Danny, Malik und Christian sind Freunde seit Kindheitstagen, doch ihre Wege haben sich getrennt. Während Danny im Gefängnis sitzt, ist Christian Polizist geworden. Malik, Sohn äthiopischer Einwanderer, studiert und arbeitet im Restaurant seines Vaters. Als Danny auf Bewährung entlassen wird, möchte er seine Freunde treffen. Aber Malik ist verschwunden. Wäre es irgendein anderer aus seinem alten Viertel gewesen, hätte Danny es mit einem Achselzucken abgetan. Aber nicht Malik, jeder andere, aber nicht sein Kumpel Malik. Danny verspricht Maliks Familie, dass er ihn finden wird. Und es ist vielleicht das erste Versprechen seines Lebens, das er auch einhalten wird.
Kundinnen und Kunden meinen
4.3/5.0
Anne
aus Dortmund
5/5
12.01.2023
Buch (Gebundene Ausgabe)
tolles Buch !!! von Anfang…
tolles Buch !!! von Anfang bis Ende war ich gefesselt , endlich mal was Neues , kein Buch bei dem man glaubt etwas ähnliches schon gelesen zu haben- jeder Charakter , jedes Kapitel wirkt real - Bengtssons Schreibstil ist einzigartig - ich brauche unbedingt mehr von diesem großartigen Autor ( und dem Übersetzer ;) - absolute Leseempfehlung.
Tara
aus Ratingen
4/5
22.11.2022
Buch (Gebundene Ausgabe)
Ruhig und kraftvoll zugleich…
Ruhig und kraftvoll zugleich "Auf Bewährung" ist ein unngewöhnlicher , ruhiger und zugleich kraftvoller Roman des in Kopenhagen lebenden Autors Jonas T. Bengtsson Es geht um die drei Freunde Danny, Christian und Malik, die sich im Laufe der Jahre aus den Augen verloren haben. Nachdem Danny eine Gefängnisstrafe verbüßt hat, ist Malik verschwunden und er verspricht dessen Familie diesen zu finden. Für mich ist dies das erste Buch von Jonas T. Bengtsson, aber sicherlich nicht das letzte. Sein Schreibstil ist schon sehr besonders, ruhig und kraftvoll zugleich, ohne große Action aber dennoch spannend und fesselnd. Kurze Sätze und kurze Kapitel mit zahlreichen Dialogen machen die Ereignisse lebendig. Die Story wird im Wechsel aus der Perspektive der drei Freunde Danny, Christian und Malik erzählt. Dannys Ziel ist es Malik zu finden. Wer nun mit spannenden Ermittlungsarbeiten rechnet, wird enttäuscht werden. Viel mehr fließt die Geschichte so wie das Leben. Die Darstellung der Charaktere ist keineswegs nur positiv, dafür aber äußerst authentisch. Insbesondere Danny ist ein Mensch, zu dem ich durch sein brutales Verhalten nur schwer Zugang finden konnte. Interessant fand ich in diesem Zusammenhang, dass der Autor sehr objektiv berichtet und zu keinem Zeitpunkt versucht seine Leser in irgendeine Richtung zu beeinflussen. „Auf Bewährung“ ist ein intensiver Roman, der durch seine nüchterne Sprache ein ungewöhnliches Leseerlebnis bietet. Es ist sicherlich kein Mainstreambuch und genau deswegen hat es mich gefesselt.
Vanessa | @herbsandhexes
aus Köln
4/5
03.11.2022
Buch (Gebundene Ausgabe)
Überraschende Erzählweise!
„Gewalt hinterlässt einen besseren Geschmack im Mund, wenn sie sich gerecht anfühlt.“
Auf Bewährung setzt sich aus den Perspektiven dreier Freunde zusammen: Christian, der inzwischen bei der Drogenfahndung arbeitet, Malik, der Zahnmedizin studiert und seit mehreren Wochen verschwunden ist sowie Danny, der frühzeitig entlassen wird und verspricht Malik zu finden.
Sprachlich war die Geschichte auf den Punkt. Der Autor liefert gerade genügend Informationen, um ein Gefühl für die Charaktere und das Setting zu bekommen, sie sind jedoch nicht ausschweifend genug, um sich darin lediglich treiben zu lassen. Es werden Andeutungen gemacht, Geschichten aufgegriffen und wieder fallengelassen. Gleichzeitig geht die Geschichte in einem ruhigen, nicht weniger kraftvollen, Ton immer weiter, lässt einen mit den eigenen Gedanken alleine und keine Zeit, um sich in Vergangenem oder Kleinigkeiten zu verlieren. Spannend finde ich in diesem Kontext auch, dass kaum Wertungen stattfinden. Wir werden nicht in eine Richtung gelotst, wie wir zu den Figuren stehen sollen und auch Danny plagen z. B. keine Schuldgefühle, um ihn nahbarer zu gestalten. Stattdessen scherzen Christian und er darüber, dass er ihn seiner Frau als reumütigen Mann vorgestellt hat, während die Wahrheit eher so aussieht: "Der Mann öffnet den Mund, um etwas total Hartes und Männliches zu sagen, da schlägt ihm Danny gegen die Kehle. [...] Danny ist es nicht gewohnt, dass ein Kampf so schnell vorbei ist, also tritt er ihm mit dem Knie ins Gesicht. Nur um das Ganze ordentlich abzurunden."
Danny leistet keine bahnbrechende Ermittlungsarbeit. Er stellt weder geschickte Fragen, noch geht er sonderlich subtil vor. Uns erwartet kein Nervenkitzel und auch keine unerträgliche Spannung. Aus meiner Sicht lebt die Geschichte aber gerade von dieser Ruhe, weil sie uns so die Chance eröffnet, um die Ecke zu denken, Bezüge herzustellen und eigene Urteile zu fällen.
Mir hat das Buch insgesamt ausgesprochen gut gefallen, obwohl mich der Stil überrascht hat.
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