Produktbild: Atlas der Unordnung

Atlas der Unordnung 60 Karten über sichtbare, unsichtbare und sonderbare Grenzen

67

22,99 €

inkl. gesetzl. MwSt.

Beschreibung

Produktdetails

Format

PDF

Kopierschutz

Nein

Family Sharing

Ja

Text-to-Speech

Nein

Erscheinungsdatum

30.03.2022

Verlag

Herder eBooks

Seitenzahl

176 (Printausgabe)

Dateigröße

33563 KB

Auflage

1. Auflage

Übersetzt von

Birgit Lamerz-Beckschäfer

Sprache

Deutsch

EAN

9783806245004

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PDF

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Barrierefreiheit

  • keine Information zur Barrierefreiheit bekannt

Erscheinungsdatum

30.03.2022

Verlag

Herder eBooks

Seitenzahl

176 (Printausgabe)

Dateigröße

33563 KB

Auflage

1. Auflage

Übersetzt von

Birgit Lamerz-Beckschäfer

Sprache

Deutsch

EAN

9783806245004

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  • Bewertung

    5/5

    27.08.2022

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Wie die Grenzen in die Welt kamen und was dies heutzutage bedeutet

    Der Titel des Buches "Atlas der Unordnung" hat mich erst an an Ursus Wehrli und seine Kunst vom Aufräumen erinnert. Der Untertitel macht dann aber deutlich worum es hier geht: ein Atlas zu den Grenzen der Welt, mit Karten zu Grenzen. Dies hat mich dann doch direkt an meine Schulzeit und die Atlanten zu politischen Grenzen erinnert. Und ein bisschen so ist das Buch dann auch. Jedoch sind die Karten expliziter heraus gegriffen, werden von zeitgenössischen Gegebenheiten, Zitaten berühmter Persönlichkeiten aus Politik und Literatur umrahmt und in einen historischen Kontext gesetzt. Somit defintiv spannender und einfach deutlich zeitgenössischer :-) Sehr gut haben wir die verschiedenen Definitionen von Grenzen, wie natürliche Grenze, astronomische Grenze, Kulturgrenze und deren Entstehung, sowie deren Problematik gefallen. Auch die grobe Gliederung des Buches in die verschiedenen Formen von Grenzen: Vermächtnisse, Meere, Mauern und spezielle Grenzen ist spannend. Welche geopolitische Haltung das Buch verfolgt, konnte ich noch nicht ganz erfassen. Es versucht sehr ausgleichend und verständnisvoll für verschiedene Ansichten zu sein. Besonders charmant fand ich die Erklärung der 32 Grenzen Frankreichs: witzig, erstaunlich und doch auch bizarr!

  • LeSEEgenuss / Lesendundspielenddurchleben)

    aus Velden

    5/5

    28.06.2022

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Sehr informativ

    Das Buch hat mich mit seinem Cover sehr angesprochen. Das Cover trifft genau die Absicht des Buches und eröffnet schon, um was es gehen soll. Auch der Untertitel gibt Aufschluss: 60 Karten über sichtbare, unsichtbare und sonderbare Grenzen. Allein die Zitate zum Thema Grenzen haben mich in den Bann gezogen, haben mich teils verstört und verärgert. Jedenfalls wirklich eine gelungene Zusammenstellung. Im Inhaltsverzeichnis sieht man schon, wie das Buch aufgebaut ist. Grenzen und Vermächtnisse, Meere und Grenzen, Mauern und Migration und Spezielle Grenzen sind die Überschriften, die das Inhaltsverzeichnis strukturieren und dem Buch sein Skelett geben. So kam es bei mir auch, dass die ersten Übersichtskarten bekannter waren vom Inhalt, es dann aber immer wieder ganz neue und unbekannte Gebiete gab, wo ich mich noch so gar nicht ausgekannt habe. Auch sehr aktuelle Konflikte werden einbezogen und auch Faktenchecks gemacht, etwa bei Trumps Ankündigung der Mauer und dem tatsächlichen Mauerbau. Das Buch war sehr informativ und hat mich zum Schmöckern eingeladen. Vieles war bekannt, aber auch sehr vieles neu. Kuriositäten haben mich besonders in den Bann gezogen. Mit dem Buch wurde mir wieder so bewusst, wie sehr Grenzen willentlich gezogen werden, Fakten zu schaffen versuchen und sich ändern. Ich fand das Buch dementsprechend spannend und mit den Karten auch gut aufgearbeitet.

  • MoMe

    5/5

    21.06.2022

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Ein Atlas der besonderen Art

    Ob bewusst oder unbewusst, täglich begegnen uns Grenzen. Sie stehen seit vielen Jahren wieder vermehrt im Fokus der Geopolitik. Wir lesen und hören ständig von ihnen. Seien es Migrations- und Flüchtlingsströme, Nahostkriege, Pandemien oder Eurokrise, ständig füllen Grenzen die Schlagzeilen. Gerade durch den aktuellen Krieg war mein Wunsch relativ groß dieses Thema besser zu verstehen. Daher war ich ganz begeistert, dass „Atlas der Unordnung“ nun auch auf Deutsch erhältlich ist, während die französische Originalausgabe schon 2016 erschien und 2021 überarbeitet wurde. „Atlas der Unordnung“ ist optisch schon ein tolles Buch. Das gebundene Werk ist hochwertig verarbeitet, ebenso die vielen Karten, die unterstützt durch Schaubilder und Info-Grafiken einen tieferen Blick in ein sehr vielschichtiges Thema gewähren. Das Cover mag ich sehr, denn es vermittelt dem Betrachtenden gleich zu Beginn einen kurzen Eindruck, wie skurril Grenzen sein können und wie komplex vor allen Dingen. In das Sachbuch bin ich sehr leicht eingestiegen und fand gleich auf der ersten Seite sehr erschreckend, wie gut Lord Curzon of Kedestons Einschätzung zu Grenzen und deren Notwendigkeit schon zu Beginn des 20. Jahrhunderts waren. Sie sind so präzise formuliert, dass sie noch immer aktuell sind. Auch die nachfolgende Zitatensammlung verschiedenster Personen des öffentlichen Lebens, hauptsächlich Politikern, zum Thema Grenzen lässt bei manchem tiefblicken. Die Einleitung sorgte ebenfalls dafür, dass ich problemlos in den „Atlas der Unordnung“ hineinkam, denn zuerst wurde erklärt, was eine Grenze überhaupt ist und welche Gegebenheiten dazu führt, dass sie entstehen kann. Sehr gut fand ich zudem, dass sofort Begriffe wie Annexion und Expansion erklärt wurden, was im Zusammenhang mit Grenzen extrem wichtig zu wissen ist. Ziemlich erschrocken hatte mich auch, dass nur rund 50 Staatsgrenzen durch friedliche Abspaltung entstanden. Die restlichen Grenzen wurden kriegerisch erwirkt. Das Hauptthema von „Atlas der Unordnung“ sind geografische Land- und Seegrenzen zwischen den jeweiligen Staaten. Wie es sich für einen Atlas gehört werden hier selbstverständlich alle Regionen der Welt abgedeckt. Auch die Unterteilung des Buches in fünf Kernthemen war übersichtlich und gelungen. In jedem Abschnitt gibt es erst mal einen einleitenden Sachtext zum jeweiligen Kernthema, anschließend folgt das Anschauungsmaterial in Form von Land- und / oder Meereskarten sowie Infografiken. Durch die Fallbeispiele wird verständlich visualisiert, worum es im Detail geht. Außerdem wurden mir die verschiedensten Grenztypen erklärt und grafisch verständlich aufbereitet, so wie deren Vor- und Nachteile aufgeführt. So gab es schlüssige Erklärungen weshalb auch natürliche Grenzen (u. a. Flüsse, Meere, Berge, Wüste) ebenfalls Konfliktbeladen sind und bei näherer Betrachtung gar nicht so natürlich sind. Immerhin werden Grenzen ausschließlich von Menschen definiert. „Atlas der Unordnung“ bietet wirklich ein breites Spektrum an Wissen und ich kam bei vielem kaum aus dem Staunen heraus. So war die Erkenntnis für mich sehr faszinierend, dass Grenzen, wie wir sie heute definieren, sich erst ab dem 17. Jahrhundert herausbildeten. Davor waren Grenzen oftmals keine konkreten Linien. Oder das Frankreichs Grenzen noch immer in Bewegung sind. So wächst Frankreichs Meereshoheitsgebiet noch immer beständig. Sehr spannend war für mich ebenfalls das Thema Mauern und Migration. Welche Gründe gab es damals Mauern, Zäune, etc. zu errichten und welchem Zweck dienen sie heute. Ebenso wird auf das Thema Migration aus mehreren Gesichtspunkten eingegangen, was ich sehr interessant und informativ empfand. Faszinierend war für mich auch die Datumsgrenze. Schon skurril, dass wir auf unserem Planeten mal einen ganzen Tag zurück oder vorweg leben können, je nachdem auf welchem Flecken wir uns befinden. Besonders aufmerksam gelesen habe ich das letzte Kapitel – umstrittene Grenzen. Sie brachten mir nicht nur das aktuelle Zeitgeschehen und den Kampf um Staatenerweiterung näher, sondern auch, warum auch die Konflikte in und um Jerusalem so stark schwelen. „Atlas der Unordnung“ ist sehr nützlich für das Verständnis der Geopolitik und präsentiert sich mit seinen vielen Karten und Infografiken für eine breite Leserschaft. Mit seinem Inhalt, der auf dem neuesten Stand ist, finden hier Jung und Alt alle möglichen Antworten auf interessante Fragen. Fazit: „Atlas der Unordnung“ ist ein besonderes Buch, welches mithilfe von Detailkarten anschaulich alle Regionen der Welt abdeckt und alle Grenzfragen behandelt, die es gibt.

  • Jashrin

    aus Baesweiler

    5/5

    30.05.2022

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Spannend, informativ, aktuell

    „Grenzen sind überall.“ (Henri Dorion, S.4) Ich weiß zwar nicht, in welchem Zusammenhang der Kanadier Henri Dorion diese Aussage tätigte, doch auch losgelöst aus jeglichem Kontext, ist seine Aussage zutreffend. Es gibt Stadtgrenzen und Staatsgerenzen, Grenzen im Denken, eine Datumsgrenze, fest umrissene Kutlurkreise und vieles mehr. Nicht umsonst gibt es zahlreiche Redewendungen und mehr oder wenige schlaue Zitate zum Thema. Wer hat noch nie eine Grenze überschritten oder die Grenzen des Zumutbaren ausgelotet? Doch was sind Grenzen überhaupt? Wo kommen sie her? Wer hat sie gemacht? Mit Hilfe von 60 Karten spürt der „Atlas der Unordnung“ in fünf Themenkomplexen ganz unterschiedlichen Grenzen nach. Jedes Kapitel beginnt mit einer kurzen Einleitung, gerade lang genug, um die wesentlichen Aspekte darzustellen. So entsteht eine ausgewogene Mischung zwischen Kartenanteil und Text. Wer gerne tiefergehende Informationen hätte, der erhält genügend Anhaltspunkte, die helfen, dem ein oder anderen genauer nachzuspüren. Auch wenn das Buch thematisch gegliedert ist, habe ich zunächst einmal kreuz und quer gestöbert, und dabei gelernt, welches die älteste Grenze ist (die um Andorra, 1278, S122), dass der Fluss, der die Grenze zwischen Deutschland und Luxemburg bildet, im geteilten Gemeineigentum beider Staaten steht (S.60) und dass es weit mehr hohe Mauern gibt, als mir bewusst war. Das Autorenteam zeigt uns die historischen Entwicklungen unserer heutigen Grenzen und geht dabei sowohl auf ältere als auch ganz aktuelle Grenzkonflikte ein. Es geht ebenso um die Grenzen des ehemaligen Jugoslawiens wie um Bergkarabach oder die Grenze zwischen der Ukraine und Russland. Für mich waren die Abschnitte über kulturelle Grenzen besonders interessant, denn sie existieren außerhalb der politischen Grenzen und sind oftmals nicht ganz so einfach zu umreißen. Doch letztlich hatte jede einzelne Seite des Buches viele Details zu bieten und hat so entweder mein bisheriges Wissen vertieft oder neue Aspekte hinzugefügt. Mein Fazit: Die Journalistin und Geografin Delphin Papin hat gemeinsam mit dem Politikwissenschaftler Bruno Tertrais ein spannendes Buch geschrieben, das (zumindest für mich) sowohl sehr informativ als auch äußerst faszinierend ist. Für mich eine klare Leseempfehlung für alle, die das Thema auch nur ein bisschen interessiert.

  • Bewertung

    aus Leipzig

    5/5

    25.05.2022

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Gute Zäune machen gute Nachbarn

    Gute Zäune machen gute Nachbarn Was gibt es nicht alles für Bücher über Länder, Grenzen und was alles damit zusammenhängt. Vom klassischen Atlas bis zu Erläuterungen von Veränderungen in der Geschichte. Auch hier handelt es sich um ein erklärendes Buch rund um Grenzen. Es ist unterteilt in 5 große Kapitel wie "Meere und Grenzen" oder "Umstrittene Grenzen". Jeder kennt sie und doch sind sie immer wieder Anlass für Kriege - Grenzen. Wem gehört dieses Land. Geht es wirklich nur um das Land an sich oder um die dort vorhandenen Rohstoffe, mit denen wiederum gehandelt werden kann. Wo genau laufen Grenzen im Wasser und warum gibt es eigentlich an manchen Orten völlig unterschiedliche Datumsgrenzen? All diese Fragen (und natürlich noch mehr) versucht das Buch zu beantworten. Neben den über 60 großen und schön illustrierten Abbildungen gibt es ausführliche und spannende Erläuterungen. Natürlich muss man damit rechnen, dass in 10, 20 Jahren Informationen veraltet sind, da sich die Welt und alles darin stetig verändert. Doch für einen aktuellen Umriss finde ich das Buch wirklich informativ und habe so einiges neues gelernt. Zumal es eben nicht nur um reine Landesgrenzen, sondern um so viel mehr geht, was Menschen damit greifbar machen wollen.

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