Nach vielen Jahren in Mailand kehrt Alba in ihr Tessiner Heimatdorf zu ihrem Vater zurück. Als sie dort ankommt, ist alles ungewiss: Wie lange sie überhaupt in der Casa Conti bleiben will, ob es an ihrer Ehe mit dem in Mailand zurückgebliebenen Vito noch etwas zu retten gibt und wie sich das Dorf während Albas Abwesenheit verändert hat.Schnell stellt sich heraus, dass eines gleich geblieben ist: Die Casa übt noch immer eine Art magische Anziehungskraft auf die Menschen im Dorf aus. Der Metzger Burri, der mit Albas Schwester verheiratet ist, hat ebenso ein Auge darauf geworfen wie der Wirt Bertolo. Aber es steht Albas Vater Giulio zu, den Besitz des Hauses in seinem Testament zu regeln. Trotzdem entbrennt nach Giulios Tod im Dorf ein Streit um die Casa, bei dem Alba auch ihrer Jugendliebe, dem Anwalt Giovanni, wiederbegegnet. Mit feinem psychologischen Gespür entfaltet Aline Valangin das Schicksal zweier Schwestern, ihre Möglichkeiten in der patriarchalen Gesellschaft zwischen Dorf und Stadt, ihre Liebe im Zeichen ökonomischer Abhängigkeit.
Kundinnen und Kunden meinen
4.3/5.0
J. Kaiser
5/5
20.02.2022
Buch (Gebundene Ausgabe)
Grossartiges Buch
Klapptext: Nach vielen Jahren in Mailand kehrt Alba in ihr Tessiner Heimatdorf zu ihrem Vater zurück.
Fazit: Das Cover sieht aus, wie ein gemaltes Bild in einem Museum. Alba lebt mit ihrem Mann in Mailand. Ihre Schwester blieb im Heimatdorf und ist mit dem Metzger Burri verheiratet. Als Alba ankommt, ist für sie alles im Ungewissen. Der Leser kommt rasch in die Geschichte rein. Die Beschreibung, was sich im Dorf verändert hat wird gut beschrieben. Man erkennt, dass die Casa Conti immer noch bei vielen einen Anziehungskraft aus. Die Regelung, was mit der Casa geschehen soll, obliegt allein ihrem Vater Giulio. Nach dessen Tod ist ja klar, dass nun der Streit um das Casa entstanden ist. Sei dies nicht schon genug für Alba, begegnet sie auch ihrer Jugendliebe Giovanni. Kann sie ihre Ehe noch retten? Das Lesen dieses Buches fand ich spannend. Empfehlenswert.
Bewertung
4/5
24.08.2022
Buch (Gebundene Ausgabe)
Authentischer Dorfroman aus dem Tessin
Das Schicksal zweier Schwestern aus dem Tessin: Alba kehrt aus Mailand in ihr Heimatdorf zurück, da die Ehe mit Schürzenjäger Vito immer schwieriger wird. Ihre Schwester lebt dort schon zeitlebens mit dem kruden Metzger Burri zusammen.
Wie sich das Dorf und seine Bewohner verändert hat, was es mit der Casa Conti auf sich hat und welche Beziehungen im Dorf es zu beachten gibt, erfährt Alba nach und nach...
yellowdog
4/5
10.03.2022
Buch (Gebundene Ausgabe)
Tessiner Familiengeschichte…
Tessiner Familiengeschichte Alina Valangins Roman Casa Conti ist zwar überwiegend verhalten geschrieben, aber es gibt durchaus eine Dramatik, die sich zwischen den Figuren entfaltet.Streckenweise ging die Handlung an mir vorbei, aber es gab auch wirklich zwingende Passagen. Casa Conti stammt schon aus dem Jahr 1944, aber altmodisch wirkt der Roman eigentlich nicht. Das ergibt sich aus der Lebendigkeit der Figuren. Gut, dass der Züricher Verlag Limmat dieses Stück Schweizer Literatur herausgegeben hat.
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