Produktbild: Codename: Sempo

Codename: Sempo Wie ein japanischer Diplomat Tausenden Juden das Leben rettete

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Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

03.11.2022

Verlag

Europa Verlage

Seitenzahl

232

Maße (L/B/H)

21,2/13,6/2,5 cm

Gewicht

397 g

Farbe

Camel / Schwarz

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-95890-490-3

Beschreibung

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Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

03.11.2022

Verlag

Europa Verlage

Seitenzahl

232

Maße (L/B/H)

21,2/13,6/2,5 cm

Gewicht

397 g

Farbe

Camel / Schwarz

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-95890-490-3

Herstelleradresse

Europa Verlag GmbH
Johannisplatz 15
81667 München
DE

Email: sp@europa-verlag.com

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Chiune Sugihara alias "Sempo" - letztlich anerkannt als "Gerechter unter den Völkern" in Yad Vashem...

Bewertung (Mitglied der Thalia Book Circle Community) am 10.01.2023

Bewertungsnummer: 3029597

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Als Biografie angelegt hat Andreas Neuenkirchen die Schilderungen der Stationen des Lebens des Japaners Chiune Sugihara. Vor allem im ersten Drittel erschwerte mir die Darstellungsweise den Zugang zu dem Buch - eine schier erschlagende Informationsflut mit einer Ansammlung von gefühlt zahllosen Fakten, Namen, Ereignissen ließ die Person Chiune „Sempo“ Sugihara lange eher in den Hintergrund treten. Doch ganz allmählich gewann die Figur an Facetten, ebenso wie bei einigen Mitgliedern seiner Familie. Dennoch blieb die Darstellung stets distanziert. Die im Klappentext angedeutete Rettung von tausenden von Juden spielt in der Biografie selbstverständlich eine bedeutende Rolle, wird jedoch eingebettet in den gesamten Lebenslauf des Japaners. Schon als Kind zeigte sich seine Sprachbegabung ebenso wie seine Haltung, nicht immer den Erwartungen anderer entsprechen zu wollen, wenn dies gegen seine innerste Überzeugung war. Als Agent/Spion operierte Chiune Sugihara an verschiedenen Einsatzorten, und Andreas Neuenkirchen versäumt es nicht, den jeweiligen Auftrag in Zusammenhang mit der jeweiligen politischen Lage der Länder zu setzen.   “Außerdem wurde ein Gesetz zur Bekämpfung von Gedankenkriminalität erlassen, welches das Motiv höher ahndete als die eigentliche Straftat und es schließlich sogar erlaubte, vermeintliche Gedankenverbrecher festzunehmen, bevor sie eine Straftat begehen konnten.” (S. 84).    So erhält man hier auch einen groben Überblick über das Gesamtgeschehen während des 2. Weltkriegs, schwerpunktmäßig im Osten Europas. Im Rahmen seiner offiziellen Arbeit als japanischer Vize-Konsul in Litauen rettet Siguhara schließlich einigen tausend Juden das Leben durch das eigenmächtige Ausstellen eines Visums - er handelt damit entgegen der Anordnung seiner Vorgesetzten. Die Rettung der jüdischen Flüchtlinge gerät ihm zur Herzensangelegenheit, was hier für mein Empfinden glaubwürdig dargestellt wird. Das Geschehen danach erscheint wieder unaufgeregt, “Sempo” fällt in Ungnade und verliert nach Abschiebung aus Litauen und Kriegsgefangenschaft auch noch seine Stelle im Staatsdienst. Erst im hohen Alter erfährt Suguhara vom Überleben einiger von ihm mit Visa versorgter Menschen und wird schließlich auch in Yad Vashem als “Gerechter unter den Völkern” anerkannt und geehrt.  Für ein Sachbuch passend war dann wohl die abschließende Auseinandersetzung mit den verschiedenen Interpretationsansätzen zur Handlungsweise Siguharas, auch um zu verdeutlichen, welchen davon sich der Autor anschloss und warum. Bei dürftiger Quellenlage bleibt so ein Spielraum wohl nicht aus. Ich hätte ehrlich gesagt lieber mehr vom Menschen Chiune Sugihara  erfahren, aber dafür gab es vermutlich zu wenig offizielle Anhaltspunkte oder Zeugenaussagen. Ob nun “Schindler”, “Samurai” oder “Menschenfreund” - die Tat an sich ist ja nicht zu bestreiten. Deshalb ist mir die metaphorische Beschreibung der Person “Sempos” vollkommen egal. Auch hätte ich mich über begleitende Fotos im Buch gefreut, ebenso wie über eine Landkarte, um die im Buch benannten Ortschaften auch geografisch einordnen zu können (Entfernungen, Lage usw.).  Alles in allem eine sehr sachlich gehaltene Biografie, der ich jedoch mehr Einblicke in die Person Sempo gewünscht hätte. Interessant war es aber allemal…   © Parden

Chiune Sugihara alias "Sempo" - letztlich anerkannt als "Gerechter unter den Völkern" in Yad Vashem...

Bewertung (Mitglied der Thalia Book Circle Community) am 10.01.2023
Bewertungsnummer: 3029597
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Als Biografie angelegt hat Andreas Neuenkirchen die Schilderungen der Stationen des Lebens des Japaners Chiune Sugihara. Vor allem im ersten Drittel erschwerte mir die Darstellungsweise den Zugang zu dem Buch - eine schier erschlagende Informationsflut mit einer Ansammlung von gefühlt zahllosen Fakten, Namen, Ereignissen ließ die Person Chiune „Sempo“ Sugihara lange eher in den Hintergrund treten. Doch ganz allmählich gewann die Figur an Facetten, ebenso wie bei einigen Mitgliedern seiner Familie. Dennoch blieb die Darstellung stets distanziert. Die im Klappentext angedeutete Rettung von tausenden von Juden spielt in der Biografie selbstverständlich eine bedeutende Rolle, wird jedoch eingebettet in den gesamten Lebenslauf des Japaners. Schon als Kind zeigte sich seine Sprachbegabung ebenso wie seine Haltung, nicht immer den Erwartungen anderer entsprechen zu wollen, wenn dies gegen seine innerste Überzeugung war. Als Agent/Spion operierte Chiune Sugihara an verschiedenen Einsatzorten, und Andreas Neuenkirchen versäumt es nicht, den jeweiligen Auftrag in Zusammenhang mit der jeweiligen politischen Lage der Länder zu setzen.   “Außerdem wurde ein Gesetz zur Bekämpfung von Gedankenkriminalität erlassen, welches das Motiv höher ahndete als die eigentliche Straftat und es schließlich sogar erlaubte, vermeintliche Gedankenverbrecher festzunehmen, bevor sie eine Straftat begehen konnten.” (S. 84).    So erhält man hier auch einen groben Überblick über das Gesamtgeschehen während des 2. Weltkriegs, schwerpunktmäßig im Osten Europas. Im Rahmen seiner offiziellen Arbeit als japanischer Vize-Konsul in Litauen rettet Siguhara schließlich einigen tausend Juden das Leben durch das eigenmächtige Ausstellen eines Visums - er handelt damit entgegen der Anordnung seiner Vorgesetzten. Die Rettung der jüdischen Flüchtlinge gerät ihm zur Herzensangelegenheit, was hier für mein Empfinden glaubwürdig dargestellt wird. Das Geschehen danach erscheint wieder unaufgeregt, “Sempo” fällt in Ungnade und verliert nach Abschiebung aus Litauen und Kriegsgefangenschaft auch noch seine Stelle im Staatsdienst. Erst im hohen Alter erfährt Suguhara vom Überleben einiger von ihm mit Visa versorgter Menschen und wird schließlich auch in Yad Vashem als “Gerechter unter den Völkern” anerkannt und geehrt.  Für ein Sachbuch passend war dann wohl die abschließende Auseinandersetzung mit den verschiedenen Interpretationsansätzen zur Handlungsweise Siguharas, auch um zu verdeutlichen, welchen davon sich der Autor anschloss und warum. Bei dürftiger Quellenlage bleibt so ein Spielraum wohl nicht aus. Ich hätte ehrlich gesagt lieber mehr vom Menschen Chiune Sugihara  erfahren, aber dafür gab es vermutlich zu wenig offizielle Anhaltspunkte oder Zeugenaussagen. Ob nun “Schindler”, “Samurai” oder “Menschenfreund” - die Tat an sich ist ja nicht zu bestreiten. Deshalb ist mir die metaphorische Beschreibung der Person “Sempos” vollkommen egal. Auch hätte ich mich über begleitende Fotos im Buch gefreut, ebenso wie über eine Landkarte, um die im Buch benannten Ortschaften auch geografisch einordnen zu können (Entfernungen, Lage usw.).  Alles in allem eine sehr sachlich gehaltene Biografie, der ich jedoch mehr Einblicke in die Person Sempo gewünscht hätte. Interessant war es aber allemal…   © Parden

Andreas Neuenkirchen hat ein…

Frie aus Hamburg am 03.01.2023

Bewertungsnummer: 2828132

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Andreas Neuenkirchen hat ein Buch über Chiune "Sempo" Sugihara geschrieben. Ein Diplomat, der seine Stellung als japanischer Vizekonsul in Litauen nutzte, um Juden mit Reisedokumenten zu versehen, die diesen zur Flucht in ungefährlichere Länder verhelfen sollten. Man geht davon aus, dass heute ungefähr 250.000 Nachkommen von diesen Geflüchteten leben. Das ist die wichtigste und eine beeindrucke Zahl. Es gibt nicht so viele Quellen über Sempo, so dass es schwer fällt, ihm in den Schilderungen wirklich nahe zu kommen. Ein bisschen fühlte ich.mich wie mit der Lupe vor einem Insekt. Neuenkirchen hat versucht, die Fakten interessant aufzubereiten; ein Roman ist es nicht, aber eine lesbare Biographie. Sempo hatte ein spannendes Leben, wurde nach dem Krieg aus dem diplomatischen Dienst entlassen und musste 'kleine Brötchen' backen. Erst spät wurde ihm Ehrung für seine Taten zuteil. Heute ist er in Yad Vashem als Gerechter unter den Völkern ausgezeichnet. Ich kenne die Namen des deutschen Widerstandes und verschiedene Bücher über diese besonderen Menschen. Ich kannte bisher kein Buch über einen Japaner, der der Judenverfolgung etwas entgegen gesetzt hat. Das Buch hat mich also schon grundsätzlich interessiert. Es ist auch ein Blick in eine andere Kultur; das ist spannend. Traurig zu lesen, wie weit der Arm des Naziregiems reichte; aber ohne Menschen wie Sugihara hätte diese Zeit noch mehr Leben gefordert. 4 Sterne für das Buch mit dem ungewöhnlichen Einband.

Andreas Neuenkirchen hat ein…

Frie aus Hamburg am 03.01.2023
Bewertungsnummer: 2828132
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Andreas Neuenkirchen hat ein Buch über Chiune "Sempo" Sugihara geschrieben. Ein Diplomat, der seine Stellung als japanischer Vizekonsul in Litauen nutzte, um Juden mit Reisedokumenten zu versehen, die diesen zur Flucht in ungefährlichere Länder verhelfen sollten. Man geht davon aus, dass heute ungefähr 250.000 Nachkommen von diesen Geflüchteten leben. Das ist die wichtigste und eine beeindrucke Zahl. Es gibt nicht so viele Quellen über Sempo, so dass es schwer fällt, ihm in den Schilderungen wirklich nahe zu kommen. Ein bisschen fühlte ich.mich wie mit der Lupe vor einem Insekt. Neuenkirchen hat versucht, die Fakten interessant aufzubereiten; ein Roman ist es nicht, aber eine lesbare Biographie. Sempo hatte ein spannendes Leben, wurde nach dem Krieg aus dem diplomatischen Dienst entlassen und musste 'kleine Brötchen' backen. Erst spät wurde ihm Ehrung für seine Taten zuteil. Heute ist er in Yad Vashem als Gerechter unter den Völkern ausgezeichnet. Ich kenne die Namen des deutschen Widerstandes und verschiedene Bücher über diese besonderen Menschen. Ich kannte bisher kein Buch über einen Japaner, der der Judenverfolgung etwas entgegen gesetzt hat. Das Buch hat mich also schon grundsätzlich interessiert. Es ist auch ein Blick in eine andere Kultur; das ist spannend. Traurig zu lesen, wie weit der Arm des Naziregiems reichte; aber ohne Menschen wie Sugihara hätte diese Zeit noch mehr Leben gefordert. 4 Sterne für das Buch mit dem ungewöhnlichen Einband.

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