In dieser Fortsetzung von "City of Villains" versucht die Teenager-Detektivin Mary Elizabeth weiterhin, eine dunkle Verschwörung aufzudecken, die ihre beste Freundin und ihren Freund in schurkische Monster verwandelt hat. Mary gräbt tiefer in der dunklen Schattenseite von Monarch City und in der Geschichte der Magie und deckt eine Verschwörungstheorie auf, die weiter reicht, als sie es sich je hätte vorstellen können. Doch eine durch Politik und Ideologien gespaltene Stadt, eine neue Liebe und ihre eigenen inneren Dämonen könnten ihr im Weg stehen ...
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Mittelband-Syndrom
Jenny Wons aus Bergheim am 13.01.2025
Bewertungsnummer: 2385170
Bewertet: eBook (ePUB)
Die Autorin hat den Übergang (falls Band eins für einen länger zurückliegt) geschickt gelöst: Sie hat zahlreiche Erinnerungsstützen eingebaut, die den Leser sanft zurück in die Geschichte führen. Ich schätze das sehr, denn es hat mir wirklich geholfen, wieder in die Handlung hineinzufinden. Ohne diese Hinweise hätte ich vermutlich viele entscheidende Verknüpfungen und Zusammenhänge verpasst. Besonders die Ereignisse aus dem dramatischen Finale des ersten Bandes, die nun plötzlich für die Ermittlungen und die Verfolgungsjagd in diesem zweiten Teil von zentraler Bedeutung sind, hätte ich ohne diese Auffrischung nicht mehr auf dem Schirm gehabt.
Trotzdem habe ich mich beim Lesen dieses Buches schwergetan. Vielleicht war es einfach nicht der richtige Zeitpunkt für mich, um mich in die Geschichte zu vertiefen. Leider leidet die Geschichte unter dem bekannten „Mittelband-Syndrom“, das in vielen Trilogien auftritt: Der zweite Band dient hauptsächlich dazu, die Figuren von Punkt A – dem Ende des ersten Buches – zu Punkt B – dem Beginn des dritten Buches – zu bringen. Dadurch fehlt dem Buch eine eigenständige Identität, und es fühlt sich stellenweise wie eine bloße Brücke an, die die Geschichte zusammenhält, ohne selbst wirklich zu glänzen.
Unsere Heldin steht im Zentrum dieses Bandes, und ihre Entwicklung ist zweifellos wichtig für die Gesamthandlung. Sie muss viel lernen, sich schwierigen Entscheidungen stellen und sich auf das vorbereiten, was im nächsten Buch auf sie wartet. Diese Entwicklung ist nachvollziehbar und notwendig, doch sie wird von einer Flut an Informationen begleitet, die mich oft überwältigt hat. Hinzu kommt, dass viele der Erzählungen und Hinweise sich widersprechen oder zumindest nicht vollständig miteinander übereinstimmen. Das hat es mir erschwert, den Überblick zu behalten und mich emotional in die Geschichte einzufühlen. Das Buch fühlt sich dadurch einerseits etwas träge an, da nicht viel Action passiert, und ist gleichzeitig so vollgepackt mit Details, dass ich manchmal das Gefühl hatte, den Faden zu verlieren.
Besonders enttäuschend fand ich, dass einige der Figuren, die ich im ersten Band so liebgewonnen habe, kaum noch eine Rolle spielen. Natürlich ist unsere Heldin weiterhin eine faszinierende Protagonistin, und auch ihr Partner in Crime ist eine spannende Ergänzung der Handlung. Doch ich habe James schmerzlich vermisst. Seine Abwesenheit hinterlässt eine Lücke, ebenso wie die vielschichtigen Verknüpfungen zu den Bösewichten, die wir im ersten Band so intensiv kennengelernt haben. Diese Antagonisten, die mit ihrem Charisma und ihrer unterschwelligen Bedrohlichkeit eine Art „Disney-Bösewicht-Feeling“ erzeugt haben, waren eines der Highlights des ersten Buches. Dieses Gefühl fehlte mir hier völlig.
Das Finale des Buches hat jedoch einen kleinen Hoffnungsschimmer geboten. Obwohl es nicht besonders actionreich war, hat es einige vielversprechende Entwicklungen angedeutet. Es scheint, als würde der nächste Band wieder mehr von den Elementen aufgreifen, die ich im ersten Buch so geliebt habe: spannende Konflikte, charismatische Bösewichte und eine Handlung, die vor Energie sprüht. Genau darauf freue ich mich jetzt – auf ein Finale, das all das wieder zurückbringt, was mich am Anfang so begeistert hat.
Was ich abschließend sagen kann, ist Folgendes: Dieses Buch hat für mich nicht vollständig funktioniert, weder als eigenständiger Band noch als Teil der Trilogie. Es war nicht schlecht – die Sprache ist wie immer angenehm zu lesen, und die Grundidee bleibt faszinierend –, aber es hat mich einfach nicht so gepackt, wie ich es mir gewünscht hätte. Trotzdem bin ich optimistisch, dass der dritte Band das Potenzial hat, alles wieder auszugleichen. Schließlich hat Laure im ersten Buch bewiesen, dass sie fesselnde Geschichten schreiben kann. Ich hoffe also, dass sie im letzten Band noch einmal alles auspackt und die Serie zu einem großartigen Abschluss bringt. Bis dahin bleibt dieser zweite Band für mich eher ein notwendiger Übergang als ein wirkliches Highlight.
Fazit:
Der zweite Band der Trilogie leidet stark unter dem „Mittelband-Syndrom“: Er dient hauptsächlich als Übergang zwischen dem starken Auftakt und dem hoffnungsvollen Finale, ohne selbst wirklich zu glänzen. Die Handlung ist oft überladen mit Informationen, die sich teilweise widersprechen, während zugleich spürbar die Dynamik und das Disney-Bösewicht-Feeling des ersten Teils fehlen. Zwar punktet die Geschichte mit der Entwicklung der Heldin und einigen vielversprechenden Ansätzen im Finale, doch insgesamt bleibt der Band eher träge und weniger fesselnd. Ich hoffe, dass der dritte Band die Serie mit Spannung und Charme zu einem starken Abschluss bringt.
3 von 5 Sternen!
Düsteres Abenteuer in Monarch City
Bewertung aus Ahrensburg am 08.11.2022
Bewertungsnummer: 1822074
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)
"Dunkle Gefahren" ist der zweite Band der City of Villians-Buchreihe, der nur kurze Zeit nach dem Vorfall am Miracle Lake die Geschichte um Mary Elizabeth fortsetzt.
James, Mally und Ursula werden öffentlich als Schurken diffamiert und auch Mary gerät ins Visier. Sie wird von der Schule freigestellt und sucht ein Gespräch mit James oder Ursula. Doch ihre ehemaligen drei Freunde sind wie vom Erdboden verschwunden. Mary macht sich Sorgen, zumal auch immer wieder Kinder in Monarch City verschwinden.
Ähnlich wie auch beim ersten Band dieser Reihe brauchte ich einige Zeit, um mich in Monarch City zurechtzufinden. Die Fortsetzung konnte mich aber schnell für sich gewinnen und ich fand es richtig spannend mit Mary, Bella und Jasmine auf Spurensuche zu gehen. In diesem Band wird es politischer, es geht um das Amt des Bürgermeister, um Korruption und um Macht. Doch auch die Magie darf in diesem beachtlichen Abenteuer nicht fehlen. Immer wieder findet Mary, nicht zuletzt auch an sich selbst, Zeichen der Magie. Doch was es genau damit auf sich hat und welche Rolle der Miracle Lake dabei spielt, bleibt erst noch im Verborgenen.
Trotz einige Startschwierigkeiten gefällt mir die Reihe unglaublich gut. Das düstere, geheimnisvolle Setting, die tollen Charaktere wie auch diese einnehmende Atmosphäre sorgen für eine sehr unterhaltsame Lektüre, die mich wieder sehr an den klassichen Film Noir denken ließen. Die Stimmung und einzelnen Dialoge sind ganz anders als man es aus anderen Disney-Büchern kennt und verleihen der Handlung somit eine ganz außergewöhnliche Stimmung. Die geheimnisvollen Spiegel fand ich sehr kreativ und auch das Auftreten der roten Königin lasst einen beim Lesen nicht kalt.
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