Produktbild: Im Winter Schnee, nachts Sterne. Geschichte einer Heimkehr

Im Winter Schnee, nachts Sterne. Geschichte einer Heimkehr Vom Autor des Bestsellers »Im Meer schwimmen Krokodile«

22

12,00 €

inkl. gesetzl. MwSt., zzgl. Versandkosten


  • Kostenlose Lieferung ab 30 € Einkaufswert
  • Versandkostenfrei für Bonuscard-Kund*innen

Beschreibung

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Altersempfehlung

ab 12 Jahr(e)

Erscheinungsdatum

18.01.2023

Abbildungen

2 SW-Abb.

Verlag

Penguin

Seitenzahl

224

Maße (L/B/H)

18,5/11,5/2,1 cm

Gewicht

210 g

Farbe

Weiß / Camel

Originaltitel

Storia di un Figlio, andata e Ritorno

Übersetzt von

Christiane Burkhardt

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-328-10936-5

Beschreibung

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Altersempfehlung

ab 12 Jahr(e)

Erscheinungsdatum

18.01.2023

Abbildungen

2 SW-Abb.

Verlag

Penguin

Seitenzahl

224

Maße (L/B/H)

18,5/11,5/2,1 cm

Gewicht

210 g

Farbe

Weiß / Camel

Originaltitel

Storia di un Figlio, andata e Ritorno

Übersetzt von

Christiane Burkhardt

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-328-10936-5

Herstelleradresse

Penguin TB Verlag
Neumarkter Straße 28
81673 München
DE

Email: produktsicherheit@penguinrandomhouse.de

Kundinnen und Kunden meinen

Informationen zu Bewertungen

Zur Abgabe einer Bewertung ist eine Anmeldung im Konto notwendig. Die Authentizität der Bewertungen wird von uns nicht überprüft. Wir behalten uns vor, Bewertungstexte, die unseren Richtlinien widersprechen, entsprechend zu kürzen oder zu löschen.

Die Bewertungen sind nach Format, Anzahl Sterne und Datum sortiert.

  • Bewertung

    4/5

    16.02.2023

    Buch (Taschenbuch)

    Flucht

    GELESEN: Fabio Geda (Koautor) /Enaiatollah Akbari (Autor) „Im Winter Schnee, nachts Sterne“ Aus dem Italienischen von Christiane Burkhardt Erschienen 25. Oktober 2021 bei C. Bertelsmann 224 Seiten Die erste Seite zeigt eine Landkarte. Der Leser kann, sofern nicht bekannt, erkennen, wo Afghanistan, der Hauptschauplatz der Geschichte, zu finden ist, und von welchen Ländern dieses wiederum umrahmt wird. Das Land, in dem der Ich-Erzähler Enaiatollah Akbari, den alle nur Enaiat rufen, aufgewachsen ist, von dem er sehr anschaulich, direkt heiter, in einer flotten Zeittafel darlegt, was sich von vor 80 000 v.Chr. bis 2001 ereignet hat. Wie überall auf der Welt fanden etliche Kriege um nichts statt, die von allen möglichen Herrschern angezettelt wurden und immer wieder unzählige Menschenleben forderten. Enaiats Vater, der von den Taliban gezwungen wurde, mit einem Lastkraftwagen in den Iran zu fahren, um dort Waren zu holen, verunglückte und starb. Für den Verlust der Waren hätte die Mutter aufkommen sollen. Da sie dies nicht konnte, war ihr bekannt, was geschehen würde. Man hätte ihr Enaiat genommen. So blieb ihr nichts anderes übrig, als diesen mutterseelenallein zu den Straßenkindern nach Pakistan zu bringen. Dort sollte er sich durchschlagen. Alles war besser, als in die Hände der Taliban zu fallen. Von Pakistan aus ging es für Enaiat weiter in den Iran, die Türkei, nach Griechenland und schließlich nach Italien, und dies alles ohne Papiere und ohne überhaupt zu wissen, wann er geboren wurde. Das italienische Einwohnermeldeamt bestimmte, den Tag seiner Ankunft im Lande zu seinem Geburtstag zu machen. Am 01. September wurde Enaiat immer ein Jahr älter. Dass er an diesem Tag auch Geburtstag feierte, konnte er, zumindest am Anfang nicht behaupten. Nach seinem Jahre dauernden Überlebenskampf begann er nun seine Familie ausfindig zu machen, was recht rasch gelang. Nun konnte er des Öfteren mit seiner Mutter für teures Geld telefonieren. Er erfuhr, dass seine Schwester inzwischen geheiratet hatte und selbst Kinder hatte. Auch seinem Bruder ging es gut. Seine Familie zog umher, lebte teilweise in verschiedenen Lagern unter menschenunwürdigen Zuständen. Irgendwann ging es dann für sie wieder zurück. Der Bruder wanderte nach Australien aus, die Mutter traf sich mit Verwandten und Freunden, und bei einem gemeinsamen Essen gab es eine Gasexplosion. Wer nicht starb hatte, wie die Mutter, schwerste Brandverletzungen, denen sie nach Tagen erlag. Nach 17 Jahren reiste Enaiat von Turin nach Pakistan und besuchte seine Schwester, die auf die Geburt ihres fünften Kindes wartete. Der ersehnte Sohn kam zur Welt, als Enaiat noch bei ihr weilte. Während dieses Aufenthaltes verliebte er sich in Fazila, die aus seinem Heimatdorf stammte und mit ihrer Mutter in der Nachbarschaft seiner Schwester lebte. Die beiden heirateten. Enaiat musste das Land zuerst alleine verlassen, da seine Frau noch keine Ausreisegenehmigung erhielt. Auf Seite 176 schreibt Enaiat: „Wer über die Bürokratie jammert, war noch nie in Afghanistan. Die Regierungsangestellten meines Landes sind der Marianengraben der Bürokratie: Stempel, Unterlagen, Stempel, Unterlagen usw. „Wenden Sie sich an eine andere Abteilung“ – „Nein, heute ist niemand da, kommen Sie morgen wieder usw.“ Wichtige Papiere zu erhalten, ist ein Glückspiel, wie man dieser Schilderung, die sich über Seiten hinzieht, entnehmen kann. Es ist unbeschreiblich, was diese Leute durchleben. Manchmal hilft Bestechung, manchmal ein sympathisches Gesicht, ein sanftes Auftreten kann ebenso hilfreich sein, wie ein raues. Man weiß eben nie, an wen man gerät. Dass man von weit herkommt, spielt auch keine Rolle. Gerne darf man noch einmal anreisen, um dann zu erfahren, dass wieder ein Dokument verlangt wird oder ein Geldbetrag, von dem man bislang nichts wusste. Es ist unerträglich, diese Schilderungen zu lesen. Dass viele Menschen illegale Wege beschreiten, kann man, hat man das gelesen, jetzt besser verstehen. Auch über die Gastfreundschaft lesen wir, die Enaiat nach siebzehn Jahren in Italien in dieser Form nicht mehr verstehen konnte. Andere Länder, andere Sitten. Genauso ist es. Offene Türen und stets willkommen zu Speis und Trank. Winzige Räume, überfüllt mit lauten, feiernden Menschen sind an der Tagesordnung. Wer nicht Folge leistet, gilt als unhöflich. In unseren Breiten löst ein unangemeldeter Gast fast Panik aus. Auch ohne den eigentlich ersten Teil dieser Geschichte „Im Meer schwimmen Krokodile“ gelesen zu haben, in dem Enaiatollah Akbari von seiner Flucht erzählt, und von der ich zu spät Kenntnis erlangt habe, ist dieses Buch eine wirkliche Empfehlung und änderte so manche Sichtweise.

  • Bewertung

    5/5

    16.06.2023

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Hervorragend

    Ein Buch , wo man sich als ein Hazara wiederfindet, sei es: Diskriminierungen im Pakistanischen Botschaft, am Flughafen oder auf dem Weg nach Hazara Town. Alles in einem eine tolle Geschichte.

  • Jessi

    5/5

    27.12.2021

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Über Leben, Tod, Freude, Krieg und dem Leben und Wahnsinn dazwischen

    Ich habe die dazugehörige Geschichte „Im Meer schwimmen Krokodile“ nicht gelesen. Nachdem ich dieses Buch gelesen habe, werde ich das aber definitiv noch tun! Denn dieses Buch hat mich von Anfang an gefesselt und einfach nicht mehr losgelassen. Zum einen lag das mit Sicherheit an dem tollen Schreibstil. Dieser ist Sachlich, aber nicht distanziert, stellenweise humorvoll, aber nie albern, ernst an den richtigen Stellen und dennoch immer lebhaft. Zum anderen aber auch an den Emotionen, die dieses Buch gut zu vermitteln weiß. Man taucht richtig mit Enaiat in sein Leben ein. In die tragischen, aber auch wunderschönen Momente, die er erlebt hat.  Soweit ich verstanden habe, geht „Im Meer schwimmen Krokodile“ hauptsächlich um Enaiats Flucht. „Im Winter Schnee, nachts Sterne“ hingegen geht mehr über sein Leben danach. Auch wenn an manchen Stellen Dinge aus seiner Vergangenheit aufgegriffen werden. Vermutlich aber auch, dass Leser ohne das wissen aus dem anderen Buch die erzählte Geschichte gut nachvollziehen können. Dies ist zu jeder Zeit der Fall. Ich habe mit Enaiat mitgelitten, mich mit ihm gefreut, gebangt und mich über diverse Bürokratien geärgert. Oder war einfach nur erstaunt, wie es in Ländern wie Iran, Irak, Pakistan oder eben auch Afghanistan läuft. Von Polizeikontrollen zu Wohnungsmieten. So konnte ich die Kultur mit den Licht- und Schattenseiten ein wenig kennenlernen. Selten wertend (nehmen wir mal die Behördengänge aus, da wäre ich wahnsinnig geworden!), sehr sachlich und gut erklärt.  Dass Enaiat seine Geschichte erzählt, finde ich mutig. Denn sicherlich macht er sich damit nicht nur Freunde. Und dennoch sind solche Bücher in meinen Augen unglaublich wichtig, denn nur erzählte Geschichten können etwas bewegen.

  • Bewertung

    aus Ludwigsburg

    5/5

    23.12.2021

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Berührende Geschichte- zwischen Heimat und Fremde

    Der Afghane Enaiatollah Akbari war fünfzehn Jahre alt, als er nach jahrelanger Flucht allein und ohne Eltern Europa erreichte. In Italien lernte er den Autor Fabio Geda kennen. Gemeinsam erzählen sie in dem ersten Roman "Im Meer schwimmen Krokodile" von Akbaris Flucht nach Europa. Nachdem er sich in Italien eine neue Existenz aufgebaut, studiert und neue Freunde gefunden hat, wird jedoch die Sehnsucht nach seiner Mutter und seiner Familie immer größer. So groß, dass er aufbricht, um seine Familie endlich wieder zu sehen. Und von diesem Neuanfang in Italien, seiner Sehnsucht nach Afghanistan, seinem Leben zwischen und mit zwei Kulturen erzählt das Buch "Im Winter Schnee, nachts Sterne". Dank der Landkarten und einem kurzen, unterhaltsam gemachten geschichtlichen Abriss erhält der Leser/ die Leserin zu Beginn einen guten Einblick in die Lage Afghanistans. Wichtige Stationen von Akbaris Flucht werden erwähnt, sodass man den ersten Roman nicht gelesen haben muss. In einer einfachen, schnörkelosen und dadurch umso berührenden Sprache erzählt Akbari von seinen Erfahrungen in der Fremde, von den alltäglichen Schwierigkeiten, die er als Flüchtling erlebt und überwinden muss. Was es bedeutet, sich eine neue Sprache anzueignen und in einer anderen Kultur zu leben. Ständiger Begleiter dabei ist die Sorge um die Familie und Freunde in der Ferne. Der Roman öffnet einem für vieles die Augen, vor dem man gerne auch mal die Augen verschließt. Er lässt einen dankbar und demutig zurück, für das was man hat und für das Geschenk, seine Liebsten in Sicherheit zu wissen. Trotz aller Herausforderungen und Sorgen spricht aus der Erzählung aber vor allem Hoffnung, Kraft und Zuversicht und sie zeigt, dass eine Identität die andere nicht ausschließen muss: "Man muss sich nicht entscheiden, man kann sie miteinander verbinden." (S.204). Ein sehr lesenswertes und eindrücklich Buch!

  • Bewertung

    5/5

    22.12.2021

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Der Protagonist als Co-Autor seiner Geschichte

    Toll, dass diese Fortsetzung von dem Buch Im Meer schwimmen Krokodile ermöglicht zu erfahren, wie es Enaiat nach seiner 5-jähringen Flucht aus Afghanistan ergangen ist, als er mit 15 Jahren schließlich in Italien ankam und bleiben konnte. Das Buch lässt sich wohl auch lesen, ohne vorher das erste gelesen zu haben - aber die Entwicklung der Lebensgeschichte des Protagonisten chronologisch zu lesen, ergibt schon Sinn. Diese Geschichte einer Heimkehr beginnt dort, wo das erste Buch endet, Enaiat ist also in Italien angekommen, wird als Geflüchteter anerkannt und hat endlich einen Ort erreicht, an dem er bleiben kann. Er fasst in Italien Fuß, holt seinen Schulabschluss nach, begegnet dem Autoren Fabio Geda, der seine Fluchtgeschichte in einem ersten Buch veröffentlicht. Genauer zu erfahren, wie es zu dem Buch kam, hat mich sehr gefreut, denn das hat mich schon beim vorherigen Lesen interessiert. Auch angesichts dessen, dass mich damals irritiert hat, dass Enaiatollah Akbari beim Buch über seine Fluchtgeschichte nicht als Co-Autor genannt wurde. Umso beruhigender war es, zu lesen, dass er nichtsdestotrotz an den Tantiemen beteiligt wurde. Diesesmal ttritt er auch als Co-Autor - in gewisser Weise nicht nur gemeinsam mit Fabio Geda für das Buch, sondern auch mit seiner Umwelt/Umständen für sein weiteres Leben. Zu Beginn werden die Entwicklungen in seiner Heimat und für seine Familie nach dem Anffang seiner Flucht geschildert. Ein sehr spannender Aspekt der Geschichte, über den ich im ersten Buch tatsächlich kaum nachgedacht habe, weil der Fokus auf seine Flucht lag. Möglich sind diese Einblicke, weil es Enaiat aus Italien heraus gelungen ist, seine mittlerweile auch geflüchtete Familie ausfindigzumachen. Das Buch erzählt, wie Enaiat weiterhin seinen Lebensweg aktiv gestaltet, er sucht nach dem passenden Studienfach, nimmt wieder Kontakt mit seiner Familie auf, macht Urlaube, gründet eine WG, verbringt Zeit mit Freunden... Er ist eben auch ein jungem Mann, der einfach Dinge unternimmt, die junge Menschen in der westlichen Gesellschaft Italiens eben unternehmen. Diese Erzählung sorgt auch dafür, dass sich eine Sicht auf Enaiat bildet, die nicht allein auf seine Fluchtgeschichte beschränkt ist. Diese ist ein sehr prominenter Teil, einerseits weil sie der Anlass der Bücher über ihn ist. Andererseits ist natürlich sein Lebensweg dadurch auch stark geprägt. Aber es wird deutlich, Enaiat als Person nur als den Geflüchteten zu sehen, wäre (wie natürlich bei jedem anderen geflüchteten Menschen auch) zu kurz gegriffen. Meine einzige Kritik an dem Buch ist vielleicht, dass es zu leicht zu lesen ist. Das ist positiv, um diese teilweise doch sehr belastete Lebensgeschichte zu lesen, ohne dass sie bedrückend wirkt. Nach dem Lesen ist mir aber aufgefallen, dass ich mich an viele interessante Informationen nicht erinnern kann, weil sie fast schon zu beiläufig und flüssig in die Geschichte eingewoben sind.

Kundinnen und Kunden meinen

5

10

4

11

3

1

2

0

1

0

Bewertungen (22)

Weitere Artikel finden Sie in

Die Leseprobe wird geladen.
  • Produktbild: Im Winter Schnee, nachts Sterne. Geschichte einer Heimkehr