Einmal mehr ein einzigartiger Band aus der Feder von Roger Gloor, dem Chronisten der automobilen Weltproduktion nach 1945. Sein neuer Band bietet den kompletten Überblick über alle Autos der 80er Jahre - alle Marken, alle Länder, alle Typen, die insbesondere im Europa der Vor-Abwrackprämien-Zeit im Straßenbild allgegenwärtig waren. Der Autor weckt aber nicht einfach nur Erinnerungen an einstige Traumautos, er schildert auch kenntnisreich und detailliert Geschichte und Technik und zeichnet die großen Entwicklungsströmungen der Automobilgeschichte in jenem Jahrzehnt nach - so, wie er auch die herausragenden Persönlichkeiten jener Ära porträtiert.
Kundinnen und Kunden meinen
3.0/5.0
ws
aus Markdorf
3/5
07.02.2023
Buch (Taschenbuch)
Das, was am meisten missfällt,…
Das, was am meisten missfällt, gleich zu Beginn: die Fotos sind allesamt schlecht und nur in schwarz/weiß, also Grautönen. Und die Zuordnung von Text und Bildern lässt zu wünschen übrig. Das Foto vom BMW Z1 ist auf Seite 83 abgedruckt, die Textpassage zu diesem Fahrzeug ist auf Seite 79 zu lesen, der Ford Capri-Text beginnt auf Seite 203, ein Foto des Capri ist dann auf Seite 206 abgedruckt... nach den Texten zu den diversen Escorts, Fiestas, Taunus, Granada und Sierra. Ansonsten ist das Werk gelungen. Im einleitenden Teil kommen jede Menge Statistik-Werte. Beispielsweise PKW-Produktionszahlen nach Ländern und Jahren. Meines Erachtens deutlich interessanter und ebenfalls im einleitenden Teil zu finden sind die technischen Entwicklungen, die Pionierleistungen nach dem Motto "Wer hat wann was als Erster eingeführt", die ersten Digitalinstrumente oder auch die Trends der Motorenentwicklung. Der eigentliche Grund, sich dieses Buch anzuschaffen dürfte aber die Vorstellung der Fahrzeuge als solches sein. Der Autor schreibt in einem gut lesbaren Stil, er geizt nicht mit Tabellen über die technischen Daten der Fahrzeuge (die verwendeten Abkürzungen werden zu Beginn des Buches erläutert). Wer sich in den 80er-Jahren bei manchen Autos die Nase an der Seitenscheibe der Fahrertür platt drückte, um einen Blick ins Innere und vor allem auf Armaturenbrett zu ermöglichen, der wird an diesem Buch seine Freude haben. Und der Spass ist ebenfalls gesichert: manche Autos sehen aus, als sei dem Konstrukteur nur ein Lineal und ein Geo-Dreieck zur Verfügung gestanden. Bei dem einen oder anderen Fahrzeug kommt ganz spontan der Gedanke auf „da hat sich wohl ein versprengter Flower-Power-Hippie etwas saturierter geworden ins Konstruktionsbüro verirrt… Unterm Strich ist es aber schon ein Buch auch für Nicht-Auto-Hardcore-Freaks.
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