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Produktbild: Die Tochter des Kommunisten

Die Tochter des Kommunisten Roman

4

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Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB

Kopierschutz

Nein

Family Sharing

Ja

Text-to-Speech

Ja

Erscheinungsdatum

14.09.2022

Verlag

Penguin Random House

Seitenzahl

176 (Printausgabe)

Dateigröße

1462 KB

Originaltitel

La hija del comunista

Übersetzt von

Marianne Gareis

Sprache

Deutsch

EAN

9783641266295

Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB

eBooks im ePUB-Format erlauben eine dynamische Anpassung des Inhalts an die jeweilige Display-Größe des Lesegeräts. Das Format eignet sich daher besonders für das Lesen auf mobilen Geräten, wie z.B. Ihrem tolino, Tablets oder Smartphones.

Kopierschutz

Nein

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Barrierefreiheit

  • keine Information zur Barrierefreiheit bekannt
  • keine Vorlesefunktionen des Lesesystems deaktiviert

Erscheinungsdatum

14.09.2022

Verlag

Penguin Random House

Seitenzahl

176 (Printausgabe)

Dateigröße

1462 KB

Originaltitel

La hija del comunista

Übersetzt von

Marianne Gareis

Sprache

Deutsch

EAN

9783641266295

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Ein Leben im doppelten Exil

Katrin aus Kiel am 29.11.2022

Bewertungsnummer: 1834682

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Katias Eltern haben im spanischen Bürgerkrieg für die kommunistische Seite gekämpft und sind dann vor dem Franco-Regime nach Ostdeutschland geflohen. Nun leben sie mit ihren beiden Töchtern in einer kleinen Wohnung in Ostberlin, im Winter ist es dort kalt und riecht nach Kohlsuppe. Katia, die ältere der beiden Töchter, kennt nichts anderes, fühlt aber trotzdem eine nicht abzulegende Fremdheit, die durch das Schweigen der Eltern nur verstärkt wird. Vielleicht ist es deshalb kein Zufall, dass sie sich mit 19 Jahren ausgerechnet in einen Westdeutschen verliebt, den sie kaum richtig kennengelernt hat, bevor sie für ein gemeinsames Leben Republikflucht begeht. Doch im baden-württembergischen Backnang bleibt sie auch fremd, und die romantische Liebe zu Johannes nutzt sich schnell ab. Aroa Moreno Durán hat einen fragmentarischen Roman geschrieben, der das Schweigen sichtbar macht und verdeutlicht, dass es nicht nur darum geht, was am Ende einer Flucht auf eine*n wartet, sondern auch um das, was zurückgelassen wird. Katias Erfahrungen spiegeln in vielen Teilen die ihrer Mutter wider, doch das versteht sie erst, als es schon fast zu spät ist. Diese spanisch-deutsch-deutsche Familiengeschichte verzichtet auf auserzählte Charaktere, um die Brüchigkeit eines Lebens im doppelten Exil aufzuzeigen, eines Lebens, das ohne Wurzeln auskommen muss. Während Katias Eltern und vor allem ihr Vater noch an die Vorzüge des Kommunismus glauben konnten und sich deshalb den ostdeutschen Alltag schöngeredet haben, fehlt Katia dieses ideologische Fundament. Sie will mehr vom Leben, ohne zu ahnen, dass der Preis für die Freiheit vielleicht zu hoch sein könnte. Mir hat dieser Roman sehr gut gefallen, vor allem weil er von einem mir bis dato unbekannten Teil der spanisch-deutschen Geschichte erzählt und damit zeigt, auf wie viele unterschiedliche Arten Menschen und Länder miteinander verknüpft sein können. Jetzt hoffe ich, dass der neue Roman der Autorin, in dem es um drei Generationen von Frauen im Baskenland geht, auch ins Deutsche übersetzt wird.

Ein Leben im doppelten Exil

Katrin aus Kiel am 29.11.2022
Bewertungsnummer: 1834682
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Katias Eltern haben im spanischen Bürgerkrieg für die kommunistische Seite gekämpft und sind dann vor dem Franco-Regime nach Ostdeutschland geflohen. Nun leben sie mit ihren beiden Töchtern in einer kleinen Wohnung in Ostberlin, im Winter ist es dort kalt und riecht nach Kohlsuppe. Katia, die ältere der beiden Töchter, kennt nichts anderes, fühlt aber trotzdem eine nicht abzulegende Fremdheit, die durch das Schweigen der Eltern nur verstärkt wird. Vielleicht ist es deshalb kein Zufall, dass sie sich mit 19 Jahren ausgerechnet in einen Westdeutschen verliebt, den sie kaum richtig kennengelernt hat, bevor sie für ein gemeinsames Leben Republikflucht begeht. Doch im baden-württembergischen Backnang bleibt sie auch fremd, und die romantische Liebe zu Johannes nutzt sich schnell ab. Aroa Moreno Durán hat einen fragmentarischen Roman geschrieben, der das Schweigen sichtbar macht und verdeutlicht, dass es nicht nur darum geht, was am Ende einer Flucht auf eine*n wartet, sondern auch um das, was zurückgelassen wird. Katias Erfahrungen spiegeln in vielen Teilen die ihrer Mutter wider, doch das versteht sie erst, als es schon fast zu spät ist. Diese spanisch-deutsch-deutsche Familiengeschichte verzichtet auf auserzählte Charaktere, um die Brüchigkeit eines Lebens im doppelten Exil aufzuzeigen, eines Lebens, das ohne Wurzeln auskommen muss. Während Katias Eltern und vor allem ihr Vater noch an die Vorzüge des Kommunismus glauben konnten und sich deshalb den ostdeutschen Alltag schöngeredet haben, fehlt Katia dieses ideologische Fundament. Sie will mehr vom Leben, ohne zu ahnen, dass der Preis für die Freiheit vielleicht zu hoch sein könnte. Mir hat dieser Roman sehr gut gefallen, vor allem weil er von einem mir bis dato unbekannten Teil der spanisch-deutschen Geschichte erzählt und damit zeigt, auf wie viele unterschiedliche Arten Menschen und Länder miteinander verknüpft sein können. Jetzt hoffe ich, dass der neue Roman der Autorin, in dem es um drei Generationen von Frauen im Baskenland geht, auch ins Deutsche übersetzt wird.

Gebrochene Identitäten

nil_liest aus RheinMain Gebiet am 16.11.2022

Bewertungsnummer: 1827348

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

‚Die Tochter des Kommunisten‘, das ist Katja und auch die jüngere Schwester Martina. Geflohen vor dem Franco-Regime in Spanien nach Ostberlin in den 50er Jahren. Der kommunistische Vater integriert sich schnell und spricht nur noch Deutsch mit den Kindern, die Mutter Spanisch. Sie hat Sehnsucht nach der Heimat. Der Roman erzählt uns über 30 Jahre wie es Katja ergeht. Ihr wird zunächst ein Leben durch die Eltern übergestülpt, dem auch sie sich im Laufe der Zeit entzieht, da sie mit ihrer großen Liebe in den Westen flieht, Johannes. Auch sie ist nun im Exil und kann nachfühlen was bereits ihre Mutter in der Einsamkeit Ostberlins erfahren hat. Der Debütroman der 1981 geborenen Spanierin Aroa Moreno Durán wurde in Spanien gefeiert und bekam den ‚Premio del Ojo Critico‘. Er ist auf den wenigen 172 Seiten eine gelungene Spanisch-Deutsch-Deutsche-Geschichte und das fabelhaft übersetzt von Marianne Gareis. Wirklich großartig ist die plastische kurzgehaltene Beschreibung des Erzählten, wie die Einsamkeit und Isolation auf Menschen wirkt und sie bricht. Das schmerzhafte Exil, bei aller Überzeugung tut einfach weh und kann hier von Eltern und Kindern in eigener Dynamik noch mal anders verstanden werden. Denn die Entfremdung durch den doppelten Bruch, erst von Spanien nach Ostberlin und dann wiederum mit Westdeutschland erlaubt einen Blick hinter die Entwurzelung durch ideologisches Getriebensein. Wirklich äußerst lesenswert!

Gebrochene Identitäten

nil_liest aus RheinMain Gebiet am 16.11.2022
Bewertungsnummer: 1827348
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

‚Die Tochter des Kommunisten‘, das ist Katja und auch die jüngere Schwester Martina. Geflohen vor dem Franco-Regime in Spanien nach Ostberlin in den 50er Jahren. Der kommunistische Vater integriert sich schnell und spricht nur noch Deutsch mit den Kindern, die Mutter Spanisch. Sie hat Sehnsucht nach der Heimat. Der Roman erzählt uns über 30 Jahre wie es Katja ergeht. Ihr wird zunächst ein Leben durch die Eltern übergestülpt, dem auch sie sich im Laufe der Zeit entzieht, da sie mit ihrer großen Liebe in den Westen flieht, Johannes. Auch sie ist nun im Exil und kann nachfühlen was bereits ihre Mutter in der Einsamkeit Ostberlins erfahren hat. Der Debütroman der 1981 geborenen Spanierin Aroa Moreno Durán wurde in Spanien gefeiert und bekam den ‚Premio del Ojo Critico‘. Er ist auf den wenigen 172 Seiten eine gelungene Spanisch-Deutsch-Deutsche-Geschichte und das fabelhaft übersetzt von Marianne Gareis. Wirklich großartig ist die plastische kurzgehaltene Beschreibung des Erzählten, wie die Einsamkeit und Isolation auf Menschen wirkt und sie bricht. Das schmerzhafte Exil, bei aller Überzeugung tut einfach weh und kann hier von Eltern und Kindern in eigener Dynamik noch mal anders verstanden werden. Denn die Entfremdung durch den doppelten Bruch, erst von Spanien nach Ostberlin und dann wiederum mit Westdeutschland erlaubt einen Blick hinter die Entwurzelung durch ideologisches Getriebensein. Wirklich äußerst lesenswert!

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Die Tochter des Kommunisten

von Aroa Moreno Durán

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