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Ich! Selbstbildnisse in der Moderne. Von Vincent van Gogh bis Marina Abramović

1

31,50 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

15.09.2022

Abbildungen

mit 96 großteils farbigen Abbildungen

Verlag

C.H. Beck

Seitenzahl

240

Maße (L/B/H)

24,2/17,5/1,9 cm

Gewicht

810 g

Farbe

Lichtgrau

Auflage

1

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-406-78747-8

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Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

15.09.2022

Abbildungen

mit 96 großteils farbigen Abbildungen

Verlag

C.H. Beck

Seitenzahl

240

Maße (L/B/H)

24,2/17,5/1,9 cm

Gewicht

810 g

Farbe

Lichtgrau

Auflage

1

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-406-78747-8

Herstelleradresse

C.H. Beck
Wilhelmstrasse 9
80801 München
DE

Email: produktsicherheit@beck.de

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Interessanter Blick auf einen Bereich der Malerei

Renas Wortwelt am 02.11.2022

Bewertungsnummer: 1817808

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

„Das Selbstbildnis ist also … viel mehr als die Wiedergabe einer Physiognomie und womöglich einer inneren Bewegtheit, es ist ein lebhaft ausgestatteter Ideenträger. Im Selbstbildnis bekennt der Dargestellte, der Künstler, direkt oder indirekt sein Verständnis der Kunst, darüber hinaus aber offenbart es auch oft seine Auffassung von der Gesellschaft oder von der Welt … „ (S. 47). Uwe Schneede, ehemaliger Direktor der Hamburger Kunsthalle, dessen Buch über Paula Modersohn-Becker ich bereits mit großer Begeisterung las, befasst sich in seinem neuen Werk eben genau damit: welche Bedeutung haben Selbstbildnisse? Für den Künstler oder die Künstlerin und natürlich auch für die Betrachter. Davon abgesehen aber auch, wie viel bedeuten Selbstbildnisse für andere Künstler? Das Spektrum der besprochenen Bildnisse reicht von Van Gogh bis Marina Abramović, beleuchtet das Thema unter verschiedenen Überschriften. Dabei geht es auch immer um den Entstehungsprozess des jeweiligen Bildes, um die Frage, wie realistisch sich der Künstler selbst darstellte und wenn nicht, warum nicht. Dass die jeweils aktuelle Stimmung, die Verfassung, in der sich die Künstler befinden, wenn sie zum Pinsel greifen, sich auf die Arbeit auswirken, ist eine Binsenweisheit, darum aber nicht weniger wahr. So zeigt sich eben in den Selbstbildnissen Van Goghs die Wandlung seiner Seele überdeutlich, die Stimmung, in die er immer tiefer geriet. Andere Maler wiederum nutzten die Selbstporträts zur Übung, probierten neue Techniken und Ideen aus oder ganz simpel übten die Porträtmalerei, die sie zum Geldverdienen brauchten. Auch in diesem Buch ist unter den vielen anderen bekannten und weniger bekannten Namen wieder Paula Modersohn-Becker vertreten. Ihr bekanntestes Selbstbildnis ist sicher das Aktbild von ihr als Schwangere. Sie nennt diese Bild ‚Selbstbildnis am 6. Hochzeitstag‘, gemalt, als sie selbst gar nicht schwanger war. Was bedeutet diese Bild daher? Zeigt es ihre Wünsche, ihre Träume? Ein sehr interessantes Buch über einen Bereich der Malerei der Moderne. Ein Buch, das man immer mal wieder gerne zur Hand nimmt, um darin zu blättern oder etwas nachzulesen. Empfehlenswert. Uwe M. Schneede - Ich : Selbstbildnisse in der Moderne C.H. Beck, September 2022 Gebundene Ausgabe, 240 Seiten, 29,95 €

Interessanter Blick auf einen Bereich der Malerei

Renas Wortwelt am 02.11.2022
Bewertungsnummer: 1817808
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

„Das Selbstbildnis ist also … viel mehr als die Wiedergabe einer Physiognomie und womöglich einer inneren Bewegtheit, es ist ein lebhaft ausgestatteter Ideenträger. Im Selbstbildnis bekennt der Dargestellte, der Künstler, direkt oder indirekt sein Verständnis der Kunst, darüber hinaus aber offenbart es auch oft seine Auffassung von der Gesellschaft oder von der Welt … „ (S. 47). Uwe Schneede, ehemaliger Direktor der Hamburger Kunsthalle, dessen Buch über Paula Modersohn-Becker ich bereits mit großer Begeisterung las, befasst sich in seinem neuen Werk eben genau damit: welche Bedeutung haben Selbstbildnisse? Für den Künstler oder die Künstlerin und natürlich auch für die Betrachter. Davon abgesehen aber auch, wie viel bedeuten Selbstbildnisse für andere Künstler? Das Spektrum der besprochenen Bildnisse reicht von Van Gogh bis Marina Abramović, beleuchtet das Thema unter verschiedenen Überschriften. Dabei geht es auch immer um den Entstehungsprozess des jeweiligen Bildes, um die Frage, wie realistisch sich der Künstler selbst darstellte und wenn nicht, warum nicht. Dass die jeweils aktuelle Stimmung, die Verfassung, in der sich die Künstler befinden, wenn sie zum Pinsel greifen, sich auf die Arbeit auswirken, ist eine Binsenweisheit, darum aber nicht weniger wahr. So zeigt sich eben in den Selbstbildnissen Van Goghs die Wandlung seiner Seele überdeutlich, die Stimmung, in die er immer tiefer geriet. Andere Maler wiederum nutzten die Selbstporträts zur Übung, probierten neue Techniken und Ideen aus oder ganz simpel übten die Porträtmalerei, die sie zum Geldverdienen brauchten. Auch in diesem Buch ist unter den vielen anderen bekannten und weniger bekannten Namen wieder Paula Modersohn-Becker vertreten. Ihr bekanntestes Selbstbildnis ist sicher das Aktbild von ihr als Schwangere. Sie nennt diese Bild ‚Selbstbildnis am 6. Hochzeitstag‘, gemalt, als sie selbst gar nicht schwanger war. Was bedeutet diese Bild daher? Zeigt es ihre Wünsche, ihre Träume? Ein sehr interessantes Buch über einen Bereich der Malerei der Moderne. Ein Buch, das man immer mal wieder gerne zur Hand nimmt, um darin zu blättern oder etwas nachzulesen. Empfehlenswert. Uwe M. Schneede - Ich : Selbstbildnisse in der Moderne C.H. Beck, September 2022 Gebundene Ausgabe, 240 Seiten, 29,95 €

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  • Einführung

    Teil I - Die Neuerer. Von der Verhöhnung zur Anerkennung
    Aufbegehren

    Unter Einfluss. Vincent van Gogh in Paris
    Selbstbehauptungen. Vincent van Gogh in Arles
    «Märtyrer der Malerei.» Paul Gauguin

    Selbstprüfungen
    «In schwierigen Jahren.» Edvard Munch
    Bestandsaufnahmen. Oskar Kokoschka

    (Sinn-)Bildliche Autobiographien
    Vernehmbare Selbstgespräche. Käthe Kollwitz
    Unverblümte Selbstversicherungen. Ferdinand Hodler
    Selbstbehauptungen als Künstlerin. Ottilie W. Roederstein
    Schrittweise Auflösungen. Lovis Corinth
    Inbilder des Widerstands. Felix Nussbaum
    Bildliches Entschwinden. Helene Schjerfbeck

    Ich ist auch ein Anderer (oder eine Andere)
    Das «tolerante» Spiegelbild. Paula Modersohn-Becker
    Das lädierte Selbst. Ernst Ludwig Kirchner
    Selbst in der Zeit. Max Beckmann

    Fremd im Selbst
    Der performative Körper. Egon Schiele
    Öffentlich inszeniertes Selbst. Frida Kahlo

    Vom augenfälligen zum verkappten Selbstbild
    Ich, der Künstler. Pablo Picasso

    Teil II - Umstieg in die neuen Medien
    Das Selbst als Akteur

    Der Künstler als Werk

    Das katatonisch gesteigerte Ich. Arnulf Rainer
    Der Körper als Werk. Günter Brus
    Selbst Künstler werden. Bruce Nauman

    Verwandlungen und Geschlechterfragen
    Ich als Transformer. Jürgen Klauke
    Medial verwandelt. Katharina Sieverding
    Kritische Verkleidungen. Cindy Sherman

    Grenzerfahrungen
    Das geschundene Selbst. Marina Abramovic

    Das besonders kommunikative Selbst

    Perfektionierte Images. Andy Warhol
    Das öffentliche Selbst. Joseph Beuys

    Schluss

    Kurzbiographien
    Anmerkungen
    Literatur
    Bildnachweis
    Personenregister