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Produktbild: Die Wütenden

Die Wütenden Warum wir im Umgang mit dschihadistischem Terror radikal umdenken müssen

1

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inkl. gesetzl. MwSt.

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Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB 3

Kopierschutz

Nein

Family Sharing

Ja

Text-to-Speech

Ja

Erscheinungsdatum

21.02.2022

Verlag

Westend Verlag

Seitenzahl

240 (Printausgabe)

Dateigröße

5965 KB

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

EAN

9783864898594

Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB 3

eBooks im ePUB 3-Format erlauben eine dynamische Anpassung des Inhalts an die jeweilige Display-Größe des Lesegeräts. Das Format eignet sich daher besonders für das Lesen auf mobilen Geräten, wie z.B. Ihrem tolino, Tablets oder Smartphones.

Kopierschutz

Nein

Dieses eBook können Sie uneingeschränkt auf allen Geräten der tolino Familie, allen sonstigen eReadern und am PC lesen. Das eBook ist nicht kopiergeschützt und kann ein personalisiertes Wasserzeichen enthalten. Weitere Hinweise zum Lesen von eBooks mit einem personalisierten Wasserzeichen finden Sie unter Hilfe/Downloads.

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Mit Family Sharing können Sie eBooks innerhalb Ihrer Familie (max. sechs Mitglieder im gleichen Haushalt) teilen. Sie entscheiden selbst, welches Buch Sie mit welchem Familienmitglied teilen möchten. Auch das parallele Lesen durch verschiedene Familienmitglieder ist durch Family Sharing möglich. Um eBooks zu teilen oder geteilt zu bekommen, muss jedes Familienmitglied ein Konto bei Thalia oder einem anderen tolino-Buchhändler haben. Weitere Informationen finden Sie unter Hilfe/Family-Sharing.

Text-to-Speech

Ja

Bedeutet Ihnen Stimme mehr als Text? Mit der Funktion Text-to-Speech können Sie sich im tolino webReader und in der aktuellen Thalia – Lesen & Hören App das eBook vorlesen lassen. Weitere Informationen finden Sie unter Hilfe/Text-to-Speech.

Barrierefreiheit

  • keine Information zur Barrierefreiheit bekannt

Erscheinungsdatum

21.02.2022

Verlag

Westend Verlag

Seitenzahl

240 (Printausgabe)

Dateigröße

5965 KB

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

EAN

9783864898594

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Regt zum Nachdenken an

Gertie G. aus Wien am 09.04.2022

Bewertungsnummer: 1692287

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

„Ich weiß, dass es falsch ist, aber ich muss immer noch an den Dschihad denken.“ Fabian Reicher ist Sozialarbeiter und Streetworker und hat mit Unterstützung der Journalistin und Gerichtsreporterin Anja Melzer dieses interessante Buch geschrieben. Das Buch berichtet sehr persönlich über seine Erfahrungen mit radikalisierten Jugendlichen. Anhand von fünf Biografien stellt Reicher seinen Zugange und seine Arbeit vor. Dabei werden bisherige Deradikalisierungsprogramme, die häufig nur das Symptom behandeln, kritisch hinterfragt. Was steckt hinter diesem schleichenden Radikalisierungsprozess, den vor allem männliche Jugendliche zwischen 13 und 19 Jahren durchlaufen? Fabian Reicher gibt zu, dass er und sein Team zu Beginn ihrer Tätigkeit als Streetworker überfordert waren. Er hat sich Hilfe von Experten wie Andreas Peham vom Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstands und Politikwissenschaftler Thomas Schmidinger geholt. Immer wieder betont Fabian Reicher, dass es notwendig ist, den radikalisierten Jugendlichen das Gemeinsame statt des Trennenden vor Augen zu führen. Also einen „Common Ground“ anzubieten, der in einen „Window of Opportunity“, in einen Zeitpunkt der Veränderung, mündet. Fabian Reicher ortet bei vielen der Jugendlichen ein stark ausgeprägtes Ungerechtigkeitsempfinden (das wir Erwachsene im Laufe der Zeit verloren haben), das von der Propaganda des IS ausgenützt wird, um die Jugendliche zu manipulieren. „Es gibt ein großes Missverständnis in der Diskussion über die De-Radikalisierung von Jugendlichen. Es reicht nicht, ausschließlich auf der Ebene des Verstandes anzusetzen, denn in dem Prozess, der gemeinhin als Radikalisierung bezeichnet wird, ist vor allem die Ebene der Emotionen entscheidend. Und niemand wusste das besser als der sogenannte Islamische Staat. Die Propagandavideos hatten sich verändert. Das Kalifat war verbrannt, daher spielten sie ihre letzte und beste Karte aus. Sie setzten auf ein dunkles, kaum kontrollierbares Verlangen, das jeden heimsuchen kann: Rache.“ Fabian Reicher verhehlt nicht, dass der Weg extrem mühsam ist. Denn er kämpft nicht gegen die Gespenster des Radikalismus, sondern auch gegen die Trägheit der Politik. Für langfristige Projekte fehlt das Geld, falsch - es wird nur nicht bereitgestellt, weil die Politik nur an schnellen (oft kurzsichtigen) Lösungen interessiert ist. Eine Erkenntnis ist, dass der Prozess, durch den Jugendliche radikalisiert werden, nicht von außen „repariert“ werden kann. Die jungen Menschen müssen, wie Reicher sagt, „sich selbst rausholen“, er könne das nicht, allerdings durfte er sie auf diesem ihren Weg begleiten. Als gutes Beispiel des Umgangs auf Augenhöhe nennt der Autor jene Rede des damaligen Innenministers Karl Nehammer, in der er jene Männer mit Wurzeln aus der Türkei bzw. Palästina, die beim Terrorüberfall in Wien im November 2020 Verletzte aus der Gefahrenzone in Sicherheit gebracht haben, öffentlich gelobt hat. Leider war das wenig nachhaltig, denn wenig später ist das „Anti-Terror-Maßnahmenpaket“ in der Regierung beschlossen worden. Meine Meinung: Durch die „Ich-Form“ als Erzählweise sind wir Leser ziemlich nahe an den Erlebnissen des Autors bzw. an den Jugendlichen dran. Wir lesen Auszüge aus Chats und dürfen an ihren Gedanken teilhaben. Manches habe ich noch nie aus dieser (deren) Sicht betrachtet. Die Illustrationen passen sehr gut zum Inhalt und wirken empathisch. Was ist aus den fünf Männern geworden, die hier im Buch zu Wort kommen? Einer ist tot, einer wurde abgeschoben, zwei verbüßen eine Gefängnisstrafe und werden danach abgeschoben und einer schreibt an einem Buch über seine Erfahrungen, das demnächst erscheinen wird. Fazit: Das Buch eignet sich sowohl für Einsteiger als auch für Erfahrene im Umgang mit diesem schwierigen Thema. Gerne gebe ich hier 5 Sterne.

Regt zum Nachdenken an

Gertie G. aus Wien am 09.04.2022
Bewertungsnummer: 1692287
Bewertet: Buch (Taschenbuch)

„Ich weiß, dass es falsch ist, aber ich muss immer noch an den Dschihad denken.“ Fabian Reicher ist Sozialarbeiter und Streetworker und hat mit Unterstützung der Journalistin und Gerichtsreporterin Anja Melzer dieses interessante Buch geschrieben. Das Buch berichtet sehr persönlich über seine Erfahrungen mit radikalisierten Jugendlichen. Anhand von fünf Biografien stellt Reicher seinen Zugange und seine Arbeit vor. Dabei werden bisherige Deradikalisierungsprogramme, die häufig nur das Symptom behandeln, kritisch hinterfragt. Was steckt hinter diesem schleichenden Radikalisierungsprozess, den vor allem männliche Jugendliche zwischen 13 und 19 Jahren durchlaufen? Fabian Reicher gibt zu, dass er und sein Team zu Beginn ihrer Tätigkeit als Streetworker überfordert waren. Er hat sich Hilfe von Experten wie Andreas Peham vom Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstands und Politikwissenschaftler Thomas Schmidinger geholt. Immer wieder betont Fabian Reicher, dass es notwendig ist, den radikalisierten Jugendlichen das Gemeinsame statt des Trennenden vor Augen zu führen. Also einen „Common Ground“ anzubieten, der in einen „Window of Opportunity“, in einen Zeitpunkt der Veränderung, mündet. Fabian Reicher ortet bei vielen der Jugendlichen ein stark ausgeprägtes Ungerechtigkeitsempfinden (das wir Erwachsene im Laufe der Zeit verloren haben), das von der Propaganda des IS ausgenützt wird, um die Jugendliche zu manipulieren. „Es gibt ein großes Missverständnis in der Diskussion über die De-Radikalisierung von Jugendlichen. Es reicht nicht, ausschließlich auf der Ebene des Verstandes anzusetzen, denn in dem Prozess, der gemeinhin als Radikalisierung bezeichnet wird, ist vor allem die Ebene der Emotionen entscheidend. Und niemand wusste das besser als der sogenannte Islamische Staat. Die Propagandavideos hatten sich verändert. Das Kalifat war verbrannt, daher spielten sie ihre letzte und beste Karte aus. Sie setzten auf ein dunkles, kaum kontrollierbares Verlangen, das jeden heimsuchen kann: Rache.“ Fabian Reicher verhehlt nicht, dass der Weg extrem mühsam ist. Denn er kämpft nicht gegen die Gespenster des Radikalismus, sondern auch gegen die Trägheit der Politik. Für langfristige Projekte fehlt das Geld, falsch - es wird nur nicht bereitgestellt, weil die Politik nur an schnellen (oft kurzsichtigen) Lösungen interessiert ist. Eine Erkenntnis ist, dass der Prozess, durch den Jugendliche radikalisiert werden, nicht von außen „repariert“ werden kann. Die jungen Menschen müssen, wie Reicher sagt, „sich selbst rausholen“, er könne das nicht, allerdings durfte er sie auf diesem ihren Weg begleiten. Als gutes Beispiel des Umgangs auf Augenhöhe nennt der Autor jene Rede des damaligen Innenministers Karl Nehammer, in der er jene Männer mit Wurzeln aus der Türkei bzw. Palästina, die beim Terrorüberfall in Wien im November 2020 Verletzte aus der Gefahrenzone in Sicherheit gebracht haben, öffentlich gelobt hat. Leider war das wenig nachhaltig, denn wenig später ist das „Anti-Terror-Maßnahmenpaket“ in der Regierung beschlossen worden. Meine Meinung: Durch die „Ich-Form“ als Erzählweise sind wir Leser ziemlich nahe an den Erlebnissen des Autors bzw. an den Jugendlichen dran. Wir lesen Auszüge aus Chats und dürfen an ihren Gedanken teilhaben. Manches habe ich noch nie aus dieser (deren) Sicht betrachtet. Die Illustrationen passen sehr gut zum Inhalt und wirken empathisch. Was ist aus den fünf Männern geworden, die hier im Buch zu Wort kommen? Einer ist tot, einer wurde abgeschoben, zwei verbüßen eine Gefängnisstrafe und werden danach abgeschoben und einer schreibt an einem Buch über seine Erfahrungen, das demnächst erscheinen wird. Fazit: Das Buch eignet sich sowohl für Einsteiger als auch für Erfahrene im Umgang mit diesem schwierigen Thema. Gerne gebe ich hier 5 Sterne.

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Die Wütenden

von Fabian Reicher, Anja Melzer

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