Ein mittelalterlicher Jack the Ripper treibt sein Unwesen im Novembernebel des Jahres 1194.
Die Bevölkerung schreibt die Verbrechen ob ihrer Grausamkeit einem Werwolf zu und nennt ihn
ehrfürchtig „Isengrim“, das Eisengesicht.
Der durch einen mysteriösen Unfall ins Mittelalter zurückgeworfene Niki Wolff glaubt nicht an Monster. Gemeinsam mit seinem langsamen, aber gewissenhaften Adlatus Bertram sucht er zwischen den Hurenhäusern und den Palästen der Reichen und Schönen nach dem wahren Täter. Als Niki selbst zum Verdächtigen wird und seine große Liebe
Engeltrud ins Visier des Mörders gerät, muss er alles, was er jemals von Sherlock Holmes und
Hercule Poirot gelernt hat, in die Waagschale werfen, um Isengrim das blutige Handwerk zu legen.
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Sehr gute Unterhaltung
Bennet aus Detmold am 24.01.2023
Bewertungsnummer: 1865929
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)
Isengrim ist ein Krimi der den Leser geradewegs ins Mittelalter katapultiert - und das auf sehr unterhaltsame Art und Weise! Die Hauptfigut in diesem Buch ist wie schon in den beiden Vorgängern Nikolaus von Dürnstein, genannt Niki, der als junger Spielmann gut über die Runden kommt. Niki ist ein ganz besonderer charakter, ist er doch als Zeitreisender auch mit der jetztzeit sehr gut vertraut und kennt sich überdies auch gut mit Krimis von Sherlock Holmes und auch Hercule Poirot aus - das kommt ihm zu Gute, denn nahdem eine allseits beliebte Bademagt ein vorschnelles Ende gefunden hat ist er quasi an vorderster Stelle involviert, sollte diese doch die Trauzeugin seiner Liebsten Engeltrud bei der gemeinsamen Hochzeit werden. Doch nun treibt ein Werwolf sein Unwesen - was allerdings von Niki angezwiefelt wird - und er macht sich mit seinem ganzen Geschick auf die gefährliche Suche nach dem wahren Mörder.
Ein sehr unterhaltsamer Kriminalroman, der Autor hat ein tolles Händchen für die Szenerie und vermag den Leser mit in das Zeitalter zu entführen. Esmacht sehr viel Vergnügen mit Niki und seinem Adlatus Bertram auf Spurensuche zu gehen und neben der Spannung ist auch so mancher humorige Moment vorhanden.
Ein Sherlock Holmes des Mittelalters
Bewertung aus Stuttgart am 18.01.2023
Bewertungsnummer: 1862380
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)
Niki Wolff, der unversehens aus der Gegenwart ins Mittelalter katapultiert wurde, freut sich auf seine Hochzeit mit Engeltrud. Als die Trauzeugin seiner Braut ermordet wird, geschah das angeblich durch Isengrim, ein Unwesen, das bereits vor 15 Jahren grausam gemordet hat. Doch Niki hat Bedenken, dass es ein Werwolf war, der die junge Bademagd auf dem Gewissen hat. Zusammen mit dem Bruder seiner Braut, Bertram, soll er den wahren Täter ausfindig machen. Niki erinnert sich an sämtliche Krimis, die er gelesen hat, um seiner Aufgabe gerecht zu werden, und agiert im Sinne eines mittelalterlichen Hercule Poirot bzw. Sherlock Holmes.
Dieser historische Krimi nimmt sich Zeit, um die Geschichte zu erzählen. Der Vorteil diesers Vorgehens ist, dass man als Leser gut in das mittelalterliche Städtchen Krems hineinfindet. Das Buch ist der dritte Teil der Reihe um Niki Wolff, kann aber auch gut ohne weitere Vorkenntnisse gelesen werden. Niki Wolff als mittelalterlicher Sherlock Holmes, der immer wieder Vergleiche zu seinem einstigen modernen Leben zieht, ist ein guter Beobachter, er hat viel gelernt aus den Krimis, die er früher gelesen hat. Als Troubadour hat er sich ein gutes Auskommen gefunden, er unterhält die Menschen mit einem Schatz an Liedern aus der heutigen Zeit. Hier gibt es, bei aller Spannung, auch einige lustige Momente, wenn ihm Begriffe aus der heutigen Zeit entschlüpfen, mit dem die Menschen im Mittelalter gar nichts anfangen können. Die Auflösung findet statt ganz im Stil der englischen Krimi-Tradition, wenn der Täter in großer Runde entlarvt wird.
Auf dem Hintergrund des mittelalterlichen Geschehens hat mich das Buch gut unterhalten können, und siehe da, ich bin auf eine neue Reihe aufmerksam geworden, die ich unbedingt lesen möchte. Sehr gerne empfehle ich das Buch weiter und vergebe alle 5 möglichen Sterne.
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