Hélène (Laetita Dosch) ist eine alleinerziehende Mutter und Literaturprofessorin. In Porto begegnet sie Alexandre (Sergei Polunin) auf einer Party und verbringt mit ihm eine leidenschaftliche Nacht. Bei ihrer Rückkehr nach Paris trifft Hélène ganz zufällig immer wieder auf Alexandre, der in der russischen Botschaft tätig ist. Obwohl er verheiratet ist, entwickelt sich aus den immer häufiger werdenden Treffen eine leidenschaftliche Affäre. Ständig erwischt sich Helene dabei, wie ihre Gedanken zu Alexandre und dem nächsten Treffen abschweifen. Alles scheint sich nur noch um ihn zu drehen – und aus der stürmischen Affäre entwickelt sich für die Frau eine Obsession, die nicht nur sie selbst, sondern auch ihren Sohn in Gefahr bringt...
Kundinnen und Kunden meinen
3.0/5.0
Leserin X
aus Wien
4/5
09.01.2026
Film (DVD)
Eh ok !
Der Film bekam anscheinend durchwegs schlechte Kritiken - unabhängige Frau, die sich in Affaire mit Jüngerem komplett verliert, und der ist obendrein verheiratet und will nichts von ihr wissen etc.
Man kann es auch anders sehen.
Ganz unabhängig ist sie ja ohnehin nicht. Sie wohnt mit ihrem Sohn in einem gemütlichem grossen Haus, das der Ex finanziert, und schreibt neben Literaturunterricht an ihrer Doktorarbeit, in der es offenbar um Frauen in der Literaturgeschichte geht, die dem Bürgerlichen entfliehen. Das klingt ja eigentlich alles sympathisch. Sie entflieht wohl auch, und hat dazu einen jüngeren, etwas bad-boy artigen Russen auserkoren, der allerdings nicht wirkt wie ein Diplomat, der er angeblich ist, aber gut. Das mit verheiratet klingt auch komisch, aber das steht wohl so in dem Buch, dessen Adaption der Film ja ist. Im ersten Teil hat man das Gefühl, einen Softporno zu sehen, gegen Ende gibt es mehr Inhalt. Es stört sie nicht, dass er bestimmt, wann sie sich sehen, das ändert sich bis zum Schluss nicht, so gesehen ist er dominant, aber sie hat auch etwas davon, das Tagträumen etc. Nachdem er ohne sich zu verabschieden zurück nach Moskau geht, fällt sie in ein Loch. Sie macht dann so Dinge wie für ein paar Stunden nach Moskau fliegen, nur um dieselbe Luft zu atmen wie er. Und sie geniesst es. Das ist Punkt, sie ist nämlich hoffnungslos romantisch. Und diese Seite konnte sie mit ihm (aus)leben. Das ist IHR trip, und er macht mit. Es fragt ja auch niemand, wie es ihm eigentlich damit geht, man erfährt in Wahrheit gar nichts über ihn ( ok, Diplomat, verheiratet, im Buch steht es wohl so, aber das sind äussere Dinge ).
Nach fast 1 Jahr - sie hat ihr Leben wieder geordnet - meldet er sich wieder. Das Rollenspiel, das sie hatten, wird noch einmal fortgesetzt. Er kommt zu ihr, sie haben Sex, so wie früher. Danach sehen sie sich aber wohl nie wieder.
Realistisch betrachtet hatten wohl beide was davon, und niemals hätten sie zusammen leben können, zu verschieden ihre Welten und Ansichten. Aber sie hatten eine zeitlang "etwas". Und sie mochten sich, und sie mochten das, was sie hatten und das hatte nichts mit Alltag zu tun.
Ich fand beide Darsteller:innen interessant, er ist wohl das Enfant terrible des Tanzes, insofern auch deshalb sehenswert.
Juti
aus HD
2/5
11.01.2026
Film (DVD)
Langweilig ** Annie Ernaux…
Langweilig ** Annie Ernaux schreibt so kürze Bücher. Und da wollte ich wissen, wie man damit 94 Minuten füllen kann. Die Antwort ist: Gar nicht. ** Eine Lehrerin knattert eine Russen und vernachlässigt dabei ihr Leben. Damit ist die Handlang erzählt. ** Und wer hofft, dass die Liebesszene schön sind, wird auch enttäuscht. Der Mann hat so hässliche Tatoos und die Frau zu kleine Rundungen. ** 2 Sterne, weil ich bis zum Ende durchgehalten habe.
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