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Republik der Taubheit

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Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

16.05.2022

Abbildungen

mit schwarzweissen -Abbildungen

Verlag

Carl Hanser

Seitenzahl

104

Maße (L/B/H)

21,4/15,1/1,5 cm

Gewicht

220 g

Farbe

Bordeaux

Auflage

4

Originaltitel

Deaf Republic

Übersetzt von

Anja Kampmann

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-446-27273-6

Beschreibung

Rezension

"Fulminant bringt Ilya Kaminsky Hoffnung, Auflehnung und Ohnmacht in Sprachbilder, die man nicht mehr vergisst.“ Hansruedi Kugler, St. Galler Tagblatt, 13.06.2022
"Wenn man ‚Republik der Taubheit‘ liest, am besten laut, wird man hineingezogen in einen Klangraum, in dem das Staunen, die Wut und die Trauer sich mehrdimensional entfalten […] ‚Republik der Taubheit‘ gilt einer universellen Menschlichkeit." Cornelia Geißler, Berliner Zeitung, 30.05.2022
"Ein derart wirkungsmächtiges politisches Gedicht ist schon lange nicht mehr geschrieben worden. [...] Es scheint, als sei plötzlich die poetische Zentralchiffre für die Auseinandersetzung mit dem Krieg in der Ukraine gefunden." Michael Braun, Tagesspiegel, 24.05.2022
"Ilya Kaminsky findet starke Bilder für unaussprechliche Grausamkeit wie auch für kleines Glück. Seine Sprache mäandert zwischen kritischer Distanz und schuldbehafteter Ambivalenz, mit der er als Ausgewanderter auf seine Heimat im Krieg blickt." Miriam Zeh, Deutschlandfunk Kultur Lesart, 23.05.2022
„Doch was ist ein Mann, eine Frau, ein Kind, was ist Leben im Krieg? ‚Die Stille zwischen zwei Bombardements.‘ Der Krieg vernichtet die Menschen, er vernichtet das Menschliche: Das – und das im Grunde Unbegreifliche daran – macht Kaminskys lyrisches Erzählen einem bis ins Mark spürbar.“ Anne-Catherine Simon, Die Presse, 21.05.2022

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Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

16.05.2022

Abbildungen

mit schwarzweissen -Abbildungen

Verlag

Carl Hanser

Seitenzahl

104

Maße (L/B/H)

21,4/15,1/1,5 cm

Gewicht

220 g

Farbe

Bordeaux

Auflage

4

Originaltitel

Deaf Republic

Übersetzt von

Anja Kampmann

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-446-27273-6

Herstelleradresse

Carl Hanser Verlag
Vilshofener Straße 10
81679 München
DE

Email: info@hanser.de

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Niemand kann euch hören!

ausgebucht.blog am 28.05.2022

Bewertungsnummer: 1720198

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

"Republik der Taubheit" handelt von Vasenka, einem nicht näher verorteten Dorf unter feindlicher Besatzung. Und doch geht es den Menschen gut, sie waren doch glücklich, trotz Krieg. Da wird auf offener Straße ein gehörloser Junge erschossen. Die Bewohner leisten Widerstand, indem sie den Soldaten nicht mehr zuhören. Es kommt zu Verhaftungen und Misshandlungen, weitere Menschen sterben, aber sie stellen sich gemeinsam taub. Wenn es auch nicht vom Krieg in der Ukraine erzählt, die Tatsache, dass Ilya Kaminsky aus Odessa stammt, was damals zur Sowjetunion gehörte, lässt das 2019 in den USA veröffentlichte Buch fast prophetisch erscheinen und macht es so aktuell wie zeitlos. Die Veröffentlichung des nur 100 Seiten schmalen Buches wurde aufgrund des Weltgeschehens vorverlegt. So wurde ich in einer Mail an unsere Buchhandlung überhaupt erst darauf aufmerksam und hatte so ein besonderes Gefühl. Ich habe mich nicht geirrt und bin tief beeindruckt. Das Buch ist erschütternd, durch den Inhalt, ja, aber vielmehr durch die Sprache. Geschrieben als eine Art Theaterstück ist es die ganz besondere Ausdrucksweise Ilya Kaminskys, dessen Gehör großen Schaden nahm, als er mit 4 Jahren an Mumps erkrankte und dies zu spät vom Kinderarzt erkannt wurde. Sie ist so einzigartig melodisch, der Begriff LYRIK beschreibt die schlichte Bildhaftigkeit einfach nicht ausreichend. Die Übersetzung von Anja Kampmann ist hervorragend gelungen. Den Kapiteln angehängt sind Abbildungen verschiedener Gebärden, die eine Einheit mit der Handlung bilden. In dieser poetischen Parabel geht es um Wut, Hass und Liebe. Ich lese diese Art Bücher nicht gerne und bin wirklich sehr froh, dass ich es aus einer Intuition heraus doch getan habe. Es ist großartig, ich lege ich euch sehr ans Herz.

Niemand kann euch hören!

ausgebucht.blog am 28.05.2022
Bewertungsnummer: 1720198
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

"Republik der Taubheit" handelt von Vasenka, einem nicht näher verorteten Dorf unter feindlicher Besatzung. Und doch geht es den Menschen gut, sie waren doch glücklich, trotz Krieg. Da wird auf offener Straße ein gehörloser Junge erschossen. Die Bewohner leisten Widerstand, indem sie den Soldaten nicht mehr zuhören. Es kommt zu Verhaftungen und Misshandlungen, weitere Menschen sterben, aber sie stellen sich gemeinsam taub. Wenn es auch nicht vom Krieg in der Ukraine erzählt, die Tatsache, dass Ilya Kaminsky aus Odessa stammt, was damals zur Sowjetunion gehörte, lässt das 2019 in den USA veröffentlichte Buch fast prophetisch erscheinen und macht es so aktuell wie zeitlos. Die Veröffentlichung des nur 100 Seiten schmalen Buches wurde aufgrund des Weltgeschehens vorverlegt. So wurde ich in einer Mail an unsere Buchhandlung überhaupt erst darauf aufmerksam und hatte so ein besonderes Gefühl. Ich habe mich nicht geirrt und bin tief beeindruckt. Das Buch ist erschütternd, durch den Inhalt, ja, aber vielmehr durch die Sprache. Geschrieben als eine Art Theaterstück ist es die ganz besondere Ausdrucksweise Ilya Kaminskys, dessen Gehör großen Schaden nahm, als er mit 4 Jahren an Mumps erkrankte und dies zu spät vom Kinderarzt erkannt wurde. Sie ist so einzigartig melodisch, der Begriff LYRIK beschreibt die schlichte Bildhaftigkeit einfach nicht ausreichend. Die Übersetzung von Anja Kampmann ist hervorragend gelungen. Den Kapiteln angehängt sind Abbildungen verschiedener Gebärden, die eine Einheit mit der Handlung bilden. In dieser poetischen Parabel geht es um Wut, Hass und Liebe. Ich lese diese Art Bücher nicht gerne und bin wirklich sehr froh, dass ich es aus einer Intuition heraus doch getan habe. Es ist großartig, ich lege ich euch sehr ans Herz.

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