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Connemara Roman

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Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

26.09.2022

Verlag

Hanser Berlin in Carl Hanser Verlag GmbH & Co. KG

Seitenzahl

432

Maße (L/B/H)

21,8/15,4/4 cm

Gewicht

604 g

Auflage

1

Übersetzt von

Lena Müller + weitere

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-446-27377-1

Beschreibung

Rezension

„Nicolas Mathieu stellt seine Qualität als Romancier unter Beweis, die hohe Schule des Erzählens. … Vor allem in Passagen, in denen er sich über die Handlung erhebt, das Erzählte auf sein paradigmatisches Potenzial hin befragt, erweist sich Nicolas Mathieu als versierter Erzähler, vielleicht auch schon als Gesellschaftsromancier unserer Tage.“ Hans von Trotha, Deutschlandfunk, 26.01.23
"Ein Roman, der auf so mitreißende, detailreiche Weise ein bitter-süßes Lebensgefühl beschreibt … Nicolas Mathieu überwältigt mit seinem feinen Gespür für die Verästelungen im Gefühlshaushalt der Menschen. ‚Connemara‘ ist ein großer, atmosphärischer Roman über den ängstlichen Kleinbürger in uns allen. … Hervorragend!" Dirk Fuhrig, Deutschlandfunk Kultur, 28.09.22
„‚Connemara‘ erzählt eine Geschichte über das Zittern in der Mitte des Lebens … Wie der Autor das sprachlich inszeniert, ist großes Kino. Stets wehmütig und melancholisch, aber getragen von stillem Witz und feiner Ironie. Er beschreibt perfekt die Gegensätze zwischen der neuen Klasse, die mit Consulting Geld verdient und auf Meetings Champagner trinkt, und jenen aus der Provinz ... Nie wirkt das böse oder geringschätzig. Man spürt die Zuneigung und den Respekt, den Nicolas Mathieu seinen Figuren zollt.“ Christine Westermann, WDR5, 29.10.22
„Mathieu [hat] einen genauen Blick dafür, in welchen Milieus Menschen aufwachsen und welche Folgen dies nach sich zieht. ... Nicolas Mathieus große Stärke besteht darin, soziale Signaturen bloßzulegen ... ‚Connemara‘ zeichnet ein beklemmendes Panorama eines Landes.“ Rainer Moritz, NZZ, 15.11.22
„Wie Houellebecq mit Herz.“ Stern, 15.12.22
„In immenser Dichte der Stimmungen und Details entfaltet sich in ‚Connemara‘ ein gesellschaftliches Panorama des heutigen Bürgertums in der Provinz ... Die analytische Klarheit des Blicks lässt den studierten Soziologen erkennen. Vor allem aber ist Mathieu ein ausgezeichneter Erzähler, seine Figuren haben einen Zug ins Prototypische, ohne klischeehaft zu wirken. Bemerkenswert der Umgang mit Szenen sexueller Intimität. Berührungen, Gefühle, Unsicherheiten.“ Stefan Michalzik, Frankfurter Rundschau, 02.12.22
"Mathieu bestätigt sein Talent als routinierter Erzähler, der an einprägsamen Figuren die Konflikte von heute demonstrieren kann.“ Tilman Krause, Welt am Sonntag, 02.10.22
"Mit soziologisch informiertem Blick das große Ganze, die Gesellschaft im Auge zu behalten … Nicolas Mathieu ist ein Schriftsteller, der sehr vieles, ja fast alles kann: Sex, Landschaft, Dialoge, Innenschau und Totale." Klaus Nüchtern, Falter, 19.10.22
„Zärtlich, süffig, im Abgang brutal bitter.“ Christian Buß, Spiegel online, 14.12.22
"Ein großes Gesellschaftspanorama aus dem französischen Osten" Susanne von Schenck, SR2 Kulturradio, 04.10.22

„Mathieu beherrscht … das Schleifen und Kippen sozialer Hierarchien durch die Zeit. Lesenswert macht den Roman vor allem die Art, wie er an den Biografien seiner Hauptfiguren soziale und gesellschaftliche Bruchlinien offenlegt. ... Mathieu gelingt der Transfer der privaten Lebensgeschichte auf eine universelle Ebene.“ Matthias Zimmermann, Augsburger Allgemeine, 22.05.23
„Nicolas Mathieu erzählt episch, er ist detailverliebt … Die kleinen Unterschiede, die Leben so unterschiedlich machen, das macht er wahnsinnig gut. … Mathieu benutzt nie das Klischee. … ‚Connemara‘ ist wahnsinnig unterhaltsam.“ Jackie Thomae, rbb radioeins, 30.10.22
"[Mathieu] wühlt tief in den Wunden der taumelnden Grande Nation, doch diese geografische Tiefenpsychologie lässt sich auch auf andere Länder übertragen. ... Ein böser, brisanter, illusionsbefreiter, treffsicherer, gewichtiger Roman.“ Bernd Melichar, Kleine Zeitung, 30.09.22
„Nicolas Mathieu schreibt nuanciert über die Schwierigkeit, einen Platz zwischen zwei Welten zu finden. Ein zutiefst melancholisches, bittersüßes Tableau über den Traum von sozialem Aufstieg und Selbstverwirklichung - und über den Abgrund zwischen Kleinbürgertum und gesellschaftlicher Elite.“ Petra Schulte, Emotion, 02.11.22

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

26.09.2022

Verlag

Hanser Berlin in Carl Hanser Verlag GmbH & Co. KG

Seitenzahl

432

Maße (L/B/H)

21,8/15,4/4 cm

Gewicht

604 g

Auflage

1

Übersetzt von

  • Lena Müller
  • André Hansen

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-446-27377-1

Herstelleradresse

Hanser Berlin
Lehrter Str. 57 , Haus
10557 Berlin
Deutschland
Email: info@hanser.de
Url: www.hanser.de
Fax: +49 89 984809

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  • Kaffeeelse

    5/5

    04.04.2023

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Gesellschaftskritik

    5 Sterne für dieses Buch! Schon mit "Rose Royal" hatte mich der französische Autor Nicolas Mathieu begeistert und auch mit "Connemara" schafft Mathieu dies. Hélène und Christophe, eine gemeinsam verbrachte Jugend und ein erneutes Aufeinandertreffen zu späterer Zeit. Die Vergangenheit und Jetzt treffen aufeinander und münden in einer Affäre. Doch dieses Buch auf eine Affäre zu reduzieren wäre unverzeihlich. Denn obwohl diese Affäre in dem Buch einen hohen Stellenwert hat, steht sie doch in meinen Augen nicht zentral. Denn dieses Zentrale in dem Buch ist in meinen Augen eine intensive Abrechnung mit der französischen Gesellschaft. Denn Hélène und Christophe treffen in einer kleinen Stadt im Osten Frankreichs aufeinander, genau die Stadt, in der sie ihre Jugend verbracht haben und genau die Stadt, der Hélène entfliehen konnte. Und damit steht ein Stadt-Landgefälle zentral. Aber nicht nur dies. Nicolas Mathieu lässt Hélène auf ihr Gestern, auf ihren Werdegang und auf ihr Jetzt blicken und darin lässt sich ebenso diese Geschlechterungleichheit erkennen. Ein feministisches Buch eines männlichen Autors. Schon in "Rose Royal" ließ sich diese Kritik an dem Umgang mit der Weiblichkeit in unserer patriarchalen Gesellschaft ablesen und auch in "Connemara" ermöglicht Nicolas Mathieu einen feministischen Blick. Dies ist etwas, was ich sehr schätze. Denn in genau dieser Ungleichheit liegt ein großes Problem in unserer Gesellschaft, ja, auch in unserer Gesellschaft, nicht nur in der französischen Gesellschaft, die der Autor hier schildert. Aber nicht nur dieses Thema steht zentral, sondern ebenso blickt Nicolas Mathieu hier auf unser Wirtschaftsleben, auf die Brutalität in diesem, auf diesen männlichen Krieg in dieser Wirtschaftswelt. Ein Krieg und ein Druck, welcher gefährlich und sezierend in unseren Gesellschaften wirkt, die Schere in unseren Gesellschaften immer weiter auseinanderdriften lässt und schlussendlich die Gefahr des Zusammenbruchs beinhaltet. Denn irgendwann versteht die Wirtschaftswelt/die großstädtische Welt die anderen Bevölkerungsschichten nicht mehr und darin liegt eine beträchtliche Gefahr in meinen Augen. Schon in "Rose Royal" konnte Nicolas Mathieu mit einem wachen und intensiven Blick auf seine Charaktere und auf unsere Gesellschaft punkten. Auch in "Connemara" gelingt ihm dies bravourös und genau deshalb bekommt "Connemara" von mir auch diese 5 Sterne und eine Leseempfehlung.

  • Maria

    aus Stuttgart

    5/5

    11.03.2023

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    "Connemara" von Nicolas…

    "Connemara" von Nicolas Mathieu ist eine moderne Interpretation von Flauberts "Madame Bovary", die sich in einer düsteren, vom Verfall bedrohten Landschaft in der Nähe von Nancy abspielt. In diesem Buch finden wir die Geschichte von Hélène, die fast vierzig ist und sich in einem Architektenhaus niedergelassen hat, nachdem sie Karriere gemacht, geheiratet und zwei Töchter bekommen hat. Sie hat ihr Leben in einer fremden Welt aufgebaut, um ihrem Herkunftsmilieu zu entfliehen. Doch dann trifft sie Christophe wieder, der in der kleinen Stadt in Ostfrankreich geblieben ist, in der sie beide aufgewachsen sind. "Connemara" ist eine Geschichte über die Klassenaufsteiger, ihre tiefen Unsicherheiten und das unbestimmte Gefühl, dass etwas nicht stimmt. Es ist eine Geschichte über das Leben in der modernen Arbeitswelt, wo PowerPoint und Open Space das Leben bestimmen. Es geht auch um das Beben in der Mitte des Lebens und die Sehnsucht, alles von vorne beginnen zu können. Mathieu hat eine großartige Fähigkeit, die Geschichte von Hélène und Christophe zu erzählen und dabei das Politische im Privaten zu verstecken. Die Sprache des Buches ist tiefgründig und poetisch, sie erweckt die Natur und die Landschaft zum Leben und gibt dem Leser das Gefühl, tief in der Geschichte verwurzelt zu sein. Das Buch erinnert stark an "Madame Bovary" und ist eine Hommage an Flauberts Meisterwerk. Die Themen, die Mathieu aufgreift, sind zeitlos und tiefgründig, und er schafft es, sie auf eine Art und Weise zu präsentieren, die den Leser zutiefst berührt. "Connemara" ist eine Liebeserklärung an die klassische Literatur und an die unendliche Komplexität des menschlichen Lebens. Insgesamt ist "Connemara" von Nicolas Mathieu ein großartiges Werk, das einen Platz in der modernen Literatur verdient hat. Die Geschichte ist tiefgründig und berührend, die Sprache ist poetisch und die Themen sind zeitlos. Dieses Buch ist ein Muss für jeden Liebhaber von klassischer Literatur und für jeden, der sich für die unendliche Komplexität des menschlichen Lebens interessiert.

  • Bewertung

    5/5

    13.01.2023

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Ein außerordentliches Buch

    Dieses Buch behandelt die Mitte des Lebens. Es ist lebendig geschrieben, man geht darin völlig auf. Einzigartig ist die Grundstimmung, die lange nachwirkt. Mich beschäftigt das Buch gedanklich immernoch. Der zurückliegende Scherbenhaufen, während man im Leben weiter muss. Und man hat kein großes Interesse mehr am Fortgang, denn was auch immer sich ereignen mag, es ist eigentlich egal. Ich empfehle das Buch sehr.

  • Lena

    aus Schöningen

    5/5

    21.12.2022

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Die Vergangenheit gewinnt schnell die Oberhand, wenn man sie nur lässt.

    Helene ist eine Frau, die laut geltenden Gesellschaftsnormen alles in ihrem Leben erreicht hat. Sie hat eine Familie, Mann und zwei Kinder, einen sicheren Job und ein Haus. Der Treibsand des Lebens hat sie fest im Griff. Aber ist sie glücklich mit diesem Leben, mit der alltäglichen Routine? Oft werden die Gefühle und eigene Wünsche durch die simple Funktionalität verdrängt, so dass nicht mal die Menschen aus der engsten Umgebung von dem wahren Gemütszustand der betroffenen Person etwas mitbekommen. Umso erschreckender ist es für sie, wenn die scheinbar heile Welt zum Bruch geht und nichts ist mehr, wie es war. Christophe, der ehemalige Star der Schule und Helenes Jugendschwarm, lebt immer noch in seinem Geburtsort, hängt mit seinen Kumpels ab und ist ein Wochenendvater. Mit Anfang vierzig ist ihm schmerzlich bewusst, dass das Leben nicht mehr wirklich vor ihm liegt. Beide Protagonisten sind von Spuren und Wunden des Lebens geprägt, als sie sich nach Jahren zufällig begegnen. Wohin führen die erneut entflammten Gefühle sie beide? Was steht für sie auf dem Spiel? Wie weit sind sie bereit zu gehen? In seinem neuen Roman „Connemara“ thematisiert Nicolas Mathieu ein wichtiges gesellschaftliches Problem, welches oft bewusst ignoriert oder gar tabuiert ist. Wir alle haben Verpflichtungen und alltags Routinen, die uns zu verschlingen drohen, und sehen keinen Ausweg aus dem Hamsterrad des Lebens. Man versucht die äußere Fassade aufrecht zu erhalten und innerhalb von der die Gesellschaft akzeptierten Rahmens zu leben. Aber sind wir wirklich glücklich damit? Möchten wir unser kurzes Leben damit verbringen, uns Gedanken über die Meinung der Andren zu machen? Diese Fragen beschäftigen auch Helene und Christophe, die stellvertretend für viele Menschen in ähnlichen Lebenssituationen sich befinden. Auch wenn stellenweise etwas sprunghaft, fand ich die Geschichte sehr interessant und habe das Buch innerhalb von zwei Tagen verschlungen. Das Werk macht einen nachdenklich und regt das Überdenken eigener Prioritäten.

  • Bewertung

    aus Rösrath

    5/5

    16.12.2022

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Mathieu macht den Unterschied

    Mathieu macht den Unterschied! Auch in seinem neuen Roman "Connemara" hat es der französische Autor aus Nancy einmal mehr geschafft, dass ich ein Buch nicht mehr aus den Händen legen wollte. Dies aber weniger, weil er über die gut 400 Seiten hinweg einen fortlaufenden Spannungsbogen kreiiert, sondern vielmehr wegen der Präzision seiner Beschreibungen, wegen seiner sehr direkten und präzisen Sprache. Und weil bei Nicolas Mathieu immer auch alles politisch ist, ist sein Kernthema die Begegnung zweier sozialer Schichten, die sich in Person des ehemaligen Eishockeyspielers Christophe und der erfolgreichen Hélene: Christophe aufgewachsen in einem kleinen Ort, dort verblieben, eher Vertreter der unteren Mittelschicht, ausgestattet mit einem eher klassischen, männlichen Rollenverständnis und Hélene, zwar mit Christophe zur Schule gegangen, aber Karriere gemacht, in die Nähe von Nancy gezogen und in die obere Mittelschicht aufgestiegen. Und es lässt sich schon relativ früh ahnen, dass das, was die beiden anfänglich füreinander attraktiv macht, bereits den Kern das Scheitern enthält. Im Groben teilt sich die Handlung in zwei Zeitebenen, die Jugendjahre und die Zeit der Wiederbegegnung der Erwachsenen, beide beziehungsenttäuscht und (mäßig) auf der Suche, am 'Vorabend' der Wahl des neuen französischen Präsidenten Emmanuell Macron. Zwei Milieus, die sich begegnen, zwei Menschen die zwar neugierig aufeinander sind, den Sex miteinander zelebrieren, am Ende aber in ihrem Liebesversuch wegen zu großer Unterschiede scheitern - eine französische Liebesgeschichte halt! Das Ende der Beziehung kann man wohl kaum besser beschreiben: "Sie wechseln noch ein paar Worte, ein Küsschen, das Gespräch endet, und er tritt aufs Gaspedal, das Herz in Scherben."

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