Spannend, blutig, unvergesslich: Der neue Horror-Thriller von Spiegel-Bestseller-Autor Mats Strandberg.
Es sind große Zeiten für die kleine Gemeinde: In Kolarängen soll ein prestigeträchtiges Einkaufszentrum gebaut werden. Am Tag vor der Grundsteinlegung treffen sich die Planer in einem idyllischen Hotel am See, um die letzten Absprachen zu treffen. Eine kleine Konferenz unter Kollegen, in entspannter Atmosphäre, nichts weiter.
Doch nach und nach kommen Konflikte und Intrigen zum Vorschein - und als die Nacht hereinbricht, gibt es den ersten Toten. Bis zum Morgengrauen wird die Erde von Blut gesättigt sein, denn ein Mörder macht Jagd auf die Tagungsgäste.
»Mats Strandberg ist der schwedische Stephen King.« Dagens Nyheter
Kundinnen und Kunden meinen
3.7/5.0
NiWa
4/5
19.10.2023
Buch (Paperback)
Blut, offene Wunden und zerfetztes Fleisch
Der Gemeinde Kolärengen steht eine großartige Veränderung bevor: Der Bau eines Einkaufszentrums ist geplant, welches wirtschaftlichen Aufschwung bringen soll. Am Vorabend der Grundsteinlegung versammeln sich die Planer in einem malerischen Hotel am See, um letzte Absprachen in lockerer Atmosphäre unter Kollegen zu treffen. Nichts Besonderes, sollte man meinen. Doch bis zum ersten Licht des Morgens wird der Boden von Blut durchtränkt sein, denn ein unbarmherziger Killer hat es auf die Tagungsteilnehmer abgesehen.
Mats Strandberg zählt zu meinen Horror-Entdeckungen der letzten Jahre. Er experimentiert mit dem Genre und ich hoffe inständig, dass er ein Schriftsteller ist, der sich in die Ränge der absoluten Horror-Meister einreiht. Aus diesem Grund musste ich „Die Konferenz“ lesen, nachdem mir seine bisherigen Bücher alle gefallen haben.
Mit diesem Buch hat sich Strandberg dem Horror abseits des Übernatürlichen bedient. Es geht um Blut, offene Wunden und zerfetztes Fleisch. Ich gebe zu, dass es für mich arg grenzwertig war.
Zuerst aber zur Geschichte an sich, die gesellschaftskritisch erzählt und von schriftstellerischem Können geprägt ist.
Bei den Tagungsteilnehmern handelt es sich um eine Abteilung der Gemeinde, die mit dem Projekt rund um das Einkaufszentrum betraut war. Sie fahren gemeinsam mit einem Bus zu dem geschichtsträchtigen Hotel am See, wo sie sich neben Teambuilding in Selbstbeweihräucherung üben. Rasch ist dem Leser klar, dass es sich nicht um die besten Freunde handelt, und sie allesamt Schwierigkeiten im Miteinander und mit dem angeblich großartigen Projekt haben.
Im ersten Teil des Romans schildert Strandberg eindrucksvoll und authentisch, wie man sich die Arbeiten in manchen Verwaltungseinheiten vorstellt. Jeder und jede möchte das Beste für die Gemeinde oder den Bezirk, wobei man sich selten einig ist, was denn überhaupt ein guter Weg ist.
"Niemand achtet mehr auf das große Ganze, und als gute Entscheidung gilt nur, was kurzfristig gut fürs Budget ist, (...)" (S. 61)
Der Autor beleuchtet die einzelnen Charaktere, versieht sie mit schmerzenden Ecken und Kanten und ergänzt die Situation um eine Intrige, die einen Schatten auf die Beziehungsebene der Personen wirft.
Gleichzeitig erfährt man mehr über das Hotel an sich, das trotz beschaulicher Lage auf eine schaurige Vergangenheit blickt. Gruselgeschichten werden am Lagerfeuer erzählt und nach und nach treten Spannungen sowie Ränkespiele zutage. Bis zum Einbruch der Dunkelheit ereignet sich der erste Mord, welcher der Beginn eines blutroten Alptraums ist.
Den ersten Teil des Romans, die verschiedenen Figuren und ihre Funktionen, die Abläufe der Gemeinde und die Stimmung untereinander, fand ich sehr gut umgesetzt. Dies alles habe ich entspannt und interessiert gelesen und habe mich dabei unterhalten gefühlt.
Sobald das erste Opfer fällt, wird es unerträglich. Strandberg führt den Leser durch eine Hölle, die das Blut an den Fingern kleben lässt. Es ist brutal, widerwärtig, verstörend und fast schon obszön, wie hier gemordet und geschlachtet wird. Mehrmals war ich kurz davor, das Buch wegzulegen. Doch meine Neugier trieb mich an, um zu erfahren, wer das Tageslicht überhaupt sehen wird.
Letztendlich handelt es sich um eine faszinierende Erzählung über berufliche Rivalitäten, Auseinandersetzungen am Arbeitsplatz, Machtspielchen und unbedeutendes Prestige-Gehabe, wie es vermutlich in jeder Umgebung vorkommen kann.
Obwohl Strandbergs Geschichte von extremer Brutalität geprägt ist, ist sie dennoch bemerkenswert und verdient Anerkennung. Allerdings empfehle ich „Die Konferenz“ nur bedingt, da dieses Buch eine enorme Magenverträglichkeit erfordert.
hallobuch, Silke Schröder
aus Hannover
4/5
25.09.2023
Buch (Paperback)
Nichts für schwache Nerven
Mats Stranderg gilt als schwedischer Stephen King, so detailliert und brutal direkt ist der Stil seiner Thriller. In “Die Konferenz” lässt er seine Story ganz gemächlich Fahrt aufnehmen, bevor das große Gemetzel beginnt. Sorgfältig und behutsam baut er seine Protagonist*innen auf, um sie dann einen nach der anderen fachgerecht zu zerlegen, Das ist nichts für schwache Nerven und erinnert ein wenig an Horrorfilme wie “Freitag der 13.”, ohne jedoch deren tollpatschig-abstruse Elemente – hier ist alles bluternst. So bedient “Die Konferenz” vorzüglich die Vorlieben von echten Horror- und Splatter-Fans. Für alle anderen: Luft anhalten und durch!
Matthias Sahlmann
aus Hagen
3/5
19.09.2022
Buch (Paperback)
Wie die meisten Konferenzen: Nicht allzu spannend
Dies war mein erster Kontakt mit einem Strandberg-Buch… ich bin unsicher, ob es einen Weiteren geben wird.
Erstens: Die Behauptung, dass dieser Autor der schwedische Stephen King ist. Da tut man dem Autor zu viel Ehre an. Schreiben kann er, aber Stephen King verfasst seit 45 Jahren Bestseller… im Rekordtempo. Ein Ausnahmetalent. Das sehe ich hier nicht.
Nun also zum Buch: 410 Seiten. Auf den ersten 150 Seiten lernen wir eine Gruppe von Mitarbeitern des Bauamtes kennen, die zu einer Konferenz fahren. Wir lernen sie gut kennen und das hört bis zum Ende nicht auf. Wir kennen bald alle charakterlichen Defizite… da kommt Einiges zusammen. Als Initiatoren oder Mitläufer eines zweifelhaften Bauprojektes haben sie Alles in die Wege geleitet, damit eine Investmentfirma ein Einkaufszentrum bauen kann.
Tja… und dann kommt ein Bösewicht, unterbricht die Kommunikationswege und bringt einen nach dem anderen um.
Wir haben also 200 Seiten Langeweile und dann 209 Seiten Mord und Totschlag. Das wäre in der zweiten Hälfte vielleicht sogar spannend, wenn es nicht so vorhersehbar wäre.
Kann es sein, dass eine blutige Kurzgeschichte hier auf Romangrösse aufgebläht wurde?
Mit etwas Witz oder Humor hätte man das Ding retten können… aber davon ist Nichts zu spüren.
Handwerklich gibt es Nichts zu meckern. Aber insgesamt ist es einfach zu wenig.
Ich hatte mir sehr viel mehr versprochen.
maskedbookblogger
3/5
08.09.2022
Buch (Paperback)
Ein Buch zum durchkämpfen
Vom Autor Mats Strandberg habe ich bisher noch nichts gelesen, sodass ich mich auf meinen ersten Thriller vom Autor gefreut habe. Diesen Monat erschien sein Buch "Die Konferenz", auf welches ich mich sehr gefreut habe.
In diesem Buch geht es in eine kleine Gemeinde namens Kolarängen. Vor Ort in einem idyllischen Hotel soll entschieden werden, ob und wie ein neues Kaufhauszentrum errichtet werden soll. Doch je mehr die Konferenz andauert, desto mehr Konflikte und Unstimmigkeiten kommen ans Licht. Als es dunkel wird, findet man zudem eine Leiche. Bleibt es nur bei diesem einen Opfer?
Strandberg wurde schon öfter als der schwedische Stephen King bezeichnet. Aufgrundlage dieses Buches kann ich behaupten, dass ihm trotzdem zum Erreichen dieses Status was fehlt.
Das Buch hinterlasse ich nun mit gemischten Gefühlen. Ich hatte einen sehr holprigen Start, da ich den Anfang sehr mühsam zum lesen fand. Es gibt viele Figuren mit denen man klarkommen muss und die erste Hälfte des Buches war recht langatmig gestaltet worden. Kurz und knapp gesagt: Ich musste mich richtig durchkämpfen. Vielleicht wäre der Fokus auf weniger Figuren besser gewesen.
Doch dann mit dem Anfang der zweiten Hälfte kam alles anders. Er wurde spannend und es kamen die richtigen Elemente auf, die für mich einen guten Thriller ausmachen. Zudem entstand ein sehr geheimnisvolle Atmosphäre. Ab diesem Moment hat mich das Buch auch richtig gepackt und ich konnte es in einem Rutsch durchlesen. Schreibstiltechnisch habe ich darüber hinaus nichts auszusetzen, da die Sätze gut gewählt sind.
Fazit: Das Kämpfen hat sich gelohnt. Den Leser*in erwartet nach einem mühsamen Anfang ein spannendes sowie skurriles Leseabenteuer in der Gemeinde Kolarängen. Von mir gibt es drei Sterne.
Leselust
2/5
14.01.2024
Buch (Paperback)
Langeweile und Spannung - ein zweigeteiltes Buch
Dieses Buch hat ca. 400 Seiten. Und man kann es in zwei einfache Hälften Teilen. In den ersten 200 Seiten passiert gar nichts. Die einzelnen Persönlichkeiten des Buches werden uns ewig lange vorgestellt und dabei wird kein privates Detail ausgelassen. Unzählige Namen die man sich merken muss, bei denen man schnell einmal durcheinander kommt.
Dann folgt der zweite Teil. Der Bösewicht taucht auf und es geht auf einmal Schlag auf Schlag. Hier beginnt das Buch etwas kurzweiliger zu werden und man bekommt auch etwas mehr Lust zu lesen. Das Ende dann bringt wenig Überraschungen und es beginnt so enttäuschend wie es angefangen hat.
Der Aussage Mats Strandberg sei der schwedische Stephen King, kann ich zumindest nach diesem Buch nicht beistimmen.
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