Königsfeuer

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Ein Oberammergau-Krimi

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Format

ePUB 3

Kopierschutz

Nein

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Ja

Text-to-Speech

Ja

Erscheinungsdatum

18.10.2022

Verlag

Servus

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ePUB 3

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Erscheinungsdatum

18.10.2022

Verlag

Servus

Seitenzahl

280 (Printausgabe)

Dateigröße

2903 KB

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

EAN

9783710450532

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Wieviel Tradition und Brauchtum ist noch zeitgemäß ?

katikatharinenhof am 23.10.2022

Bewertungsnummer: 1811048

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Es ist jedes Jahr ein imposanter Anblick, wenn die Königsfeuer zu Ehren des Kini von den Gipfel leuchten. Doch heuer stehen die Tage vor dem Ereignis unter keinem guten Stern, denn Journalistin Tio wirft in ihrem Artikel die Frage auf, warum denn um Himmels Willen im 21. Jahrhundert noch an dem Brauch festgehalten wird und nur männliche Feuermacher die Feuer entzünden dürfen. Und dann geschieht das Unfassbare - Tio wird Opfer eines Unfalls und ringt schwer verwundet mit dem Leben... Monika Pfundmeier setzt nicht nur dem verehrten Märchenkönig in ihrem Buch ein Denkmal, sie wagt sich auch weit vor und stellt, genau wie Tio, die Frage, ob sich Tradition und Brauchtum noch mit den modernen Gepflogenheiten des 21. Jahrhunderts vertragen und ein Aufweichen der Gewohnheiten zugunsten weiblicher Feuermacherinnen möglich und nötig ist. Oberammergau ist geprägt vom Zusammenhalt seiner Dorfbewohner:innen und dem bewussten Pflegen Riten und Gebräuchen. Das bedeutet jedoch nicht, dass sie alle stur, erzkonservativ und altmodisch sind, sondern es ist ein Stück Kultur und Heimatverbundenheit, das hier mit viel Liebe und Herzblut gepflegt wird. Auch schön zu sehen auf dem Cover, das ein historisches Foto vom Forstamt in der Ettaler Straße in Oberammergau und ein Porträt von König Ludwig II. schmückt. Wenn dann natürlich eine junge Frau diese Traditionen in Frage stellt, kocht schnell das Wasser hoch und die Diskussionen sind da . Die Autorin verpackt dies in einen sehr emotionalen Krimi, der eben jene Heimatverbundenheit mit den vielfältigen Möglichkeiten von heute in Einklang bringt. Toleranz, Akzeptanz und ein friedliches Miteinander sind nicht nur leere Worthülsen, sondern sollen aktiv gelebt werden. Die Figuren um Theres Hack sind wieder sehr schön ausgearbeitet und beleben Oberammergau mit ihren Eigenarten. Ich mag die Mischung aus Kriminalfall, Spaziergang durch den Ort und die Ammertaler Bergwelt, denn Pfundmeier legt sehr viel Wert auf Authentizität. Wer schon einmal in Oberammergau Urlaub gemacht hat, wird vieles wiedererkennen. Bis zur Lösung des Falles gibt es Wendungen, Aufreger und viele Diskussionen und so bleiben die Leser:innen immer am Ball, um ja nicht zu verpassen, warum Tio ein Opfer ihrer freien und modernen Denkweise geworden ist. Lesenswert !
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Wieviel Tradition und Brauchtum ist noch zeitgemäß ?

katikatharinenhof am 23.10.2022
Bewertungsnummer: 1811048
Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Es ist jedes Jahr ein imposanter Anblick, wenn die Königsfeuer zu Ehren des Kini von den Gipfel leuchten. Doch heuer stehen die Tage vor dem Ereignis unter keinem guten Stern, denn Journalistin Tio wirft in ihrem Artikel die Frage auf, warum denn um Himmels Willen im 21. Jahrhundert noch an dem Brauch festgehalten wird und nur männliche Feuermacher die Feuer entzünden dürfen. Und dann geschieht das Unfassbare - Tio wird Opfer eines Unfalls und ringt schwer verwundet mit dem Leben... Monika Pfundmeier setzt nicht nur dem verehrten Märchenkönig in ihrem Buch ein Denkmal, sie wagt sich auch weit vor und stellt, genau wie Tio, die Frage, ob sich Tradition und Brauchtum noch mit den modernen Gepflogenheiten des 21. Jahrhunderts vertragen und ein Aufweichen der Gewohnheiten zugunsten weiblicher Feuermacherinnen möglich und nötig ist. Oberammergau ist geprägt vom Zusammenhalt seiner Dorfbewohner:innen und dem bewussten Pflegen Riten und Gebräuchen. Das bedeutet jedoch nicht, dass sie alle stur, erzkonservativ und altmodisch sind, sondern es ist ein Stück Kultur und Heimatverbundenheit, das hier mit viel Liebe und Herzblut gepflegt wird. Auch schön zu sehen auf dem Cover, das ein historisches Foto vom Forstamt in der Ettaler Straße in Oberammergau und ein Porträt von König Ludwig II. schmückt. Wenn dann natürlich eine junge Frau diese Traditionen in Frage stellt, kocht schnell das Wasser hoch und die Diskussionen sind da . Die Autorin verpackt dies in einen sehr emotionalen Krimi, der eben jene Heimatverbundenheit mit den vielfältigen Möglichkeiten von heute in Einklang bringt. Toleranz, Akzeptanz und ein friedliches Miteinander sind nicht nur leere Worthülsen, sondern sollen aktiv gelebt werden. Die Figuren um Theres Hack sind wieder sehr schön ausgearbeitet und beleben Oberammergau mit ihren Eigenarten. Ich mag die Mischung aus Kriminalfall, Spaziergang durch den Ort und die Ammertaler Bergwelt, denn Pfundmeier legt sehr viel Wert auf Authentizität. Wer schon einmal in Oberammergau Urlaub gemacht hat, wird vieles wiedererkennen. Bis zur Lösung des Falles gibt es Wendungen, Aufreger und viele Diskussionen und so bleiben die Leser:innen immer am Ball, um ja nicht zu verpassen, warum Tio ein Opfer ihrer freien und modernen Denkweise geworden ist. Lesenswert !

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Mikrokosmos Dorf: Von Feuermachern, einem alten Brauch und Hass

Dauerleserin am 18.10.2022

Bewertungsnummer: 1807957

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Auch dieser dritte Fall für die außergewöhnliche Ermittlerin Theres Hack spielt in Oberammergau. Zur Erinnerung an Ludwig II. („Kini“) werden jedes Jahr in der Nacht vom 24. auf den 25. August Feuer auf den Berggipfeln drumherum entzündet. Dieser Brauch ist nicht unumstritten. Die aus dem Dorf stammende, aber eigentlich in München wohnende Journalistin Victoria Lingh Sophia Nghun („Tio“) hat einen etwas provokanten Artikel über das Königsfeuer geschrieben. Unter anderem wird in dem Artikel kritisiert, dass das Königsfeuer eigentlich eine reine Männerangelegenheit ist. Tio bekommt nun deswegen Hate-Mails und zieht sich deswegen zu ihrer Familie aufs Land zurück: „Was soll schon passieren hier in Oberammergau?“ (S. 65) Doch dann hat sie genau dort, wo sie sich einigermaßen sicher fühlt, einen Fahrradunfall, den sie nicht selbst verursacht hat. Sie liegt im Krankenhaus, und ihre Familie und die ganze Dorfgemeinschaft fragen sich nun, wie es so weit kommen konnte, und wer der Täter ist. Es lässt sich wohl nicht vermeiden: Die Dorfmetzgerin und Jägerin Theres Hack ermittelt fleißig mit, obwohl dies der örtlichen Polizei überhaupt nicht recht ist. Der Fall ist vertrackt, so schnell gibt es hier keine Lösung. Cover und Schreibstil: Das Cover von „Königsfeuer“ ist ansprechend gestaltet und macht neugierig auf das Buch. Auf dem Cover sieht man ein vornehmes, hochherrschaftliches Haus, das typisch für die Gegend reich verziert ist, davor sitzen und stehen mehrere Männer in Tracht, mutmaßlich die sogenannten Feuermacher. Im Vordergrund sieht man ein Foto vom „Kini“ und eine aufwendig gestaltete Streichholzschachtel. Der farbige Papierschnitt gefällt mir an sich gut, allerdings wurde leider bei diesem Buch keine schöne Farbe ausgewählt (merkwürdiges Grün). „Königsfeuer“ ist wie bereits erwähnt der dritte Fall für Theres Hack. Ich kenne die beiden Vorgängerbände nicht und bin trotzdem einigermaßen in den Fall hineingekommen. Doch muss man sich zunächst an Monika Pfundmeiers außergewöhnlichen Schreibstil gewöhnen. Ihre Sätze sind mit interessanten Formulierungen gespickt, manchmal wirkt es aber auch ein wenig zu verkünstelt, so dass ich tatsächlich manchen Satz zweimal lesen musste. Ein Schreibstil mit Polarisierungspotenzial, den man mögen muss, oder an den man sich zumindest gewöhnen muss. Am Rande bekommt man auch noch einige interessante geschichtliche Details zu Oberammergau mit, dies hätte für meinem Geschmack gerne noch detaillierter sein können. Zu Beginn des Buches gibt es ein recht ausführliches Personenverzeichnis, das man tatsächlich aber erst richtig nutzen kann, wenn man sich ein wenig in den Fall eingelesen hat. Das Glossar am Ende des Buches mit wichtigen bayrischen Ausdrücken habe ich leider erst zu spät gesehen, es war aber auch nicht unbedingt notwendig, um alles gut zu verstehen. Fazit und Leseempfehlung: „Königsfeuer“ ist kein schnell runtergeschriebener Regional-Krimi von der Stange. Man merkt, dass sich die Autorin sehr viele Gedanken gemacht hat, und am Ende präsentiert sie dann nach vielen Umwegen einen Täter, mit dem ich auf keinen Fall gerechnet hätte. Interessant finde ich auch das menschliche Miteinander im Dorf. So weit, so gut. Dennoch fand ich „Königsfeuer“ alles in allem relativ anstrengend zu lesen. Es gibt viele handelnde Personen und auch viele Verdächtige, und ein paar Mal kam ich beim Lesen sogar ein wenig durcheinander. Passend zum etwas eigenwilligen Schreibstil der Autorin ist in „Königsfeuer“ auch die polizeiliche Ermittlungsarbeit als eher unkonventionell zu bewerten. Diesbezüglich erschließt es sich mir nicht, warum Theres Hack sich so einfach in die Ermittlungen einmischen kann, ja, die Ermittlungen sogar ein Stückweit leitet. Das Nachwort am Ende des Buches stimmt nachdenklich. Denn dort geht es um den sogenannten Femizid („Morde an Frauen und Morde aus Frauenhass“, S. 273). So heißt es im Nachwort unter anderem: „Alle drei Tage geschieht ein geschlechtsmotivierter Mord in Deutschland.“ (S. 273) Abgesehen davon, dass die Autorin in ihrem Nachwort natürlich sehr interessante Informationen liefert, sind mir diese Zeilen zu sehr mit dem erhobenen Zeigefinger geschrieben. Nicht das, was man in einem soliden Regional-Krimi erwartet. Man möchte Unterhaltung und auch Informationen, aber doch keine Belehrung. Braucht die Autorin das Buch als Forum, um ihre Meinung zu vertreten, und hat sie keine anderen Möglichkeiten? Dies hätte man anders lösen können. Ein „Geschmäckle“ hat das Ganze also, was ich persönlich sehr schade finde. Die nachfolgende Liste mit dem Titel „Weitere Infos zum Thema“ kann ein echtes Interesse, wenn es denn geweckt wurde, nicht befriedigen, also, wenn schon, denn schon, ein paar Links reichen da mitnichten. Ich vergebe gerade noch vier königliche Sterne und empfehle „Königsfeuer“ allen Theres Hack-Fans, aber auch allen, die etwas anspruchsvollere Regional-Krimis zu schätzen wissen. „Manchmal ist es gar nicht so gut, recht zu haben.“ (S. 39) Die Dauerleserin
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Mikrokosmos Dorf: Von Feuermachern, einem alten Brauch und Hass

Dauerleserin am 18.10.2022
Bewertungsnummer: 1807957
Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Auch dieser dritte Fall für die außergewöhnliche Ermittlerin Theres Hack spielt in Oberammergau. Zur Erinnerung an Ludwig II. („Kini“) werden jedes Jahr in der Nacht vom 24. auf den 25. August Feuer auf den Berggipfeln drumherum entzündet. Dieser Brauch ist nicht unumstritten. Die aus dem Dorf stammende, aber eigentlich in München wohnende Journalistin Victoria Lingh Sophia Nghun („Tio“) hat einen etwas provokanten Artikel über das Königsfeuer geschrieben. Unter anderem wird in dem Artikel kritisiert, dass das Königsfeuer eigentlich eine reine Männerangelegenheit ist. Tio bekommt nun deswegen Hate-Mails und zieht sich deswegen zu ihrer Familie aufs Land zurück: „Was soll schon passieren hier in Oberammergau?“ (S. 65) Doch dann hat sie genau dort, wo sie sich einigermaßen sicher fühlt, einen Fahrradunfall, den sie nicht selbst verursacht hat. Sie liegt im Krankenhaus, und ihre Familie und die ganze Dorfgemeinschaft fragen sich nun, wie es so weit kommen konnte, und wer der Täter ist. Es lässt sich wohl nicht vermeiden: Die Dorfmetzgerin und Jägerin Theres Hack ermittelt fleißig mit, obwohl dies der örtlichen Polizei überhaupt nicht recht ist. Der Fall ist vertrackt, so schnell gibt es hier keine Lösung. Cover und Schreibstil: Das Cover von „Königsfeuer“ ist ansprechend gestaltet und macht neugierig auf das Buch. Auf dem Cover sieht man ein vornehmes, hochherrschaftliches Haus, das typisch für die Gegend reich verziert ist, davor sitzen und stehen mehrere Männer in Tracht, mutmaßlich die sogenannten Feuermacher. Im Vordergrund sieht man ein Foto vom „Kini“ und eine aufwendig gestaltete Streichholzschachtel. Der farbige Papierschnitt gefällt mir an sich gut, allerdings wurde leider bei diesem Buch keine schöne Farbe ausgewählt (merkwürdiges Grün). „Königsfeuer“ ist wie bereits erwähnt der dritte Fall für Theres Hack. Ich kenne die beiden Vorgängerbände nicht und bin trotzdem einigermaßen in den Fall hineingekommen. Doch muss man sich zunächst an Monika Pfundmeiers außergewöhnlichen Schreibstil gewöhnen. Ihre Sätze sind mit interessanten Formulierungen gespickt, manchmal wirkt es aber auch ein wenig zu verkünstelt, so dass ich tatsächlich manchen Satz zweimal lesen musste. Ein Schreibstil mit Polarisierungspotenzial, den man mögen muss, oder an den man sich zumindest gewöhnen muss. Am Rande bekommt man auch noch einige interessante geschichtliche Details zu Oberammergau mit, dies hätte für meinem Geschmack gerne noch detaillierter sein können. Zu Beginn des Buches gibt es ein recht ausführliches Personenverzeichnis, das man tatsächlich aber erst richtig nutzen kann, wenn man sich ein wenig in den Fall eingelesen hat. Das Glossar am Ende des Buches mit wichtigen bayrischen Ausdrücken habe ich leider erst zu spät gesehen, es war aber auch nicht unbedingt notwendig, um alles gut zu verstehen. Fazit und Leseempfehlung: „Königsfeuer“ ist kein schnell runtergeschriebener Regional-Krimi von der Stange. Man merkt, dass sich die Autorin sehr viele Gedanken gemacht hat, und am Ende präsentiert sie dann nach vielen Umwegen einen Täter, mit dem ich auf keinen Fall gerechnet hätte. Interessant finde ich auch das menschliche Miteinander im Dorf. So weit, so gut. Dennoch fand ich „Königsfeuer“ alles in allem relativ anstrengend zu lesen. Es gibt viele handelnde Personen und auch viele Verdächtige, und ein paar Mal kam ich beim Lesen sogar ein wenig durcheinander. Passend zum etwas eigenwilligen Schreibstil der Autorin ist in „Königsfeuer“ auch die polizeiliche Ermittlungsarbeit als eher unkonventionell zu bewerten. Diesbezüglich erschließt es sich mir nicht, warum Theres Hack sich so einfach in die Ermittlungen einmischen kann, ja, die Ermittlungen sogar ein Stückweit leitet. Das Nachwort am Ende des Buches stimmt nachdenklich. Denn dort geht es um den sogenannten Femizid („Morde an Frauen und Morde aus Frauenhass“, S. 273). So heißt es im Nachwort unter anderem: „Alle drei Tage geschieht ein geschlechtsmotivierter Mord in Deutschland.“ (S. 273) Abgesehen davon, dass die Autorin in ihrem Nachwort natürlich sehr interessante Informationen liefert, sind mir diese Zeilen zu sehr mit dem erhobenen Zeigefinger geschrieben. Nicht das, was man in einem soliden Regional-Krimi erwartet. Man möchte Unterhaltung und auch Informationen, aber doch keine Belehrung. Braucht die Autorin das Buch als Forum, um ihre Meinung zu vertreten, und hat sie keine anderen Möglichkeiten? Dies hätte man anders lösen können. Ein „Geschmäckle“ hat das Ganze also, was ich persönlich sehr schade finde. Die nachfolgende Liste mit dem Titel „Weitere Infos zum Thema“ kann ein echtes Interesse, wenn es denn geweckt wurde, nicht befriedigen, also, wenn schon, denn schon, ein paar Links reichen da mitnichten. Ich vergebe gerade noch vier königliche Sterne und empfehle „Königsfeuer“ allen Theres Hack-Fans, aber auch allen, die etwas anspruchsvollere Regional-Krimis zu schätzen wissen. „Manchmal ist es gar nicht so gut, recht zu haben.“ (S. 39) Die Dauerleserin

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