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Diese ganzen belanglosen Wunder Roman | »Der Roman der puren Gegenwart. Ein sprachliches Kunstwerk.« Thomas Andre, Hamburger Abendblatt

6

22,95 €

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Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

20.07.2022

Verlag

dtv

Seitenzahl

400

Maße (L/B/H)

20,8/13,5/3,3 cm

Gewicht

502 g

Farbe

Dunkellila / Flieder

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-423-29032-6

Beschreibung

Rezension

Leona Stahlmanns Roman quillt über an üppiger, lyrisch-assoziativer Sprache. ("3sat, Kulturzeit")
Mit unvergleichlicher Sprachgewalt beschreibt Stahlmann, was bleibt, wenn sich alles verändert: die Hoffnung, das da viele kleine Wunder sind, die dass Leben doch schön machen. ("Zeit Campus")
Der Roman verfolgt ein im Grunde romantisches Projekt: In einer zukunftslosen Welt kurz vor dem Kollaps wird hier die Welt, insbesondere die Natur, in ihrer ganzen rauen Schönheit zu nahezu zauberhaft wirkender Poesie. ("Deutschlandfunk Kultur")
Wie sollte man „Diese ganzen belanglosen Wunder“ nicht für den Roman der puren Gegenwart halten? Ein sprachliches Kunstwerk, das einen wortgewaltigen Blick auf die Menschen in ihrem natürlichen Lebensumfeld offenbart, während dieses gegen die ihm zuteilwerdende Behandlung rebelliert. ("Hamburger Abendblatt")
„„Diese belanglosen Wunder“ ist ein post-dekadentes Statement über neue Freiräume. Beeindruckend verbinden sich „Nature writing“, „Climate fiction“ und Gesellschaftspolitik zu einem poetischem Stoizismus. ("Deutschlandfunk, Büchermarkt")
Das macht den Reiz des Romans aus: Die illusionslosen Erwachsenen treffen auf den willensstarken Zeno, der sich allerlei Berufe für seine Zukunft ausdenkt. Man muss beim Lesen schlucken, so anrührend hat Leona Stahlmann den Jungen beschrieben. ("NDR Kultur, Neue Bücher")
Dieser Roman ist wie ein Wind durchjagter Stoß an Erinnerungsstücken, der aber am Ende zusammengehalten wird von zwei Buchdeckeln, von geschickt verwobenen Motiven und vor allem von einem Gefühl der Hoffnung, das in all dem Hoffnungslosen liegt. ("Radio Bremen 2")
Wir haben es hier offensichtlich mit einer talentierten, souveränen jungen Autorin zu tun. Gekonnt wird hier die unwiederbringliche Teleologie der Existenz geschildert.
Leona Stahlmanns Zweitling »Diese ganzen belanglosen Wunder« ist ein funkelndes literarisches Wunder. Es gibt diese seltenen Romane, die turmhoch über der Gegenwartsschreibe schweben. ("Gießener Allgemeine")
Sie ist eine junge, viel versprechende Stimme im Literaturbetrieb. ("Die Rheinpfalz")

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

20.07.2022

Verlag

dtv

Seitenzahl

400

Maße (L/B/H)

20,8/13,5/3,3 cm

Gewicht

502 g

Farbe

Dunkellila / Flieder

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-423-29032-6

Herstelleradresse

dtv Verlagsgesellschaft
Tumblingerstraße 21
80337 München
DE

Email: produktsicherheit@dtv.de

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  • Bewertung

    5/5

    13.10.2024

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Sprachlich herausragend geschriebene Dystopie

    Doch auch vom Handlungsverlauf her bemerkenswert. Hauptakteure sind ein Junge, eine noch nicht alte, erwachsene Frau und ein Seidenhuhn. Spielt in einer nicht allzu fernen, aber nicht konkret zeitlich datierten Zukunft. Es entstehen Beziehungen und vergehen. Die Jahreszeiten kommen und gehen, sie werden extremer. Wir erleben sie meist in einer kargen Marschlandschaft an einem großen Fluss. Dort, wo das Haus steht. Die emotionale Kälte zwischen den Menschen ist größer geworden in der angrenzenden Stadt. Doch für ein Jahr erleben 5 und ein halber zufällig zueinander gefundener Menschen diese ganzen belanglosen Wunder .. Kein Roman zum Verschlingen. Ein Buch, was Zeit benötigt und mit Bedacht gelesen werden möchte. Nicht einfach zu verstehen, aber mit mannigfaltigen Möglichkeiten, der Phantasie Flügel zu verleihen. Die Autorin mutet ihrer Leserschaft etwas zu, doch sie traut ihr auch etwas zu. Aus meiner Sicht ist vor allem der sprachliche Stile das ganz Besondere. Sätze, die fast über die ganze Seite reichen, verschachtelt und doch sich nicht verlierend. Nach etwa dem ersten Drittel ein kleiner stilistischer Bruch. Wäre der Roman in gleicher Weise fortgeführt worden, hätte ich ihn in die Kategorie „Meisterwerk“ einsortiert. Doch die Sätze werden kürzer, die Handlungsebene klarer. Sie lösen einen Reigen ganz unterschiedlicher emotionaler Reaktionen bei mir aus. Ja, es sind vor allem melancholische und das ist auch gar nicht schlimm so. Die Umgebung erinnerte mich sofort an die aus „Der Gesang der Flusskrebse“. Doch die Geschichte ist eindeutig dystopisch ausgerichtet und ich finde es gerade gut, dass offen gelassen wird, wo sich die Landschaft genau befindet. Nicht immer wird die gerade Zeitlinie verfolgt, aber auch das macht nichts. Der Roman geht seinen eigenen Weg, wirft die Regeln der Mainstream-Bestseller über den Haufen und begeisterte mich bis zum bitteren Ende. Bin auf die Autorin durch einen Beitrag mit ihr in HR2-Radio aufmerksam geworden, der mich sehr neugierig auf ihr Buch hat werden lassen. Fazit: ein breiter Strom für Entdeckungen und ein emotionaler Strudel – für mich das Highlight meines bisherigen Lesejahres

  • Bewertung

    5/5

    09.09.2022

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    "Ein versehentlicher Hoffnungsroman"

    Mit diesen Worten im Paratext versieht die Schriftstellerin und Drehbuchautorin Leona Stahlmann ihren zweiten Roman „Diese ganzen belanglosen Wunder“, der für den diesjährigen Ingeborg-Bachmann Preis, mit Recht, nominiert wurde. Gleich einem tanzenden Kind mit Blumen in der einen und Kleinstlebewesen in der anderen Hand, das sich am Abgrund der Apokalypse bewegt, welche uns als Klimawandel bekannt ist, zeichnet Stahlmann ein lyrisches Bild der sterbenden Natur. Wie erklärt man diesem naiven und hoffnungsvollen „Rattenkind“, dass diese Welt im Sterben liegt? Ist es verwerflich, dass dieses Kind überhaupt geboren wurde, da wir ihm die Zukunft bereits angezündet haben oder spielt die Frage überhaupt keine Rolle bei der Anzahl an Kindern, die heute und morgen geboren wurden und werden? Bei „Diese ganzen belanglosen Wunder“ handelt es sich um einen „Climatfiction“-Roman, dessen größte Stärke nicht in der Handlung liegt, sondern in der lyrischen und metaphorischen Sprache sowie der Figurenkonzeption. Wer sich einen modernen, sprachlich anspruchsvollen Familienroman mit Wahlverwandschaften wünscht, der ist mit diesem Roman eben fündig geworden.

  • nil_liest

    aus RheinMain Gebiet

    4/5

    06.08.2022

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Klimawandel – Lebenswandel?

    Im Mittelpunkt des Romans „Diese ganzen belanglosen Wunder“ steht Zeno. Er ist ein Junge, der mit seiner Mutter Leda in der Marsch lebt, denn dort hat sie eine Unterkunft gefunden, die so verlassen ist, dass keiner sie nach Miete fragt. Den Vater gibt es nicht, ein One-Night-Stand und damit der Erwähnung nicht wert. Nun tut sich Leda leider sehr schwer präsent und da zu sein für Zeno. Der macht sein Ding und lebt im Einklang mit der Natur, versucht seinen Hunger zu stillen und ist ganz bei sich. Irgendwann loggt er sich in die Dating-App seiner Mutter ein und beginnt so Gespräche mit anderen. Dies wird dann essentiell für den zweiten Teil des Romans. Leona Stahlmann hat mit diesem Roman ein sehr aktuelles Buch zum Klimawandel geschrieben. Ihre Beschreibungen der Marsch lassen erkennen, dass sie sich viel Zeit und Mühe gemacht hat sich dieser Landschaft anzunehmen. Überhaupt spielt die Natur, wie sie atmet und lebt eine bedeutende Rolle in diesem Text. Man kann es als endlose Beschreibungen empfinden, die teilweise gefühlt nicht enden wollen, aber ist dies nicht unserer Schnelllebigkeit geschuldet? Braucht es nicht so manches Mal den Eingriff auf uns von außen um uns zu zeigen wie wenig wir mit der Natur verbunden sind, sie gar verstehen, obwohl wir mittlerweile täglich vor Augen haben wie fragil unser Planet ist und ein absolutes Umdenken stattfinden muss? Ja, der Schreibstil ist eigenwillig. Vielleicht auch stellenweise zu viel gewollt, obwohl Leona Stahlmann definitiv schreiben kann. Auch kurze Sätze hätten ab und an aufgelockert. Ich empfand die gekonnte Schreibkunst hier etwas überstrapaziert, aber als Stilmittel nicht schlecht gewählt. Was machen wir als Menschen den tagtäglich in der westlichen Hemisphäre als unsere Natur, unseren Planeten zu überstrapazieren? Inhaltlich aktuell, präsent, stark. Textlich kann es als anstrengend empfunden werden.

  • nil_liest

    aus Frankfurt

    4/5

    06.08.2022

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Klimawandel – Lebenswandel?…

    Klimawandel – Lebenswandel? Im Mittelpunkt des Romans „Diese ganzen belanglosen Wunder“ steht Zeno. Er ist ein Junge, der mit seiner Mutter Leda in der Marsch lebt, denn dort hat sie eine Unterkunft gefunden, die so verlassen ist, dass keiner sie nach Miete fragt. Den Vater gibt es nicht, ein One-Night-Stand und damit der Erwähnung nicht wert. Nun tut sich Leda leider sehr schwer präsent und da zu sein für Zeno. Der macht sein Ding und lebt im Einklang mit der Natur, versucht seinen Hunger zu stillen und ist ganz bei sich. Irgendwann loggt er sich in die Dating-App seiner Mutter ein und beginnt so Gespräche mit anderen. Dies wird dann essentiell für den zweiten Teil des Romans. Leona Stahlmann hat mit diesem Roman ein sehr aktuelles Buch zum Klimawandel geschrieben. Ihre Beschreibungen der Marsch lassen erkennen, dass sie sich viel Zeit und Mühe gemacht hat sich dieser Landschaft anzunehmen. Überhaupt spielt die Natur, wie sie atmet und lebt eine bedeutende Rolle in diesem Text. Man kann es als endlose Beschreibungen empfinden, die teilweise gefühlt nicht enden wollen, aber ist dies nicht unserer Schnelllebigkeit geschuldet? Braucht es nicht so manches Mal den Eingriff auf uns von außen um uns zu zeigen wie wenig wir mit der Natur verbunden sind, sie gar verstehen, obwohl wir mittlerweile täglich vor Augen haben wie fragil unser Planet ist und ein absolutes Umdenken stattfinden muss? Ja, der Schreibstil ist eigenwillig. Vielleicht auch stellenweise zu viel gewollt, obwohl Leona Stahlmann definitiv schreiben kann. Auch kurze Sätze hätten ab und an aufgelockert. Ich empfand die gekonnte Schreibkunst hier etwas überstrapaziert, aber als Stilmittel nicht schlecht gewählt. Was machen wir als Menschen den tagtäglich in der westlichen Hemisphäre als unsere Natur, unseren Planeten zu überstrapazieren? Inhaltlich aktuell, präsent, stark. Textlich kann es als anstrengend empfunden werden.

  • yellowdog

    4/5

    20.07.2022

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    In den Marschen

    Wer den Ingeborg Bachmannwettbewerb dieses Jahr gesehen hat, kennt schon einen Auszug aus dem Roman. Der 12jährige Junge Zeno lebt mit seiner Mutter, die aber seit 30 Tagen verschwunden ist, in einer Saline in den Marschen. Es ist ein ungewöhmliches Setting im Marschland. Das ermöglicht kraftvolle Naturbeschreibungen, auch wenn das Ökosystem gestört ist und immer mehr Tierarten aussterben. Im zweiten Teil des Buches gibt es einen erzählperspektischen Wandel und mit Katt gibt es eine neue Erzählstimme. Kennzeichnend für den Roman ist eine glasklare, harte Sprache mit schillernen Sätzen. Teilweise ist es überzogen, zu viele Vergleiche, die zu weit hergeholt sind. Dann gibt es aber auch viele gute Sätze, die zu überraschen vermögen. Es ist ein ungewöhnlicher Roman. Begrüßenswert, wenn AutorInnen etwas wagen und die Sprache zur eigentlichen Hauptfigur machen.

Kundinnen und Kunden meinen

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Bewertungen (6)

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