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Das Diamantenmädchen »Arenz erschafft eine untergegangene Welt.« BERLINER ZEITUNG — Roman

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Beschreibung

Produktdetails

Verkaufsrang

13179

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

12.10.2022

Verlag

DuMont Buchverlag

Seitenzahl

320

Maße (L/B/H)

18,8/12,2/2,4 cm

Gewicht

316 g

Farbe

Marine / Khaki

Auflage

7. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-8321-6667-0

Beschreibung

Produktdetails

Verkaufsrang

13179

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

12.10.2022

Verlag

DuMont Buchverlag

Seitenzahl

320

Maße (L/B/H)

18,8/12,2/2,4 cm

Gewicht

316 g

Farbe

Marine / Khaki

Auflage

7. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-8321-6667-0

Herstelleradresse

DuMont Buchverlag GmbH
Amsterdamer Strasse 192
50735 Köln
DE

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  • Bewertung

    aus Oberursel

    5/5

    30.03.2026

    Buch (Taschenbuch)

    spannender historischer Krimi

    Schon das Cover hat 1920er-Vibes mit dem coolen Auto und der stylishen Dame, und Ewald Arenz ist immer eine gute Wahl :-). Das schicke ich jetzt mal voraus, der Autor kann einfach gut schreiben, er hat einen wunderbar leichten und doch sehr eleganten Stil; seine Romane lassen sich allesamt flüssig lesen, und doch hat man das Gefühl, hier ist ein Sprachkünstler am Werk und man liest etwas Besonderes. Er hat es halt einfach drauf. Und hier natürlich auch. Das Buch selbst ist ja nicht mehr so neu, ich kannte es aber noch nicht, und da ich historische Krimis liebe und auch gerade die 1920er sehr spannend finde, habe ich spontan zugegriffen. Generell sagt man bei Arenz – so hab ich das zumindest mal in irgendeinem Feuilleton gelesen – er schreibe entweder intelligente Belletristik (aha :-). Wie die „Alten Sorten“ zum Beispiel; oder Unterhaltung. Das „Diamantenmädchen“ ist eher die „banale“ Unterhaltung; aber ich würde sagen, das ist sehr gute, intelligente, gut recherchierte Unterhaltung. Der in Berlin spielende Krimi ist 320 Seiten dick, und wie der Klappentext schon sagt eine Mixtur aus Krimi, Lovestory, und zeitgeschichtliches Portrait einer kurzen Epoche der Weimarer Republik. Das Kaiserreich und die große Inflation sind vorbei, man leidet in Deutschland noch unter den Reparaturzahlungen an die Alliierten, und generell sind zwar Zeichen des kurzen Aufschwungs zwischen den Kriegen, aber gesellschaftlich hat man die Folgen des verheerenden ersten Weltkrieges noch nicht verwunden. Eine ganze Generation junger Männer wurde entweder ausgelöscht oder ist traumatisiert oder körperlich versehrt wieder zuhause….. Das ist so der Hintergrund der Geschichte, deren Heldin Lilli Kornfeld ist. Sie ist Anfang 20, stammt aus der Mittelschicht, und ist aufstrebende Reporterin. Ihren älteren Bruder Wilhelm wähnt sie verstorben an der Front, wo er gemeinsam mit dem Kindheitsfreund Paul gekämpft hat. Paul indes ist traumatisiert wieder zuhause. Paul ist Diamantenschleifer, und Lilli vermittelt ihm einen streng geheimen Regierungsauftrag: an allen Büchern und der Öffentlichkeit vorbei soll Paul Rohdiamanten schleifen, um Reparationszahlungen zu beschleunigen. Das ist der eine Erzählstrang. Ein weiterer Erzählstrang ist schnöder Mord: in einem Hotel wird die Leiche eines schwarzen Musikers entdeckt, und während die Kommissare Schambacher und Togotzkes die Identität des Toten klären, findet sich ein Diamantensplitter bei ihm. Okay, man ahnt es, die Diamanten - und Lilli im Besonderen - sind hier das verbindende Element zwischen den beiden Strängen. Wobei Lilli jetzt nicht wirklich ein „Diamantenmädchen“ ist; zumindest nicht so, wie ich es dem Titel nach erwartet hätte. Lilli als Journalistin geht auf eigene Ermittlungen, und trifft dabei immer wieder auf die beiden Kommissare und findet sich eher unfreiwillig als Spielball in der hohen Politik wieder. Also insgesamt eine recht vielschichtige Erzählung, und ein sehr intelligent geplotteter Kriminalfall. Hat mich begeistert, hat mich abgeholt. Hat mich sehr gut unterhalten. Gut gezeichnete Charaktere; und mit Lilli im Speziellen hat Arenz eine interessante, moderne junge Frau geschaffen, die mir extrem gut gefallen hat. Ich finde es ja auch immer spannend, wenn männliche Autoren sich sehr gut in weibliche Hauptdarstellerinnen versetzen können (und umgekehrt herum natürlich auch); das war hier finde ich sehr gut gelungen. Ich kann das Buch sehr gerne weiter empfehlen!

  • Bewertung

    5/5

    13.03.2024

    Buch (Taschenbuch)

    Ein persönlicher weiterer Favorit von Ewald Arenz

    Ewald Arenz findet wie immer Worte für Gefühle und Eindrücke, die man sonst nicht beschreiben kann. Dieses Mal spielt die Geschichte um zwei Kindheitsfreunde, die sich gegenseitig (und in einem Mordfall) wiederfinden. Das alles hinter der Kulisse eines Berlins der 1920er Jahre.

  • Bewertung

    aus Vaihingen

    4/5

    11.07.2024

    Buch (Taschenbuch)

    Und wieder ein Happy End

    nicht ganz so locker, luftig, Wohlgefühl auslösend wie die bisher gelesenen Bücher des Autors. Aber dennoch: die Einfühlsamkeit in seine Personen zeigt er auch in diesem Roman, Krimi. Und: am Ende wird alles gut. Arentz Bücher sind nicht unbedingt beste Literatur, aber zum Sommer, zu den Ferien, zum Ausspannen durchaus zu empfehlen.

  • Eliza

    4/5

    17.03.2024

    Buch (Taschenbuch)

    Eine Mischung aus Roman und Krimi

    Eine Mischung aus Roman und Krimi, welche im Berlin der 20iger Jahre angesiedelt ist. In der Handlung, welche auf zwei Zeitebenen erzählt wird, geht es um die Journalistin Lili. Diese lernt den Staatssekretär Schubert kennen und bekommt eine sonderbare Bitte von höchster Regierungsebene. Lili kennt einen Diamantschleifer aus ihrer Jugend und soll diesen kontaktieren bezüglich eines verdeckten Kaufes von Diamanten. Mit diesem Geld soll eine Schattenkasse des Landes geführt werden. Kurze Zeit später wird vor einem Theater in Berlin die Leiche eines Mannes mit einem Rohdiamanten gefunden. Die Spuren führen nach Afrika und die Polizei nimmt die Ermittlungen auf. In was für eine Sache hat sich Lili da nur hineinbegeben? Lili ist eine selbstbestimmte Frau, die das Leben genießt, aber immer noch in ihrer Vergangenheit gefangen ist. Sie trauert ihrer Jugendliebe Paul immer noch hinterher und pflegt mit diesem immer noch einen regen Kontakt. Doch weiß sie auch ihre Reize geschickt einzusetzen. Ebenfalls sehr interessant ist die Charakterzeichnung von Paul sowie den beiden Kommissaren Schambacher und Togotzes. Schambacher ist der gepflegte Mann von Welt, während Togotzes eher derb und platt dargestellt ist. Durch die Zeitsprünge in der Erzählung erfahren die Leser*innen viel von Lilis, Wilhelms und Pauls Vergangenheit und den Ursprung der Liebe zu den Diamanten. Der Erzählstil des Autors ist getragen und schön beschreibend. Der Roman wird untermalt mit dem Sprachgebrauch der damaligen Zeit. Dadurch wirkt die Erzählung authentisch und real. Bezeichnungen welche heute als negativ assoziiert werden, waren damals vollkommen gewöhnlich. Die diskriminierenden Vokabulare und Ansichten sind der Zeitgeist in den 20iger Jahren gewesen. In der heutigen Zeit sind diese Begrifflichkeiten absolut unangemessen, aber da es sich um einen historischen Roman handelt hat der Autor meiner Meinung dem Zeitgeist Rechnung getragen. Der Mix aus Romanerzählung und kriminaltechnischer Untersuchung hat mir gut gefallen. Der Krimi ist spannend und erfährt eine dramatische Entwicklung gegen Ende der Geschichte. Ich hätte mir noch mehr kriminaltechnische Elemente gewünscht, aber dennoch habe ich die sich aufkeimende Spannung sehr gut spüren können. Das Flair der 20iger Jahre aus Berlin wird ebenfalls gut durch die Erzählpassagen transportiert und ich hatte die Bilder der Erzählung sehr gut vor Augen. Ein Roman mit Krimiflair welcher schön erzählt wird ist die perfekte Gelegenheit, um an den kalten Dezembertage sich in eine andere Welt zu transformieren.

  • Renas Wortwelt

    3/5

    23.11.2022

    Buch (Taschenbuch)

    Lesenswert, aber reicht nicht an "Alte Sorten" oder "Der große Sommer" heran

    Ewald Arenz ist ein ganz besonderer Schriftsteller, seine Bücher „Alte Sorten“ und „Der große Sommer“ sind absolute Highlights in meinem Bücherregal. Seine intensiven, geradezu fühlbaren Beschreibungen, seine mit spitzem Stift präzise und mit Empathie gezeichneten Figuren, das bleibt im Gedächtnis, das wirkt nach. Gleiches gilt auch für das Diamantenmädchen, auch hier schafft er Atmosphäre durch bildhafte Beschreibungen, macht das Wetter, Gerüche und Geräusche fühlbar, erfahrbar. Hier erlebt man beim Lesen den Sturm mit, spürt den Wind im Haar und hört das Rauschen des Regens. Dennoch wirkt dies auf mich nicht so leichtfüßig, nicht so subtil, wie in seinen beiden anderen Romanen, in denen es gerade das war, was ihre Besonderheit ausmachte. Hier, in diesem Buch, gelingt es ihm hingegen, die Stimmung und die nervöse Geschäftigkeit in Berlin der 20er Jahre des letzten Jahrhunderts perfekt einzufangen und in Worte zu fassen. Doch die sehr gelungenen Beschreibungen tun der Spannung und der Handlung keinen Gefallen. Die junge Lilli, Mitte 20 und beim Ullstein Verlag als Journalistin für die Berliner Illustrierte beschäftigt, gerät in Kontakt mit politischen Kreisen. Dort sucht man einen unbekannten Diamantschleifer, der heimlich Diamanten zu wertvollen Steinen schleifen soll. Heimlich, weil Deutschland erhebliche Reparationen zahlen muss und die Diamanten dafür möglichst nicht herangezogen werden sollen. Lilli verweist den Politiker an ihren Jugendfreund Paul, den besten Freund ihres Bruders Wilhelm. Letzterer ist im Ersten Weltkrieg verschollen. Dieser Verlust führte dazu, dass zwischen Lilli und Paul eine Entfremdung eintrat, obwohl Paul ihre erste Jugendliebe war. Parallel zu diesem Handlungsfaden geschieht in Berlin der Mord an einem Farbigen. Neben der Leiche wird ein kleiner Rohdiamant gefunden. Das führt zu einer Begegnung zwischen dem Ermittler und Lilli, die gerade an einer Artikelserie über Diamanten arbeitet. Der ermittelnde Kommissar Schambacher fühlt sich stark zu Lilli hingezogen, was ihn in seinen Ermittlungen zu behindern droht. Die Verwicklungen von Paul in den Mord erscheinen augenfällig, da sich Beweise zu finden scheinen. Lillis Beziehung zu Schambacher wird enger, ihre Zweifel an Paul steigen. Eine dubiose Rolle spielt dazu noch ein eigenartiger Mann ohne Gesicht, der immer wieder auftaucht. Vor dem Lilli sich fürchtet und der sie bis in ihre Träume verfolgt. Leider ahnt man als Leserin recht schnell, wohin das führt, so dass auch hier die Spannung ein wenig leidet. Der gesamte Handlungsverlauf ist etwas langatmig und die Entwicklung etwas zu zögerlich, zu zäh, um zu unterhalten, es drängt sich der Eindruck auf, als könnte Ewald Arenz sich nicht entscheiden, ob er einen historischen Roman oder einen Krimi schreiben möchte. So hat mich der Roman zu meinem Bedauern nicht so recht überzeugen können, kann er bei weitem nicht mit den beiden anderen, von mir so hoch gelobten Romanen mithalten. Lesenswert und sprachlich gelungen ist er jedoch in jedem Fall. Ewald Arenz - Das Diamantenmädchen DuMont, Oktober 2022 Taschenbuch, 308 Seiten, 12,00 €

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