Produktbild: Der Horror der frühen Chirurgie

Der Horror der frühen Chirurgie Von der Autorin des Bestsellers »Der Horror der frühen Medizin«

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Beschreibung

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

10.10.2022

Verlag

Suhrkamp

Seitenzahl

322

Maße (L/B/H)

2,5/13,2/21 cm

Gewicht

392 g

Auflage

1

Originaltitel

The Facemaker. A Visionary Surgeon’s Battle to Mend the Disfigured Soldiers of Word War I

Übersetzt von

Volker Oldenburg

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-518-47279-8

Beschreibung

Rezension

»... nichts für Menschen mit schwachen Nerven.« ("Märkische Oderzeitung")
»Die unglaubliche Geschichte eines Medizinpioniers – lehrreich, berührend und unterhaltsam.« ("The Guardian")
»Zu gleichen Teilen angsteinflößend wie inspirierend.« ("The New York Times")

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

10.10.2022

Verlag

Suhrkamp

Seitenzahl

322

Maße (L/B/H)

2,5/13,2/21 cm

Gewicht

392 g

Auflage

1

Originaltitel

The Facemaker. A Visionary Surgeon’s Battle to Mend the Disfigured Soldiers of Word War I

Übersetzt von

Volker Oldenburg

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-518-47279-8

Herstelleradresse

Suhrkamp Verlag GmbH
Torstr. 44
10119 Berlin
Deutschland
Email: verkauf@suhrkamp.de
Url: www.suhrkamp.de
Telephone: +49 30 7407440
Fax: +49 30 740744199

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  • Bewertung

    5/5

    19.08.2023

    Buch (Taschenbuch)

    Wie alles begann

    Das Buch "Der Horror der frühen Chirurgie" ist das erste Buch was ich von der Autorin Lindsey Fitzharris habe, was mich aber alleine optisch schon abgeholt hat. Optisch ähnelt dieses Buch stark dem vorherigen Buch "Der Horror der frühen Medizin", trotzdem ist jedes auf seine Weise nochmal etwas individuell gestaltet (Farbe, Instrumente). Das Cover finde ich schön und auch passend konzipiert. Der Kontrast zwischen den Farben auf dem Cover harmonieren sehr gut. Die Geschichte und das Thema finde ich interessant, lehrreich und gut umgesetzt. Natürlich hat jede perfektionierte OP/chirurgischer Eingriff einen Ursprung und in diesem Buch kann man klar und deutlich lesen wie dies ihren Anfang nahm, an einigen Stellen natürlich grausam und brutal zu hören/lesen, aber so war die Realität. Genau deswegen spricht mich dieses Thema/die Geschichte so an, da es auch sorgfältig recherschiert worden ist.

  • MoMe

    5/5

    31.05.2023

    Buch (Taschenbuch)

    Wissen in Unterhaltungsform

    „Der Horror der frühen Chirurgie“ ist optisch schon mal ein Knaller. Mir gefällt das Cover richtig gut, es fügt sich in seiner Schlichtheit zum Thema ein und nimmt nichts vorweg. Es passt auch gut zum Vorgängerband „Der Horror der frühen Medizin“, was einem buchliebenden Menschen wie mir wichtig ist. Lindsey Fitzharris gelingt es sofort, mich mit ihrem einzigartigen Schreibstil einzufangen. „Der Horror der frühen Chirurgie“ ist ein Sachbuch, liest sich aber nicht wie eins. Eher habe ich das Gefühl, einen Roman zu lesen, der mich mit in die Schrecken des beginnenden zwanzigsten Jahrhunderts nimmt und mir auf eine charmante Art den „Vater der plastischen Chirurgie“, Harold Gillies vorstellt. Seine Pionierarbeit auf dem Gebiet der Gesichtsrekonstruktionen für verletzte Soldaten während des Ersten Weltkriegs ist so anschaulich und einnehmend geschildert, dass ich das Gefühl habe, dem berühmten Arzt selbst über die Schulter schauen zu können. Lindsey Fitzharris beleuchtet die Arbeit von Harold Gillies auf eine ganz besondere Art und Weise, bringt mich der Person Gillies näher, ohne viel in sein Privatleben einzudringen. Der Fokus liegt klar auf der Chirurgie und wird verständlich beschrieben. Dabei schildert Lindsey Fitzharris den Werdegang von Gillies sehr interessant und untermauert diesen mit vielen Beispielen. Der Mix aus kurz angerissenen Einzelschicksalen ist packend dargestellt. Sie sind so in den historischen Kontext eingebettet, dass sie eine Brücke zwischen den Problemen und den medizinischen Herausforderungen der damaligen Zeit schlägt. Besonders gut gefällt mir, dass Lindsey Fitzharris kurz die Hintergründe des Ersten Weltkrieges beleuchtet, was der Auslöser war und welche furchtbaren Entwicklungen dies nach sich zog. Dabei geht die Autorin sachlich mit der Thematik um und verzichtet auf Schuldzuweisungen. Stattdessen schaut sie auch links und rechts von den meisterhaften Leistungen Harold Gillies und berichtet von anderen Zeitgenossen verschiedenster Herkünfte, die ebenso zur weiteren Entwicklung der Chirurgie beitrugen und versuchten das Leid ihrer Patienten zu lindern. Die geschilderten Schrecken des Ersten Weltkrieges sind brutal. Das sinnlose Gemetzel und die Schrecken für die Soldaten lassen mich beim Lesen schwer schlucken. Es zeigt so eindrücklich, wie grausam ein Krieg ist. Gleichzeitig schärft es mein Bewusstsein dafür, wie wenig entwickelt die damalige Medizin tatsächlich gewesen ist. Es berührt mich unglaublich zu lesen, mit welchen extremen Problemen die Mediziner zu kämpfen hatten. Alles war im Grunde ein reines Experimentieren, Penicillin und Antibiotika noch ein Fremdwort. Völlig fasziniert hat mich auch die Tatsache, dass eine plastische Korrektur sehr zeitaufwendig war und manche Methoden schon vor 2.000 Jahren angewendet wurden. Lindsey Fitzharris springt immer mal wieder während der Erzählungen noch weiter in die Vergangenheit zurück, bringt Beispiele und stellt weitere Menschen vor. Dabei gelingt es ihr, das alles so geschickt in den Rahmen um Harold Gillies einzubetten, dass ich nie aus dem Lesefluss gerissen werde. „Der Horror der frühen Chirurgie“ berichtet von vielen Personen und Jahreszahlen, das Wissen ist extrem geballt. Für mich ist das keine Lektüre zum schnellen Weglesen, da die Thematik sehr sachlich und ernst, aber gleichzeitig unglaublich unterhaltsam ist. Lindsey Fitzharris hat definitiv ein Talent dafür, die passende Atmosphäre zu erzeugen, sodass ich durchaus mal etwas zum Schmunzeln oder gar Lachen finde. Obwohl sich Lindsey Fitzharris viel Mühe gegeben hat, fachliche Arbeitsweisen so einfach wie möglich zu beschreiben, fällt es mir bei manchen detaillierten Veranschaulichungen von chirurgischen Eingriffen schwer, ihnen zu folgen. Dazu habe ich zu wenig medizinisches Fachverständnis. Das gilt ebenso für die vielen medizinischen Begriffe. So komme ich manchmal nicht darum herum, selbst noch ein bisschen zu recherchieren, was ich aber nicht schlimm oder nervig empfinde. Kleiner Tipp: Es lohnt sich am Ende einen Blick in die Anmerkungen zu werfen. Dort werden die im Text mit einer hochgestellten Zahl markierten Wörter noch ausführlicher erläutert. Meist verbirgt sich dahinter noch mehr Informatives, was ich sehr interessant und aufschlussreich finde. Fazit: „Der Horror der frühen Chirurgie“ ist ein Sachbuch im Mäntelchen eines Unterhaltungsromans. Dadurch wird mir die Pionierarbeit von Harold Gillies mit all seinen Unwegsamkeiten und den historischen Hintergründen so lebendig erzählt, dass ich dieses sehr ausführlich recherchierte Sachbuch genossen und viel für mich mitgenommen habe.

  • cherryblue_4

    5/5

    26.12.2022

    Buch (Taschenbuch)

    Spannende Realität

    Das Cover erinnert eher an einen Sherlock-Holmes-Krimi, als an ein Sachbuch über Medizingeschichte und Geschichte selbst – und genauso spannend liest es sich auch. Ein HNO-Mediziner, der erfinderisch zum Wohle der an Gesicht und Geist schlimm verletzten Soldaten operiert. Nicht alle Operationen sind von Erfolg gekrönt: aus der Not heraus geboren ohne einen wirklichen Plan, es gibt Rückschritte und misslungene Prozeduren. Aber dennoch geht der Weg stets nach vorne, angetrieben auch von den Verletzten selbst, deren einzige Hoffnung der mutige Chirurg Harold Gillies ist. Wer bis zum Ende der letzten Seite gelesen hat, wird merken, dass es keine leicht zu verdauende Kost war, die die Autorin so detailliert und anschaulich geschildert und auch für Medizinlaien zugänglich beschrieben hat. Aber doch ein Muss für Jeden, der neugierig ist auf die Geschichte hinter der Geschichte und die Tatsache, dass die Innovationen und Verfeinerungen der "Beauty- OPs" von heute ihren Ursprung auf dem blutigen Schlachtfeld vergangener Tage hatten

  • Igelmanu66

    aus Mülheim

    5/5

    15.12.2022

    Buch (Taschenbuch)

    Ein faszinierendes Stück Medizingeschichte, leicht lesbar und gleichzeitig informativ und berührend geschildert.

    »Dann, etwa siebenhundert Meter vor dem Schützengraben, verspürte er einen heftigen Schlag im Gesicht. Eine Kugel war durch seine Wange geschlagen und auf der anderen Seite wieder ausgetreten. Blut strömte ihm aus Mund und Nase, tränkte seine Uniform. Clare schrie, aber der Schrei blieb stumm. Sein Gesicht war so schlimm verletzt, dass es sich nicht einmal vor Schmerz verziehen konnte.« Die Schlachtfelder des 1. Weltkriegs forderten unzählige Opfer. 8 – 10 Millionen Soldaten starben in der Zeit von 1914 bis 1918, mehr als doppelt so viele wurden, oft schwer, verwundet. Zu diesen schwer verwundeten gehörten die Gesichtsversehrten, über deren furchtbares Schicksal ich bislang noch nie so richtig nachgedacht hatte. Doch tatsächlich gehörten diese armen Menschen zu den größten Verlierern, denn während einem Mann, der ein Bein oder einen Arm verloren hatte, mit Mitgefühl begegnet wurde, riefen ihre entstellten Gesichter sehr häufig Ablehnung und Ekel hervor. Zudem war der Genesungsprozess extrem leidvoll und stellte nach der Verletzung auf dem Schlachtfeld nicht selten ein erneutes Trauma da. Wenn es denn überhaupt zu einem richtigen Genesungsprozess kam. Die Ärzte, die versuchten, möglichst viele Menschen zu retten, mussten sich meist auf einfache Behandlungen beschränken. Wenn ein junger Soldat ein riesiges Loch im Gesicht hatte, wo mal Nase und Kiefer gewesen waren, dann wurde das einfach ordentlich zugenäht, um die Blutungen zu stoppen. Wie der arme Mann anschließend aussah und ob er noch in der Lage war, zu kauen, darum konnte man sich einfach nicht kümmern. »Die Heilkunde stand der Wissenschaft der Zerstörung ratlos gegenüber.« An dieser Stelle kam Harold Gillies ins Spiel, ein junger, höchst motivierter und engagierter Chirurg, der sich zum Ziel gesetzt hatte, diesen Menschen wieder ein Gesicht zu geben, das funktionierte und ordentlich aussah. Er gründete eines der weltweit ersten Krankenhäuser, das sich auf Gesichtsrekonstruktionen spezialisiert hatte und leistete großartige Pionierarbeit. Lindsey Fitzharris, deren Buch über den „Horror der frühen Medizin“ ich schon verschlungen hatte, befasst sich in diesem Sachbuch mit den Anfängen der plastischen Chirurgie bzw. der Schönheitschirurgie. Der Leser begleitet Gillies und weitere Kollegen bei der Arbeit und auf der Seite der Patienten auch mehrere namentlich genannte Gesichtsversehrte. Wie so oft wirken die Schilderungen besonders intensiv und berührend, wenn Einzelschicksale aus der großen Masse heraus beschrieben werden. Fasziniert verfolgte ich die detaillierten Beschreibungen verschiedener Eingriffe. Welch großen Mut haben diese ersten plastischen Chirurgen bewiesen! Schließlich konnten sie nicht zu einem Lehrbuch greifen und auf erprobte Verfahren zurückgreifen, sondern mussten, teils sogar spontan, eigene Gedanken umsetzen und nach immer neuen Methoden suchen, um die gewünschten Ergebnisse zu erzielen oder zu verbessern. Das alles ist, man kann es sich leicht denken, sehr blutig und nicht für empfindliche Leser geeignet. Mir jedoch wurde jetzt so richtig bewusst, dass die Anfänge jeder heutigen Lidstraffung oder Fettabsaugung auf den Schlachtfeldern des 1. Weltkriegs lagen. Fazit: Ein faszinierendes Stück Medizingeschichte, leicht lesbar und gleichzeitig informativ und berührend geschildert. Wenn ich überhaupt einen Kritikpunkt habe, dann ist es der für meinen Geschmack unpassende und reißerische Titel des Buchs.

  • Bewertung

    5/5

    29.11.2022

    Buch (Taschenbuch)

    Gänsehaut

    Das Cover ist toll gestaltet, passt zum Thema und trifft genau meinen Geschmack! Das Buch an sich ist in einem gut lesbaren Schreibstil geschrieben worden. Man kommt sehr schnell beim Lesen voran nicht nur weil es gut geschrieben ist, nein es ist auch sehr spannend. Die Mischung zwischen Fiktion die aber der Wahrheit entspricht hat mir nicht nur einmal Gänsehaut beschert. Teilweise habe ich eine Pause von dem Buch gebraucht, weil es so detailliert beschriebene Situationen hervorbringt, dass ich es kurzzeitig weglegen musste. Das Buch ist nicht nur für medizinisch und historisch interessierte Menschen ein tolles Buch. Jeder der sich mal eine etwas andere und lebensnahe Lektüre wünscht ist mit diesem Buch gut bedient. Von mir bekommt es volle Sterne. Ich würde es begrüßen wenn in Zukunft es noch einen weiteren Band geben wird.

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