Ein atemberaubender Horrorthriller von Bestsellerautor Andreas Gruber
In dem abgeschiedenen Dorf Grein am Gebirge, eingeschlossen zwischen den Bergen und einem Fluss, wird eine verstümmelte Mädchenleiche entdeckt, der mehrere Rückenwirbel fehlen. Als Kommissar Alex Körner und sein Team mehrere Exhumierungen anordnen, nehmen die Ermittlungen eine ungeahnte Wendung. Zudem spitzt sich die Lage zu, als der vom Dauerregen stark angeschwollene Fluss über die Ufer tritt. Vom Hochwasser eingeschlossen und von der Außenwelt abgeschnitten, kommt eine schreckliche Wahrheit ans Licht und die grausamen Morde gehen weiter ...
Ungekürzte Lesung mit Achim Buch
15h 2min
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Düster, unheimlich und anders als erwartet
kiwi1895 aus Kiel am 07.03.2023
Bewertungsnummer: 1895397
Bewertet: Hörbuch-Download
Ich weiß gar nicht mehr, wie lange »Der Judas-Schrein« bei mir herumlag, ohne dass ich mich seiner angenommen habe. Das Buch habe ich vor vielen Jahren von meinem Großvater geschenkt bekommen, und vor knapp einem halben Jahr habe ich mir dann auch das Hörbuch gekauft, als es in der neuen Version verfügbar war. So richtig erklären kann ich gar nicht, warum ich es so lange liegen gelassen habe. Vermutlich fiel das Erscheinen des Hörbuchs einfach in einen für mich ungünstigen Zeitraum.
Kurz zuvor hatte ich mit dem Wiederholungsmarathon der Todesreihe von Gruber begonnen, um rechtzeitig zum Erscheinen des siebten Bandes fertig zu sein. Danach erschien dann noch »Das Eulentor«, das mit seinen rund zehn Stunden sehr gut für zwischendurch war. So blieb »Der Judas-Schrein« zunächst liegen. Als vor wenigen Wochen dann mein Opa starb, habe ich mir schließlich gesagt, dass jetzt der richtige Moment sei, das Hörbuch zu hören. Und was soll ich sagen: Nach einem etwas holprigen Start hat mich das Buch am Ende doch sehr gepackt.
Inhaltlich bewegt sich der Roman in einem düsteren, unheimlichen Bereich, der sofort klar macht, dass es hier nicht um einen gewöhnlichen Thriller geht. Der Klappentext beziehungsweise die Grundidee verspricht ein Rätsel rund um den titelgebenden Schrein und eine Bedrohung, die weit über das Sichtbare hinausgeht. Genau diese Mischung aus Geheimnis, dunkler Atmosphäre und allmählich wachsendem Unbehagen macht den Reiz des Romans aus. Besonders spannend ist dabei, dass sich die Geschichte nicht einfach geradlinig entfaltet, sondern immer wieder in Richtungen abbiegt, die man zunächst nicht erwartet.
Am Anfang bin ich mit den Figuren noch nicht sofort warm geworden. Nach etwa drei Stunden hatte ich noch das Gefühl, dass der Roman etwas Anlauf braucht und sich nicht ganz so leicht erschließt wie andere Gruber-Titel. Deshalb habe ich zwischenzeitlich auch andere Sachen gehört, unter anderem den neuen Hecker, ebenfalls gelesen von Achim Buch. Als ich dann aber eine Woche später beim täglichen Gehen und Laufen weitergehört habe, hat mich das Hörbuch plötzlich nicht mehr losgelassen. Genau dann entfaltet »Der Judas-Schrein« seine eigentliche Stärke: Er baut langsam, aber sehr wirkungsvoll eine düstere Sogwirkung auf.
Achim Buch gibt diesem Buch, so wie eigentlich immer, seinen ganz eigenen Charme. Seine Stimme passt hervorragend zu Grubers Stoffen und trägt die unheimliche Grundstimmung sehr glaubwürdig. Er liest nicht einfach nur vor, sondern verstärkt die Atmosphäre und gibt der Geschichte etwas Eigenes. Gerade bei einem Roman wie diesem ist das ein echter Gewinn, weil die Wirkung des Stoffes stark von der richtigen Erzählweise abhängt.
Besonders gefallen hat mir der Aspekt des kosmischen Bösen. Das verleiht dem Buch eine zusätzliche Ebene, die man eher mit Lovecraft als mit einem klassischen Thriller verbindet. Genau das macht »Der Judas-Schrein« für mich zu einem etwas anderen Gruber — dunkler, spezieller und in seiner Stimmung ungewöhnlich. Ich würde das Buch daher auch eher als Mischung aus Dark Mystery Thriller mit Elementen des kosmischen Horrors beschreiben, nicht unbedingt als reinen Horrortitel.
Das ist zugleich auch der Punkt, an dem ich meine kleine Kritik an der Einordnung als »Horrorbuch« anbringen würde: Das trifft es für mich nicht ganz. Die Geschichte lebt weniger vom klassischen Horror als von Unheimlichkeit, Rätselhaftigkeit und einem Gefühl von etwas Größerem, Fremdem und Bedrohlichem. Genau dadurch wird sie aber gerade interessant.
Unterm Strich ist »Der Judas-Schrein« für mich ein starkes Buch und ein absolutes Muss für Gruber-Fans. Wer seine vorherigen Werke mochte, wird hier sehr wahrscheinlich ebenfalls auf seine Kosten kommen. Wer Gruber allerdings noch gar nicht kennt, sollte vielleicht lieber zuerst mit der Todes- oder Rachereihe beginnen. Wenn man etwas Kürzeres sucht, wäre auch »Herzgrab« ein sehr guter Einstieg.
Alles in allem: Top 4,5 von 5.
das Beste was ich von Andreas Gruber gelesen habe!!!
Capri aus Lyss am 15.05.2026
Bewertungsnummer: 3139573
Bewertet: eBook (ePUB)
einmal angefangen zu lesen, lässt es dich nicht mehr los und geht so bis zum Ende. Bin in jedem Fall dabei, kann mir die Szene bildlich vorstellen.
Bin gespannt auf dein neustes Buch. DANKE
Meinung aus der Buchhandlung
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Was sich in der kleinen Gemeinde Grein abspielt ist unglaublich. Als der Wiener Ermittler Alex Körner mit dem Fall beauftragt wird spitzt sich die Lage zu, denn ein gigantisches Unwetter zieht auf - und das ist das kleinere Übel...... Für Liebhaber von Horror gepaart mit leichter Fantasy die perfekte Lektüre!
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Ich bin ein riesiger Gruber-Fan, was seine Krimis betrifft. Daher wollte ich einemal ein anderes Genre aus seiner Feder probieren. Da ich aber von Grund auf kein großer Fan von Horror und Fantasy bin, ist dieses Buch leider nicht unbedingt mein Fall. Trotzdem freue ich mich auf weitere Krimis von Andreas Gruber.
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