Produktbild: Der Gott am Ende der Straße

Der Gott am Ende der Straße Roman

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Beschreibung

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

06.12.2022

Verlag

Aufbau TB

Seitenzahl

360

Maße (L/B/H)

19/11,6/3,2 cm

Gewicht

288 g

Farbe

Anthrazit

Auflage

1. Auflage

Originaltitel

Future Home Of The Living God

Übersetzt von

Gesine Schröder

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-7466-3802-7

Beschreibung

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

06.12.2022

Verlag

Aufbau TB

Seitenzahl

360

Maße (L/B/H)

19/11,6/3,2 cm

Gewicht

288 g

Farbe

Anthrazit

Auflage

1. Auflage

Originaltitel

Future Home Of The Living God

Übersetzt von

Gesine Schröder

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-7466-3802-7

Herstelleradresse

Aufbau Taschenbuch Verlag
Prinzenstraße 85
10969 Berlin
DE

Email: info@aufbau-verlag.de

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  • Bewertung

    5/5

    15.07.2019

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Das Ende der Straße ist noch nicht erreicht...

    "Der Gott am Ende der Straße". Über diesen Titel hatte ich anfangs nicht wirklich nachgedacht. Aber jetzt lasse ich ihn auf mich wirken und muss sagen, dass er meinen Gedanken, die sich wild durcheinander drehen, seitdem ich dieses Buch gelesen habe, noch mehr Aufwind gibt. Inhalt: Cedar wurde kurz nach ihrer Geburt adoptiert, doch sie hat den Wunsch, ihre biologischen Eltern kennen zu lernen. Nicht nur wegen ihr selbst, sondern auch wegen dem Kind in ihrem Bauch. Sie ist schwanger und das zu einer Zeit, in der sich die Welt zurückentwickelt- hin zur Steinzeit und noch weiter. Was wird sie nur für ein Kind auf die Welt bringen? Wird es leben? Wird sie es am Leben halten können? Sie versucht, zurechtzukommen, doch als alle Schwangeren verfolgt und gefangen genommen werden, braucht sie dringend Hilfe. Charaktere: Cedar führt ein Tagebuch für ihr Kind. Dadurch lernt man sie extrem gut kennen, da sie all ihre Gedanken und Gefühle aufschreibt. Sie ist unglaublich stark, kämpft immer weiter, selbst wenn sie zu erschöpft und verzweifelt ist. In dem Buch dreht sich sehr viel um Liebe und in vielen kleinen, fast unbedeutenden Gesten und Wörtern kann man sie entdecken. Sie ist immer präsent. Bei ihrem Mann, ihren Eltern, im Krankenhaus, in der Gefangenschaft. Und Cedar ist für mich eine Frau, die komplett mit Liebe gefüllt ist. Auch die anderen Charaktere waren gut beschrieben, wenn auch nicht so tiefgehend wie Cedar. Vor allem ihre Mitgefangenen haben mir gut gefallen. Niemand hat einfach aufgegeben- alle haben nach ihren Möglichkeiten gekämpft. Schreibstil: Louise Erdrich kann sehr eindringlich und gefühlvoll schreiben. Auch wenn ich bei zwei, drei Stellen kurz ins Stocken geriet, da ich das Gefühl hatte auf einen Widerspruch gestoßen zu sein, war das Buch flüssig zu lesen. Sie hat viele unvorhergesehene Ereignisse und Wendungen eingebaut, wodurch die Geschichte nie an Schwung verlor. Fazit: Da ich noch nie schwanger war, habe ich jetzt schon irgendwie Angst davor. Auch das Ende hat mich verstört- mit so einem Leben für Cedar hätte ich nie gerechnet. Mir wird die Geschichte wohl noch eine Weile durch den Kopf spuken- aber so soll es sein. Ich kann dieses Buch wirklich jedem empfehlen, daher vergebe ich volle 5 Sterne.

  • vielleser18

    aus Hessen

    5/5

    17.05.2019

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Die Hoffnung stirbt zuletzt

    Das Szenario in Louise Erdrichs neuem Roman ist düster. Es spielt in einer nahen Zukunft. Die Menschheit und die Natur scheinen sich zurück zu entwickeln. Kinder, aber auch Tiere, die geboren werden, scheinen zu einer neuen primitiven Spezie zu gehören. Schwangere Frauen werden - auch gegen ihren Willen - in Gewahrsam genommen, überwacht und keiner weiß, was nach der Geburt des Kindes mit Mutter und Kind passiert. Auch im alltäglichen Leben verändert sich immer mehr. Ein Überwachungsstaat entsteht, die Grenzen der USA zu den Nachbarländern werden geschlossen. Kleine Drohnen und sogenannte Lauschohren flirren durch die Luft, Denunziationen sind allgegenwärtig. Cedar ist schwanger. Sie beschreibt ihre Lage, ihre Gefühle, ihre Wünsche, Ängste, aber vor allem auch ihre Erlebnisse in einer Kladde als Brief an ihr ungeborenes Kind. Aus ihrer Sicht erleben wir so die Entwicklung mit. Düster, beängstigend, aber auch mit der Hoffnung, die sie hat. Cedar versteckt sich, unterstützt von ihrem Freund Phil, in ihrem Haus. Wird sie das neun Monate durchhalten können? Immer wieder neue Wendungen machen das Buch zu einer sehr interessanten Lektüre. Aber nicht nur die Entwicklungen und Situationen, in die Cedar gerät, fesseln, sondern auch die Überlegungen und Gedanken, die sie niederschreibt, sind interessant. Cedars schreibt unter anderem über den jeweiligen Entwicklungsstandes des Kindes, aber auch über viele Gefühle und Ansichten, die sie hat. Zudem fließt, wie auch bei den anderen Büchern von Luise Erdich, viel aus Sicht der Native American, der amerikanischen Urbevölkerung, mit ein, denn Cedars leibliche Mutter ist eine Native. Der Roman weckt viele Gefühle beim Leser und am Ende lässt es sich auch nicht so einfach weglegen. Es ist ein düsteres, dystopisches Szenario, das Erdrich beschreibt. Nicht unrealistisch. Da es aus der Sicht einer Einzelnen beschrieben worden ist, wissen wir auch nicht mehr als sie. Wir erleben mit ihr, wie sich dich Umstände immer mehr verändern. Alles was einmal als selbstverständlich galt, ist es innerhalb kürzester Zeit nicht mehr. Es gibt keinen übergeordneten, allwissenden Erzähler, aber das macht es auch wieder so real, denn wir rätseln mit Cedar, versuchen mit ihr alles zu begreifen und können ihre Ängste dadurch nachfühlen. Trotz allem ist Cedar eine taffe Frau, die nicht so leicht aufgibt, die kämpfen will und sich nicht unterordnen möchte. Für das Kind, für eine gemeinsame Zukunft. MIr gefällt Erdrichs Erzählstil, sie konnte mich mit diesem Roman fesseln und unterhalten. Die Dystopie bleibt immer vorstellbar, die Entwicklung nachvollziehbar, mit all ihrer beklemmenden und schrecklichen Folgen. Zudem durchlebt man beim Lesen eine Achterbahn der Gefühle. Erdrich verwebt durch diesen Erzählstil sehr viele Gedanken zum Leben und zur Menschheit mit in eine sich immer mehr zuspitzende Entwicklung. Sehr lesenswert und volle Leseempfehlung.

  • Miro

    aus Wels

    4/5

    13.07.2019

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Das Ende der Menschheit, wie wir sie kennen

    Cedar ist schwanger, in einer Zeit, in der die Evolution anscheinend rückwärts läuft. Die Menschheit, wie wir sie heute kennen, könnte in wenigen Jahren ausgestorben sein. Schwangere und gebärfähige Frauen werden verfolgt und in sogenannten Kliniken, die Gefängnissen mehr als nahe kommen weggesperrt. Als alles beginnt, glaubt noch kaum jemand, wie weit das Ausmaß der Katastrophe gehen wird. Cedar bereitet sich auf den Ausnahmezustand vor und meint, sich in ihrem Haus verbarrikadieren zu können. Niemand weiß genau, wer an der Macht ist, welche Regeln gelten, wo man sich noch frei bewegen kann. Von Anfang an erinnert die Geschichte an Atwoods Report der Magd. Auch hier geht die Protagonistin relativ blauäugig in die Tragödie. Das Ausmaß der Grausamkeit die Mächtigen wird einfach unterschätzt. Sie leben in einer Theokratie, Gott ist an der Macht und die Menschen sind einem Regelwerk ausgeliefert, das die meisten nicht verstehen. Frauen können kein freies Leben mehr führen, denn ihre Gebärmutter gehört dem Staat. Cedar könnte die Flucht gelingen, doch sie fühlt sich zu sicher, im Schoß ihrer Familie. Der Ausgang ist schlussendlich ungewiss. Viele Themen finden sich in dieser Dystopie. Es geht um Flucht, Familie - leiblich oder nicht, Identität, Schuld und Tod. Vieles wird aufgearbeitet, manches bleibt offen. Ich habe den Roman anfangs regelrecht verschlungen, fand Cedars Weg durch die Tragödie sehr spannend. Doch gegen Schluss machte sich bei mir leichte Ungeduld mit Cedar breit. Am liebsten hätte ich sie geschüttelt, weil sie immer noch so unvorsichtig. Trotz allem hat mich diese Dystopie gut unterhalten und ich habe es mit Neugierde und Spannung gelesen. Außerdem verkürzt es die Wartezeit auf die langersehnte Fortsetzung von Atwwods Report.

  • Sursulapitschi

    4/5

    31.03.2019

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Back to the roots

    Gebärfähige Frauen werden von einem merkwürdig religiös motivierten Regime verfolgt und unterdrückt. Bei diesem Thema denkt man sofort an den „Report der Magd“, an dessen riesigen Erfolg viele glücklos anzuknüpfen versuchen. Louise Erdrich hätte tatsächlich das Zeug dazu und versucht sich hier an einem Stoff, den man nicht von ihr erwartet. Das Szenario ist höchst originell. Die Evolution hat ihre Grenzen erreicht und entwickelt sich rückläufig und das in einem unglaublichen Tempo. Menschen, Tiere und Pflanzen verändern sich rasant. In dieser Welt stellt Cedar fest, dass sie schwanger ist. Plötzlich muss sie untertauchen, ständig verfolgt von den Behörden und immer in Angst vor „präpartaler Ingewahrsamnahme“. Ob ihr Kind ein gesundes Menschlein sein wird, weiß sie auch nicht. Alles ist möglich, auch, dass sie die Geburt nicht überlebt. Dieses Buch ist ein Brief an ihr ungeborenes Kind, der ihm erklärt, woher es kommt und unter welchen Umständen es zur Welt gekommen ist. Zu Anfang des Buches ist die Katastrophe noch frisch und so schlittert der Leser mit Cedar zusammen langsam aber sicher in eine höchst befremdliche Situation. Louise Erdrich erzählt gefühlvoll und eindringlich und schafft in wunderbarer Sprache eine höchst beklemmende Atmosphäre voller Verwirrung und Verzweiflung. Hier weiß man lange nicht, was das Problem ist, aber die Bedrohung ist überall spürbar, Cedars Flucht höchst spannend. Dieses Buch fesselt. Allerdings bleibt der dystopische Hintergrund ausgesprochen schwammig. Ab und an bekommt man mal ein paar erläuternde Brocken hingeworfen, aber offensichtlich scheut sich die Autorin davor, Stellung zu beziehen. Warum geht eine rückgewandte evolutionäre Entwicklung so schnell? Was ist dort für ein seltsames Regime an der Macht und was bezwecken sie damit, Mütter und Kinder zu internieren? Man bekommt Andeutungen, die aber nicht so recht zusammenpassen wollen. Dieses Buch erzählt eine fesselnde und beklemmende Geschichte, verwebt sie auf verschiedenen Ebenen mit klugen Gedanken zur Herkunft der Menschen, verquickt das Thema mit religiösen Motiven und baut auch einen Umweltaspekt ein. Leider habe ich es nur im Ansatz verstanden, bin aber wieder einmal beeindruckt von der sagenhaften Erzählweise der Autorin, die den Leser mitreißt, auch wenn er nur die Hälfte versteht. Das kann nicht jeder.

  • Bewertung

    3/5

    06.05.2019

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Ungläubig begleitet man Cedars...

    Ungläubig begleitet man Cedars Geschichte in dieser etwas eigenwilligen Dystopie. Ganz im Stile von „The Handmaids Tale“. Düster und zum Ende hin braucht man viel Fantasie.

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