte vorwegnehme. Julia Kröhn hat eine immense Vielfalt an unterschiedlichsten Charakteren geschaffen – bei einigen bleibt die Sympathie bis zu Schluss, bei anderen erlischt sie im Laufe der Handlung. Alle Figuren sind mit ihren Schicksalen, ihren Lebenswegen und ihren Entscheidungen eng miteinander verbunden und sie konnten mich alle mit ihrer Authentizität und ihren Weiterentwicklungen sehr überzeugen. Vor etwa vier Monaten, im Oktober 2022, habe ich den Auftakt der Dilogie gelesen und ich hatte keine Probleme, wieder in den zweiten Band einzusteigen. Die Figuren und ihre teils dramatischen Geschichten waren nach wie vor sehr präsent. Die Handlung des Buches setzt 16 Jahre nach Ende des ersten Bandes an. Was in diesen 16 Jahren passiert ist, wird auch immer wieder kurz erwähnt – oft hatte ich das Gefühl, dass mir da was fehlt. Über einige Begebenheiten aus Luises Kindheit und Ellas Geschäftsleben hätte ich gerne ausführlicher gelesen – im Prinzip wäre der Gesamtstoff der Dilogie auch für eine Trilogie geeignet gewesen. Trotzdem war ich aber der ersten Seite wieder in der teilweise sehr spannenden Handlung angekommen und wollte das Buch stellenweise nicht mehr aus der Hand legen. In der chronologisch erzählten Geschichte baut sich zum Ende des Buches hin eine spannende Gesamtstimmung auf, wenn alles zueinander findet. Mit ihrem detaillierten, farbenfrohen und vor allem poetischen Sprachstil erzählt Julia Kröhn eine mitreißende und intensive Geschichte, welche im Gedächtnis bleiben wird. Ich empfehle an dieser Stelle unbedingt auch mit dem ersten Band zu beginnen, da man dann einige Geschehnisse und auch die Handlungen der einzelnen Figuren und die Figuren selbst besser einordnen kann. Den geschichtlichen Hintergrund bilden die Jahre von 1965 bis 1968 und damit die Studentenbewegungen in der Bundesrepublik Deutschland. Der wirtschaftliche Aufschwung der BRD war zu dieser Zeit bereits vorbei und die Arbeitslosenzahlen stiegen. Die Studentenvertretungen begannen, die alten Strukturen an den Universitäten zu kritisieren – und das sehr scharf und öffentlich. Sie forderten soziale Chancengleichheit im Bildungswesen, bessere Lernbedingungen, zeitgemäße Lerninhalte und die Entlassung von Lehrkräften mit Nazi-Vergangenheit. Doch nicht nur die Lehrkräfte mit Nazi-Vergangenheit sorgten bei den jungen Menschen für ordentlich Unmut: Heinrich Lübke wurde trotz seiner braunen Vergangenheit zweimal zum Bundespräsidenten gewählt. Das Vertrauen in die Politik und in die BRD sank. Wie die Studenten in den USA forderten auch die deutschen Studenten ein Ende des Vietnamkriegs und den Stopp der atomaren Aufrüstung. Die erlassenen Notstandsgesetze schürten die Unruhe unter den Studenten noch mehr, da sie gravierende Einschränkungen der demokratischen Grundrechte befürchteten. Insgesamt waren die Studentenbewegungen aber auch das Ventil eines großen Konflikt der Generationen. Die jüngere Generation warf ihren Eltern die Verbrechen im Dritten Reich vor, fragten nach deren Vergangenheit und ihren Taten. Die ältere Generation wollte einfach nur vergessen, während die jüngere Generation immer wieder an den nie verheilten Wunden riss und zerrte. Aber auch innerhalb der älteren Generation gab es unterschiedliche Auffassungen, wie man mit der Vergangenheit am besten umgehen sollte. Zwischen vergessen, aufarbeiten und verleugnen des Holocausts war alles dabei. Diese geschichtlichen Hintergründe hat Julia Kröhn sehr akribisch und genau recherchiert und verbindet diese perfekt mit ihren größtenteils fiktiven Figuren und deren Schicksalen. Sie verfügt zusätzlich über ein immenses geschichtliches Wissen und versteht es, dieses in ihre bildgewaltigen Romane einzubauen und damit Geschichte absolut erleb- und fühlbar zu machen. Fazit: Das Buch „Die Welt gehört uns – Eine unmögliche Freiheit“ ist ein sehr guter Abschluss einer äußerst stimmungsvollen Dilogie, die mich sehr begeistert hat. Mit ihrem poetischen Sprachstil, ihren akribisch recherchierten Hintergründen, ihrem großen geschichtlichen Wissen, einer spannenden Handlung und ihren lebensechten Charakteren, bietet Julia Kröhn mit dieser Reihe alles, was das Leserherz begehrt. Absolut empfehlens- und lesenswert!

Zeiten im Zeichen der Aufstände und Unruhen

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Bewertungsnummer: 1876103
Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Das Buch „Die Welt gehört uns – Eine unmögliche Liebe“ von Julia Kröhn ist der zweite und abschließende Band der Reihe der ‚Buchhändlerinnen von Frankfurt‘ und handelt unter anderem von der Westdeutschen Studentenbewegung in den 1960er Jahren. Frankfurt im Jahr 1965: Zwanzig Jahre sind vergangen, seit Ella die Verlagsbuchhandlung „Bücherreich“ ihrer Eltern aus dem Nichts wieder aufgebaut hat – und das mit Erfolg. Ihre deutlich jüngere Schwester Luise geht sogar bei ihr in die Lehre – doch es kommt zu einem großen Streit: Luise hat genug davon, dass in der Buchhandlung nur noch seichte Bücher angeboten werden. Sie möchte etwas bewegen und wird von dem politisch aktiven Studenten Thilo zu neuen Ideen und Denkweisen angestiftet. Während Luise mit ihren Freunden die politischen und sozialen Verhältnisse verändern will, stellt sich Ella ihrer Vergangenheit: Ari ist nach Frankfurt zurückgekehrt und Ella erinnert sich, dass sie mit ihren Büchern einst die Menschen aufrütteln und damit auch die Welt ein wenig verändern wollte. Zwischen all diesem Trubel sucht Ella dann auch ihr privates Glück, welches ihr immer wieder entgleitet. Schon seit einigen Jahren gehört Julia Kröhn zu meinen Lieblingsautorinnen, da sie mich mit ihren tiefgängigen Geschichten immer sehr berührt und bestens unterhält. So konnten mich die „Riviera-Saga“, welche 2020 erschien und auch die „Lehrerin von Hamburg – Reihe“ von 2021 völlig begeistern. Die Handlung des Buches gliedert sich in insgesamt 15 Kapitel und vier Teile auf: ‚1965‘, ‚1966‘, ‚1967‘ und ‚1968‘. Es folgen die historischen Anmerkungen und eine Leseprobe zu „Das Modehaus – Töchter der Freiheit“ von Julia Kröhn, welches im Februar 2019 im Blanvalet Verlag erschienen ist. Im Mittelpunkt der Geschichte steht die, noch immer etwas undurchsichtige Buchhändlerin Ella Reichenbach, welche mir viel Herzblut, Engagement und Mut die Buchhandlung ihrer Eltern mit Nichts wieder aufgebaut hat. Während ihre um einiges jüngere Schwester Luise im ersten Band noch ein kleines Kind war, ist sie in dem hier vorliegenden Band bereits zu einer jungen Frau herangewachsen, welche zu Beginn des Buches ihren Platz im Leben noch nicht gefunden hat. Sie weiß nicht, welchen beruflichen Weg sie einschlagen soll, fühlt sich auch in der Ausbildung zur Buchhändlerin nicht wirklich wohl und wächst auch etwas isoliert, doch sehr liebevoll bei und mit ihrer Schwester auf. Als sie dann aber auf den jungen charismatischen und politisch aktiven Studenten und seine Freunde trifft, geht ihre Wandlung voran. Von Thilo angestiftet ändert sie ihre Denk- und Sichtweisen und scheint auf einmal eine Aufgabe, einen Sinn in ihrem Leben zu haben. Auch wenn sie sich damit von ihrer Schwester distanziert, zu der sie eigentlich zeitlebens mit einem festes Band verbunden war. Mitunter wirkt Luise in ihrem Handeln und Denken etwas naiv – doch ihre Wandlung hat Julia Kröhn sehr authentisch herausgearbeitet. Auch ihre mitunter etwas chaotische Gefühlswelt und die daraus resultierenden Fehler, machten Luise zu einem sehr eindrücklichen und lebensechten jungen Frau, welche ich gerne ab und zu einfach fest in den Arm nehmen wollte. Sie ist keine blinde Mitläufern und stellt Sachen auch gerne mal in Frage. Ella ist Luises große Schwester und tritt in diesem Band etwas hinter die Geschichte von Luise. Trotzdem haben mich ihre Geschichte, ihre Gefühle und ihre Entwicklung ebenfalls sehr beeindruckt. Während ich ihr im ersten Band nicht so richtig nahe kam, hatte ich das Gefühl, dass ich hier Ella näher kam und sie noch einmal besser und intensiver kennengelernt habe. Es gibt noch eine Vielzahl an weiteren Figuren, auf welche ich aber nicht einzeln eingehen möchte, da ich sonst zu viel von der Geschichte vorwegnehme. Julia Kröhn hat eine immense Vielfalt an unterschiedlichsten Charakteren geschaffen – bei einigen bleibt die Sympathie bis zu Schluss, bei anderen erlischt sie im Laufe der Handlung. Alle Figuren sind mit ihren Schicksalen, ihren Lebenswegen und ihren Entscheidungen eng miteinander verbunden und sie konnten mich alle mit ihrer Authentizität und ihren Weiterentwicklungen sehr überzeugen. Vor etwa vier Monaten, im Oktober 2022, habe ich den Auftakt der Dilogie gelesen und ich hatte keine Probleme, wieder in den zweiten Band einzusteigen. Die Figuren und ihre teils dramatischen Geschichten waren nach wie vor sehr präsent. Die Handlung des Buches setzt 16 Jahre nach Ende des ersten Bandes an. Was in diesen 16 Jahren passiert ist, wird auch immer wieder kurz erwähnt – oft hatte ich das Gefühl, dass mir da was fehlt. Über einige Begebenheiten aus Luises Kindheit und Ellas Geschäftsleben hätte ich gerne ausführlicher gelesen – im Prinzip wäre der Gesamtstoff der Dilogie auch für eine Trilogie geeignet gewesen. Trotzdem war ich aber der ersten Seite wieder in der teilweise sehr spannenden Handlung angekommen und wollte das Buch stellenweise nicht mehr aus der Hand legen. In der chronologisch erzählten Geschichte baut sich zum Ende des Buches hin eine spannende Gesamtstimmung auf, wenn alles zueinander findet. Mit ihrem detaillierten, farbenfrohen und vor allem poetischen Sprachstil erzählt Julia Kröhn eine mitreißende und intensive Geschichte, welche im Gedächtnis bleiben wird. Ich empfehle an dieser Stelle unbedingt auch mit dem ersten Band zu beginnen, da man dann einige Geschehnisse und auch die Handlungen der einzelnen Figuren und die Figuren selbst besser einordnen kann. Den geschichtlichen Hintergrund bilden die Jahre von 1965 bis 1968 und damit die Studentenbewegungen in der Bundesrepublik Deutschland. Der wirtschaftliche Aufschwung der BRD war zu dieser Zeit bereits vorbei und die Arbeitslosenzahlen stiegen. Die Studentenvertretungen begannen, die alten Strukturen an den Universitäten zu kritisieren – und das sehr scharf und öffentlich. Sie forderten soziale Chancengleichheit im Bildungswesen, bessere Lernbedingungen, zeitgemäße Lerninhalte und die Entlassung von Lehrkräften mit Nazi-Vergangenheit. Doch nicht nur die Lehrkräfte mit Nazi-Vergangenheit sorgten bei den jungen Menschen für ordentlich Unmut: Heinrich Lübke wurde trotz seiner braunen Vergangenheit zweimal zum Bundespräsidenten gewählt. Das Vertrauen in die Politik und in die BRD sank. Wie die Studenten in den USA forderten auch die deutschen Studenten ein Ende des Vietnamkriegs und den Stopp der atomaren Aufrüstung. Die erlassenen Notstandsgesetze schürten die Unruhe unter den Studenten noch mehr, da sie gravierende Einschränkungen der demokratischen Grundrechte befürchteten. Insgesamt waren die Studentenbewegungen aber auch das Ventil eines großen Konflikt der Generationen. Die jüngere Generation warf ihren Eltern die Verbrechen im Dritten Reich vor, fragten nach deren Vergangenheit und ihren Taten. Die ältere Generation wollte einfach nur vergessen, während die jüngere Generation immer wieder an den nie verheilten Wunden riss und zerrte. Aber auch innerhalb der älteren Generation gab es unterschiedliche Auffassungen, wie man mit der Vergangenheit am besten umgehen sollte. Zwischen vergessen, aufarbeiten und verleugnen des Holocausts war alles dabei. Diese geschichtlichen Hintergründe hat Julia Kröhn sehr akribisch und genau recherchiert und verbindet diese perfekt mit ihren größtenteils fiktiven Figuren und deren Schicksalen. Sie verfügt zusätzlich über ein immenses geschichtliches Wissen und versteht es, dieses in ihre bildgewaltigen Romane einzubauen und damit Geschichte absolut erleb- und fühlbar zu machen. Fazit: Das Buch „Die Welt gehört uns – Eine unmögliche Freiheit“ ist ein sehr guter Abschluss einer äußerst stimmungsvollen Dilogie, die mich sehr begeistert hat. Mit ihrem poetischen Sprachstil, ihren akribisch recherchierten Hintergründen, ihrem großen geschichtlichen Wissen, einer spannenden Handlung und ihren lebensechten Charakteren, bietet Julia Kröhn mit dieser Reihe alles, was das Leserherz begehrt. Absolut empfehlens- und lesenswert!

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