Produktbild: Ministerium der Träume

Ministerium der Träume Roman

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Rezension

»Die Albträume aus diesem Buchtitel kehren leitmotivisch wieder. Aber der Roman träumt auch gegen sie an. Und schreibt gegen sie drauflos. Und zieht einen, wie nur die Literatur es mit ihren Mitteln vermag, mit hinein in einen Konflikt, statt dass man ihn nur von außen betrachtet.«

Produktdetails

Verkaufsrang

41090

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

15.11.2022

Verlag

Aufbau TB

Seitenzahl

384

Maße (L/B/H)

18,9/11,4/3,7 cm

Gewicht

343 g

Farbe

Melone

Auflage

2. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-7466-3997-0

Rezension

Produktdetails

Verkaufsrang

41090

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

15.11.2022

Verlag

Aufbau TB

Seitenzahl

384

Maße (L/B/H)

18,9/11,4/3,7 cm

Gewicht

343 g

Farbe

Melone

Auflage

2. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-7466-3997-0

Herstelleradresse

Aufbau Taschenbuch Verlag
Prinzenstraße 85
10969 Berlin
DE

Email: info@aufbau-verlag.de

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  • D. Sinski

    5/5

    07.06.2022

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Dieser Roman beschreibt ehrlich...

    Dieser Roman beschreibt ehrlich und ungeschönt die Geschichte von Nas - einer queeren Deutschiranerin, die versucht, den Geheimnissen ihrer verstorbenen Schwester auf den Grund zu gehen. Eine Mischung aus Emotionen, harten Worten und viel zu viel Unrecht, das Menschen widerfährt.

  • Bewertung

    5/5

    23.07.2021

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Ein grandioser Roman, genauso vielfältig wie das Leben

    Nasrin formt das Wort "Hilfe", doch der Polizist findet nichts auffällig an einer Gruppe von Migrant*innen, die von fünf Neonazis in eine dunkle Ecke gedrängt wird - Rechtsextremismus, Missbrauch, Diversität, Freundschaft, Familie, Verlust - bei diesen Themen halten die Schwestern Nasrin und Nushin zusammen. Als Nushin stirbt, bleiben viele Fragen offen und Nasrin versucht, die Biographie ihrer Schwester zu vervollständigen. Zeitgleich kümmert sie sich um ihre pubertierende Nichte, die ihre Fragen auch endlich beantwortet haben möchte. Hengameh Yaghoobifarah hat hiermit einen grandiosen Roman abgeliefert, der genauso vielfältig ist, wie das Leben eben ist.

  • hallobuch, Silke Schröder

    aus Hannover

    5/5

    30.05.2021

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Eine spannende Reise zur eigenen Geschichte

    Hengameh Yaghoobifarahs Story ist eine Mischung aus Drama, Politik-Thriller, Krimi und Freundschafts-Roman. Immer wieder switcht sie von der Gegenwart in vergangene Erlebnisse der beiden Schwestern und zeigt so die große Verbundenheit der beiden ungleichen Frauen, die zusammen viel durchgemacht haben. Die Flucht aus dem Iran nach Deutschland, der Tod des Vaters, die Kühle der Mutter und Nushins ungewollte Schwangerschaft beschäftigten sie intensiv – bis zu jenem tragischen Todestag. Yaghoobifarah geht aber auch auf das politische Engagement der beiden ein, die als Jugendliche in einer kleinen Lübecker Antifa-Gruppe aktiv waren. So ist “Ministerium der Träume” eine spannende Reise zur eigenen Geschichte, zur Suche nach Identität und nach wirklichen Freund:innen – von der Vergangenheit bis in die Gegenwart.

  • M. E.

    aus Ronnenberg

    5/5

    01.04.2021

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Ein Geschenk

    Dieses Buch habe ich einer Freundin geschenkt, sie hat sich sehr darüber gefreut und ist ganz angetan. Ich selber habe es bisher nicht gelesen, werde das aber nachholen.

  • Miss.mesmerized

    5/5

    01.03.2021

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Hengameh Yaghoobifarah - Ministerium der Träume

    Der Tod ihrer Schwester und engsten Vertrauten trifft Nasrin unerwartet. Ein Unfall sagt die Polizei, aber war es vielleicht doch eher ein Suizid? Immer wieder ging es Nushin nicht sonderlich gut. Nushins Tochter Parvin hingegen vermutet einen Anschlag hinter der ganzen Sache, wie auch immer sie darauf kommen mag. Die queere Türsteherin sieht sich plötzlich als Ersatzmutter einer Teenagerin und gleichzeitig mit der Trauer konfrontiert, die jedoch immer mehr Fragen aufzuwerfen scheint. In Rückblenden wird klar, dass diese nicht von der Hand zu weisen sind. Die beiden Schwestern sind einst mit der Mutter vor dem Terrorregime des Iran, das auch den Mord am Vater veranlasste, nach Deutschland geflüchtet, haben in den 90er den aufkeimenden Hass gegenüber Ausländern live erlebt und gleichzeitig mit ihren eigenen Dämonen kämpfen müssen. Je weiter sich Nasrin von ihrer Nichte entfernt, desto näher rückt sie jedoch der Wahrheit, deren Ursprung genau dort liegt, wo sie nie mehr hin zurückkehren wollte. Hengameh Yaghoobifarah wurde als taz-Kolumnistin bekannt, „Ministerium der Träume“ ist ihr Debütroman. Geschickt verbindet sie dabei die ganz persönlichen Probleme der beiden Schwestern mit politischen Entwicklungen, die wir überwunden glaubten – die Realität der vergangenen Jahre hat uns jedoch wieder eingeholt. Sie reißt auch die Frage auf, wie gut man einen Menschen wirklich kennen und wie nah man sich tatsächlich stehen kann. Nasrin und Nushin wachsen in Lübeck auf, die Mutter ist durch den Verlust des Partners und den nicht leichten Start im fremden Land kaum in der Lage, sich um die beiden Mädchen zu kümmern. Je klarer diesen die Distanz zwischen sich und ihnen deutschen Mitschüler:innen wird, desto näher rücken sie und ihr enger Zirkel an Freunden mit ähnlichem Schicksal zusammen. Erlebnisse, die man keinem Kind wünschen würde, müssen sie durchleiden, Hilfe von Erwachsenen ist Fehlanzeige und so flüchten sie schließlich nach Berlin, um ein Leben nach ihren Vorstellungen in der Großstadtanonymität zu führen. Es ist die queere Szene und jene der Prostitution, in der die beiden Frauen sich zum ersten Mal angenommen fühlen. Der Erzählton ist oft ruppig und rau, passt jedoch ehrvorragend zur Protagonistin, die verzweifelt nach Antworten sucht. Ihre teenagerhafte Rebellion hat sie noch nicht ganz überwunden, obwohl schon die nächste Generation mit identischem Verhalten parat steht. Die junge Nasrin kennt nur zwei Kategorien: wir und die anderen. Auch als Erwachsene kann sie dies nicht ganz ablegen, auch wenn nun die Grenzen an anderer Stelle – bürgerlich vs. queere Lebensweise – verlaufen. Immer wiederkehrende Alpträume zeugen von nicht verarbeiteten Traumata, wirkliche Träume hegt jedoch kaum jemand im Roman. Erfrischend anders einerseits, unbarmherzig und hart andererseits, auf jeden Fall aber bemerkenswert.

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