Die Frauen von Schönbrunn
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Beate Maly

1. Die Frauen von Schönbrunn

Die Schönbrunn-Saga Band 1

Die Frauen von Schönbrunn

Ein Leben für das Wohl der Tiere

Hörbuch-Download (MP3)

Beschreibung


Der Krieg ist verloren. Der prächtigste Zoo Europas ist am Ende. Eine Frau kämpft für ihre Schützlinge und ihre große Liebe. 

Im Sommer 1914 erfüllt sich für Emma ein Traum: Sie wird eine der ersten Pflegerinnen im prachtvollen Wiener Tiergarten Schönbrunn. Voller Leidenschaft widmet sie sich ihren Schützlingen, den Zebras, Giraffen und Orang-Utans. Als der Erste Weltkrieg ausbricht, werden fast alle Männer eingezogen. Schneller als ihr lieb ist, muss Emma Verantwortung für die Tiere übernehmen und außerdem noch für ihre schwangere Schwester sorgen. An ihrer Seite steht Tierarzt Julius, der verletzt von der Front zurückgekehrt ist und nach dessen Nähe sich Emma zunehmend sehnt. Während die Bevölkerung gegen Ende des Krieges hungert, werden die Rufe immer lauter, den Zoo zu schließen. Kann Emma mit Julius’ Hilfe retten, was ihr am meisten am Herzen liegt?

Die beeindruckende Geschichte der Frauen von Schönbrunn − inspiriert von wahren Begebenheiten. Karoline Mask macht daraus ein großes Hörvergnügen. 

Details

Verkaufsrang

865

Sprecher

Karoline Mask

Spieldauer

9 Stunden und 29 Minuten

Fassung

ungekürzt

Abo-Fähigkeit

Ja

Medium

MP3

Beschreibung

Details

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Ja

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Verkaufsrang

865

Sprecher

Karoline Mask

Spieldauer

9 Stunden und 29 Minuten

Fassung

ungekürzt

Abo-Fähigkeit

Ja

Medium

MP3

Erscheinungsdatum

03.01.2022

Verlag

Hörbuch Hamburg

Hörtyp

Lesung

Sprache

Deutsch

EAN

9783844929898

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Tolle Kulisse und starke Frauen

Bewertung am 30.01.2022

Bewertet: Hörbuch-Download

Romane, deren Handlung in meinem Umfeld spielen, wecken bei immer ganz besonders schöne, heimatliche Gefühle. Gefühle, die beim Lesen hervorkommen, wenn man die Örtlichkeiten gut kennt, bereits die gleichen Straßen entlanggegangen ist, Schönbrunn mehrmals im Jahr besucht, die Josefstädter Straße im 8. Wiener Gemeindebezirk fast täglich frequentiert und im Altwiener Café Eilis schon viele gemütliche Stunden mit Kaffee und dem einen und anderen Achterl verbracht hat. Eingebettet in diesem wunderbaren Setting habe ich mich von Beate Maly auf eine historische Lesereise mitnehmen lassen. Genauer gesagt in die Jahre 1914 bis 1917 - die Zeit des ersten Weltkrieges. Emma, Tochter eines Wiener Veterinäres, möchte unbedingt in dessen Fußstapfen treten. Da Frauen in Österreich ein Studium verwehrt bleibt, verhilft ihr ihr Vater, der kurze Zeit später in den Krieg eingezogen wird, zu einer Anstellung in der Schönbrunner Menagerie, wo Emma sich insbesondere um die Orang Utans des Kaisers kümmern soll. Und auch der verwundete Kriegsheimkehrer Julius findet im Tiergarten eine Anstellung als Veterinär. Gemeinsam kämpfen die beiden für die Tiere, geben ihnen eine Stimme, in einer Zeit, in der Lebensmittel kostbar und knapp sind und die Menschen mit dem Hunger kämpfen. Beate Maly hat diese schwere Zeit wirklich sehr gut eingefangen. Und auch ich habe mir beim Lesen oftmals die Frage gestellt, ob es gerechtfertigt ist einen Zoo zu finanzieren, während die Männer an der Front kämpfen und Frauen und Kinder auf sich alleine gestellt daheim um ihre Existenz kämpfen. Diese beklemmenden Gefühle der Macht- und Hoffnungslosigkeit, die die Menschen damals im Herzen getragen haben, werden sehr gut transportiert. Aber auch das sich durch die Umstände wandelnde Rollenbild von Frauen und deren Stellung in der Gesellschaft ist gut dargestellt. Mit Emma durfte ich eine willensstarke und eigenständige junge Frau kennen lernen, die selbstbestimmt ihre Ziele verfolgt, sich nebenbei um ihre schwangere Schwester Greta kümmert und sich von niemanden beirren lässt. Aber auch Tierarzt Julius ist gut dargestellt. Er leidet an Depressionen, kämpft gegen den Alkohol, der ihn eine Zeit lang die schrecklichen Bilder der Front vergessen lässt. Sein Lichtblick ist Emma, die er bewundert und schätzt. Das Zusammenspiel von Emma und Julius hat mir richtig gut gefallen. Weniger hingegen, die Darstellung des Antagonisten, der in Form des wissenschaftlichen Angestellten des Zoos Schönbrunn seinen Auftritt hat. Einerseits war er mir zu eindimensional gezeichnet, andererseits konnte ich ihn auch nicht wirklich ernst nehmen. Es gab auch nicht ein paar andere Kleinigkeiten, die nicht so ganz ins Bild gepasst haben. So zum Beispiel, dass man bei Emma an manchen Stelle das Gefühl hatte, sie wissen alles besser als die Tierärzte - auch ohne Studium. Außerdem wird Emma so dargestellt als hätte sie als erstes die Intelligenz von Menschenaffen entdeckt. Und auch der eine und andere Logikfehler hat sich eingeschlichen. So habe ich mich zum Beispiel gefragt, warum unser böser, böser Antagonist unbedingt das Gehirn von "Emmas Orang Utan"-Dame Fanny sezieren will (im Sinne der Wissenschaft versteht sich) wenn doch vorher ein Schimpanse verstorben ist. Hier hätte er ja schon die Möglichkeit gehabt das Gehirn eines Menschenaffen zu erforschen. Im Gesamten hat mir Beate Malys historischer Unterhaltungsroman aber sehr gut gefallen. Die Autorin hat einen sehr unkomplizierten, lockeren und leichten Schreibstil, dem man wunderbar folgen kann. Und auch der Zeitgeist, sowie die örtlichen Gegebenheiten wurden sehr gut beschrieben. Ich habe den Reihenauftakt Die Frauen vom Schönbrunn als ungekürztes Hörbuch gehört, was für mich sehr gut funktioniert hat. Aber bei Karoline Mask weiß ich eigentlich immer schon im Vorhinein, dass das Hören zum Genuss wird, ist sie doch eine meiner liebsten Sprecherinnen. Fazit Die Frauen von Schönbrunn ist eine wunderbare historische Unterhaltungslektüre, bei dem mir vorallem das Setting rund um den Tiergarten Schönbrunn sehr gut gefallen hat. Ein paar Unstimmigkeiten gab es zwar, über die ich aber hinwegsehen kann. Ich werde die Reihe auf jeden Fall weiter verfolgen und kann sie dir sehr empfehlen, wenn du gerne leichte historische Liebes- und Frauenromane liest.

Tolle Kulisse und starke Frauen

Bewertung am 30.01.2022
Bewertet: Hörbuch-Download

Romane, deren Handlung in meinem Umfeld spielen, wecken bei immer ganz besonders schöne, heimatliche Gefühle. Gefühle, die beim Lesen hervorkommen, wenn man die Örtlichkeiten gut kennt, bereits die gleichen Straßen entlanggegangen ist, Schönbrunn mehrmals im Jahr besucht, die Josefstädter Straße im 8. Wiener Gemeindebezirk fast täglich frequentiert und im Altwiener Café Eilis schon viele gemütliche Stunden mit Kaffee und dem einen und anderen Achterl verbracht hat. Eingebettet in diesem wunderbaren Setting habe ich mich von Beate Maly auf eine historische Lesereise mitnehmen lassen. Genauer gesagt in die Jahre 1914 bis 1917 - die Zeit des ersten Weltkrieges. Emma, Tochter eines Wiener Veterinäres, möchte unbedingt in dessen Fußstapfen treten. Da Frauen in Österreich ein Studium verwehrt bleibt, verhilft ihr ihr Vater, der kurze Zeit später in den Krieg eingezogen wird, zu einer Anstellung in der Schönbrunner Menagerie, wo Emma sich insbesondere um die Orang Utans des Kaisers kümmern soll. Und auch der verwundete Kriegsheimkehrer Julius findet im Tiergarten eine Anstellung als Veterinär. Gemeinsam kämpfen die beiden für die Tiere, geben ihnen eine Stimme, in einer Zeit, in der Lebensmittel kostbar und knapp sind und die Menschen mit dem Hunger kämpfen. Beate Maly hat diese schwere Zeit wirklich sehr gut eingefangen. Und auch ich habe mir beim Lesen oftmals die Frage gestellt, ob es gerechtfertigt ist einen Zoo zu finanzieren, während die Männer an der Front kämpfen und Frauen und Kinder auf sich alleine gestellt daheim um ihre Existenz kämpfen. Diese beklemmenden Gefühle der Macht- und Hoffnungslosigkeit, die die Menschen damals im Herzen getragen haben, werden sehr gut transportiert. Aber auch das sich durch die Umstände wandelnde Rollenbild von Frauen und deren Stellung in der Gesellschaft ist gut dargestellt. Mit Emma durfte ich eine willensstarke und eigenständige junge Frau kennen lernen, die selbstbestimmt ihre Ziele verfolgt, sich nebenbei um ihre schwangere Schwester Greta kümmert und sich von niemanden beirren lässt. Aber auch Tierarzt Julius ist gut dargestellt. Er leidet an Depressionen, kämpft gegen den Alkohol, der ihn eine Zeit lang die schrecklichen Bilder der Front vergessen lässt. Sein Lichtblick ist Emma, die er bewundert und schätzt. Das Zusammenspiel von Emma und Julius hat mir richtig gut gefallen. Weniger hingegen, die Darstellung des Antagonisten, der in Form des wissenschaftlichen Angestellten des Zoos Schönbrunn seinen Auftritt hat. Einerseits war er mir zu eindimensional gezeichnet, andererseits konnte ich ihn auch nicht wirklich ernst nehmen. Es gab auch nicht ein paar andere Kleinigkeiten, die nicht so ganz ins Bild gepasst haben. So zum Beispiel, dass man bei Emma an manchen Stelle das Gefühl hatte, sie wissen alles besser als die Tierärzte - auch ohne Studium. Außerdem wird Emma so dargestellt als hätte sie als erstes die Intelligenz von Menschenaffen entdeckt. Und auch der eine und andere Logikfehler hat sich eingeschlichen. So habe ich mich zum Beispiel gefragt, warum unser böser, böser Antagonist unbedingt das Gehirn von "Emmas Orang Utan"-Dame Fanny sezieren will (im Sinne der Wissenschaft versteht sich) wenn doch vorher ein Schimpanse verstorben ist. Hier hätte er ja schon die Möglichkeit gehabt das Gehirn eines Menschenaffen zu erforschen. Im Gesamten hat mir Beate Malys historischer Unterhaltungsroman aber sehr gut gefallen. Die Autorin hat einen sehr unkomplizierten, lockeren und leichten Schreibstil, dem man wunderbar folgen kann. Und auch der Zeitgeist, sowie die örtlichen Gegebenheiten wurden sehr gut beschrieben. Ich habe den Reihenauftakt Die Frauen vom Schönbrunn als ungekürztes Hörbuch gehört, was für mich sehr gut funktioniert hat. Aber bei Karoline Mask weiß ich eigentlich immer schon im Vorhinein, dass das Hören zum Genuss wird, ist sie doch eine meiner liebsten Sprecherinnen. Fazit Die Frauen von Schönbrunn ist eine wunderbare historische Unterhaltungslektüre, bei dem mir vorallem das Setting rund um den Tiergarten Schönbrunn sehr gut gefallen hat. Ein paar Unstimmigkeiten gab es zwar, über die ich aber hinwegsehen kann. Ich werde die Reihe auf jeden Fall weiter verfolgen und kann sie dir sehr empfehlen, wenn du gerne leichte historische Liebes- und Frauenromane liest.

Ein Herz für Tiere

katikatharinenhof am 09.04.2022

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Da ihr die Welt des Studiums noch nicht offen steht, widmet sich Emma ganz dem Wohlergehen der Tiere im kaiserlichen Tierpark von Schönbrunn. Jedes Tier, egal ob Zebra, Giraffe oder Orang-Utan, liegt ihr am Herzen und Emma ist mit Herz und Seele dabei, wenn es darum geht, dass es ihren Schützlingen gut geht. Aber seit Beginn des Ersten Weltkrieges wird die Hege der Tiere immer schwieriger, denn männliche Tierpfleger gibt es nicht mehr, da diese alle an der Front für Kaiser und Vaterland kämpfen. Auch die Futterrationen werden immer dürftiger, da eine ganze Nation hungert und so für die Versorgung der Tiere nicht mehr viel Verständnis übrig bleibt. Als Tierarzt Julius im Zoo seine Tätigkeit aufnimmt, beginnen sich die Ungereimtheiten zu häufen und auch Emmas Herz schlägt außer Takt..... Beate Maly nimmt für ihren Start in die Schönbrunn-Saga perfekte Zutaten, um einen bodenständigen Schmöker mit Herz aus ihrer Feder fließen zu lassen. Als Kulisse dient ihr das historische Wien im frühen 20. Jahrhundert, der Tierpark Schönbrunn mit all seinen liebenswerten tierischen Bewohnern und natürlich Emma, die die Leser:innen von sich begeistern kann. Ihre Tierliebe spricht aus jeder Zeile und die Lesenden spüren deutlich, wie sehr ihr das Wohlergehen eines jeden Tieres des Tierparks am Herzen liegt. Auch kann Emma mit ihrer warmherzigen Art überzeugen und ist ein Vorbild, wenn es darum geht, die eigenen Träume nicht nur zu träumen, sondern auch zu leben. Ihr Vorgesetzter von Kochaus dagegen ist ein echter Schmierlappen, der sich bisher erfolgreich vor einem Einsatz an der Front gedrückt hat. Seine Machenschaften und sein aufdringliches Wesen führen dazu, dass ich ihm geradezu eimerweise meine Antipathie entgegen schleudere, da ich ihn absolut nicht verknusen kann. Er dreht und wendet sich wie ein Aal, nur um zu seinem Ziel zu gelangen und ist sich für keine Intrige zu schade. Julius bleibt zu Beginn noch ein bisschen blass, kann aber dann aufholen und schleicht sich langsam in die Herzen der Leser:innen. Seine körperlichen und seelischen Narben, die der Krieg hinterlassen hat, werden in Form von wiederkehrenden Albträumen von der Schreibenden in die Geschichte eingeflochten und geben einen kleinen Einblick in sein Gefühlsleben. Auch die Auseinandersetzungen mit seiner Mutter lassen tief blicken, zeichnen sie doch ein sehr deutliches Bild der sittlichen und moralischen Vorstellungen zur damaligen Zeit. Aber so schön das Gesamtpaket auch ist, fehlt doch das Quäntchen, um hier vollends in Begeisterungsstürme auszubrechen. Vieles läuft einfach zu glatt, zu unaufgeregt und wenn doch mal eine Hürde zu nehmen ist, löst diese sich quasi im Handumdrehen in Wohlgefallen auf. Zwar sind blitzen immer wieder einmal die Schwierigkeiten in der Tierversorgung während des Krieges auf und auch die Not der Hunger leidenden Bevölkerung wird öfter mal angesprochen, aber um ganz und gar authentisch zu sein, fehlt mir der tiefer gehende Blick in die Zusammenhänge. Aus den historischen Fakten hätten man hier ein solides Grundgerüst bauen können, auf dass sich nicht nur die Romanze stützt, sondern bei dem es vor allen Dingen darum geht, wie sehr sich die Sichtweise auf das reine "Begaffen" eines Tieres bis hin zur artgerechten Gestaltung seines Geheges im Zoo, sowie die Förderung des Spiel- & Entdeckertriebes im Verlauf des Buches verändert. So bliebt ein recht solider Eindruck übrig, der noch viel Potenzial zur Entfaltung hat.

Ein Herz für Tiere

katikatharinenhof am 09.04.2022
Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Da ihr die Welt des Studiums noch nicht offen steht, widmet sich Emma ganz dem Wohlergehen der Tiere im kaiserlichen Tierpark von Schönbrunn. Jedes Tier, egal ob Zebra, Giraffe oder Orang-Utan, liegt ihr am Herzen und Emma ist mit Herz und Seele dabei, wenn es darum geht, dass es ihren Schützlingen gut geht. Aber seit Beginn des Ersten Weltkrieges wird die Hege der Tiere immer schwieriger, denn männliche Tierpfleger gibt es nicht mehr, da diese alle an der Front für Kaiser und Vaterland kämpfen. Auch die Futterrationen werden immer dürftiger, da eine ganze Nation hungert und so für die Versorgung der Tiere nicht mehr viel Verständnis übrig bleibt. Als Tierarzt Julius im Zoo seine Tätigkeit aufnimmt, beginnen sich die Ungereimtheiten zu häufen und auch Emmas Herz schlägt außer Takt..... Beate Maly nimmt für ihren Start in die Schönbrunn-Saga perfekte Zutaten, um einen bodenständigen Schmöker mit Herz aus ihrer Feder fließen zu lassen. Als Kulisse dient ihr das historische Wien im frühen 20. Jahrhundert, der Tierpark Schönbrunn mit all seinen liebenswerten tierischen Bewohnern und natürlich Emma, die die Leser:innen von sich begeistern kann. Ihre Tierliebe spricht aus jeder Zeile und die Lesenden spüren deutlich, wie sehr ihr das Wohlergehen eines jeden Tieres des Tierparks am Herzen liegt. Auch kann Emma mit ihrer warmherzigen Art überzeugen und ist ein Vorbild, wenn es darum geht, die eigenen Träume nicht nur zu träumen, sondern auch zu leben. Ihr Vorgesetzter von Kochaus dagegen ist ein echter Schmierlappen, der sich bisher erfolgreich vor einem Einsatz an der Front gedrückt hat. Seine Machenschaften und sein aufdringliches Wesen führen dazu, dass ich ihm geradezu eimerweise meine Antipathie entgegen schleudere, da ich ihn absolut nicht verknusen kann. Er dreht und wendet sich wie ein Aal, nur um zu seinem Ziel zu gelangen und ist sich für keine Intrige zu schade. Julius bleibt zu Beginn noch ein bisschen blass, kann aber dann aufholen und schleicht sich langsam in die Herzen der Leser:innen. Seine körperlichen und seelischen Narben, die der Krieg hinterlassen hat, werden in Form von wiederkehrenden Albträumen von der Schreibenden in die Geschichte eingeflochten und geben einen kleinen Einblick in sein Gefühlsleben. Auch die Auseinandersetzungen mit seiner Mutter lassen tief blicken, zeichnen sie doch ein sehr deutliches Bild der sittlichen und moralischen Vorstellungen zur damaligen Zeit. Aber so schön das Gesamtpaket auch ist, fehlt doch das Quäntchen, um hier vollends in Begeisterungsstürme auszubrechen. Vieles läuft einfach zu glatt, zu unaufgeregt und wenn doch mal eine Hürde zu nehmen ist, löst diese sich quasi im Handumdrehen in Wohlgefallen auf. Zwar sind blitzen immer wieder einmal die Schwierigkeiten in der Tierversorgung während des Krieges auf und auch die Not der Hunger leidenden Bevölkerung wird öfter mal angesprochen, aber um ganz und gar authentisch zu sein, fehlt mir der tiefer gehende Blick in die Zusammenhänge. Aus den historischen Fakten hätten man hier ein solides Grundgerüst bauen können, auf dass sich nicht nur die Romanze stützt, sondern bei dem es vor allen Dingen darum geht, wie sehr sich die Sichtweise auf das reine "Begaffen" eines Tieres bis hin zur artgerechten Gestaltung seines Geheges im Zoo, sowie die Förderung des Spiel- & Entdeckertriebes im Verlauf des Buches verändert. So bliebt ein recht solider Eindruck übrig, der noch viel Potenzial zur Entfaltung hat.

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