1876. Friedrich Nietzsche, mit Anfang dreißig, von wiederkehrenden Migräneattacken und einem Augenleiden geplagt und seiner Professur an der Universität Basel überdrüssig, erhält eine Einladung der Schriftstellerin Malwida von Meysenbug nach Italien. Dort soll er seine Gesundheit wiederherstellen, an neuen Werken arbeiten und mit ihr die Gründung einer freien Akademie für »junge Geister« vorantreiben. Voller Hoffnung auf die heilende Wirkung des Südens macht Nietzsche sich in Begleitung des Philosophen Paul Rée und des Studenten Albert Brenner auf den Weg nach Sorrent. Nach einer schicksalhaften Begegnung mit dem ebenfalls am Golf von Neapel weilenden Richard Wagner scheinen sich alle Erwartungen zu erfüllen, doch dann droht der Aufenthalt zum Fiasko zu werden.
Kundinnen und Kunden meinen
4.8/5.0
Bewertung
5/5
17.08.2022
Buch (Gebundene Ausgabe)
Ein kleiner Zirkel großer Denker unter der Sonne Italiens.
Welch glückliches Zusammentreffen zweier Interessen: Malwida von Meysenbug, Schriftstellerin und adlige Kunst-Mäzenin, sehnt sich nach Gesellschaft und geistigem Austausch. Friedrich Nietzsche, geplagt von heftigen Migräne-Attacken und seiner Professur an der Universität Basel überdrüssig, möchte dem grauen, kalten Winter in Deutschland entfliehen. Und somit folgt er gemeinsam mit seinem Studenten Albert Brenner und dem Philosophen Paul Rée nur zu gern der Einladung der 60-jährigen Malwida nach Italien.
Diese genießt das Zusammensein mit ihren "Söhnen", wie sie die drei heimlich nennt. Man lebt in einer Villa am Meer, macht Ausflüge nach Neapel und Capri, philosophiert abends am Kaminfeuer und träumt von der Gründung einer Akademie für philosophische Freigeister.
Liebe LeserInnen, machen Sie einen Ausflug in die Philosophiegeschichte, die es in sich hat. Zunächst flirrt alles vor Aufbruchsstimmung. Und dann: Die bittere Erkenntnis, dass das Leben anderes mit ihnen vorhat, denn auch in Sorrent wird der Winter feucht und kalt.
Dieses Buch ist alles andere als ein "zufälliges Nebeneinander von Dingen und Zuständen", wie Friedrich Nietzsche mal gesagt hat.
Kristall86
aus an der Nordseeküste
5/5
26.06.2022
Buch (Gebundene Ausgabe)
Lesetipp!
Klappentext:
„1876. Friedrich Nietzsche, mit Anfang dreißig von wiederkehrenden Migräneattacken und einem Augenleiden geplagt und seiner Professur an der Universität Basel überdrüssig, erhält eine Einladung der Schriftstellerin Malwida von Meysenbug nach Italien. Dort soll er seine Gesundheit wiederherstellen, an neuen Werken arbeiten und mit ihr die Gründung einer freien Akademie für »junge Geister« vorantreiben. Voller Hoffnung auf die heilende Wirkung des Südens macht Nietzsche sich in Begleitung des Philosophen Paul Rée und des Studenten Albert Brenner auf den Weg nach Sorrent. Nach einer schicksalhaften Begegnung mit dem ebenfalls am Golf von Neapel weilenden Richard Wagner scheinen sich alle Erwartungen zu erfüllen, doch dann droht der Aufenthalt zum Fiasko zu werden.“
„Tage in Sorrent“ stammt aus der Feder von Andrea und Dirk Liesemer. Ein wahrlich besonderes Buch mit enorm viel Tiefgang, einem starken Nachhall, einem immer-währenden Kopfkino beim lesen, vielen Fragen die man sich als Leser stellt und genau so viele Antworten erhält - manchmal aber erst später im Leben. Das hier Nietzsches Geschichte erzählt wurde war mehr als perfekt. Man muss Nietzsche in wenig kennen um dies zu verstehen aber dies ist in der heutigen Zeit schnell geschehen. Der flüssige Schreibstil lässt einen nur so durch die Geschichte tauchen. Man atmet die Luft in Sorrent förmlich ein und hat das Gefühl selbst dort zu sein. Ein gewisser Lesesog bleibt hier nicht aus! Selbstredend wartet man auf das angedeutete Fiasko aus dem Klappentext - lassen Sie sich überraschen! Ebenfalls anzumerken: wir lernen nicht nur die „Hauptdarsteller“ besser kennen sondern auch die Umgebung, den Ort selbst und erfahren dadurch ein wenig Urlaubsfeeling. Die Wortwahl ist hier zeitgenössisch und bringt dadurch die Geschichte noch intensiver dem Leser näher. Tauchen Sie ein mit Nietzsche und Co. ins schöne Sorrent und lassen Sie mal ihren Gedanken freien Lauf!
5 von 5 Sterne
Kristall86
aus an der Nordsee
5/5
26.06.2022
Buch (Gebundene Ausgabe)
„Tage in Sorrent“ stammt aus…
„Tage in Sorrent“ stammt aus der Feder von Andrea und Dirk Liesemer. Ein wahrlich besonderes Buch mit enorm viel Tiefgang, einem starken Nachhall, einem immer-währenden Kopfkino beim lesen, vielen Fragen die man sich als Leser stellt und genau so viele Antworten erhält - manchmal aber erst später im Leben. Das hier Nietzsches Geschichte erzählt wurde war mehr als perfekt. Man muss Nietzsche in wenig kennen um dies zu verstehen aber dies ist in der heutigen Zeit schnell geschehen. Der flüssige Schreibstil lässt einen nur so durch die Geschichte tauchen. Man atmet die Luft in Sorrent förmlich ein und hat das Gefühl selbst dort zu sein. Ein gewisser Lesesog bleibt hier nicht aus! Selbstredend wartet man auf das angedeutete Fiasko aus dem Klappentext - lassen Sie sich überraschen! Ebenfalls anzumerken: wir lernen nicht nur die „Hauptdarsteller“ besser kennen sondern auch die Umgebung, den Ort selbst und erfahren dadurch ein wenig Urlaubsfeeling. Die Wortwahl ist hier zeitgenössisch und bringt dadurch die Geschichte noch intensiver dem Leser näher. Tauchen Sie ein mit Nietzsche und Co. ins schöne Sorrent und lassen Sie mal ihren Gedanken freien Lauf! 5 von 5 Sterne
Bewertung
5/5
21.03.2022
Buch (Gebundene Ausgabe)
Eine Reise nach Italien
Dieser hübsche Roman beschreibt eine Reise des 32jährigen Friedrich Nietzsche an die italienische Küste. Er und seine Begleiter geniessen die Schönheit der Landschaft, die Wärme und das berühmte Licht. Sie treffen nicht nur Richard Wagner (mit dem es einen Disput gibt) sondern auch andere interessante Reisende. Nietzsche leidet immer wieder an schweren Krankheitsschüben aber noch kann er vieles geniessen und auch Schreiben. Ein feines Buch zum gedanklichen Mitreisen und Nachdenken.
Bewertung
5/5
14.03.2022
Buch (Gebundene Ausgabe)
Ein anderer Blick auf Nietzsche
Dieses berührende Buch habe ich in einem Zug durchgelesen. Es geht darin nicht nur um Nietzsche, sondern auch um den Philosophen Paul Rée, den Studenten Albert Brenner und vor allem die emanzipierte Intellektuelle Malwida von Meysenbug. Sie alle wollen ein Jahr zusammen in Sorrent verbringen, wollen gesunden oder zumindest Abstand gewinnen, sie träumen von einer griechischen Akademie und müssen am Ende doch einsehen, dass sie ihre Hoffnungen auf ein neues Leben im Süden begraben müssen. Denn ihre Probleme und Krankheiten sind einfach zu groß. Wie man dann aber mit dem eigenen Scheitern umgeht - und jeder der vier findet eigene Antwort darauf -, das macht dieses Buch so spannend.
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