Nicht nur Touristen lieben die Bouquinistes, deren grüne Klappkästen voller Bücher die Pariser Seineufer schmücken. Auch Commissaire Lacroix nutzt das herrliche Frühlingswetter, um nach dem déjeuner an den Verkaufsständen entlangzuschlendern. Aber muss der alte Mann mit der dunklen Brille ihm ausgerechnet einen Maigret-Roman empfehlen - wo doch jeder weiß, dass Lacroix seinen Spitznamen nicht leiden kann? Erst später begreift der Commissaire: Das war der berühmte blinde Buchhändler Hugo, der die literarischen Vorlieben seiner Kunden allein am Geräusch ihrer Schritte erkennt. Er wollte Lacroix nicht provozieren, sondern ihm lediglich ein gutes Buch empfehlen. Ein wenig beschämt kehrt Lacroix ins Kommissariat zurück, wo ihn der Chef der Pariser Kriminalpolizei erwartet: Ein junger Mann - auch er ein Bouquiniste - wurde tot aus der Seine geborgen, und seine Freun- din ist von einem Verbrechen überzeugt.
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Die Macht der Gewohnheit
Bücher in meiner Hand am 16.03.2022
Bewertungsnummer: 1676734
Bewertet: eBook (ePUB 3)
Beim Lesen der ersten drei Bände der Lacroix-Reihe war ich im Zwiespalt: das Ermittlungsteam fand ich super sympathisch, nur die Fallabschlüsse waren nicht so meins. Die Auflösung fand ich, ausser beim "Bäcker" und in "Montmartre", für Leser nicht nachvollziehbar. Dennoch las ich jeden der bisher erschienenen fünf Bände, weil ich Lacroix und sein Team sehr mag.
Ich hab für mich entschieden, dass - egal, wie auch immer der Fall aufgelöst wird, ob man es nachvollziehen kann oder ob der Täter wie in Band 1 aus heiterem Himmel aus dem Ärmel gezogen wird - ich die Serie mag. Sie lohnt sich zu lesen, vor allem für Paris-Fans, aber auch, weil man Kommissar Lacroix mit all seinen Eigenheiten als Typ einfach mögen muss.
Das Durchstreifen der verschiedenen Quartiere finde ich toll, es erinnert mich ein wenig an die "Nestor Burma"-Reihe von Leo Malet. Lacroix als Typ aber eher an Maigret, ein Vergleich den er gar nicht mag, auch wenn tout Paris ihn so nennt. Er liebt es durch die Strassen von Paris zu laufen und nimmt dabei die Leser mit, lässt sie teilhaben an seinen Entdeckungen links und rechts der begangenen Wege.
Noch mehr aber liebt er es, ein Bier, ein Café, ein Essen im Chai de l'Abbaye einzunehmen. Das Bistro ist sein inoffizielles Büro. In diesem Band merkt man gut, was für ein Gewohnheitstier Lacroix ist. Das Chai ist wegen einem Umbau geschlossen und Lacroix hilflos, er braucht seine Zeiten im Chai, um aufzutanken und über seine Fälle nachzudenken.
Doch auch sein Team und seine Frau leiden unter dem Umbau - da Lacroix ein Handy-Verweigerer ist, rufen alle immer im Chai an. Wie soll man ihn nun erreichen?
Von seinen fleissigen Mitarbeitern, Capitaine Rio und Paganelli, bekommt man nicht ganz so viel mit wie sonst, doch auch sie ermitteln fleissig im Hintergrund. Der tote Bouquinist, der aus der Seine gezogen wird, gibt manches Rätsel auf. Der Mörder scheint etwas zu suchen, denn nicht nur die Wohnung des Toten wurde durchwühlt.
Schritt für Schritt macht sich das Team auf die Suche nach dem Mörder. Am Ende des fünften Bandes konnte ich endlich sagen: mit dieser Auflösung komme ich mit, die hinterlässt keine Fragezeichen. Ein toller Band, in dem die Leser auch einige Informationen zu den in Paris bildgebenden Bouquinisten bekommen.
Genauso wie Lacroix liebt auch der Autor Paris, das merkt man in jeder Zeile. Hinter dem Pseudonym Alex Lépic steckt Alexander Oetker, der auch mit anderen Krimis viel Atmosphäre erzeugt.
Fazit: Lacroix und sein Team muss man einfach mögen!
4 Punkte.
Ein toter Bouquiniste
Gavroche am 25.04.2023
Bewertungsnummer: 1929487
Bewertet: Hörbuch-Download
Den Sprecher Felix von Manteuffel kenne ich bereits aus dem Vorgängerband und auch dieses Mal hat er mich mit seiner angenehmen Stimme direkt ins vorösterliche Paris geschickt.
Commissaire Lacroix ist unleidlich, denn sein zweites Zuhause, Büro und ja, Lebensmittelpunkt, das Chai de l'Abbaye ist doch tatsächlich wegen Renovierung geschlossen und nun muss er sich eine Alternative suchen, was gar nicht so einfach ist.
Auf einem Spaziergang an der Seine lernt er den blinden Bouquiniste Hugo kennen, der ihm auch noch einen Maigret empfiehlt - und das, wo er diesen Spitznamen so gar nicht mag, weil er den Vergleich mit dem Buchhelden nicht mag.
Aber dann beschäftigt ihn rasch ein neuer Fall, denn ein junger Bouquiniste wurde ermordet. Was für ein Motiv steckt dahinter?
Mit den Bouquinistes hat der Autor sich einer "Institution" von Paris angenommen, denn wer kennt sie nicht, diese grünen, aufklappbaren Bücherkisten an der Seine? Leider wird auch hier immer mehr Ramsch verkauft. Neben dem interessanten Fall nimmt uns Alex Lépic wieder mit auf einen touristischen Spaziergang durch Paris und auch der kulinarische Aspekt spielt wieder eine Rolle.
Mir gefällt diese Reihe sehr gut und ich freue mich schon auf den nächsten Fall.
Meinung aus der Buchhandlung
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Band 5 - Commissaire Lacroix ermittelt einen Fall unter den Bouquinistes von Paris
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)
Der altbekannte Stil, mit dem Flair von Pairs und ruhige "aktionlose" Handlung, die ich gerne mag, wird hier wieder geboten. Gemeinsam mit Lacroix zu Fuß unterwegs sein und der Sache auf den Grund gehen, warum musste ein Bouquiniste sterben.
Mein Tipp:
Lacroix-Reihe in der richtigen Reihenfolge:
Band 1 Die Toten vom Pont Neuf
Band 2 Der Bäcker von Saint-Germain
Band 3 Die stille Nacht von Montmartre
Band 4 Das Sommerhaus in Giverny
Band 6 Der traurige Champion von Roland-Garros
Band 7 Die Frau in der letzten Metro (erscheint 2024)
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